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Die Stille unter dem Eis

Roman

(10)
Anna trampt durch Alaska. Als der junge Fischer Kyle sie auf der Straße aufsammelt und in seinem Pick-up mitnimmt, merken die beiden schnell, dass sie viel gemeinsam haben: Ihre Liebe zur wilden, einsamen Landschaft Alaskas, ihren starken Drang nach Unabhängigkeit und Abenteuer. Sie werden ein Liebespaar. Als man ihnen anbietet, den Winter in einem abgelegenen Leuchtturm auf einem kleinen Felsen vor der Küste Alaskas zu verbringen, stimmen sie zu. Seit der letzte Leuchtturmwärter zwanzig Jahre zuvor auf mysteriöse Weise verschwand, hat dort niemand mehr gewohnt. Das perfekte Abenteuer für das junge Paar. Doch in der Einsamkeit der Wildnis und dem immer gnadenloser hereinbrechenden alaskischen Winter wird mehr und mehr klar, dass beide ihre Geheimnisse hüten ...
Rezension
»Rachel Weaver erzählt in einer knappen, ungeschönten Sprache vom persönlichen Scheitern, von Entwurzelung und Sinnsuche, unterdrückten Gefühlen und davon, wie schwer es ist, nicht nur anderen, sondern auch sich selbst zu verzeihen.«, Märkische Oderzeitung, 06.04.2017
Portrait
Rachel Weaver arbeitete für den Alaska Forest Service, wo sie über Sing- und Greifvögel, Schwarz- und Braunbären forschte. Sie hat einen Abschluss in »Writing and Poetics« von der Naropa University in Boulder und lebt mit ihrem Mann und ihren Zwillingssöhnen in Colorado. Ihr Roman »Die Stille unter dem Eis« wurde vom amerikanischen Buchhandelsverband unter die »Top Ten Debuts« des Frühjahrs 2014 gewählt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783492971850
Verlag Piper ebooks
Übersetzer Yola Schmitz
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Spannendes Psychodrama mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 11.10.2017
Bewertet: Taschenbuch

Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und... Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und entscheiden sich dafür, neun Monate auf der unbewohnten Insel Hibler Rock zu verbringen und dort als Leuchtturmwärter zu arbeiten. Bereits in der ersten Nacht nach der Ankunft geht alles schief, als ihr Boot mit sämtlichen Vorräten und persönlichen Gegenständen sinkt und auch der Motor des Bootes daraufhin defekt ist. Kyle schafft es jedoch, einen alten Außenbordmotor aus einem Schuppen wieder flott zu machen, so dass sie sich mühsam auf den Weg in die nächstgelegene Stadt machen, um von ihrem Ersparten ein wenig Kleidung, Lebensmittel und Wasser zu kaufen. Anschließend begeben sie sich voller Elan daran, den seit 1978 unbewohnten Leuchtturm für sich einzurichten, einen Verschlag für Feuerholz und ein Gewächshaus zu bauen, damit sie möglichst autark auf der Insel leben können, denn im Winter wird durch den Wind und starken Wellengang keine Möglichkeit mehr bestehen, auf das Festland zu gelangen. Das Paar, das sich noch nicht lange kennt, gelangt bald körperlich und emotional an seine Grenzen und merken, dass jeder für sich Geheimnisse verbirgt, die er dem anderen nicht Preis geben möchte und dass sie den Aufenthalt auf der Insel und die Einsamkeit nutzen, um vor der Vergangenheit wegzulaufen und sich zu verstecken. Der Roman in der Ich-Form aus der Sicht von Anna geschrieben und vermittelt eine durchweg melancholische Stimmung. Der Schreibstil der Autorin hat mich an die Romane von Lucy Clarke erinnert, deren Bücher auch immer (traurige) Schicksale von jungen Frauen zum Thema haben. Anna und Kyle sind beide Abenteurer und Einzelgänger, die in der Vergangenheit etwas erlebt haben, das sie nicht ganz verarbeitet haben, vor dem sie weglaufen und über das sie mit dem anderen nicht reden möchten. Als Paar ziehen sie sich gemeinsam auf die Insel zurück, halten sich aber gegenseitig auf Distanz und gehen dort getrennter Wege oder üben Kritik am anderen. Während Anna mit dem mangelnden Komfort gut zurecht kommt, ist es vor allem Kyle, der das einsame Dasein nicht erträgt. Nach einem Vorfall auf dem Meer kehrt Kyle nicht mehr auf die Insel zurück und Anna ist ohne zu wissen weshalb, auf sich allein gestellt. "Die Stille unter dem Eis" ist ein leises, aber durchweg spannendes Psychodrama, das von zwei Menschen handelt, die beide mit einem unverarbeiteten Trauma leben, sich zufällig begegnen und zusammentun. Während man bei Anna durch ihre Erinnerungen in Rückblenden erfährt, woran sie leidet, ist der Leser so wie Anna auch im Unklaren, was mit Kyle los ist. Darüber hinaus ist es spannend zu erfahren, welche Verbindung es zu dem letzten Leuchtturmwärter William Harris gibt, auf den sie im Leuchtturm Hinweise finden und der im Jahr 1978 spurlos verschwunden ist. Es ist ein atmosphärischer Roman, bei dem man sich unmittelbar nach Alaska und Hibler Rock versetzt fühlt, die Kälte des Windes und die raue See spürt, eine Geschichte mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst.

