Murakami, H: Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki/7 CDs

Ungekürzte Lesung

(69)

Tsukuru ist Teil einer Clique, deren Mitglieder alle außer ihm eine Farbe im Namen tragen. Als er nach der Oberschule die Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut das der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Tag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf gemeinsame Ferien nach Hause kommt, seine Freunde ihn jedoch plötzlich schneiden. Völlig verzweifelt kehrt er nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara. Sie ermutigt ihn dazu, sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 10.02.14
Ein Buch, das voller emotionaler Spannung steckt. Der japanische Bestsellerautor lotete wieder in bestechender Manier die Gefühle seiner Figuren aus. Wie schwer ist es, Freunde zu gewinnen und Freundschaften aufrecht zu erhalten, und wie leicht ist es, diese zu verlieren. Genau so ist es in der Liebe. Murakami zeigt die Falschheit der Menschen oder auch den Willen, den einen für den anderen zu opfern. Murakami schreibt: "Die tiefe Verbindung der Menschen war nicht nur die Harmonie, sondern viel tiefer war die Verbindung von Wunde zu Wunde, von Schmerz zu Schmerz und von Schwäche zu Schwäche." Ein Buch, das Erleuchtung, Einsicht, Wahrheit und Weisheit bringt. Haruki Murakami hat wieder ein Werk voll großer Eleganz und Breite verfasst. Wanja Mues liest mit eleganter Stimme und lotete damit die Gefühle der Menschen aus, so wie Murakami sie geschrieben hat.
Portrait
Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, die Eltern sind Lehrer für japanische Literatur. Studium der Theaterwissenschaften und des Drehbuchschreibens in Tokyo, aufkeimendes Interesse an amerikanischer Literatur und Musik. 1974 Gründung des Jazzclubs 'Peter Cat', den er bis 1982 betreibt. 1978 erste erfolgreiche Buchveröffentlichung. In den 80er Jahren dauerhaft in Europa ansässig (u.a. in Frankreich, Italien und Griechenland), geht er 1991 in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrt. 2006 erhielt Haruki Murakami den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2009 wurde ihm der Jerusalem Prize für sein literarisches Werk verliehen und 2014 wurde Haruki Murakami mit dem "Welt"-Literaturpreis ausgezeichnet. 2015 wurde er für den Hans Christian Andersen Literaturpreis ausgewählt.
Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main.
Sprecher Wanja Mues (Jahrgang 1973) sprach mit acht Jahren in dem Stück "Weihnachten an der Front" seinen ersten Text auf der Bühne und mit elf drehte er seinen ersten Film, den ARD-Dreiteiler "Jokehnen".
Nach dem Abitur absolvierte er eine Schauspielausbildung in Amerika und war in vielen Serien ("Girl Friends"), Fernsehfilmen ("2 1/2 Minuten") und Kinostreifen ("Gloomy Sunday") zu sehen. Auch kleine Rollen in guten Projekten - wie zum Beispiel der Wehrmachtsoffizier im Warschauer Ghetto in Roman Polanskis "Der Pianist" - bleiben für Wanja Mues wichtig.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Wanja Mues
Anzahl 7
Erscheinungsdatum 31.01.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783899038958
Genre Belletristik
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 2
Spieldauer 540 Minuten
Hörbuch (CD)
22,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Kein bisschen farblos“

Ines F., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Haruki Murakami ist für mich persönlich mit keinem anderen Autor zu vergleichen - sein Schreibstil und seine Geschichten sind einzigartig. Im Gegensatz zu einigen seiner früheren Werke, hat der Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ keine magischen Elemente. Als Leser begleitet man Tsukuru, dessen Vergangenheit noch nicht Haruki Murakami ist für mich persönlich mit keinem anderen Autor zu vergleichen - sein Schreibstil und seine Geschichten sind einzigartig. Im Gegensatz zu einigen seiner früheren Werke, hat der Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ keine magischen Elemente. Als Leser begleitet man Tsukuru, dessen Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist und in der Gegenwart aufgearbeitet werden muss, damit seine Zukunft eine glücklichere werden kann.
Ein tolles Buch welches ich jederzeit empfehlen würde!

