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Die kleinsten, stillsten Dinge

(6)
Ein einsamer Mann Mitte fünfzig kommt ins Tierheim. Ray braucht einen Hund, wegen der Ratten in seinem Haus, und er sucht sich den traurigsten Köter von allen aus: Im Kampf mit einem Dachs hat Einauge den Kürzeren gezogen, daher sein Name. Er ist sehr schreckhaft, immer hungrig, und wenn andere Hunde in der Nähe sind, wird er aggressiv. Ray, der das von seinem Vater ererbte schäbige Haus an der See bisher kaum verlassen hat, findet in dem armen Kerl einen Gefährten und ein Spiegelbild. Frühmorgens unternehmen die beiden lange Strandspaziergänge – bis eines Tages eine Frau mit Hund ihren Weg kreuzt. Einauge fällt den Rivalen an, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Bald darauf steht eine Polizistin vor der Tür. Ray wimmelt sie ab und flieht mit Einauge in seinem klapprigen Auto. So fahren die beiden, Menschen meidend, die irische Atlantikküste hinab, während es draußen immer kälter und das Geld immer weniger wird …

Eine traurige, eine herzzerreißende Geschichte, die Sara Baume in eine so klare wie schöne Sprache gehüllt hat. Ray und sein Hund bewegen sich durch ein wenig idyllisches Irland, Raffinerien, Parkplätze, Dreck – die Kunst der Autorin und ihre überragende Beobachtungsgabe machen aus dieser Flucht eine Reise voll dunkel strahlendem Glanz.
Rezension
Kann ein Roman über einen einsamen, armen Mann und seinen einäugigen Hund aus dem Tierheim, die sich in deprimierenderen Gegenden Irlands aufhalten, tröstlich, sogar beglückend sein? Sara Baume ist dieses Kunststück gelungen.
Portrait
Sara Baume, geboren 1984 in Lancashire, ist in Cork aufgewachsen. Sie studierte Kunst, Design und Creative Writing. Vor ihrem Debütroman hat sie preisgekrönte Short Storys veröffentlicht. Ihr Roman stieg auf Platz 4 der irischen Bestsellerliste. Das Buch gewann viele Preise, unter anderem den Rooney Prize for Irish Literature, den Davy Byrnes Award und den Hennessy New Irish Writer Award.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644000223
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1042 KB
Übersetzer Dirk van Gunsteren
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2018
Bewertet: anderes Format

Eine außergewöhnliche Geschichte über einen Mann und einen Hund , beide Außenseiter mit einer tragischen Geschichte. Ein wunderschönes, trauriges Buch das man in Erinnerung behält.

Hier kann jemand schreiben
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 28.01.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Was für ein Buch ! Nicht einfach, nicht schön. Und doch von einer unglaublichen Intensität. Hier kann jemand schreiben: Bilder zeichnen und erfinden, die so noch nie vorher gepinselt wurden. Deshalb auch meine Wahl: die gebundenen Ausgabe. Diesen Schatz möchte ich nicht anders bei mir haben. Es wird sehr... Was für ein Buch ! Nicht einfach, nicht schön. Und doch von einer unglaublichen Intensität. Hier kann jemand schreiben: Bilder zeichnen und erfinden, die so noch nie vorher gepinselt wurden. Deshalb auch meine Wahl: die gebundenen Ausgabe. Diesen Schatz möchte ich nicht anders bei mir haben. Es wird sehr spannend sein mit zu verfolgen, welche Leinwände sich Sara Baume noch vornehmen wird und in welcher Art, mit welchen Perspektiven.

Roadmovie ganz anders
von einer Kundin/einem Kunden am 25.08.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Noch so ein kleines feines Büchlein,was schon 2016 bei uns erschien... Das ganz und gar empfehlens-und bemerkenswerte Debüt einer jungen irischen Autorin,die mit intensiver,kraftvoller und doch leiser Sprache von einem Mann ganz am Rande der MENSCHEN-Gemeinschaft erzählt. Dieser begibt sich, gezwungenermaßen,mit seinem Auto und seinem einzigen Freund - ein einäugiger... Noch so ein kleines feines Büchlein,was schon 2016 bei uns erschien... Das ganz und gar empfehlens-und bemerkenswerte Debüt einer jungen irischen Autorin,die mit intensiver,kraftvoller und doch leiser Sprache von einem Mann ganz am Rande der MENSCHEN-Gemeinschaft erzählt. Dieser begibt sich, gezwungenermaßen,mit seinem Auto und seinem einzigen Freund - ein einäugiger Hund - auf eine Fahrt durch Irland.Im ständigen Monolog mit ihm, der gleichsam Spiegel und Projektionsfläche ist,erzählt er über sich,sein ungeliebtes Leben,seine Erfahrungen mit Menschen,seine Beobachtungen.Hierfür findet die Autorin eine einzigartige wunderbare Sprache,vor allem wenn es um die tiefe Zuneigung des Mannes zu dem Tier geht oder auch um die Erscheinungen und Daseins-Formen der Natur. Tieftraurig und wunderschön... Bleibt nur eins zu wünschen übrig:bitte bald mehr von Sara Baume!