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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Roman

(73)
Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos. Als er nach der gemeinsamen Schulzeit nach Tokyo geht, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Er erhält einen Anruf: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara und stellt sich, von ihr ermutigt, den Dämonen seiner Vergangenheit.

Portrait
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, die Eltern sind Lehrer für japanische Literatur. Studium der Theaterwissenschaften und des Drehbuchschreibens in Tokyo, aufkeimendes Interesse an amerikanischer Literatur und Musik. 1974 Gründung des Jazzclubs 'Peter Cat', den er bis 1982 betreibt. 1978 erste erfolgreiche Buchveröffentlichung. In den 80er Jahren dauerhaft in Europa ansässig (u.a. in Frankreich, Italien und Griechenland), geht er 1991 in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrt. 2006 erhielt Haruki Murakami den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2009 wurde ihm der Jerusalem Prize für sein literarisches Werk verliehen und 2014 wurde Haruki Murakami mit dem "Welt"-Literaturpreis ausgezeichnet. 2015 wurde er für den Hans Christian Andersen Literaturpreis ausgewählt.
Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 13.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74900-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 19,2/12,3/2,5 cm
Gewicht 293 g
Originaltitel Shikisai wo motanai Tazaki Tsukuru to, kare no junrei no toshi
Übersetzer Ursula Gräfe
Verkaufsrang 16.677
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Buchhändler-Empfehlungen

„Kein bisschen farblos“

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Haruki Murakami ist für mich persönlich mit keinem anderen Autor zu vergleichen - sein Schreibstil und seine Geschichten sind einzigartig. Im Gegensatz zu einigen seiner früheren Werke, hat der Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ keine magischen Elemente. Als Leser begleitet man Tsukuru, dessen Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist und in der Gegenwart aufgearbeitet werden muss, damit seine Zukunft eine glücklichere werden kann.
Ein tolles Buch welches ich jederzeit empfehlen würde!
Haruki Murakami ist für mich persönlich mit keinem anderen Autor zu vergleichen - sein Schreibstil und seine Geschichten sind einzigartig. Im Gegensatz zu einigen seiner früheren Werke, hat der Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ keine magischen Elemente. Als Leser begleitet man Tsukuru, dessen Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist und in der Gegenwart aufgearbeitet werden muss, damit seine Zukunft eine glücklichere werden kann.
Ein tolles Buch welches ich jederzeit empfehlen würde!

„Der Tod, die Freundschaft und die Liebe“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Murakamis neuestes Werk handelt von Tsukuru. Er ist der Farblose von fünf Freunden, jedenfalls empfindet er es so, und darüber hinaus ist er auch der einzige dessen Name keine Farbe trägt. Tsukuru ist auch der einzige der den Ort Nagoya verlässt um in Tokio zu studieren. Als er eines Tages in den Ferien nach Hause kommt ist nichts mehr wie es war. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Seine Freunde wenden sich von ihm ab und wollen mit ihm um nichts mehr zu tun haben. Er verzweifelt darüber so sehr, dass er beinahe bereit ist in den Tod zu gehen.

Der weltberühmte Gegenwartsliterat Haruki Murakami hat mit seinem Geniestreich „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ in kürzester Zeit die Bestsellerlisten auf der ganzen Welt erobert. Er wird hochgelobt, ganz zu Recht wie ich finde. Unbestätigten Quellen zu folge sollen in der ersten Woche nach dem Erscheinen, alleine in Japan eine Million Exemplare über den Ladentisch gegangen sein. Diese Zahlen sind wahrlich beeindruckend, genauso wie sein literarisches Schaffen. Manch böse Zungen vermuten hinter seinem öffentlichkeitsscheuen Verhalten, was seine Person und die Vorveröffentlichung der Bücher anbelangen, eine raffinierte Marketingstrategie. Das hat, wie ich finde, der bisherige Anwärter auf dem Literaturnobelpreis gar nicht nötig! Aber zurück zum Inhalt seines neuem kreativen Schaffens:

Gleich in den ersten Kapiteln fand ich die offen versteckte Zahlenmystik interessant. Der jugendliche Tsukuru ist unsicher und weiß eigentlich gar nicht so recht wieso er von dieser Gruppe von Jugendlichen aufgenommen worden ist. Sie unternehmen immer etwas zu fünft und wenn nicht alle fünf sich getroffen haben, waren sie zu dritt oder zu zweit. Der aufmerksame Leser fragt sich nun wieso nie zu viert und der Japankenner weiß es sofort.

