Die russische Herzogin

Historischer Roman

Zarentochter

(11)

Nicht immer hält das Leben, was es verspricht, das muss auch Zarentochter Olga erkennen. Ihre Ehe mit Kronprinz Karl von Württemberg bleibt kinderlos, der Hof in Stuttgart ist ihr lange Zeit fremd. Als der Zar sie bittet, seine Nichte Wera aufzunehmen, willigt Olga freudig ein. Doch das Mädchen ist schwierig, wild und unberechenbar. Olga setzt alles daran, aus Wera eine würdige Großfürstin und einen glücklichen Menschen zu machen. Beide Frauen müssen viele Träume begraben. Doch ihre Freundschaft hilft ihnen, neue Wege zu gehen und dem Leben ein wenig Glück abzutrotzen.

Portrait
Petra Durst-Benning, 1965 in Baden-Württemberg geboren, lebt mit ihrem Mann südlich von Stuttgart. Mit ihren historischen Romanen zählt sie zur ersten Garde deutscher Bestsellerautorinnen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 17.02.2012
Serie Zarentochter 3
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28399-9
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 205/135/31 mm
Gewicht 352
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Das böse Kind
von anyways aus Greifswald, Hansestadt am 07.11.2011

Ein schreckliches . Ein böses Kind. Solche Sätze hört die kleine Wera oft aus dem Munde ihres Vater und ihrer Mutter. Als die ältere Schwester Weras mit dem griechischen Thronanwärter verheiratet werden soll, sind die Zustände die der kleine Wirbelwind veranstaltet in der höheren Gesellschaft nicht mehr tragbar.... Ein schreckliches . Ein böses Kind. Solche Sätze hört die kleine Wera oft aus dem Munde ihres Vater und ihrer Mutter. Als die ältere Schwester Weras mit dem griechischen Thronanwärter verheiratet werden soll, sind die Zustände die der kleine Wirbelwind veranstaltet in der höheren Gesellschaft nicht mehr tragbar. Weras Vater, der Großfürst Konstantin ( Kosty) Romanow bittet seinen Bruder , den Zaren um Mithilfe. Dieser bittet die gemeinsame Schwester Olga Romanowa, Kronprinzessin von Württemberg, sich des Kindes für eine Weile anzunehmen. Hätte Olga gewusst worauf sie sich einlässt hätte sie wohl nicht so bereitwillig zugesagt, hätte wiederum Wera von ihrem langen Aufenthalt in Stuttgart gewusst wäre sie wohl irgendwann auf der Reise ausgebüchst. Petra Dust-Benning’s „Die russische Herzogin“ kann als eigentlicher Nachfolger „Der russischen Zarentochter“ anerkannt werden denn neben der Lebensgeschichte der Wera wird auch die des späteren Königspaares mit erzählt. Die besondere Beziehung der kleinen Wera zu ihrer Tante und späteren Adoptivmutter und Freundin ist eine sehr besondere. Blieb die Ehe der Olga doch kinderlos, was zweifellos an der Homosexualität ihres Gatten gelegen haben wird.Diese sehnt sich nach Kindern. Nur einfach ist es mit Wera nicht. Sie scheint ein rechter Wirbelwind und Zappelphilipp zu sein, doch zum Glück leben beide im ausgehenden 19. Jahrhundert, das Syndrom ADS noch lange nicht bekannt und so muss man sich mit natürlichen Mitteln behelfen, Wera einen standesgemäßen Umgang am Hofe beizubringen. Liebevoll schildert die Autorin die innere Zerrissenheit der kleinen Wera so eindringlich, das sie einem Leid tut. Von den Eltern mehr oder weniger verstoßen findet sie am Stuttgarter Hof, zwar nach einigen Anläufen, endlich eine Geborgenheit und Wertschätzung die ihr von ihrem Elternhaus verwehrt wurde. Wie weitsichtig Olga doch handelt denn so einfache Mittel wie mehrmaliges mehrstündiges Wandern in der Woche macht aus Wera ein fast erzogenes Kind, laut der Autorin. Allein diese Ideen, das Liebesleben der späteren Königin, des Königs und auch Weras dramatisches Familienleben bilden ein gut strukturierten Gesamtplot. Interessant fand ich die Schilderung wie Wera ihren ja höchstwahrscheinlich treulosen Gatten so hoch verehrt das sie über seine Verfehlungen gekonnt hinwegsieht und wie sie zu ihrem sozialen Engagement kommt. Die heutigen Mutter-Kind-Heime scheinen eindeutige auf dem Wera Heim für unverheiratete werdende Mütter zu fußen. Ich freue mich jetzt schon auf die Jugendjahre der Olga dieses Buch schlummert noch auf meinem SUB, durch diese Buch bin ich aber erst richtig neugierig geworden. Warum verliebt sich eine so intelligente junge Frau ausgerechnet in einen Schwulen und behält ihr Leben lang Stillschweigen und wirft ihr eigens Glück weg, kompensiert dies aber durch viel Gemeinnützigkeit? Ein ähnliches Verhalten scheint sie auch ihrer Adoptivtochter vererbt zu haben. Am Ende des Buches erwähnt die Autorin das sie einige historische Tatsachen doch ein wenig abgewandelt hat, das finde ich immer einen sehr schönen Hinweis, denn bei historischen Büchern recherchier ich schon gerne was Wahrheit und was schriftstellerische Freiheit ist. Das macht es mit so einem Hinweis leichter.

