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Die letzten Tage der Menschheit

Der Erste Weltkrieg in Bildern

(4)
Um den Ersten Weltkrieg zu verstehen, muss man Karl Kraus lesen. Mit seinem Drama Die letzten Tage der Menschheit schuf er eines der großen Antikriegsbücher der Geschichte. Unerbittlich rechnet er mit den Kriegstreibern ab: den großen Kommandanten und den kleinen Profiteuren, den voyeuristischen Kriegsberichterstattern und Fotografen, mit Schaulustigen und Mitläufern. „Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden“, schreibt er in der Vorrede seines Dramas, „sind wirklich geschehen.“
Kraus war - das ist wenig bekannt - ein leidenschaftlicher Bildersammler. Er trug Ansichtskarten, Fotografien, Plakate und vor allem Zeitungsbilder zusammen. Der Band stellt erstmals ausgewählte Texte aus den letzten Tage der Menschheit zeitgenössischen Kriegsbildern gegenüber. Auf diese Weise tritt die frappierende dokumentarische Kraft des Dramas besonders deutlich zutage. Die Bilder und Texte spannen den Bogen von der Kriegsbegeisterung im August 1914 bis hin zum bitteren Ende des Krieges, von der Kriegshetze in den Medien bis zu den trostlosen, zerstörten Schlachtlandschaften.
Rezension
"...das Hand- und Hausbuch gegen Krieg" BuchMarkt
"...ein erschütterndes Dokument" photoscala. Internationales Magazin für Photographie
"..."Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" nannte der US-amerikanische Historiker und Diplomat John F. Kennan den Ersten Weltkrieg. Wenn man sich die von Anton Holzer... herausgegebenen Fotos anschaut, kann man dem nur zustimmen." Neues Deutschland
"Ein Zeitdokument allererster Güte." Salzburger Nachrichten
"... so wie Kraus die Propagandasprache der Zeitungen entblößte... werden auch die Bilder im Zusammenhang mit den Texten "gegen den Strich gebürstet". Einerseits offenbaren sich Verlogenheit und Unvollständigkeit der offiziellen Kriegsbilder. Andererseits geben die Fotos, die nun in neuem Licht erscheinen, dem Drama ein Gesicht." Der Standard
"Ein lesenswertes Buch und umso bemerkenswerter, weil die meisten von Holzers Kollegen derzeit wenig Sinn für die Literatur als Quelle zeigen." Deutschlandradio Kultur
"Der Wiener Fotohistoriker Anton Holzer hat... ein Jahrhundert nach Beginn des Ersten Weltkrieges... Bilder ausgesucht, wie sie damals in Zeitungen und Illustrierten erschienen sind. Bilder dieser Art dürften Karl Kraus beeindruckt haben. Holzer stellt sie... Textteilen aus "Die letzten Tage der Menschheit" klug gegenüber... Das erst vor zwei Monaten erschienene Buch hat bereits Bestseller-Rang erreicht." Die Tagespost
"Der Fotohistoriker [Anton Holzer] stellt... Fotos des damaligen Geschehens Textauszügen der von Karl Kraus verfassten Tragödie "Die letzten Tage der Menschheit" gegenüber.... Der Band erhält damit einen dokumentarischen und eindringlichen Charakter, der ihn im Reigen der Neuerscheinungen im 100. Jahr nach dem Ausbruch des Krieges einzigartig und ebenso sehens- wie lesenswert macht." Grafschafter Nachrichten
"Der Band erhält... bei erfreulich beherrschbarem Umfang einen dokumentarischen und eindringlichen Charakter, der ihn im Reigen der Neuerscheinungen im 100. Jahr nach dem Ausbruch des Krieges einzigartig und ebenso sehens- wie lesenswert macht." Neue Osnabrücker Zeitung"Das Drama wirkt nun noch eindringlicher. Es erhält dokumentarhafte Züge." Merkur
"... Holzers Buch [ist] eine Fundgrube an Material und Inspiration." Praxis Geschichte
"... eine einzigartige Sammlung, teilweise hier zum ersten Mal publizierter... zeitgenössischer Zeitungsbilder und Propagandafotos..." lesemehrwert.de
"... ein beeindruckendes, intensives und informatives Werk, das ein Zeugnis von den zahlreichen Facetten des Ersten Weltkrieges abgibt." inn-joy.de
"... ein erschütterndes Bild aus mehreren Perspektiven." Die Rheinpfalz
Portrait
Anton Holzer, geb. 1964, Dr. phil., ist Fotohistoriker, Publizist und Ausstellungskurator sowie Herausgeber der Zeitschrift FOTOGESCHICHTE. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Fotografie- und Kulturgeschichte. Zum Ersten Weltkrieg erschienen die Bände: "Die letzten Tage der Menschheit. Der Erste Weltkrieg in Bildern", "Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914- 1918", 2. Aufl. 2014 und "Die andere Front. Fotografie und Propaganda im Ersten Weltkrieg" (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis, 3. Aufl. 2012).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Anton Holzer
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum März 2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86312-004-7
Verlag Primus
Maße (L/B/H) 294/225/17 mm
Gewicht 887
Abbildungen 100 schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 4.262
Buch (gebundene Ausgabe)
15,40
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Buchhändler-Empfehlungen