In jenem altbekannten Stil der Erzählung, Ursula Gräfe ist sozusagen die deutsche Stimme Haruki Murakamis, beginnt er auf den ersten Seiten der Geschichte damit, tief in die lebensmüde Gedankenwelt des erwachsenen Hauptprotagonisten zu blicken:

„Vielleicht war seine Sehnsucht nach dem Tod zu wahrhaftig und zu tief, um tatsächlich den Versuch zu machen, sich umzubringen. (..) Hätte es in seiner Reichweite eine Tür gegeben, die direkt in den Tod führte, er hätte sie ohne Zögern aufgestoßen.“

Seine Worte berühren tief im Inneren, sie lassen einem aus einer ökonomisierten Welt flüchten und in seine oft Absurden und Irrealen Welten abtauchen, wenngleich in „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ diese kafkaesken Welt dem Leser nur gelegentlich als erotischer Traum streift. Mal verkehrt er darin mit zweien seiner früheren Freundinnen und einmal stößt sogar ein befreundeter Mann dazu. Hier und in weiteren wiederkehrenden Elementen, die sich der Schriftsteller bedient, findet sich der Leser selbst wieder. Jedenfalls ist es mir immer beim Lesen so ergangen. Immer wenn ich einen neuen Haruki Murakami in den Händen halte, frage ich mich: „Kann er das vorige Werk schon wieder toppen?“ Soviel verrate ich noch an dieser Stelle: „Ja er kann.“
Murakamis neuestes Werk handelt von Tsukuru. Er ist der Farblose von fünf Freunden, jedenfalls empfindet er es so, und darüber hinaus ist er auch der einzige dessen Name keine Farbe trägt. Tsukuru ist auch der einzige der den Ort Nagoya verlässt um in Tokio zu studieren. Als er eines Tages in den Ferien nach Hause kommt ist nichts mehr wie es war. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Seine Freunde wenden sich von ihm ab und wollen mit ihm um nichts mehr zu tun haben. Er verzweifelt darüber so sehr, dass er beinahe bereit ist in den Tod zu gehen.

Der weltberühmte Gegenwartsliterat Haruki Murakami hat mit seinem Geniestreich „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ in kürzester Zeit die Bestsellerlisten auf der ganzen Welt erobert. Er wird hochgelobt, ganz zu Recht wie ich finde. Unbestätigten Quellen zu folge sollen in der ersten Woche nach dem Erscheinen, alleine in Japan eine Million Exemplare über den Ladentisch gegangen sein. Diese Zahlen sind wahrlich beeindruckend, genauso wie sein literarisches Schaffen. Manch böse Zungen vermuten hinter seinem öffentlichkeitsscheuen Verhalten, was seine Person und die Vorveröffentlichung der Bücher anbelangen, eine raffinierte Marketingstrategie. Das hat, wie ich finde, der bisherige Anwärter auf dem Literaturnobelpreis gar nicht nötig! Aber zurück zum Inhalt seines neuem kreativen Schaffens:

Gleich in den ersten Kapiteln fand ich die offen versteckte Zahlenmystik interessant. Der jugendliche Tsukuru ist unsicher und weiß eigentlich gar nicht so recht wieso er von dieser Gruppe von Jugendlichen aufgenommen worden ist. Sie unternehmen immer etwas zu fünft und wenn nicht alle fünf sich getroffen haben, waren sie zu dritt oder zu zweit. Der aufmerksame Leser fragt sich nun wieso nie zu viert und der Japankenner weiß es sofort.

In jenem altbekannten Stil der Erzählung, Ursula Gräfe ist sozusagen die deutsche Stimme Haruki Murakamis, beginnt er auf den ersten Seiten der Geschichte damit, tief in die lebensmüde Gedankenwelt des erwachsenen Hauptprotagonisten zu blicken:

„Vielleicht war seine Sehnsucht nach dem Tod zu wahrhaftig und zu tief, um tatsächlich den Versuch zu machen, sich umzubringen. (..) Hätte es in seiner Reichweite eine Tür gegeben, die direkt in den Tod führte, er hätte sie ohne Zögern aufgestoßen.“

Seine Worte berühren tief im Inneren, sie lassen einem aus einer ökonomisierten Welt flüchten und in seine oft Absurden und Irrealen Welten abtauchen, wenngleich in „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ diese kafkaesken Welt dem Leser nur gelegentlich als erotischer Traum streift. Mal verkehrt er darin mit zweien seiner früheren Freundinnen und einmal stößt sogar ein befreundeter Mann dazu. Hier und in weiteren wiederkehrenden Elementen, die sich der Schriftsteller bedient, findet sich der Leser selbst wieder. Jedenfalls ist es mir immer beim Lesen so ergangen. Immer wenn ich einen neuen Haruki Murakami in den Händen halte, frage ich mich: „Kann er das vorige Werk schon wieder toppen?“ Soviel verrate ich noch an dieser Stelle: „Ja er kann.“

