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Die Mittagsfrau

Roman

(32)

»Alles ist möglich, Engel, die Welt steht uns offen.«
In der Lausitz verlebt Helene eine idyllische Kindheit, die jäh endet. Wie geht man mit den Schicksalsschlägen um, die das Leben bereit hält? Ihr Vater kehrt nur zum Sterben aus dem Ersten Weltkrieg heim, ihre jüdische Mutter zieht sich zunehmend vor den Anfeindungen ihrer Umgebung in die Verwirrung zurück. Herzensblindheit nennt Helene das und fürchtet die zunehmende Kälte der Mutter. Helene möchte Medizin studieren, ein ungewöhnlicher Traum für eine Frau zu Beginn des Jahrhunderts, doch sie träumt ihn weiter. Sie zieht mit ihrer Schwester Martha nach Berlin, erlebt die wilden Zwanziger, und während Martha ihrer Freundin Leontine wieder begegnet, lernt Helene Carl kennen. Als der kurz vor der Verlobung stirbt, hilft auch ihr die Herzensblindheit, das Leben zu überleben. Eine schnell scheiternde Ehe mit einem überzeugten Nazi führt Helene nach Stettin, wo ihr Sohn zur Welt kommt. Die Liebe und Nähe, die der kleine Junge fordert, werden ihr zunehmend unerträglich, und bald schon geht ihr der Gedanke vom Verschwinden nicht mehr aus dem Kopf. Dann trifft sie eine ungeheuerliche Entscheidung …

Portrait

Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. 1997 erschien ihr Debüt ›Der neue Koch‹, danach ›Liebediener‹ (1999), ›Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen‹ (2000) und ›Lagerfeuer‹ (2003). Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Für ihren Roman ›Die Mittagsfrau‹ erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007. Der Roman wurde in 35 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Roman ›Rücken an Rücken‹ (2011).
Julia Francks Roman ›Lagerfeuer‹ wurde 2012/13 für das Kino unter der Regie von Christian Schwochow unter dem Titel ›Westen‹ verfilmt.

Literaturpreise:

1995 Siegerin beim Open Mike-Wettbewerb
1998 Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste
1999 Stipendium der Stiftung Niedersachsen
2000 3sat-Preis in Klagenfurt
2004 Marie Luise Kaschnitz Preis
2005 "Roswitha Preis" der Stadt Bad Gandersheim
2007 Deutscher Buchpreis
2010 war die englische Ausgabe der ›Mittagsfrau‹ auf der Shortlist des Independent Foreign Fiction Prize und auf der Shortlist des ›Jewish Quaterly‹ sowie für den internationalen IMPAC nominiert.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 432 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.01.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783104000299
Verlag Fischer E-Books
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
23
4
5
0
0

Plötzlich alleingelassen...
von einer Kundin/einem Kunden am 21.03.2018
Bewertet: Taschenbuch

sitzt der kleine Peter, gerade mal erst 7 Jahre alt, auf einer Bank in einem kleinen Bahnhof in Vorpommern. Er wartet auf seine Mutter, doch er wartet vergeblich. Was ist passiert? Helene, seine Mutter, Krankenschwester von Beruf, hat ihn über die schweren Kriegsjahre alleine unter vielen Entbehrungen aufgezogen. Doch warum tut... sitzt der kleine Peter, gerade mal erst 7 Jahre alt, auf einer Bank in einem kleinen Bahnhof in Vorpommern. Er wartet auf seine Mutter, doch er wartet vergeblich. Was ist passiert? Helene, seine Mutter, Krankenschwester von Beruf, hat ihn über die schweren Kriegsjahre alleine unter vielen Entbehrungen aufgezogen. Doch warum tut sie ihrem Sohn das jetzt an, was bewog sie so zu handeln, ein Kind zurückzulassen das ist unfassbar grausam und traurig! Man könnte meinen das Wut, Unverständnis und tiefste Ablehnung die Mutter verurteilen. Doch genau das tut die Autorin nicht. Dieser zurückgelassene Junge ist ihr Vater und sie erzählt seine traumatische Geschichte indem sie sich intensiv mit der Geschichte und den Lebensumständen von 'Helen', ihrer Großmutter auseinandersetzt. Ohne diese schreckliche Geschichte klein zu reden, gelingt ihr doch auch so etwas wie "Verständnis" wenn dieses Wort dafür überhaupt richtig ist. Ihr gelingt es, nicht zu verurteilen, sondern sich die unterschiedlichen Perspektiven und Gründe vor Augen zu führen, die verzweifelte Handlung letztendlich einer Mutter, die ihrerseits keinen anderen Ausweg sah. Nicht um ihren kleinen Jungen zu schädigen, sondern um ihm eine andere Chance zu eröffnen. So schwer das auch alles zu verstehen ist! Zu Recht hat Julia Franck dafür den Deutschen Buchpreis erhalten! Eine außerordentliche Geschichte, in ruhige leise Sprache gegossen. Absolut Lesenswert!

von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2017
Bewertet: anderes Format

Ich vergebe nur 3 Musen, weil mir die Figuren auch nach Beenden der Lektüre nicht ans Herz wachsen konnten. Dennoch habe ich dieses Buch flüssig lesen können.

