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Die römische Kaiserzeit

Die Legionen und das Imperium

Die besondere Stellung des neuen Herrn im römischen Staat, den der Senat mit dem Ehrennamen Augustus ausgezeichnet hatte, beruhte auf Ausnahmegewalten. Sie waren ihm im Jahr 27 v. Chr. höchstpersönlich zuerkannt worden und hätten eigentlich nach zehn Jahren erlöschen sollen. Tatsächlich wurden diese Sondervollmachten immer wieder verlängert und blieben bis an sein Lebensende in Kraft. Augustus nutzte sie, um ein schlagkräftiges Berufsheer aufzubauen, das auf ihn als seinen Oberbefehlshaber eingeschworen war. Diese professionelle Armee, die Augustus als sein persönliches Machtinstrument konzipiert hatte, entwickelte nach dem Tod ihres Schöpfers politisches Eigengewicht und bestimmte fortan maßgeblich die Geschicke des Imperiums. In letzter Instanz bestimmten die Soldaten, wer über das Reich als Imperator herrschen sollte. Der römische Staat wurde zu einem vom Militär dominierten Kaiserreich.
Portrait
Armin Eich, Professor für Alte Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal, bietet einen ebenso kompetenten wie fesselnden Überblick über die Entstehung des Kaisertums, die Bedeutung der Legionen und die wichtigen Weg- und Wendemarken der römischen Geschichte von den Tagen Augustus bis zum Ende der Soldatenkaiser (285 n. Chr.).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 304, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783406660139
Verlag C.H.Beck
eBook
13,99
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„Die Kaiserzeit von Octavius“

Philipp Brandstötter, Thalia-Buchhandlung Linz

Daß viele politische Systeme nicht neu sind, ist ja allseits bekannt. Politische Formen wie „Demokratie“ oder „Proletariat“ entstanden bereits vor über 2000 Jahren vor unserer Zeit. Daß dies jedoch auch schon in der Antike immer wieder zu Problemen und politischen Spannungen führen kann, zeigt einmal mehr, ein Buch zum Thema.

Gaius
Daß viele politische Systeme nicht neu sind, ist ja allseits bekannt. Politische Formen wie „Demokratie“ oder „Proletariat“ entstanden bereits vor über 2000 Jahren vor unserer Zeit. Daß dies jedoch auch schon in der Antike immer wieder zu Problemen und politischen Spannungen führen kann, zeigt einmal mehr, ein Buch zum Thema.

Gaius Octavius, der politische Erbe von Julius Caesar kommt in Zeiten ebensolcher gesellschaftlicher Unruhen an die Macht. Überall toben Machtkämpfe von Würdenträgern. Diese Zeit ist uns auch heute noch unter dem „Römischen Bürgerkrieg“ bekannt. Jeder gegen Jeden und das ganze sogar noch auf offener Straße. Da dies kein Dauerzustand sein kann, greift Gaius Octavius mit harter Hand durch.

Durch den Einsatz von verstärkten Straßenkontrollen und massiver Polizeipräsenz konnte diesem allgemeinen Chaos Einhalt geboten werden. Die militärische Schlagkraft Roms war schon in seiner Anfangsphase nicht zu unterschätzen. Er selber nennt sich ab diesem Zeitpunkt nur noch Augustus, was die Geschichtswissenschaftler der Neuzeit lange vor ein Problem stellte. Handelte es sich hier um ein und dieselbe Person? Oder wurde Octavius von einem anderen machtbessesen Politiker ersetzt? Erst vor wenigen Jahren wurde klar, daß dies nicht der Fall war. Er hat einfach seinen alten Namen abgelegt, um ihn „reinzuwaschen“. Das hilft ihm natürlich nicht wirklich weiter und macht seine Taten nicht ungeschehen.

Neben dieser Zeit der politischen Umbrüche kommt es auch zu einer größeren gesellschaftlichen Wandlung. Etwa die neue Gründung von Provinzen wird in dieser Zeit, nach einer längeren Pause, wieder stark vorangetrieben. So kann man auch diese Zeit des Aufschwungs nicht nur als schlimme Militärdiktaturzeit sehen sondern eben auch als ein generelles Aufblühen der ländlichen Regionen.

In Summe jedoch ein eher mäßiger Titel. Oftmals finden sich im Buch Absätze wie „Das haben wir auch schon in früheren Abschnitten gesehen...“ oder „Siehe dazu auch Kapitel Xy...“ und so weiter. Interessant, aber auch sehr langatmig.

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