„Brillante Idee“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Es geht nicht darum das Epos von Karl Kraus zu bewerten, das ist erstens schon längst geschehene, von Berufeneren als die Schreiberin dieser Zeilen. Zum Text des "Jahrtausendwerks" Bilder aus dem Großen Krieg gegenüber zu stellen, ist die brillante Idee dieses Buches. Da wird noch einmal verschärft das Unwesen, das Grausame des Krieges Es geht nicht darum das Epos von Karl Kraus zu bewerten, das ist erstens schon längst geschehene, von Berufeneren als die Schreiberin dieser Zeilen. Zum Text des "Jahrtausendwerks" Bilder aus dem Großen Krieg gegenüber zu stellen, ist die brillante Idee dieses Buches. Da wird noch einmal verschärft das Unwesen, das Grausame des Krieges gezeigt. Schlicht und einfach beeindruckend.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
2
1
1
0
0

eindringliches Porträt...
von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2013

Von dargestellter Zuversicht über tiefe Schützengräben in Galizien bis hin zu den Lagerbildern von Kriegsheimkehrern, dieser Fotoband vermittelt eine erschütternde Chronik des Krieges, spannen einen weiten Bogen von der ursprünglich vorherrschenden Kriegsbegeisterung bis hin zum trostlosen Ende des Krieges und den verlorenen Helden. Die Texte von Karl Kraus wie... Von dargestellter Zuversicht über tiefe Schützengräben in Galizien bis hin zu den Lagerbildern von Kriegsheimkehrern, dieser Fotoband vermittelt eine erschütternde Chronik des Krieges, spannen einen weiten Bogen von der ursprünglich vorherrschenden Kriegsbegeisterung bis hin zum trostlosen Ende des Krieges und den verlorenen Helden. Die Texte von Karl Kraus wie Zeitungsartikel, Propagandaschriften oder auch Briefe sind einfach nur bitterböse Gegendarstellungen, hervorragend zusammengestellt und in ihrer Kritik scharf ,schneidend und dokumentarisch voller Kraft. Einfach beeindruckend und als Antikriegsbuch gegen jeden Krieg zu verstehen !

Die Euphorie des Krieges
von Daniela Ammann aus Wien am 25.01.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach dem tragischen Mord an Franz Ferdinand bricht im Volk zunächst eine Euphorie aus einen Krieg zu beginnen. Karl Kraus fängt in vielen einzelnen Szenen die Gesinnung des Volkes ein und stellt diese abnehmende Freude am Kriegssgeschehen sehr bildhaft dar. Oft überzogen und mit einem Hauch Ironie. Kraus selbst... Nach dem tragischen Mord an Franz Ferdinand bricht im Volk zunächst eine Euphorie aus einen Krieg zu beginnen. Karl Kraus fängt in vielen einzelnen Szenen die Gesinnung des Volkes ein und stellt diese abnehmende Freude am Kriegssgeschehen sehr bildhaft dar. Oft überzogen und mit einem Hauch Ironie. Kraus selbst schrieb, dass dieses Stück einem Marstheater zugedacht wurde, da es nach irdischen Maßstäben zehn Abende beanspruchen würde. Dennoch ist das Werk "Die letzten Tage der Menschheit" ein grandioses Stück österreichischer Literatur.

ziemlich hochtrabend - nicht wirklich tiefgreifend
von einer Kundin/einem Kunden aus Weddelbrook am 27.06.2005
Bewertet: Taschenbuch

Ich habe das Buch angelesen, da ich gehört habe, dass es für angehende Schriftsteller(und ich selbst zähle mich durchaus als solcher) sehr nützlich sei, doch dem ist meiner Meinung nach NICHT so! E sieht sehr trocken aus, aber das ist es nicht, es ist witzig, die ständigen Seitenhiebe auf... Ich habe das Buch angelesen, da ich gehört habe, dass es für angehende Schriftsteller(und ich selbst zähle mich durchaus als solcher) sehr nützlich sei, doch dem ist meiner Meinung nach NICHT so! E sieht sehr trocken aus, aber das ist es nicht, es ist witzig, die ständigen Seitenhiebe auf die Österreicher und ihr Deutsch sind sehr amüsant. Doch Kraus reitet nur auf einigen wenigen - aus meiner Sicht größtenteils äußerst unüblichen - Wortkonstruktionen herum, die heutzutage nicht mehr oder verändert benutzt werden. Bsp.: Unterschied zwischen "nur mehr" und "nur noch". Wer benutzt "nur mehr"? Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich 1. verstanden habe, dass mit "nur mehr" wohl unser heutiges "nur" gemeint ist, und dass Kraus´ komplizierende Ausführungen genau das erklären, was ich dachte. Kraus schreibt sehr kompliziert und sagt dabei ziemlich einfaches, was amüsant sein mag, aber nicht wirklich hilfreich. Kraus´ Kritik an der Sprache ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Für mich eher enttäuschend, was aber an meinen Erwartungen lag, deshalb 3 Sterne.


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