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Die Zeichenkünstlerin von Wien

Historischer Roman. Originalausgabe

(9)
Wien 1421. Die junge Jüdin Sarah Isserlein soll einen strengen Rabbi heiraten, dabei würde sie viel lieber den ganzen Tag zeichnen und malen. Da sieht der Steinmetz Mathias Rock, der am Bau des Stephansdoms mitarbeitet, eine ihrer Zeichnungen und bittet sie heimlich um Hilfe bei einem Entwurf. Trotz der Gefahr, sowohl Juden als auch Christen gegen sich aufzubringen, kann Sarah nicht widerstehen.
Portrait
Beate Maly, geboren in Wien, ist Autorin zahlreicher Kinderbücher, Sachbücher und historischer Romane. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 09.06.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28194-0
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,7/12/3,5 cm
Gewicht 379 g
Verkaufsrang 10.056
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Fesselnd
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 21.01.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Beate Maly kenne ich als Autorin historischer Romane. Ich bin schon von einigen gefesselt und in die Historie entführt worden. Die Zeichkünstlerin von Wien führt uns in das Jahr 1421 in den jüdischen Teil. Das jüdische Leben ist seit Alters her, nicht leicht. Sie werden immer wieder als Christusmörder... Beate Maly kenne ich als Autorin historischer Romane. Ich bin schon von einigen gefesselt und in die Historie entführt worden. Die Zeichkünstlerin von Wien führt uns in das Jahr 1421 in den jüdischen Teil. Das jüdische Leben ist seit Alters her, nicht leicht. Sie werden immer wieder als Christusmörder beschimpft und wurden oft überfallen und ermordet. Die junge Sarah hat ein großes Talent, sie zeichnet sehr gut, aber sie ist nicht nur Jüdin, sondern auch noch eine Frau. Der Steinmetz Mathias Rockh arbeitet an einem Taufbecken im Stephansdom. Die beiden sind die Hauptakteure und müssen einiges überstehen. Der Herzog und sein Kanzler brauchen Geld für den Dom. Da gibt es ja das Geld der Juden, das wird wieder furchtbar. Die Politik hat die Autorin gut eingebrachr, zwar zeitlich etwas verschoben, aber ähnlich. Die Oberen kennen auch keine Dankbarkeit. Diese vielen Intrigen, na ja aber die gibt es ja immer wieder. Die Personen sind farbig und lebendig beschrieben. Das Nachwort der Autorin erklärt noch einiges. Der Roman ist überaus spannend, unterhaltsam und empfehlenswert.

Wien im Jahre 1421
von Corinna aus der Nähe von Bremen am 13.03.2012

Beate Maly entführt uns mit dem Buch „Die Zeichenkünstlerin von Wien“ in die österreichische Hauptstadt des Jahres 1421. Sarah Isserlein soll für das wohl ihrer Familie einen befreundeten Rabbi heiraten. Allerdings findet sie Aaron eher abstoßend und da dieser ihr auch ihre Lieblingsbeschäftigung, das Zeichnen, verbietet, stimmt sie... Beate Maly entführt uns mit dem Buch „Die Zeichenkünstlerin von Wien“ in die österreichische Hauptstadt des Jahres 1421. Sarah Isserlein soll für das wohl ihrer Familie einen befreundeten Rabbi heiraten. Allerdings findet sie Aaron eher abstoßend und da dieser ihr auch ihre Lieblingsbeschäftigung, das Zeichnen, verbietet, stimmt sie der Heirat nur widerwillig zu. Doch dann gerät Sarahs Leben auf einmal ins Wanken, als sie zusammen mit ihrem Vater den christlichen Steinmetz Mathes Rockh bittet, eine Truhe nach ihrer Zeichnung zu fertigen. Aber die Stimmung der Christen gegenüber Juden ist dort bereits alles andere als gut... Ich lese ja eher selten historische Romane und wenn mich einer in den Bann zieht, dann freut mich das immer sehr. Dieses Buch gehört auf jeden Fall zu denen, die ich sofort empfehlen würde. Beate Maly hat einen so packenden Schreibstil, der mich auch in den Lesepausen immer wieder gedanklich zum Buch zurückkehren lies. Außerdem bietet Sarahs Geschichte durchaus mehr, als man auf den ersten Blick vermuten dürfte. Denn es geht nicht nur um eine Liebe die nicht sein darf, sondern auch um die Stadt Wien im Aufbau und um den Starken Hass der Christen gegenüber den Juden, der zur damaligen Zeit sehr ausgeprägt war. Allein schon wie die Lage sich immer weiter zuspitzt und wie dies alles ausgeht ist sehr erschreckend und lässt stellenweise an die deutsche Vergangenheit denken. Das es sich dann auch noch um eine Wahre Vergangenheit (geschichtlich gesehen, nicht die der Hauptpersonen) handelt, macht dieses Buch nur noch spannender.

