>> Geschenke finden, die Weihnachten besonders machen.

Duft nach Weiß

(13)
„Am Abend der Ankunft des ersten Briefes fiel ich sofort in einen tiefen Schlaf. Ich träumte von tanzenden, bunten Häusern, die um mich herum einen Reigen, den Ratschenitza, zu lauter, wilder Musik vorführten. Vor jedem Haus war ein grasgrüner Rasen, den die Häuser wie einen Rock vor sich her schwangen … Deutschland. Hatte ich von diesem Land schon vorher gehört? Ich weiß es nicht mehr. Deutschland. Das wurde das Wort, das mir in den folgenden Jahren alles verheißen sollte, was ich nicht hatte. Deutschland, weiß wie das Papier.“
Stefanie Gregg wirft einen liebevollen Blick auf Anelijas Familie, auf ihre Kindheit mit Großmutter und Urgroßmutter in Bulgarien.
Der Roman erzählt aber auch die Geschichte des regimekritischen Schriftstellers Georgi Markow, der 1978 Opfer des Regenschirm-Attentats in London wurde.
Packend und berührend schildert Stefanie Gregg die Lebensgeschichte der beiden, die weit mehr verbindet als die Sehnsucht nach Freiheit und einem selbst­be­stimmten Leben.
Portrait

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philo­sophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie schreibt Kriminalromane, Kurzgeschichten und Romane. Die Autorin wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 06.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86532-552-5
Verlag Pendragon
Maße (L/B/H) 190/116/27 mm
Gewicht 269
Buch (Taschenbuch)
15,50
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 20 Einkaufwert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 44337101
    Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen
    von Mary Kubica
    (8)
    Buch (Taschenbuch)
    17,50
  • 44252815
    Die Schwester
    von Joy Fielding
    (37)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,60
  • 40954216
    James Bond 17: Der Kunstsammler
    von John Gardner
    Buch (Kunststoff-Einband)
    13,20
  • 45217299
    Stirb, Romeo!
    von Stefan Keller
    Buch (Taschenbuch)
    12,40
  • 16332145
    Moornächte / Ein Worpswede-Krimi Bd.1
    von Helga Beyersdörfer
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    10,30
  • 44239353
    Johnny Porno
    von Charlie Stella
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    10,30
  • 44264892
    Offene Wunden
    von Jürgen Heimbach
    Buch (Taschenbuch)
    15,50
  • 45230325
    Himmelhorn / Kluftinger Bd.9
    von Volker Klüpfel
    (29)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,60
  • 45217201
    Akte Verdun
    von Heiger Ostertag
    Buch (Taschenbuch)
    12,40
  • 44253069
    Die Bourne Herrschaft / Jason Bourne Bd.12
    von Robert Ludlum
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    10,30

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
9
3
1
0
0

Die Sehnsucht nach der Freiheit des Denkens
von gaby2707 aus München am 15.10.2016

Bisher kannte ich von der Autorin nur einen Krimi, dessen Handlung hier ganz in meiner Nähe spielt. Daher war ich sehr gespannt auf ihren Roman aus einem ganz anderen Land mit Bezug auf München. Ich muss sagen, ich habe diesen Ausflug nicht bereut – ganz im Gegenteil. Ich habe... Bisher kannte ich von der Autorin nur einen Krimi, dessen Handlung hier ganz in meiner Nähe spielt. Daher war ich sehr gespannt auf ihren Roman aus einem ganz anderen Land mit Bezug auf München. Ich muss sagen, ich habe diesen Ausflug nicht bereut – ganz im Gegenteil. Ich habe ein ganz besonderes Buch gelesen, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Anelija Lulewa ist noch sehr jung, als es ihre Mutter von Bulgarien nach Deutschland zieht. Sie wächst bei ihren beiden Babas auf, ist sehr gut in der Schule, lernt deutsch und flieht mit 17 Jahren auf einem Pflaumenlaster ebenfalls in die Bundesrepublik. Immer in Erinnerung die Briefe auf blütemweißen Papier, die ihre Mutter aus der Ferne geschrieben hat. Wenn Anelija ihrem Freund Enno von ihrer Kindheit bis zur Flucht aus ihrem kleinen Heimatort erzählt, bin ich mittendrin in der Geschichte. Manche Dinge, von denen Anelija berichtet, sind für mich, die ich hier doch in einem gewissen Wohlstand aufgewachsen bin, fast nicht nachvollziehbar. Die Wissbegierigkeit, die Freude am Leben, die Kargheit in diesem kleinen Dorf, der enge Familienzusammenhalt, das Leid und die nachvollziehbare Angst der beiden Babas um ihre Anelija, aber auch die Menschlichkeit beschreibt die Autorin so echt und lebensnah, dass ich an manchen Stellen Gänsehaut hatte. Die Geschichte besteht aber nicht nur aus dem Leben von Anelija, sondern betrachtet auch die Geschehnisse in Bulgariens Regierung um den Staatschef Todor Schiwkow und den bulgarischen bzw. russischen Geheimdienst. Das Leben des bulgarischen Schriftsteller Georgi Markow, Staatsfeind und Dissident, der nach London emigriert um dort seine Bücher veröffentlichen zu können, wird in kursiver Schrift dargestellt. An die Berichterstattungen des Regenschirmattentates, dem er 1978 zum Opfer fiel, kann ich mich sogar noch erinnern. Durch die vor den einzelnen Kapiteln angegebenen Jahreszahlen weiß ich immer genau, wo ich mit Anelija oder Georgi gerade bin. Diese beiden Protagonisten sind mir, neben Großmutter und Urgroßmutter, ganz besonders ans Herz gewachsen. Aber auch Enno, der sich rührend um seine Anelija kümmert, mag ich sehr gerne. Ich habe einen sehr einfühlsamen, anrührenden, spannenden und, wie ich finde, sehr gut recherchierten Roman gelesen. Danke Stefanie Gregg für dieses tolle Buch.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Über die Suche nach Freiheit und Identität
von Jennifer aus Stadtroda am 01.08.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

