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Dinge, die vom Himmel fallen

Roman. Ausgezeichnet mit Literaturpreis der Europäischen Union 2016

(14)
Sachen gibt es, die gibt es gar nicht. Einen Eisbrocken etwa, der mitten im Sommer vom Himmel stürzt und der achtjährigen Saara auf tragische Weise die Mutter nimmt. Wenig später widerfährt auch Saaras Tante Unwahrscheinliches, als sie zum zweiten Mal im Lotto gewinnt – und vor Schreck in einen dreiwöchigen Dornröschenschlaf fällt. Und dann ist da noch der Fischer aus Schottland, der wiederholt vom Blitz getroffen wird – und sein Schicksal dennoch immer wieder aufs Neue herausfordert.
Was passiert, wenn von einem Moment auf den anderen nichts mehr ist, wie es war? Wenn ein kleiner Zufall die ganze Welt ins Wanken bringt?
In ihrem prämierten neuen Roman erzählt Selja Ahava eine Geschichte von den unberechenbaren Launen des Schicksals, schmerzhaft und ehrlich, tröstlich und märchenhaft leicht.
Rezension
"Zauberhaft leicht und voller Tiefe."
Wienerin
Portrait
Selja Ahava, 1974 geboren, studierte Dramaturgie an der Theaterhochschule Helsinki. Ihr erster Roman, »Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm«, erschien 2014 bei mare. Für »Dinge, die vom Himmel fallen« war sie für den Finlandia Prize nominiert und erhielt 2016 den Literaturpreis der Europäischen Union. Sie lebt mit ihrer Familie in Porvoo.

Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, lebt als Autor und Übersetzer in Berlin. Er übertrug Werke zahlreicher namenhafter Autoren vom Finnischen ins Deutsche. Seine Romane erscheinen bei mare, zuletzt »Neringa oder die andere Art der Heimkehr«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 14.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-242-5
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 20,8/12,8/2,5 cm
Gewicht 338 g
Originaltitel Taivaalta tippuvat asiat
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Stefan Moster
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
4
4
3
3
0

von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2018
Bewertet: anderes Format

Man muss sich auf die Geschichte einlassen, muss die ungewöhnlichen Sequenzen zulassen und man darf sich von der Melancholie und Düsternis nicht erdrücken lassen. Sprachlich gut !

so leicht und märchenhaft erzählt - und dabei so tiefgründig
von geheimerEichkater aus Essen am 01.03.2017

Selja Ahavas errstes Buch „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ hatte mich schon sehr angesprochen und ich war ganz gespannt auf ihr neues Werk, das sie ebenso poetisch und kreativ geschrieben hat. Erzählt werden Geschichten über die unberechenbaren Launen des Schicksals, wobei diese auf ganz leichte Weise... Selja Ahavas errstes Buch „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ hatte mich schon sehr angesprochen und ich war ganz gespannt auf ihr neues Werk, das sie ebenso poetisch und kreativ geschrieben hat. Erzählt werden Geschichten über die unberechenbaren Launen des Schicksals, wobei diese auf ganz leichte Weise ineinander verwoben werden. Zu Beginn lernen wir Saara und ihre Familie kennen, die im „Sägespänehaus“ wohnen, es immer ein wenig weiter renovieren, bis eines Tages aus heiterem Himmel ein Eisbrocken vom Himmel fällt und Saaras Mutter tödlich trifft. Durch Aufzählungen, Beschreibungen, Träume und Albträume, Geschichten und Märchen, die Saara erzählt um nichts von ihrer Mutter zu vergessen, lernt der Leser diese kennen. Zu schmerzlich trifft Vater und Tochter der Verlust und so ziehen sie zu Tante Annu, die in der Nähe ein Gutshaus besitzt, das sie sich von einem kleinen Teil ihres ersten Jackpott-Lottogewinnes kaufte. Langsam ist bei ihr der Alltag eingekehrt und sie hat sich mit ihrem neuen Leben mittlerweile gut arrangiert – bis sie zum zweiten Mal einen großen Lottogewinn ihr eigen nennen darf. Sie hat Angst vor dem Schicksal, das sie herausgefordert hat und fällt in einen dreiwöchigen Dornröschenschlaf. Daraus erwacht, macht sie sich auf die Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und beginnt eine Brieffreundschaft mit einem Mann in Schottland, der schon dreimal von einem Blitz getroffen wurde. Auch Saara und ihr Vater werden an weiteren unvorhersehbaren Außergewöhnlichkeiten teilhaben. Wie schon eingangs erwähnt, hat mir der poetische, manchmal märchenhafte Erzählstil Selja Ahavas sehr gut gefallen, den ich an sich schon außergewöhnlich finde. Die erzählten Geschichten von Schicksal oder Zufall hinterfragen aber auch, wie man damit umgeht. Manchmal wirft es den Betroffenen aus der Bahn und andere nehmen es ohne zu hinterfragen einfach als gegeben hin und wünschen sich, einfach in Ruhe so weiterleben zu können, wie vorher. Aber gerade in der kleinen Familie um Saara werden die Folgen des Schicksalschlages so leicht und doch so tiefgreifend erzählt – von dem überforderten Vater, der sich der Realität entzieht und dem Mädchen, das seine Mutter braucht und weiterleben läßt, manchmal in beängstigenden Szenen und Märchenvorstollungen. Fazit: Eine wunderschön erzählte Geschichte über Schicksalsschläge, die Unberechenbarkeit des Lebens und die Macht des Zufalls, die verschiedene Umgehensweisen aufzeigt.