„faszinierende Geschichte“

Jana Wottawa, Thalia-Buchhandlung Linz

In diesem Buch wird die Geschichte von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Jugendzeit vier Freunde hat, die alle eine Farbe (rot, blau, schwarz und weiß) in ihrem Namen haben. Nur in Tsukurus Namen ist keine Farbe, er ist sozusagen "farblos", und so nimmt er sich auch wahr. Bis auf sein Interesse für Bahnhöfe hat er keine Hobbies. Zwischen ihm und seinen Freunden herrscht eine unglaubliche Bindung und Harmonie, die auch nicht endet, als Tsukuru nach der Oberschule in Tokyo ein Studium beginnt. Der Rest der Freunde bleibt in ihrer Heimatstadt Nagoya.

Als Tsukuru eines Tages in den Ferien nach Hause fährt und sich wie immer mit seinen Freunden treffen will, meiden ihn diese auf einmal grundlos und wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als er sie darauf anspricht, lautet die Antwort: "Du weißt schon, warum.".

Für Tsukuru bricht eine Welt zusammen, er fährt zurück nach Tokyo, wo er ein halbes Jahr lang an Selbstmord denkt, da er den Verlust seiner Freunde nicht verkraften kann. Einige Jahre später erzählt Tsukuru die Geschichte seiner Freundin Sara, die ihm rät, endlich mit seiner Vergangenheit abzuschließen.

Der neue Roman von Haruki Murakami übertraf alle meine Erwartungen. Dieser Roman erzählt eine faszinierende Geschichte, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.
In diesem Buch wird die Geschichte von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Jugendzeit vier Freunde hat, die alle eine Farbe (rot, blau, schwarz und weiß) in ihrem Namen haben. Nur in Tsukurus Namen ist keine Farbe, er ist sozusagen "farblos", und so nimmt er sich auch wahr. Bis auf sein Interesse für Bahnhöfe hat er keine Hobbies. Zwischen ihm und seinen Freunden herrscht eine unglaubliche Bindung und Harmonie, die auch nicht endet, als Tsukuru nach der Oberschule in Tokyo ein Studium beginnt. Der Rest der Freunde bleibt in ihrer Heimatstadt Nagoya.

Als Tsukuru eines Tages in den Ferien nach Hause fährt und sich wie immer mit seinen Freunden treffen will, meiden ihn diese auf einmal grundlos und wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als er sie darauf anspricht, lautet die Antwort: "Du weißt schon, warum.".

Für Tsukuru bricht eine Welt zusammen, er fährt zurück nach Tokyo, wo er ein halbes Jahr lang an Selbstmord denkt, da er den Verlust seiner Freunde nicht verkraften kann. Einige Jahre später erzählt Tsukuru die Geschichte seiner Freundin Sara, die ihm rät, endlich mit seiner Vergangenheit abzuschließen.

Der neue Roman von Haruki Murakami übertraf alle meine Erwartungen. Dieser Roman erzählt eine faszinierende Geschichte, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
73 Bewertungen
Übersicht
64
7
1
1
0

Farblos ist anders
von einer Kundin/einem Kunden am 20.04.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Sie waren immer zu fünft, doch plötzlich wird Tsukuru Tazaki von seinen Freunden verstoßen. Warum? Das weiß er nicht und es wird lange dauern, bis er den Mut dazu findet, es heraus zu finden. Mein allererster Murakami und er hat bei mir gleich eingeschlagen wie eine Bombe. Natürlich ist es... Sie waren immer zu fünft, doch plötzlich wird Tsukuru Tazaki von seinen Freunden verstoßen. Warum? Das weiß er nicht und es wird lange dauern, bis er den Mut dazu findet, es heraus zu finden. Mein allererster Murakami und er hat bei mir gleich eingeschlagen wie eine Bombe. Natürlich ist es etwas anderes einen ?Japaner zu lesen?, aber man sollte sich auf jeden Fall mal darauf einlassen. Murakami überrascht mit seiner Handlung und seiner Schreibweise. Sicher nicht für jeden etwas, aber für alle die sich auf etwas Neues einlassen möchten.

von einer Kundin/einem Kunden am 12.03.2018
Bewertet: anderes Format

Murakamis Art zu schreiben hat mich vollkommen mitgerissen. Ein Buch voller Ruhe und gleichzeitig so tiefgründig. Was ist damals wirklich geschehen, vor 16 Jahren?

von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2018
Bewertet: anderes Format

Murakami gelingt es immer wieder einzigartige Geschichten zu schreiben. Jedes Buch ist eine Entdeckung und steckt voller Überraschungen! Probieren Sie es aus...


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