INHALT Dieser Roman berichtet von zwei menschlichen Einzelschicksalen in Bulgarien. 1968 wird der geniale, aber regimekritische Schriftsteller Georgi Markow zur Ausreise aus Bulgarien gezwungen. Der Staat sitzt ihm im Nacken und verfolgt sein Tun sogar bis in seine neue Heimat - London. Dort arbeitet er als Radiomoderator beim BBC und... INHALT Dieser Roman berichtet von zwei menschlichen Einzelschicksalen in Bulgarien. 1968 wird der geniale, aber regimekritische Schriftsteller Georgi Markow zur Ausreise aus Bulgarien gezwungen. Der Staat sitzt ihm im Nacken und verfolgt sein Tun sogar bis in seine neue Heimat - London. Dort arbeitet er als Radiomoderator beim BBC und nutzt seine Position zur Kritik an Staat und Präsidenten Todor Schwikow. Infolge wird der Abtrünnige durch das sog. "Regenschirmattentat" getötet. 1995 reist die Bulgarin Anelija mit ihrem Freund Enno von München in ihr Heimatdorf Radilovo, nahe Sofia. Sie will ihre noch lebende Baba, Großmutter, besuchen, bei der sie aufgewachsen ist. Als sie 5 Jahre alt gewesen ist, floh ihre Mutter Nadja nach Deutschland und ließ Anelija in Bulgarien zurück. Anelijas Kindheit in der kommunistischen Diktatur ist alles andere als schön, nämlich entbehrungsreich und voller Pflichten. Auf dem Weg zu ihrer Baba rekapituliert sie noch einmal ihre Kindheit. MEINUNG Die Autorin Stefanie Gregg hat für ihren Roman "Und der Duft nach Weiß" sehr gute Recherchearbeit geleistet. Um das historisch verbriefte Regenschirmattentat spinnt sie die fiktive Geschichte von Anelija. Gregg nimmt den Leser gekonnt mit in das kommunistische Bulgarien der 1970er- und 1980er-Jahre. Ein Staat, in dem die Partei alles und der Mensch nichts bedeutete. Auch wenn Anelija auf einem Dort aufwächst, so bekommt sie relativ früh die Ambivalenz des selbst ernannten "gerechten Staates" zu spüren, indem sie zu politischen Dingen nie offen ihre Meinung sagen darf und auch sonst sich regimetreu verhalten muss. Hinzu kommt, dass sie ohne ihre Mutter und den ihr unbekannten Vater groß wird. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind ihre zwei Babas. Die Lästereien der Leute erträgt sie stoisch, doch auch sie träumt von einem besseren Leben ohne Armut und Entbehrungen. Ihre Geschichte, die Lebensumstände zur damaligen Zeit etc, einfach alles, was die Autorin in ihren Plot einbindet, wirkt ungemein authentisch und spannend. Sie erzählt vom wahren Leben und beschönigt nicht, was mir sehr imponiert hat. Zudem habe ich historisch einiges dazulernen können und fühlte mich das ein oder andere Mal an die Verhältnisse in der DDR erinnert. Anelijas und Georgis Lebensgeschichte hat mich auf unterschiedliche Weise betroffen gestimmt. Beide sind mutige Charaktere, die ungewollt zu Vertriebenen wurden, und mich einfach durch ihre realistische Anlage überzeugen konnten. Die Sprache ist reich an Metaphern und nimmt durch ihre Genauigkeit gefangen. Ich habe dieses Buch mit viel Freude und Neugier gelesen. Besonders die emotionalen Stellen, ob nun Anelijas Flucht oder Georgis Verfolgungswahn, haben mein Interesse gefunden. Den Titel fand ich erst etwas fragwürdig, aber im Laufe der Handlung hat sich mir der Sinn dahinter erschlossen. Die Farbe Weiß steht im Fall von Anelija für Sauberkeit und die Briefe ihrer Mutter Nadja und damit für die große, freiheitliche Welt. Insgesamt hat mich die Lektüre dieses in sich stimmigen Buchs sehr nachdenklich gemacht. Man wird sich bewusst, welches Glück Demokratie bedeuten kann. FAZIT Ein spannendes, historisch gut aufbereitetes Buch, das mitreißt und lange nicht mehr loslässt. Verdiente 5 Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Bewegende Geschichte
von mabuerele am 23.07.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

