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Ein Gesicht in der Menge

(7)
Gesichter

Nach dem Tod seiner Frau ist Dean Evers nach Florida gezogen. Gut geht es ihm nicht, er nimmt Tabletten und trinkt zu viel. Eines Abends, als er mal wieder einsam Baseball schaut, sieht er im Publikum seinen alten Zahnarzt. Der Mann ist seit Jahren tot. Eine Halluzination? Dean gießt sich vorsichtshalber nach.

Weitere Bekannte tauchen auf dem Bildschirm auf: alles Menschen, denen Dean irgendwann im Leben übel mitgespielt hat. Auch seine tote Frau ist dabei, die ihm gleich noch per Handy erklärt, was für eine Hölle ihre Ehe war. Und dann sieht Dean das Gesicht, das er am wenigsten sehen möchte und das ihn zu einem verzweifelten Schritt treibt.
Portrait
Stewart O’Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Er arbeitete als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Heute lebt er wieder in Pittsburgh. Für seinen Erstlingsroman Engel im Schnee erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 64
Erscheinungsdatum 01.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-22794-3
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,4/12,8/1,5 cm
Gewicht 127 g
Originaltitel A Face in the Crowd
Auflage 1
Übersetzer Thomas Gunkel
Verkaufsrang 25.800
Buch (gebundene Ausgabe)
8,30
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Grusel-Snack
von NiWa aus Euratsfeld am 15.06.2018

Als sich Dean Evers ein Baseball-Spiel im Fernsehen ansieht staunt er nicht schlecht. Er sieht auf den Zuschauerrängen einen Mann, der ist bereits seit Jahren tot! "Ein Gesicht in der Menge" ist eine gruselige Kurzgeschichte aus der Feder von Horrormeister Stephen King. Obwohl das kurze Werk zu den bescheidenen seiner... Als sich Dean Evers ein Baseball-Spiel im Fernsehen ansieht staunt er nicht schlecht. Er sieht auf den Zuschauerrängen einen Mann, der ist bereits seit Jahren tot! "Ein Gesicht in der Menge" ist eine gruselige Kurzgeschichte aus der Feder von Horrormeister Stephen King. Obwohl das kurze Werk zu den bescheidenen seiner Art zählt, bietet es gewohnte Schaueratmosphäre und ist für zwischendurch ganz nett. Der Witwer Dean Evers ist nach dem Tod seiner Frau nach Florida gezogen, wo er seinen Lebensabend verbringt. Trotz der angenehmen Temperaturen geht es ihm gar nicht gut. Er vermisst seine Frau und hat es sich angewöhnt seine Einsamkeit im Alkohol zu ertränken und mit Tabletten zu betäuben. Mangelnde Lebensfreude hin oder her, nach wie vor schaut er sich leidenschaftlich gerne Baseballspiele im Fernsehen an. So auch an diesem Abend als er plötzlich den Zahnarzt seiner Kindheit im Publikum entdeckt. Egal wie er es dreht und wendet, dieser Mann kann nicht sein Zahnarzt sein, denn der Mann war damals schon alt! Dean schiebt es auf den Alkohol, doch beim nächsten Spiel tauchen weitere Bekannte in den Zuschauerrängen auf. Nun kriegt er es mit der Angst zutun, und ist sich sicher, dass es alkoholbedingte Halluzinationen sind. Bis er eines Abends seine tote Frau unter den Zuschauern sieht und sein Handy ringt ... Dieses kleine Büchlein ist schon sehr kurz geraten, was für mich der größte Makel daran ist. Wenn man bedenkt, für welchen Preis es über den Ladentisch geht, dann handelt es sich um eine ziemlich teure Angelegenheit. Nichtsdestotrotz zeigt Stephen King erneut, dass er gute Kurzgeschichten schreibt. Ein um das andere Mal erstaunt er mich, indem er mir seine lebendigen Figuren näher bringt. Dean Evers hat auf den wenigen Seiten kaum Raum, trotzdem bekommt man sofort ein Gefühl für ihn und sieht ihn, wie er da auf dem Sofa vor seinem Fernseher sitzt. Gruselig ist es allein, weil das Mysteriöse in den Alltag drängt. Reichen ein paar Bierchen zu viel, um in der Menge die Toten sitzen zu sehen? Oder ist doch etwas Übernatürliches schuld daran? Insgesamt mochte ich diesen Grusel-Snack ganz gern, weil er zwischendrin gut zu lesen ist. Es mangelt am Umfang, denn etliche Seiten mehr hätten Dean Evers Schicksal sicher nicht geschadet. Gewohnte Eloquenz trifft auf annehmbares Grauen, wird aber auf viel zu wenig Raum umgesetzt.

Zwischen Realität und Halluzination!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2017

Seit dem Tod seiner Frau verbringt Dean Evers seine Tage mit Baseball schauen und hält sich zusätzlich mit Tabletten und Alkohol bei Laune. Doch dann sieht er unter den Baseball-Zuschauern plötzlich seinen ehemaligen Zahnarzt, der mittlerweile eigentlich tot sein müsste. Und umso mehr Alkohol er trinkt, umso mehr alte... Seit dem Tod seiner Frau verbringt Dean Evers seine Tage mit Baseball schauen und hält sich zusätzlich mit Tabletten und Alkohol bei Laune. Doch dann sieht er unter den Baseball-Zuschauern plötzlich seinen ehemaligen Zahnarzt, der mittlerweile eigentlich tot sein müsste. Und umso mehr Alkohol er trinkt, umso mehr alte Bekannte erscheinen nach und nach als Baseball-Fans auf seinem Fernsehbildschirm, darunter auch seine verstorbene Frau... Eine Kurzgeschichte, die Stephen King zusammen mit Stewart O´Nan geschrieben hat. Da die beiden Autoren bereits ein gemeinsames Buch über Baseball geschrieben hatten, ist es kein Wunder, dass der Sport auch hier im Vordergrund steht. Auf knapp über 60 Seiten erfährt man als Leser viel über das Baseball-Spiel, die Einsamkeit und die unkontrollierbare Wirkung von zu viel allabendlichem Alkohol. Dennoch bin ich nicht rundum zufrieden. Der Schreibstil ist wie immer super, die Handlung hat gute Ansätze, aber es fehlt der entscheidende letzte Kick zu einer guten Geschichte, wie man sie von Stephen King meistens gewohnt ist. Die Geschichten zwischen Dean und den Bekannten aus dem Publikum werden nur angerissen und sind für mich nicht zuende erzählt. Auch das abrupte Ende empfinde ich eher als störend. Fazit: Dieses Buch eignet sich super, um zwischendurch mal schnell in eine literarische Welt abzutauchen. Aber man sollte dabei einfach nicht zu viel erwarten, nur weil Stephen King auf dem Cover steht.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Etwas verwirrend und es fehlt doch irgendwo die Spannung. Kurzweilige Geschichte für zwischendurch.