„Der Tod, die Freundschaft und die Liebe“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Murakamis neuestes Werk handelt von Tsukuru. Er ist der Farblose von fünf Freunden, jedenfalls empfindet er es so, und darüber hinaus ist er auch der einzige dessen Name keine Farbe trägt. Tsukuru ist auch der einzige der den Ort Nagoya verlässt um in Tokio zu studieren. Als er eines Tages in den Ferien nach Hause kommt ist nichts mehr Murakamis neuestes Werk handelt von Tsukuru. Er ist der Farblose von fünf Freunden, jedenfalls empfindet er es so, und darüber hinaus ist er auch der einzige dessen Name keine Farbe trägt. Tsukuru ist auch der einzige der den Ort Nagoya verlässt um in Tokio zu studieren. Als er eines Tages in den Ferien nach Hause kommt ist nichts mehr wie es war. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Seine Freunde wenden sich von ihm ab und wollen mit ihm um nichts mehr zu tun haben. Er verzweifelt darüber so sehr, dass er beinahe bereit ist in den Tod zu gehen.

Der weltberühmte Gegenwartsliterat Haruki Murakami hat mit seinem Geniestreich „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ in kürzester Zeit die Bestsellerlisten auf der ganzen Welt erobert. Er wird hochgelobt, ganz zu Recht wie ich finde. Unbestätigten Quellen zu folge sollen in der ersten Woche nach dem Erscheinen, alleine in Japan eine Million Exemplare über den Ladentisch gegangen sein. Diese Zahlen sind wahrlich beeindruckend, genauso wie sein literarisches Schaffen. Manch böse Zungen vermuten hinter seinem öffentlichkeitsscheuen Verhalten, was seine Person und die Vorveröffentlichung der Bücher anbelangen, eine raffinierte Marketingstrategie. Das hat, wie ich finde, der bisherige Anwärter auf dem Literaturnobelpreis gar nicht nötig! Aber zurück zum Inhalt seines neuem kreativen Schaffens:

Gleich in den ersten Kapiteln fand ich die offen versteckte Zahlenmystik interessant. Der jugendliche Tsukuru ist unsicher und weiß eigentlich gar nicht so recht wieso er von dieser Gruppe von Jugendlichen aufgenommen worden ist. Sie unternehmen immer etwas zu fünft und wenn nicht alle fünf sich getroffen haben, waren sie zu dritt oder zu zweit. Der aufmerksame Leser fragt sich nun wieso nie zu viert und der Japankenner weiß es sofort.

In jenem altbekannten Stil der Erzählung, Ursula Gräfe ist sozusagen die deutsche Stimme Haruki Murakamis, beginnt er auf den ersten Seiten der Geschichte damit, tief in die lebensmüde Gedankenwelt des erwachsenen Hauptprotagonisten zu blicken:

„Vielleicht war seine Sehnsucht nach dem Tod zu wahrhaftig und zu tief, um tatsächlich den Versuch zu machen, sich umzubringen. (..) Hätte es in seiner Reichweite eine Tür gegeben, die direkt in den Tod führte, er hätte sie ohne Zögern aufgestoßen.“

Seine Worte berühren tief im Inneren, sie lassen einem aus einer ökonomisierten Welt flüchten und in seine oft Absurden und Irrealen Welten abtauchen, wenngleich in „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ diese kafkaesken Welt dem Leser nur gelegentlich als erotischer Traum streift. Mal verkehrt er darin mit zweien seiner früheren Freundinnen und einmal stößt sogar ein befreundeter Mann dazu. Hier und in weiteren wiederkehrenden Elementen, die sich der Schriftsteller bedient, findet sich der Leser selbst wieder. Jedenfalls ist es mir immer beim Lesen so ergangen. Immer wenn ich einen neuen Haruki Murakami in den Händen halte, frage ich mich: „Kann er das vorige Werk schon wieder toppen?“ Soviel verrate ich noch an dieser Stelle: „Ja er kann.“