Die Stille unter dem Eis
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Auf einer abgelegende Leuchtturminsel in einer Flußmündung in Alaska versucht eine junge Frau den Dämonen eines tragischen Geschehnisses, für das sie sich verantwortlich fühlt, zu entkommen. Aber auch ihr Lebensgefährte hat ein Päckchen zu tragen, von dem sie nichts ahnt. Und so kommt es zu beängstigenden Ereignissen, die die Seele... Auf einer abgelegende Leuchtturminsel in einer Flußmündung in Alaska versucht eine junge Frau den Dämonen eines tragischen Geschehnisses, für das sie sich verantwortlich fühlt, zu entkommen. Aber auch ihr Lebensgefährte hat ein Päckchen zu tragen, von dem sie nichts ahnt. Und so kommt es zu beängstigenden Ereignissen, die die Seele des jeweilig anderen ins wanken bringen. Dieses Buch legt man nicht aus der Hand und auch nach der Lektüre läßt es den Leser zunächst nicht mehr los!

Mit kleinen Schwächen
von Karlheinz aus Frankfurt am 26.04.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Anna und Kyle sind ein frisch verliebtes Paar das sich noch nicht allzu lange kennt. Die beiden schlagen sich in Alaska mit Gelegenheitsjobs durchs Leben. Als sie das Angebot bekommen für neun Monate einen einsamen Leuchtturm zu betreuen, greifen sie zu. Mit viel Elan machen sie sich ans Werk,... Anna und Kyle sind ein frisch verliebtes Paar das sich noch nicht allzu lange kennt. Die beiden schlagen sich in Alaska mit Gelegenheitsjobs durchs Leben. Als sie das Angebot bekommen für neun Monate einen einsamen Leuchtturm zu betreuen, greifen sie zu. Mit viel Elan machen sie sich ans Werk, jedoch hat jeder der beiden sein Päckchen zu tragen. Das Buch ist als Ich-Erzählung aus der Sicht von Anna geschrieben und behandelt meisten sehr intensiv die Gefühlswelt der Protagonistin. Das macht die Autorin wortgewaltig und gleichzeitig mit viel Gefühl. Der Schreibstil ist es, der mich von Anfang an in den Bann gezogen hat und die Spannung erzeugt. Obwohl die Handlung eine klare Richtung hat, gibt es immer wieder viele Rückblicke, welche die Handlung für den Leser vervollständigen. Die Handlung ist leider auch der kleine Schwachpunkt, denn recht früh wird das Ende klar. Es entsteht ein ungewöhnliches Buch, das vor allem durch viel Tiefgang überzeugen kann. Es regt zum Nachdenken an und ist dennoch gut und flüssig zu lesen. Fazit: Ein kleines und feines Buch, mit Tiefgang und ungewöhnlicher aber vorhersehbarer Handlung, das vor allem durch den Schreibstil überzeugt.