Von Zufällen, Schicksalsschlägen und der Bürde der Einzigartigkeit
von Jenny Vogler am 21.02.2017

„Manchmal passiert etwas – nur ein einziges Mal -, aber man muss den Rest seines Lebens über das Warum nachdenken. Manchmal passiert nichts, und man denkt den Rest seines Lebens darüber nach, warum es nicht passiert ist.“ Inhalt Als ein Eisbrocken so plötzlich und sinnfrei aus dem Himmel fällt und direkt... „Manchmal passiert etwas – nur ein einziges Mal -, aber man muss den Rest seines Lebens über das Warum nachdenken. Manchmal passiert nichts, und man denkt den Rest seines Lebens darüber nach, warum es nicht passiert ist.“ Inhalt Als ein Eisbrocken so plötzlich und sinnfrei aus dem Himmel fällt und direkt den Kopf einer Frau zertrümmert, die nichts weiter wollte, als eine Erdbeerpyramide im Garten zu errichten, bricht das Leben ihrer Tochter Saara und das ihres Mannes genauso abrupt auseinander, wie es der kosmische Schicksalsschlag erzwungen hat. Fortan müssen sich Vater und Tochter mit der Frage nach dem Sinn oder der Sinnlosigkeit des Lebens beschäftigen und gleichzeitig ihr Familienleben aufrechterhalten. Unterstützung bekommen sie zunächst von Saaras Tante, die ihren jüngeren Bruder aus seiner Lethargie reißt und versucht, für das Mädchen da zu sein. Doch als sie zum zweiten Mal in der staatlichen Lotterie mehrere Millionen gewinnt, bricht auch ihr Glaube und Gewissen zusammen. Wie oft, kann man das Schicksal herausfordern und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man es zweimal nicht überlisten kann? Die Familie geht einen einsamen Weg, ohne Gewissheiten, ohne Zuversicht und letztlich ohne eine Antwort auf ihre brennendsten Fragen … Meinung Im Rahmen der diesjährigen lovelybooks Romane Challenge bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden, der durch ein schlichtes, frühlingsfrisches Cover und eine scheinbar ungewöhnliche, abwechslungsreiche Geschichte mein Interesse wecken konnte. Von der finnischen Autorin, die bereits im Jahr 2014 ihren Debütroman („Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“) veröffentlichte, habe ich bisher noch nichts gehört und wollte mich einfach überraschen lassen. Selja Ahava entwirft hier eine recht eigensinnige, doch spezielle Geschichte, die sich in erster Linie mit der Sinnhaftigkeit des Lebens und den Launen des Schicksals auseinandersetzt. Anhand einer überschaubaren Personenanzahl, ja einer Kleinfamilie und deren Erlebnissen konstruiert sie eine teils skurrile, mächtig erschreckende Erzählung über ein Kind, den Tod, das Leben, den Glauben und die Natur. So wirkt der erste Abschnitt äußerst sympathisch, auch wenn das Thema ein trauriges ist, doch im Verlauf des Romans wechselt nicht nur die Erzählperspektive aus Kindersicht in die eines Erwachsenen, sondern auch der injizierte Unterton, der sich von enttäuscht zu depressiv bis hin zu einsam und verlassen entwickelt. Die Sprache ist sehr schön, unaufgeregt und nachdenklich stimmend, sie lässt Raum für wundervolle Beschreibungen von Gegenständen und Alltagserlebnissen. Doch leider vermag sie es nicht, Emotionen zu wecken. Fast schien es so, als würden die handelnden Personen in ihrem selbstauferlegten Empfinden, nur Trauer, Unverständnis füreinander und eine unterschwellige Wut auf ein übergeordnetes System erspüren. Der Dialog bleibt auf der Strecke, ebenso die Hoffnung und die Chance auf Veränderung. Allerdings scheint mir dieser Verlauf durchaus beabsichtigt, denn in sich ist die Erzählung trotz ihrer Sperrigkeit sehr gut nachvollziehbar. Besonders störend empfand ich die vollkommen willkürliche Erzählweise, die große Zeitsprünge macht, die Randfiguren in den Mittelpunkt stellt und der es an einer gewissen Chronologie fehlt. Fazit Leider kann ich nur 3 Lesesterne vergeben, weil mir dieser Roman trotz seiner schönen, unaufgeregten Wirkung immer fremder wurde. Die gewählten Denkansätze blieben im Keim stecken und alles Leid dieser Welt findet sich auf den Schultern der Protagonisten wieder. Wachstum, Entwicklung und die Möglichkeit, dem unfreiwilligen Schicksal die Stirn zu bieten, blieben dem Leser hier verwehrt. Selten unbestimmt und offen findet die Geschichte ein Ende und hinterlässt eine merkwürdige Leere. Mir fehlte es hier an Mut, an Vertrauen und an Sonne in einem Leben, welches man als Mensch nicht lenken aber ausfüllen kann.