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Eine kurze Geschichte von sieben Morden

Roman. Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2015

(4)
Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize
Jamaika, 1976: Sieben bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley ein und eröffnen das Feuer. Marleys Manager wirft sich schützend über ihn und erleidet dabei lebensgefährliche Verletzungen. Marleys Frau Rita wird ebenfalls schwer verwundet, er selbst bleibt mit leichteren Verletzungen an Armen und Brust zurück. Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Ausgehend von dem Attentat und den Spekulationen, die sich darum ranken, entwirft Marlon James ein vielseitiges Stimmungsbild Jamaikas in den 70er und 80er Jahren voll Gewalt, politischer Willkür, Drogen und Intrigen, ausgestaltet bis ins kleinste Detail.
Rezension
"'Eine kurze Geschichte von sieben Morden' ist ein Werk, das sich durch Sprachkraft, Rhythmusgespür und Musikalität auszeichnet." Wolfgang Höbel, LiteraturSpiegel
Portrait
Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das T-Magazin der New York Times. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreatives Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman John Crow’s Devil erfuhr über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk The Book of Night Women über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary Peace Prize« und den »Minnesota Book Award«. Sein dritter Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden, wurde ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Als erster Jamaikaner erhielt James den »Man Booker Prize«. Marlon James lebt offen homosexuell und hat seine Heimat wegen der dort vorherrschenden Ressentiments und teils gewaltsamer Übergriffe verlassen. Er lebt heute in Minneapolis, Minnesota.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 864
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27087-9
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 233/161/53 mm
Gewicht 1159
Originaltitel A Brief History of Seven Killings
Buch (gebundene Ausgabe)
28,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Man Booker Prize 2015 - bitterharte, aber fesselnde Leselektüre“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Es sind die 70iger Jahre. Jamaika ist alles andere als eine paradiesische Karibikinsel. Die Bevölkerung ist der täglichen Willkür von Politik, Polizei und verschiedenen Gangsterbanden ausgesetzt. Während Copenhagen City eisern von Raymond Clarke "Papa-Lo" dirigiert wird, unterdrückt Roland Palmer " Shotta Sherrif" in den Eight Lanes Es sind die 70iger Jahre. Jamaika ist alles andere als eine paradiesische Karibikinsel. Die Bevölkerung ist der täglichen Willkür von Politik, Polizei und verschiedenen Gangsterbanden ausgesetzt. Während Copenhagen City eisern von Raymond Clarke "Papa-Lo" dirigiert wird, unterdrückt Roland Palmer " Shotta Sherrif" in den Eight Lanes die Anwohner seines Viertels. Von einem menschenwürdigen Einkommen, geschweige denn Wohlstand kann man nur träumen. Das Trauma Kuba ist allgegenwärtig. Unzählige CIA Agenten spielen im Auftrag Amerikas ihre ureigenen Interessen. Politisch teilen sich das Land die sozialistisch angehauchte PNP und die pro-westliche Jamaica Labour Party auf. Die überhebliche Einmischung und auch Ausbeutung
der USA ist allgegenwärtig. Ein Konzert des mittlerweile, international gefeierten King of Raggae steht auf dem Programm. "Smile Jamaica" - so der Titel des von der PNP initiierten Friedenskonzerts. Dazu kommt es nicht mehr. Bob Marley wird in seinem Haus niedergeschossen. Während der Sänger leicht verletzt davon kommt, werden seine Frau Rita und sein Manager lebensgefährlich verletzt.
" Eine kurze Geschichte von sieben Morden" von Marlon James wurde mit dem Man Booker Prize 2015 ausgezeichnet. Es ist eine bitterharte, aber fesselnde Leselektüre

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A BRIEF HISTORY OF SEVEN KILLING - Gewaltiges fiktionales Epos um ein tatsächliches Attentat und dessen mögliche Hintergründe
von j.h. aus Berlin am 21.03.2017