„faszinierende Geschichte“

Jana Wottawa, Thalia-Buchhandlung Linz

In diesem Buch wird die Geschichte von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Jugendzeit vier Freunde hat, die alle eine Farbe (rot, blau, schwarz und weiß) in ihrem Namen haben. Nur in Tsukurus Namen ist keine Farbe, er ist sozusagen "farblos", und so nimmt er sich auch wahr. Bis auf sein Interesse für Bahnhöfe hat er keine Hobbies. In diesem Buch wird die Geschichte von Tsukuru Tazaki erzählt, der während seiner Jugendzeit vier Freunde hat, die alle eine Farbe (rot, blau, schwarz und weiß) in ihrem Namen haben. Nur in Tsukurus Namen ist keine Farbe, er ist sozusagen "farblos", und so nimmt er sich auch wahr. Bis auf sein Interesse für Bahnhöfe hat er keine Hobbies. Zwischen ihm und seinen Freunden herrscht eine unglaubliche Bindung und Harmonie, die auch nicht endet, als Tsukuru nach der Oberschule in Tokyo ein Studium beginnt. Der Rest der Freunde bleibt in ihrer Heimatstadt Nagoya.

Als Tsukuru eines Tages in den Ferien nach Hause fährt und sich wie immer mit seinen Freunden treffen will, meiden ihn diese auf einmal grundlos und wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als er sie darauf anspricht, lautet die Antwort: "Du weißt schon, warum.".

Für Tsukuru bricht eine Welt zusammen, er fährt zurück nach Tokyo, wo er ein halbes Jahr lang an Selbstmord denkt, da er den Verlust seiner Freunde nicht verkraften kann. Einige Jahre später erzählt Tsukuru die Geschichte seiner Freundin Sara, die ihm rät, endlich mit seiner Vergangenheit abzuschließen.

Der neue Roman von Haruki Murakami übertraf alle meine Erwartungen. Dieser Roman erzählt eine faszinierende Geschichte, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
69 Bewertungen
Übersicht
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7
1
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0

Auf der Suche nach der Wahrheit!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.08.2014

Eine Clique, 5 Freunde, bis auf Tsukuru Tazaki haben sie alle eine Farbe im Namen. Er nimmt sich dementspechend als farblos wahr. Als er von den vier Freunden eines Tages verstoßen wird, bricht seine Welt zusammen und er denkt sogar an Selbstmord. Doch diese Phase überwindet er. Nach 16... Eine Clique, 5 Freunde, bis auf Tsukuru Tazaki haben sie alle eine Farbe im Namen. Er nimmt sich dementspechend als farblos wahr. Als er von den vier Freunden eines Tages verstoßen wird, bricht seine Welt zusammen und er denkt sogar an Selbstmord. Doch diese Phase überwindet er. Nach 16 Jahren, drängt ihn seine Freundin dazu der Sache auf den Grund zu gehen um zu erfahren was wirklich war. Seine Reise in die Vergangenheit beginnt. Dies ist mein erster Murakami und ich bin froh ihn gelesen zu haben. Die Geschichte ist grandios erzählt. Sie ist gleichzeitig magisch und realistisch und die Charaktere haben eine besonder Tiefe und man begleitet sie gerne. Schöne Sprache! Wanja Mues liest diese Geschichte mit viel Sensibilität für Tsukuru Tazaki und die anderen Figuren. Ein echter Hörgenuss!

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Freundschaft, Einsamkeit und Schuld - ein genialer Roman!
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Unsere Vergangenheit macht uns zu dem Menschen, der wir heute sind. Doch nur die wenigsten können glücklich werden, wenn sie mit ihrer Vergangenheit nie richtig abgeschlossen haben… So auch Tsukuru Tazaki. Er hat niemals vergessen, wie ihn seine Freunde damals im Stich ließen mit der Begründung „Du weißt schon, warum…“.... Unsere Vergangenheit macht uns zu dem Menschen, der wir heute sind. Doch nur die wenigsten können glücklich werden, wenn sie mit ihrer Vergangenheit nie richtig abgeschlossen haben… So auch Tsukuru Tazaki. Er hat niemals vergessen, wie ihn seine Freunde damals im Stich ließen mit der Begründung „Du weißt schon, warum…“. Seine Freunde, die ihm den größten Halt in seinem Leben gaben. Dieses Erlebnis hat tiefe Narben in seiner Seele hinterlassen. Viele Jahre später erzählt Tsukuru seiner Freundin Sara seine Geschichte. Sara ermutigt ihn dazu, sich auf die Spuren seiner Vergangenheit zu begeben, damit er endlich beginnen kann, sein Leben in der Gegenwart zu leben… Der japanische Autor Haruki Murakami hat sich bereits mit seiner Trilogie „1Q84“ bewährt. „Die Pilgerjahre des Farblosen Herrn Tazaki“ ist sein neuster Roman (Stand: Februar 2014), der sowohl in Japan wie auch Deutschland nahezu sofort in die Bestsellerlisten einstieg! Der deutsche Sprecher dieses Buches Wanja Mues ist bekannt durch Filme wie „Der Pianist“ und „Yella“. Er hat eine warme, angenehme Stimme, der man sehr gut zuhören kann. Seine Stimme gibt Tsukuru Tazaki Ausdruck, Charakter und macht ihn für den Zuhörer lebendig. Sowohl der Autor Haruki Murakami, als auch Sprecher Wanja Mues haben in „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ ganze Arbeit geleistet! Die Geschichte ist perfekt und die Lesung ist genial! Dieses Buch /Hörbuch darf sich niemand entgehen lassen, der kleine Romane mit großem Inhalt liebt! Ganz klasse!