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Lachen um nicht zu weinen...
von Nilly am 25.09.2010
Bewertet: gebundene Ausgabe

… dieses Motto zieht sich durch Olga´s Leben. „Die Zarentochter“ ist der Auftakt eines fantastischen Duos. Hier wird der Leser mit Olga (Spitzname Olly) erwachsen und durchlebt Höhen und Tiefen einer russischen Zarentochter. „Die russische Herzogin“ ist ein würdevoller Nachfolger und wurde von mir heiß ersehnt! Olly lebt mit ihrem... … dieses Motto zieht sich durch Olga´s Leben. „Die Zarentochter“ ist der Auftakt eines fantastischen Duos. Hier wird der Leser mit Olga (Spitzname Olly) erwachsen und durchlebt Höhen und Tiefen einer russischen Zarentochter. „Die russische Herzogin“ ist ein würdevoller Nachfolger und wurde von mir heiß ersehnt! Olly lebt mit ihrem Mann Karl in Stuttgart. Doch dieses Leben hat sie sich anders vorgestellt. Der württembergische König Wilhelm regiert konservativ und sieht keine Notwendigkeit, Olly bei deren sozialen Projekten zu unterstützen. Sie kämpft wie eine Löwin – Tag und Nacht. Die Ehe mit Karl bleibt lieb- und kinderlos. Diese Punkte schmerzen Olly am meisten. Da kommt der Brief aus Russland mit einer Bitte ihrer Familie wie gerufen. Ihr Bruder Konstantin will seine 9 jährige Tochter Wera in ihre Obhut geben. Olly ist begeistert und freut sich auf Wera. Was sie jedoch nicht weiß, mit der Aufnahme des Kindes erspart sie diesem die psychiatrische Klinik. Schnell wird Olly klar, dass Wera nicht mit konventioneller Erziehung geholfen ist. Wera durchlebt eine aufregende Kindheit. Wut, Trauer, Missverständnis… Aber sie erfährt durch Olly auch bedingungslose Liebe. Die zwei Frauen wachsen zusammen und geben sich gegenseitig Kraft. Im erwachsenen Alter muss Wera unvorstellbare Schicksalsschläge hinnehmen. Ohne den Rückhalt ihrer Stuttgarter Familie wäre sie zerbrochen. Nach vielen Tiefen widmet sich Wera voller Elan ihrem Traum: einem Mutter-Kind-Heim! Fantastisch! Petra Durst-Benning hat wieder ein Meisterwerk erschaffen. Die Geschichte des russischen Zarenhauses und dem württembergischen Königshaus ist sehr gefühlsvoll und voller Leben erzählt. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und ich flog nur so über die Seiten! Die Schicksalsschläge und Dramen werden dem Leser lebendig vor Augen geführt. Trotz Prunk und Glanz leibt viel Liebe auf der Strecke. Die beeindruckenden Frauen aus dem Zarenhaus haben wir für Stuttgart und die Umgebung getan. Dies wurde mir bei diesem sehr gut recherchierten Roman wieder einmal bewusst. Da ich ebenfalls aus der Stuttgarter Umgebung komme, haben mir auch die detailgetreuen Beschreibungen der Örtlichkeiten und Wanderwege besonders gut gefallen. Ja, dieses Buch ist ein absolutes Muss für Petra Durst-Benning Fans (wie ich einer bin)!

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Gelungene Fortsetzung
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 05.02.2011
Bewertet: gebundene Ausgabe

Bei diesem gut recherchierten, historischen Roman handelt es sich um die Fortsetzung des Buches " Die Zarentochter ". Doch auch ohne den Vorgänger gelesen zu haben, kommt man gut in das Geschehen hinein. Die Zarentochter Olga hat Kronprinz Karl von Württemberg geheiratet. Die Ehe ist jedoch nicht glücklich und bleibt... Bei diesem gut recherchierten, historischen Roman handelt es sich um die Fortsetzung des Buches " Die Zarentochter ". Doch auch ohne den Vorgänger gelesen zu haben, kommt man gut in das Geschehen hinein. Die Zarentochter Olga hat Kronprinz Karl von Württemberg geheiratet. Die Ehe ist jedoch nicht glücklich und bleibt kinderlos. Olga nimmt auf Wunsch des Zaren ihre scheinbar schwierige und undisziplinierte Nichte Wera unter ihre Fittiche. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich im Laufe der Zeit eine intensive Freundschaft. Und obwohl die beiden wahrlich nicht nur Glück im Leben erfahren, können sie sich gegenseitig viel Kraft geben. Die Autorin beschreibt hier wunderbar das Portrait zweier starker Frauen, die trotz manchen Unbillen konsequent ihren Weg gehen. Man kann gut nachvollziehen, wie schwierig es häufig in einer Epoche zugegangen ist, in der die Liebe in einer Ehe zweitrangig war und die Pflicht im Vordergrund stand. Ich kann dieses Buch allen Liebhabern von historischen Romanen nur ans Herz legen .

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