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Die Villa am Meer

Roman

(23)
Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...
Rezension
»500 Seiten pralles Frauenleben«
Portrait
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein Landhaus nahe Rostock.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 512, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641203719
Verlag Goldmann
Verkaufsrang 16.466
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine historische Familiensaga mit großen Gefühlen an einem beeindruckenden Schauplatz
von friederickes Bücherblog aus Berlin am 01.06.2017

Das Cover: Das größtenteils in Creme- und Naturtönen gehaltene Cover zeigt in der oberen Hälfte eine elegante, im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts gekleidete Frau mit einem breitkrempigen Hut, der wie ein Sonnenhut anmutet, sowie in der unteren Hälfte eine Strandlandschaft mit Strandkörben im Vordergrund und einem großen, vornehm... Das Cover: Das größtenteils in Creme- und Naturtönen gehaltene Cover zeigt in der oberen Hälfte eine elegante, im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts gekleidete Frau mit einem breitkrempigen Hut, der wie ein Sonnenhut anmutet, sowie in der unteren Hälfte eine Strandlandschaft mit Strandkörben im Vordergrund und einem großen, vornehm aussehenden Haus im Hintergrund. Somit verbindet das Cover auf eine sehr schöne Weise die wesentlichen Elemente des Romans: die Hauptfigur Katharina, in deren Leben eine Villa am Meer und Strandkörbe eine wesentliche Rolle spielen. Der Buchtitel in lilafarbener Schrift bildet hierzu einen harmonischen Kontrast. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Warnemünde an der Ostsee, am Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Katharina heiratet den zwanzig Jahre älteren Witwer Olaf, obwohl sie heimlich mit ihrer großen Liebe Joachim, einem Steuermann, verlobt war. Allerdings hat sie die Verlobung gelöst, als sich Joachim, um in seiner Karriere voranzukommen, auf eine zweijährige Seereise begeben hatte und sie das Alleinsein nicht ertragen konnte. Olaf, der eine Korbmachermanufaktur besitzt, scheint ihr mehr Sicherheit und ein beständigeres Leben bieten zu können. Erik, Olafs erwachsener Sohn aus erster Ehe, ist ein Lebemann, der das Geld seines Vaters mit vollen Händen ausgibt und Katharina vom allerersten Tag vehement ablehnt. Obwohl Katharina Olaf zwei weitere Söhne schenkt, zieht er Erik den beiden vor. Als Katharina anschließend noch eine Fehlgeburt erleidet, kühlt das Verhältnis zwischen ihr und Olaf merklich ab. Joachim heiratet in seiner Enttäuschung eine andere: Greta, die einer ehemals angesehenen, jedoch verarmten Familie entstammt und in einer Ehe mit einem angehenden Kapitän die Chance auf gesellschaftlichen Wiederaufstieg sieht. Während Greta zu Hause ihre Tochter Friederike zur Welt bringt, geschieht auf hoher See ein Unglück, bei dem Joachim schwer verletzt wird. Da ihm die Schuld an dem Unfall zugeschrieben wird, ist seine Seefahrerkarriere abrupt zu Ende. Eines Tages muss Katharina erfahren, dass Olaf sie betrügt – und das ausgerechnet mit der Gouvernante der beiden Söhne. Da Olaf überhaupt kein schlechtes Gewissen zeigt und auch nicht bereit ist, die Affäre zu beenden, schließt Katharina mit ihm ein Arrangement: Sie lässt sich nicht von ihm scheiden, um ihre Söhne nicht zu verlieren und Olafs Ansehen in der Gesellschaft als Fabrikant und Hoflieferant nicht zu zerstören. Dafür erhält sie eine Villa an der Ostsee, und Olaf erlaubt ihr, einen Strandkorbverleih zu gründen. Sie möchte nicht mehr von Olaf abhängig sein, sondern etwas Eigenes aufbauen. Da jedoch zur damaligen Zeit Frauen in der Leitung eines Unternehmens nicht gern gesehen wurden, muss sie einen Geschäftsführer einstellen – und das ist ausgerechnet ihr ehemaliger Verlobter Joachim, der nach seinem Unfall ohne Arbeit ist. Schon bei den ersten Begegnungen mit ihm spürt Katharina, dass sie ihn nie vollständig aus ihrem Herzen verbannt hatte und dass sie ganz tief drinnen immer noch etwas für ihn empfindet … Meine Meinung: Von Micaela Jary hatte ich schon mit Begeisterung den Roman „Das Haus am Alsterufer“ gelesen und bin dementsprechend mit hohen Erwartungen an die Lektüre von „Die Villa am Meer“ herangegangen. Ich wurde mit nur sehr geringen Abstrichen nicht enttäuscht. Wie sie im Nachwort beschreibt, hat die Autorin den Roman sehr ausführlich und gründlich recherchiert, sodass er ein Stück deutscher Geschichte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1921 widerspiegelt, wobei die historischen Fakten auf angenehme, unaufdringliche Weise eingeflochten werden und eher im Hintergrund bleiben. Zusammen mit den wirklich gelungenen Schauplatzbeschreibungen, die den einstigen Charme der Ostseebäder wiederaufleben lassen, und dem eindrücklichen Schreibstil entsteht eine sehr harmonische, authentische Atmosphäre, in die man sich als Leser unheimlich gut hineinversetzen kann. Die Figuren wirken in ihrem Denken und Handeln weitestgehend glaubhaft und der damaligen Zeit angemessen, sodass man beim Lesen mit ihnen fühlt und leidet. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Rolle der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert darzustellen. Lediglich Greta kam mir in ihrer blinden Schwärmerei für den Schauspieler Walter Trautwein ein wenig überzogen vor. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob eine Frau wirklich so naiv sein kann, für alles, was dieser Herr tat (oder nicht tat), eine Entschuldigung zu finden, und wenn diese – aus meiner nur ganz subjektiven Sicht – noch so sehr an den Haaren herbeigezogen war. Aber vielleicht dachten und handelten die Frauen damals in Bezug auf Männer tatsächlich so, und wir können uns das aus heutiger Sicht nur nicht mehr vorstellen. Katharina ist demgegenüber ja doch sehr fortschrittlich und eigenständig. Ohnehin sind in diesem Buch die Frauen die starken Charaktere, nicht nur Katharina, sondern auch die Gouvernante Nora Wedding und selbst Greta, die viel Mut beweist und mir am Schluss sogar ein bisschen leidtat. Demgegenüber nehmen die Männer allgemein eher eine schwächere Position ein. Zwar kann man sich – wie bei so vielen Liebesgeschichten – irgendwann denken, dass es zu einem Happy End für Katharina und ihre große Liebe kommt. Dennoch gab es auf dem Weg dorthin einige überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Positiv zu erwähnen ist auch der originelle Epilog mit Joachims Tochter Friederike, auf dem man sogar eine Fortsetzung aufbauen könnte. Vielleicht ist diese ja bereits in der Entstehung? Diese beeindruckende Familiensaga vor einer wunderschönen Kulisse möchte ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Susanne von „friederickes Bücherblog“

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Nicht lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 03.05.2017

Ich habe alle Bücher von Frau Jary gerne als Urlaubslektüre gelesen. "Die Villa am Meer" ist ein LORE-ROMAN, den man sich aber ersparen sollte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Der Strankorbverleih
von Eliza am 09.07.2017

Auch mit ihrem neusten Romanen wird Micaela Jary die Herzen ihrer Fans erobern, denn sie liefert wieder beste Unterhaltung im Genre der Familiensagas. Wer dazu noch das Meer, im speziellen die Ostsee mag, wird diesen Ausflug in vergangene Zeiten lieben. Das Cover verspricht schon sehr viel Stil und Flair und... Auch mit ihrem neusten Romanen wird Micaela Jary die Herzen ihrer Fans erobern, denn sie liefert wieder beste Unterhaltung im Genre der Familiensagas. Wer dazu noch das Meer, im speziellen die Ostsee mag, wird diesen Ausflug in vergangene Zeiten lieben. Das Cover verspricht schon sehr viel Stil und Flair und genau dies liefert der Roman, eine Familiengeschichte die alle Facetten des aufstrebenden Bürgertums an der Ostsee zu Beginn des 20. Jahrhunderts abbildet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung dessen, was zu Beginn des Romans geschieht, dennoch geht es in diesem Roman um viel mehr; es geht um den strategischen Nutzen der Ostseeinseln während des 1. Weltkrieges, um die Tradition der Strandkörbe an der Ostsee und es geht um die verschiedenen Rollenbilder innerhalb der Familie, die sich gerade zu Beginn des Jahrhunderts ändern. Die Geschichte zweier Familien und zweier Liebender, die aber ihren Weg nicht zu einander finden, weil Traum und Wirklichkeit sich scheinbar erst einmal nicht vereinbaren lassen. Ehen die aus Kalkül und gesellschaftlichem Ansehen geschlossen werden, zeichnen ein Bild der damaligen Gesellschaft. Tradition und neue Ideen treffen immer mehr aufeinander und wenn jeweils nur ein Ehepartner einer Partei angehört, ist eine Entfremdung vorprogrammiert. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbruch, dies werden die nächsten Jahre unwillkürlich zeigen. Der Roman ist chronologisch aufgebaut und in drei Teile untergliedert, Datumangaben zu Beginn der Kapitel erleichtern dem Leser die Einordnung des Geschehens in den Kontext. Der Schreibstil von Micaela Jary ist wieder sehr angenehm zu lesen, sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Landschaft und schafft so ein ganz besonderes Flair. Die Figuren sind sehr gut und vielschichtig gezeichnet, besonders die Protagonisten: Katharina und Olaf, sowie Joachim/Jochen und Greta sind hervorragend ausgearbeitet, sodass man von diesen Figuren eine realen Eindruck gewinnt. Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen und ich habe den Ausflug an die Ostsee sehr genossen. Die Autorin erklärt im Nachwort noch einige nützliche Dinge und rundet somit den positiven Gesamteindruck ab. Ein toller Sommerroman, den man nicht nur im Strandkorb lesen kann, sondern auch auf der Liege, dem Gartenstuhl oder der Couch. Ein klein wenig Meer-Flair ist garantiert und beste Unterhaltung sowieso. Ein Sommer-Muss für alle Fans des Genres „Familiensaga“. Kauf- und Leseempfehlung für alle! So kann ich nur viel Spaß mit Katharina und ihrem Strandkorbverleih wünschen!

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