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Dienstagmorgen, 09:00 Uhr. Endlich ist es soweit, ich halte Murakami's neues Werk in den Händen und...ich bin davon überaus begeistert, obwohl ich mir zuerst nicht im klaren war, was ich von dem Buch überhaupt erwarten konnte. Das es wieder surreal & melancholisch werden wird, wussten wir -so glaube ich-... Dienstagmorgen, 09:00 Uhr. Endlich ist es soweit, ich halte Murakami's neues Werk in den Händen und...ich bin davon überaus begeistert, obwohl ich mir zuerst nicht im klaren war, was ich von dem Buch überhaupt erwarten konnte. Das es wieder surreal & melancholisch werden wird, wussten wir -so glaube ich- alle...und ein Erfolg wird es auch werden. Aber...um was geht es eigentlich? Der Titel ist ja nicht gerade aufschlussreich. Denkt man... Was hat es mit den vier Farben auf sich und auf was für eine Pilgerreise begibt sich der "farblose" Herr Tazaki? Tazaki berichtet seiner weiblichen Begleitung von seinen vier Freunden aus seiner Schulzeit: Kei Akamatsu, Yoshi Oumi, Yazuki Shirane & Eri Kurono. Dabei steht jeder Nachname seiner Freunde für eine Farbe: Rot, Blau, Weiss & Schwarz. Er beginnt eine Reise auf der Suche nach seinen Freunden, die alle eine Farbe innehalten. Sie waren in Schulzeiten perfekt füreinander gemacht. Alle hatten in den Nachnamen eine Farbe eingearbeitet. Alle bis auf Tazaki... Tazakis Bekannte, Sara erfährt, dass Rot, Blau, Weiss & Schwarz den engen Kontakt den sie zu ihm hatten von einem Tag auf den anderen abbrachen. Keiner der vier wollte etwas mit ihm zu tun haben. Und viele Jahre dannach weiss der farblose Tazaki nicht wieso und möchte es auch nicht wissen. Der Schmerz ist viel zu gross. Doch durch Sara bestärkt begibt sich Tazaki auf eine Reise -die ihn unter anderem nach Finnland verschhlägt-, um die düstere Wahrheit herauszufinden. Was geschah vor 16 Jahren, so dass jeglicher Kontakt zu dem treuen, netten & fürsorglichen Tsukuru abgebrochen wurde? Was das Buch von anderen Titel Murakamis unterscheidet, ist -unter anderem- die Erzählweise. Tazaki erzählt Sara aus seiner Sicht, was in den vergangen Jahren geschehen war und im nächsten Abschnitt übernimmt diese Rolle der Erzähler, was das Buch sehr spannend zu Lesen macht. Die eben genannte Erzählstruktur gibt dem Buch einen ganz besonderen Flair. SPOILER Meiner Meinung nach, finde ich es nicht schlimm, dass der Leser nicht erfährt, ob Tazaki schlussendlich mit Sara zusammenkommt. Das Buch lässt am Ende Spielraum für offene Interpretationen. Jedoch ist es -so finde ich- nicht wichtig ob sie ein Paar werden oder nicht, denn um das geht es im grunde ja gar nicht. Vielmehr geht es darum, dass Tazaki dieses mal das richtige tat. Und als Murakami-Fan ist man es sich ja gewohnt, dass das Ende offen bleibt. ;-)

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