Mega
von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg am 05.09.2017
Bewertet: Taschenbuch

Zum Inhalt: 1945. Flucht aus Stettin in Richtung Westen. Ein kleiner Bahnhof irgendwo in Vorpommern. Helene hat ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Kriegsjahre gebracht. Nun, wo alles überstanden, alles möglich scheint, lässt sie ihn allein am Bahnsteig zurück und kehrt nie wieder. Julia Franck erzählt das Leben einer Frau... Zum Inhalt: 1945. Flucht aus Stettin in Richtung Westen. Ein kleiner Bahnhof irgendwo in Vorpommern. Helene hat ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Kriegsjahre gebracht. Nun, wo alles überstanden, alles möglich scheint, lässt sie ihn allein am Bahnsteig zurück und kehrt nie wieder. Julia Franck erzählt das Leben einer Frau in einer dramatischen Zeit - und schafft zugleich einen großen Familienroman und ein eindringliches Zeitepos. Helene und ihre Schwester leben ein gutes Leben. Zwar ist die Mutter psychisch instabil, aber auf den Vater können sie sich verlassen. Als dieser jedoch für den Dienst im ersten Weltkrieg eingezogen wird, ändert sich das Leben der Schwestern schlagartig. Während die Große sich als Krankenschwester ausbilden lässt, ist die Kleine noch mitten in ihrer jugendlichen Entwicklung. Sie ist fasziniert von der guten Freundin der Großen und wünscht sich auch ein bisschen so zu sein wie sie. Als der Vater wieder aus dem Krieg zurück kommt ist er verwundet. Die Große übernimmt seine Pflege, versucht ihn mit Morphium über die Schmerzen zu helfen. Doch bald muss die erkennen, dass die Große das Morphium für sich selbst nimmt und es kommt wie es kommen muss, der Vater stirbt. Fortan beginnt für die Schwestern eine turbulente Reise. Die Große nimmt die Kleine mit zu der reichen Tante in die Stadt, wo sie das Leben in vollen Zügen genießen. Es scheint keine Grenzen mehr zu geben und die Kleine - Helene - verliebt sich und verlobt sich schließlich. Doch es sind die Wirren des zweiten Weltkrieges die immer mehr um sich greifen. Ihre Mutter kommt in ein Zuchthaus und ihr Verlobter wird auf offener Straße von einem Auto angefahren. Helene ist hoffnungslos. Doch da taucht ein neuer Mann in ihrem Leben auf. Eine Chance für ein gesichertes Leben? Und was wird aus der großen Schwester, wenn sie weg zieht? Kann sie sie mit ihrer Lebensgefährtin allein lassen? Das Schicksal um Helene meint es wirklich nicht gut mit ihr und so muss sie sich schließlich entscheiden, was wirklich wichtig ist. Die Mittagsfrau hatte ich zufällig im Regal entdeckt und mir das Buch eher auf Verdacht gekauft. Ich bin nicht enttäuscht worden. Die Geschichte ist ergreifend, fesselnd, schockierend. Sie ist emotional und man muss sich oft die Frage stellen, wie man sich selbst wohl in dieser Situation verhalten hätte. Helene ist wirklich ein armes Kind. Die Mutter hat psychische Störungen und so können die Kinder sie nur an den guten Tagen sehen. Mit der Verletzung des Vaters verschwindet er quasi ganz aus der Bildfläche. Er ist zwar da, aber immer wenn Helene ihn sieht scheint es ihm schlechter zu gehen, bis er schließlich dahin siecht. Die Schwester hingegen, die man erst bewundert hat, verurteilt man dann als Leser, wenn man begreift, dass diese die Schmerzmittel selbst als Drogen für sich genommen hat. Mit dem Umzug in die Stadt geht das Leben für Helene bergauf. Eine Ausbildung als Krankenschwester, bei der sie aber unter anderem bald miterleben muss, wie man behinderte Frauen zwangssterilisiert, da diese nicht mit in das System passen. Wer die Geschichte aufmerksam liest, der erkennt auch bald, dass die Mutter schlicht und einfach verloren ist, nachdem man sie in eine Anstalt einweist und man kann sich wohl auch zusammen reimen, was wirklich mit ihr passiert. Genauso verhält es sich mit Helenes Verlobten der auf offener Straße einem "Verkehrsunfall" zum Opfer fällt. Zufall? In meinen Augen keinesfalls. Auch muss Helene nun auch auf sich selbst achten und auch die große Schwester, wohnen sie bei ihrer Tante die Jüdin ist und stinkreich - somit rutschen sie selbst auch in den Fokus. Helene muss sich etwas einfallen lassen und endlich, als man denkt, dass sie einen sicheren Hafen gefunden hat, da passiert das nächste Unglück. Empfehlen möchte ich das Buch allen, die einen Schicksalsroman suchen. Ihr kommt hier voll und ganz auf eure Kosten. Die Story ist leicht geschrieben und beginnt mit dem Ende, bevor Helenes Geschichte wirklich aufgerollt wird. Das Buch spricht alle Tabuthemen der damaligen Zeit an, ohne sich nur an einem Thema festzubeißen. Es geht um Sex vor der Ehe, lesbische Beziehungen, Drogenmissbrauch, Abtreibung, die Wirren des ersten und des zweiten Weltkriegs und die Folgen. Es ist wirklich interessant die Geschichte aus solch einem Blickwinkel präsentiert zu bekommen. Dabei schreibt die Autorin detailliert, was ich persönlich richtig gut finde. Dieses Buch ist nicht nur einfach zum lesen, sondern es regt auch zum nachdenken an. Gut gemacht. Idee: 5/5 Spannung: 5/5 Emotionen: 5/5 Details: 5/5 Gesamt: 5/5


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