Die Zeichenkünstlerin
von anyways aus Greifswald, Hansestadt am 07.09.2011

Seit Jahren sind die Schicksale des Christen Rockh und der jüdischen Familie Isserlein durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden. Davon weiß Sarah Isserlein freilich nichts, als sie das erste Mal den Steinmetz Mathes Rockh begegnet. Denn eigentlich soll dieser ihr, nach ihrem eigenen Entwurf, eine Hochzeitstruhe anfertigen. Mathes ist... Seit Jahren sind die Schicksale des Christen Rockh und der jüdischen Familie Isserlein durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden. Davon weiß Sarah Isserlein freilich nichts, als sie das erste Mal den Steinmetz Mathes Rockh begegnet. Denn eigentlich soll dieser ihr, nach ihrem eigenen Entwurf, eine Hochzeitstruhe anfertigen. Mathes ist von Sarahs Talent so begeistert, dass er sie zu überreden versucht, ihm bei der Zeichnung für das Taufbecken, an dem er gerade arbeitet, zu helfen. Geschmeichelt ob soviel Lob und Anerkennung willigt sie nach einigem Zaudern ein. Da sie bald heiraten wird und weder ihr Verlobter noch ihr Vater viel von Sarahs Zeichenkunst halten ist es umso schöner in Mathes einen Bewunderer ihrer Kunst gefunden zu haben. Und irgendwann stellt sich fataler Weise auch das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch ein. Aber eine Verbindung zwischen diesen Beiden scheint unmöglich auch und gerade weil die Juden und ihr Vermögen für den Krieg gegen die Hussiten geopfert werden sollen. Ein sehr spannender und geschichtlich interessanter Roman, der sich bis auf ein paar kleine schriftstellerischen Freiheiten auch an historische Fakten hält. Beate Maly erzählt uns ihre Version der Geschichte der Judenvertreibungen und Judenhinrichtungen im Wien des 15. Jahrhunderts. Der eigentliche Auslöser dieser so grauenvollen Bluttat ist bis heute nicht eindeutig geklärt aber so wie er hier im Buch beschrieben wird ist es höchstwahrscheinlich auch geschehen. Die Autorin orientiert sich hier an den wahrscheinlichsten Auslöser- Geld. Deutlich schildert sie die Unterschiede zwischen Juden und Christen in der damaligen Zeit. Selbst die Ausbildung zum Arzt ist für beide Religionen extrem unterschiedlich. Während die Juden schon erste anatomische Kenntnisse und chirurgische Feinheiten durch das sezieren von Leichen erhalten haben und einige sehr nützliche Dinge der Hygiene beherrschen, ist dies bei den Christen noch lange nicht der Fall. Eine wundervolle Liebesgeschichte die selbst so unterschiedliche Religionszugehörigkeit überwindet, ein einfühlsamer, detailverliebter und auch spannender Schreibstil runden das Ganze ab.


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