„...Ich lernte schnell zu schweigen und ganz selten in Leerstellen zu sprechen...“ Wir schreiben das Jahr 1968. Im Präsidentenpalast in Sofia wird der Schriftsteller Georgi Markow empfangen. Dann wechselt die Geschichte in eine kurze Szene ins Jahr 1987. Dort wird die Flucht aus Bulgarien in einem Lastkraftwagen beschrieben. Im Jahre 1995 trifft... „...Ich lernte schnell zu schweigen und ganz selten in Leerstellen zu sprechen...“ Wir schreiben das Jahr 1968. Im Präsidentenpalast in Sofia wird der Schriftsteller Georgi Markow empfangen. Dann wechselt die Geschichte in eine kurze Szene ins Jahr 1987. Dort wird die Flucht aus Bulgarien in einem Lastkraftwagen beschrieben. Im Jahre 1995 trifft sich Anelija mit ihrem Freund Enno. Das sind nur drei Splitter aus dem Anfang des Buches. Daraus hat die Autorin einen spannenden und beeindruckenden Roman gestrickt. Eigentlich sind es sogar zwei Bücher in einem, denn zwischen den beiden Geschichten gibt es zwar inhaltliche Gemeinsamkeiten, aber nur zwei Berührungspunkte, einmal fast am Anfang und einmal am Ende. Das Buch lässt sich gut lesen. Das liegt zum einen an dem fesselnden Inhalt, zum anderen an dem Schriftstil der Autorin. Im Mittelpunkt der einer Erzählung steht Anelija, die ihr Leben erzählt, als sie mit ihrem Freund Enno im Jahre 1995 zu einem Besuch in ihre Heimat Bulgarien reist. Die zweite Geschichte beschreibt das Leben von Georgi Markow. Anelija ist fünf Jahre alt, als ihre 22jährige Mutter Bulgarien verlässt, um einen Deutschen zu heiraten. Anelija wächst bei Großmutter und Urgroßmutter auf. Die beiden Frauen geben ihr Halt und Sicherheit. Besonders ihre Großmutter ist eine resolute Frau, die sich gekonnt dem System anpasst, ohne sich zu verbiegen. Mit 18 Jahren verlässt auch Anelija das Land und geht zur Mutter. Die zeigt sich wenig begeistert, aber Franz, ihr Mann, nimmt sich des Mädchens an und hilft ihr. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es gelingt ihr, die Unmenschlichkeit des Lebens in Bulgarien überzeugend darzustellen. Dazu nutzt sie kleine Bemerkungen der Großmutter, aber auch Anelijas Erfahrungen bei Arbeitseinsätzen und im täglichen Einerlei. Trotzdem findet Anelija immer wieder Menschen, die ihr weiterhelfen, sie fördern und sie an entscheidenden Stellen in ihrem Leben begleiten. Besonders ausführlich dargestellt sind Anelijas erste Eindrücke von Deutschland. Das Weiß und die Sauberkeit sind für sie wesentliche Elemente der neuen Welt. Allerdings sieht sie auch deren Schattenseiten. Nicht nur dadurch kommt es zu Spannungen mit ihrer Mutter. Eine Rolle spielen auch die unterschiedlichen Lebensvorstellungen und Lebenspläne der beiden Frauen. Mehr möchte ich dazu nicht ausführen. Das Vergleichen bleibt dem zukünftigen Leser überlassen. Die Autorin beherrscht die Zweideutigkeit der Sprache, wie sie in Diktaturen gang und gäbe ist. Das zeigt obiges Zitat. Gleichzeitig vermag sie, die Emotionen ihrer Protagonistin gekonnt darzustellen. Ich denke dabei nicht nur an die zarte Liebesszenen zu Beginn des Buches. An vielen Stellen finden sich treffende Metapher. Dort ist die Sprache fast blumig. Kursiv eingeschoben sind die Abschnitte, in denen der bulgarische Schriftsteller Georgi Markow eine Rolle spielt. Auch er musste ins Ausland fliehen. Doch selbst dort konnte er den Fängen des bulgarischen Geheimdienstes nicht entkommen. Dessen Handlanger genießen das Leben im Westen und fühlen sich sicher und unangreifbar. In dem Teil ist deshalb auch die sprachliche Gestaltung eine andere. Hier dominieren Fakten und knallharte Befehle. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeichnet ein umfangreiches Bild des Lebens in Bulgarien anhand zweier konkreter Lebensläufe. Wenn Anelija fast zum Schluss sagt, dass ihre Wurzeln in Bulgarien sind, sie aber dort nicht leben kann, weil es bis heute keine Freiheit gibt, zeigen sich deutlich die unterschiedliche Entwicklungen in Europa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?

Wird oft zusammen gekauft

Duft nach Weiß - Stefanie Gregg

Duft nach Weiß

von Stefanie Gregg

(13)
Buch (Taschenbuch)
15,50
+
=
Blutfunde - Jutta Motz

Blutfunde

von Jutta Motz

Buch (Taschenbuch)
15,00
+
=

für

30,50

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen