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Die Taube

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In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein.
Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt."

Rezension
"Im Verlauf dieses winzigen Abenteuers scheint die Novelle die meisten Beziehungen durchzuspielen, die ein Mann mit der Welt anknüpfen kann, und dank seiner Fähigkeit zur Übersteigerung erzielt Süskind eine überraschend starke Wirkung." (The New Yorker)

"Ein brillanter Formulierer auf der Höhe seiner Erzählkunst." (tz)

"Nicht nur riecht, schmeckt man, sieht und hört man, was Süskind beschreibt; er ist ein Künstler, auch wenn es darum geht, verschwundenes, verarmtes Leben in großer innerer Dramatik darzustellen, hier: eine Psychologie des Wachmanns Jonathan Noel zu entwerfen. Eine Meistererzählung." (Tages-Anzeiger)

"Ein rares Meisterstück zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzähltradition anknüpft." (Rheinischer Merkur)
Portrait
Patrick Süskind, geboren 1949 in Ambach am Starnberger See, studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück ›Der Kontrabaß‹, 1985 sein Roman ›Das Parfum‹, der 2005 von Tom Tykwer verfilmt wurde. 1987 folgte die Erzählung ›Die Taube‹ und 1991 ›Die Geschichte von Herrn Sommer‹, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Patrick Süskinds Werk ist in über fünfzig Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 24.04.1990
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21846-6
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 17,7/11,3/1,2 cm
Gewicht 120 g
Auflage 28. Auflage
Verkaufsrang 14.803
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9,30
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Kundenbewertungen

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Wundervoll!
von Malinka am 21.11.2011

"Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einem Tag zum anderen aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, dass ihm überhaupt noch irgend... "Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einem Tag zum anderen aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, dass ihm überhaupt noch irgend etwas anderes Wesentliches würde widerfahren können als dereinst der Tod." Mit diesem langen, ersten Satz beginnt das kleine Meisterwerk "Die Taube". Als ich diesen Satz gelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich wollte unbedingt wissen, was ihm da wohl widerfahren war und las es in einem durch. Was auch nicht besonders schwierig ist, da das Buch gerade mal 100 Seiten lang ist. Auf diesen 100 Seiten beschreibt Süskind packend die Gedankenwelt eines einsamen Mannes, und zwar so packend und detailliert, dass man gar den Regen riechen kann und die Sonne reflektieren sieht.

Was eine Taube so anrichten kann
von Sandra Enzler aus Bern am 13.10.2010

Einfach nur komisch. Wunderbar wie die Situation eines Herrn beschrieben wird, als eines Tages eine Taube vor der Türe sitzt und er weder ein noch aus weiss. Achtung, Sie könnten vom Grinsen Muskelkater kriegen!

Nur keine plötzlichen Veränderungen, bitte
von Sylvie Müller aus Nagold am 24.06.2010

Patrick Süskind beschreibt mitreissend, wie eine Kleineigkeit, zum Beispiel eine Taube, unser Leben komplett aus den Fugen geraten lassen kann. Diese kurze Erzählung erinnert an Watzlawiks Geschichte mit dem Hammer und ermöglicht einen tiefen Einblick in die Psyche eines zwanghaften Mannes, der durchaus lohnt!