Am 3. Dezember 1976 drangen bewaffnete Unbekannte in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston ein und eröffneten das Feuer. Eher zufällig wurde Marley nur leicht verletzt (Ehefrau Rita und sein Manager hingegen schwer) und konnte wie geplant bei dem zwei Tage später stattfindenden Friedenskonzert... Am 3. Dezember 1976 drangen bewaffnete Unbekannte in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston ein und eröffneten das Feuer. Eher zufällig wurde Marley nur leicht verletzt (Ehefrau Rita und sein Manager hingegen schwer) und konnte wie geplant bei dem zwei Tage später stattfindenden Friedenskonzert auftreten, das von der sozialdemokratischen "People's National Party" (PNP) als Zeichen gegen die zunehmende politische Gewalt initiiert wurde. Die Hintergründe des Mordanschlages sowie dessen Auftraggeber konnten bis heute nicht ermittelt werden. Sollte im Auftrag der rechten "Jamaica Labour Party" (JLP) sowie der diese unterstützenden und ein mögliches zweites Cuba fürchtenden CIA das Friedenskonzert torpediert werden? Oder ging es um viel profanere, eher im Milieu der die politische Landschaft aufmischenden Banden angelegte Aktionen? Nach vierjähriger Arbeit und umfangreicher Recherche legte Marlon James (*1970) 2014 mit A BRIEF HISTORY OF SEVEN KILLING ein gewaltiges fiktionales Epos über den 1976 im Ausnahmezustand und bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen befindlichen Inselstaat mit dem Mordanschlag sowie dessen Folgen und möglichen Hintergründen als zentralem Thema vor. Die 70 handelnden Personen werden auf 4 Seiten mit einigen Stichworten vorgestellt. Nachfolgend ist das Buch in 5 Hauptkapitel untergliedert. Nach den am 2. und 3. Dezember 1976 sowie 1979 in Kingston und Umgebung handelnden ersten drei Kapiteln verlagern die 2 finalen Kapitel (1985, 1991) das Geschehen in die USA, wohin nationale Probleme und Gewalt gewissermaßen exportiert wurden. Insgesamt 13 Erzähler verdeutlichen in ganz unterschiedlicher Tonart ihre Sicht der Dinge. Erst vor den Augen des Lesers entsteht daraus nach und nach ein faszinierendes, jedoch niemals vollständiges Gesamtbild. Einer der Erzähler ist der fiktionale "Rolling Stone"-Reporter Alex Pierce, der 1991 an einem Buch namens "Eine kurze Geschichte von sieben Morden" schreibt ... Nach dem etwas gewöhnungsbedürftigen Einstieg gelingt es Marlon James sehr schnell, den Leser in den Sog der teils überaus gewalttätigen Story zu ziehen, die trotz des gigantischen Umfangs von 850 Seiten bis zum Ende fesselt. In einem dreiseitigen Glossar (S. 854) sind einige der Slang-Worte erklärt, die im Text sehr reichlich enthalten sind. So ist "Babylon" im Rastafari-Glauben ein Synonym für das westliche Herrschaftssystem. Und als "Battyman" genießt man - wie Marlon James selbst erfahren musste - in Jamaika nicht wirklich Ansehen. Der 2015 mit dem Man Booker Prize ausgezeichnete Roman erscheint nun endlich in hervorragender Übersetzung durch Guntrud Argo, Robert Brack, Michael Kellner, Stephan Kleiner und Kristian Lutze in der innovativen HARDCORE-Reihe des HEYNE-Verlags. Ein sehr empfehlenswertes Buch für aufmerksame Leser! Einige zusätzliche Informationen über Bob Marley und Jamaika sind dem Verständnis des komplexen Handlungsgefüges durchaus zuträglich.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Für mich jetzt schon DAS Buch 2017!
von einer Kundin/einem Kunden am 15.03.2017

1976 wird auf Jamaika ein Anschlag auf Bob Marley verübt. Sieben bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggea-Musikers ein und eröffnen das Feuer. Bob Marleys Frau wird schwer verwundet, ebenso sein Manager, er selbst bleibt mit leichten Verletzungen zurück. Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Ausgehend... 1976 wird auf Jamaika ein Anschlag auf Bob Marley verübt. Sieben bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggea-Musikers ein und eröffnen das Feuer. Bob Marleys Frau wird schwer verwundet, ebenso sein Manager, er selbst bleibt mit leichten Verletzungen zurück. Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Ausgehend von diesem Attentat wird ein vielseitiges Stimmungsbild der jüngeren Geschichte von Jamaika entfaltet, geprägt von Gewalt, politischer Willkür und Drogen... Dieses Buch ist weder eine kurze Geschichte, noch werden in diesem Werk nur sieben Morde verübt! Der jamaikanische Autor Marlon James entwirft ausgehend von den Mythen, die sich um das Attentat auf Bob Marley ranken, vielmehr ein vielseitiges historisches, politisches und gesellschaftliches Panorama eines Landes auf der Schwelle zum Bürgerkrieg. Es wird von Gangsterbanden berichtet, die sich bekriegen, politischen Parteien, die sich gegenseitig bekämpfen und die Angst der Amerikaner vor einem zweiten Kuba. Nicht nur Geld findet seinen Weg ins Land, sondern auch Drogen und Waffen. Hier mischt wirklich jeder mit, sei es die CIA oder die kolumbianischen Drogenkartelle, um ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Der Autor deckt mit seiner Erzählung den Zeitraum zwischen Dezember 1976 und März 1999 ab und an jeweils einzelnen Tagen in dieser Zeit dürfen seine Icherzähler ihre Sicht der Dinge auf den Leser loslassen. Bemerkenswert ist hierbei, dass James mit einer Menge Protagonisten arbeitet, die dem Leser ihre Geschichte näher bringen und hierfür auch jedes Mal eine andere Tonart anschlägt. So wird wirklich jeder einzelne der erzählenden Charaktere für den Leser greifbar. Insgesamt werden in dem Buch fast 80 Charaktere erwähnt, einige davon dürfen ihre Sichtweise erzählen. Das macht den Roman sehr vielschichtig und sehr komplex, dafür aber auch umso packender. In einem Kapitel wird beispielsweise aus der Sicht eines jungen Gangmitglieds geschrieben, welches auf Drogen ist, ohne Punkt und ohne Komma. Ich verspreche ihnen, dass Sie diese Seiten umso schneller lesen werden, so als hätten Sie selbst etwas genommen. Wirklich grandios gemacht! Die geschilderte Gewalt geht einem als Leser sehr nahe, da sie nicht fiktiv, sondern sehr real und plastisch dargestellt wird. Der Autor nimmt hier wirklich kein Blatt vor den Mund und das ist auch gut so. Im Rolling Stone vom März 2017 ist in der wunderbaren Rezension von Alexander Müller folgendes zu lesen: "Dass es sich dabei naturgemäß um Fiktion handelt, gespeist aus Recherche, Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass James einem realistischen Bild ziemlich nahe kommt. Einem Bild, dass trotz der ständig drohenden Gewalt auch eines der Hoffnung ist." (S. 110) Ein absolut fantastisches Werk und für mich jetzt schon DAS Buch 2017, zu Recht ausgezeichnet mit dem "Man Booker Prize". HBO hat sich auch schon die Rechte an einer Serie zu diesem Werk gesichert, aber für alle die gerne noch Bücher in die Hand nehmen und nicht erst auf die Verfilmung warten, bitte lesen Sie es! Es fällt mir wirklich schwer meine Begeisterung in angemessene Worte zu verpacken, deswegen wiederhole ich mich gerne und sage einfach nur: Lesen Sie es, denn das Ding war wirklich grandios! Das ist mein Ernst!

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Was wahr war
von einer Kundin/einem Kunden am 09.07.2017

Der Mordanschlag auf Bob Marley 1976 ist der Ausgangspunkt dieses vielschichtigen Krimis und fulminanten Romans über Wahrheit und Lüge, Leben und Tod.

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