Klassiker der österreichischen Küche finden

Einfach so

Roman

(6)
Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches, nichts Dramatisches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen: Soll sie ein koscheres Huhn kaufen, oder darf sie auf die Instanthühnerbrühe zurückgreifen? Kann sie sich von den reichen Gastgebern mit deren Mercedes zur Dinnerparty kutschieren lassen? Ihre Lebensgeschichte – sie ist die Tochter jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebt haben – ist immer präsent, und ihr Beruf – durch den sie häufig Begräbnisse zumeist völlig fremder Menschen besuchen muß – verstärkt das Gefühl für die Zerbrechlichkeit des Glücks.
Portrait

Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach zwölf Monaten wieder. 1948 wanderte die Familie nach Brunswick in Australien aus. Mit neunzehn Jahren begann Lily Brett für eine australische Rockmusik-Zeitschrift zu schreiben. Sie interviewte und porträtierte zahlreiche Stars wie Jimi Hendrix oder Mick Jagger.
Heute lebt die Autorin in New York. In regelmäßigen Kolumnen der Wochenzeitung DIE ZEIT hat Lily Brett diese Stadt porträtiert. Sie ist mit dem Maler David Rankin verheiratet und hat drei Kinder.


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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 445
Erscheinungsdatum 20.09.1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-39533-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 194/124/32 mm
Gewicht 407
Originaltitel Just Like That
Auflage 10
Verkaufsrang 7.783
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Stadtneurotikerin in New York
von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2015

Ein leichtes, schöne Buch und ideal für den Einstieg zu Lily Brett. Ihr bestes Buch und in der Übersetzung hervorragend. Edek, den Vater der Protagonistin, muss man einfach lieben. Und die Neurosen einer jüdischen New Yorkerin sind selten so schön beschrieben. Eines meiner all-time-favorit Büchern.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Kurzweilig, sprunghaft, ehrlich!
von Stefanie Klever am 21.01.2008

Wer Literatur von Lily Brett kennt, wird sich kaum über dieses Buch wundern. Es ist ein Roman, sehr kurzweilig, imposant und impulsiv geschrieben. Die Akteure weisen eine signifikante Ähnlichkeit mit Ihr und Ihrer eigenen Familie auf. Lily Brett spricht durch Esther Zepler, einer neurotischen Australierin, die nun mit Ihrem... Wer Literatur von Lily Brett kennt, wird sich kaum über dieses Buch wundern. Es ist ein Roman, sehr kurzweilig, imposant und impulsiv geschrieben. Die Akteure weisen eine signifikante Ähnlichkeit mit Ihr und Ihrer eigenen Familie auf. Lily Brett spricht durch Esther Zepler, einer neurotischen Australierin, die nun mit Ihrem kreativen Ehemann und Kindern in New York lebt. Esther schreibt Nachrufe für verschiedene Zeitungen, lebt häufig mehr in Ihrem Seelenleben als im Diesseits. Sie ist eine unglaublich gefühlvolle Darstellerin Ihrer selbst. Lily Brett gab Esther Zepler feinste Eigenschaften mit auf den Weg, und zeichnet sich aus durch Ehrlichkeit, Sanftmütigkeit, und ungebremste Neugierde aus. All zuviel will ich nicht verraten, denn Lily Brett schreibt über ungeahnte, unangetastete, und einfach über wirklich viele Dinge, die ein Menschenleben so betreffen. Am Ende des Romans wünscht man sich, dass er noch ein bisschen langatmiger gewesen wäre, denn Lily´s Art zu schreiben, lässt das Lesen einfach werden. Lily´s Schwermütigkeit zieht sich durch das ganze Buch, aber auf eine wundervolle Art. Der Roman ist in unterschiedliche Szenen aufgeteilt. Wer Lily Brett´s Bücher mag, sollte auch dieses lesen. Ihr werdet sicher dafür belohnt werden!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Gut geschriebener Episodenroman, doch zu lang geraten
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 12.09.2005

Esther Zepler, 41 Jahre, lebt mit ihrem Mann Sean einfach so in New York. Sie schreibt Nachrufe für mehrere Zeitungen. Sean ist Maler, der versucht seine Bilder in der New Yorker Kunstszene unterzubringen. Die Töchter Kate und Zelda und der Sohn Zachery sind erwachsen. Während einiger Monate verfolgt der... Esther Zepler, 41 Jahre, lebt mit ihrem Mann Sean einfach so in New York. Sie schreibt Nachrufe für mehrere Zeitungen. Sean ist Maler, der versucht seine Bilder in der New Yorker Kunstszene unterzubringen. Die Töchter Kate und Zelda und der Sohn Zachery sind erwachsen. Während einiger Monate verfolgt der Leser den Alltag der verstreuten jüdischen Familie Esthers, die wohl der Upper-Middle-Class zuzurechnen ist. Dabei folgt Esther, zumindest was die äusseren Umstände betrifft, ziemlich genau der Biografie der Autorin. Dies verbürgt die Authentizität des Romans; verstärkt wird diese, da Brett für die Nachrufe Esthers und auch sonst oft reale Personen einsetzt. Esthers Eltern haben den Holocaust überlebt. Die Tochter sieht vieles vor diesem Hintergrund. Während die Überlebenden selbst darüber oft nicht sprechen konnten, sind die Schrecken des Ghetto von Lodz und von Auschwitz bei Esther präsent. Da neigt Lily-Esther zu Übertreibungen, wenn sie die gegenwärtige Situation in Deutschland besonders antisemitisch beschreibt und dies als regierungsgewollt hinstellt. Hervorragend charakterisiert Lily Brett die New Yorker, als Prototyp der US-Amerikaner (soweit das für Esthers Klasse und allgemein gilt). Sie sind immer beschäftigt und mit Terminen eingedeckt. Wenn man sich die US-Amerikaner als unkompliziert und pragmatisch vorstellte, so muß man das korrigieren. Trotz des episodenhaften Romans gelingen zwei Charaktere besonders gut: Esthers Vater Edek und ihre Freundin Sonia Kaufman. Lily Brett stellt die beiden Hauptthemen (Wie lebt die Generation nach dem Holocaust? Wie ist das Verhalten der New Yorker einzuordnen?) in vielen kleinen Begebenheiten ausgezeichnet dar. Leider dehnt sie dazu den Small Talk der Belanglosigkeiten, oft in Fäkalien und Sex abgleitend, auf 446 Seiten aus. Die Hälfte hätte genügt.

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