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Die große Entwertung

Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

(1)
Im globalen Finanzmarktcrash entladen sich die Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft. Der akute Krisenschub nimmt zwar von den Finanzmärkten seinen Ausgang, die Ursachen liegen aber tiefer.
Was Marx anhand der Krisen des 19. Jahrhunderts nachgewiesen hat, gilt erst recht für das Weltwirtschaftsbeben unserer Tage. Nichts ist analytisch so naiv und ideologisch so gemeingefährlich wie die Dolchstoßlegende, eine gesunde Realwirtschaft sei der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das historisch beispiellose Abheben des Finanzüberbaus in den letzten 35 Jahren war selber schon das Ergebnis und zugleich die provisorische Überwindung einer fundamentalen Krise der kapitalistischen Gesellschaft. Eine Produktionsweise, die auf der Vernutzung lebendiger Arbeitskraft beruht, muss angesichts des ungeheuren Produktivkraftschubs der mikroelektronischen Revolution an ihre strukturellen Grenzen stoßen.
Ernst Lohoff und Norbert Trenkle zeichnen die Geschichte und das Ende des finanzkapitalistischen Krisenaufschubs nach und zeigen, warum die Weltgesellschaft für die armselige kapitalistische Produktionsweise längst zu reich ist und warum sie auseinanderbrechen und in Elend, Gewalt und Irrationalismus versinken muss, wenn sie dies nicht überwindet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 20.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89771-495-3
Verlag Unrast Verlag
Maße (L/B/H) 209/144/23 mm
Gewicht 332
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
18,60
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Endzeitgemälde statt Kritik der Politischen Ökonomie
von einer Kundin/einem Kunden am 31.05.2013

Trenkle, Krisis & Co. walzen von einer Veröffentlichung zur nächsten den gleichen Fehler aus: das Vorurteil einer angeblich finalen Krise des Kapitalismus, eine behauptete Selbstaufhebungstendenz beim Kapital weltweit wird jedem Gegenstand der Betrachtung subsumiert – und es kommt nicht anderes dabei heraus als der Zirkelschluss: das Kapital scheitere an... Trenkle, Krisis & Co. walzen von einer Veröffentlichung zur nächsten den gleichen Fehler aus: das Vorurteil einer angeblich finalen Krise des Kapitalismus, eine behauptete Selbstaufhebungstendenz beim Kapital weltweit wird jedem Gegenstand der Betrachtung subsumiert – und es kommt nicht anderes dabei heraus als der Zirkelschluss: das Kapital scheitere an einem Selbstwiderspruch-dies jedem Material als Beleg ent- nommen, sodass nur herauskommen kann, was vorher schon feststand. Es ist so ein grober Unfug, die Existenz des Finanzkapitals verdanke sich dem Umstand, dass im Bereich „Realkapital“ die Basis für Verwertung abhanden gekommen sei. Die Anlageentscheidungen der Vertreter des großen Geldes rühren schlicht daher, dass sie ihre Bereicherungsmöglichkeiten nach einem ganz normalen kapitalistischen Vergleich ausrichten, wo relativ mehr Überschuss auf ihr eingesetztes Vermögen winkt – dies ist keine Kalkulation aus einer Not/Verlegenheit heraus, dass woanders nicht mehr oder gar keinerlei Ertrag zu holen wäre. Bereits vom Begriff des einfachen Kredits her, wo unabhängig von der tatsächlichen Ertragserwirtschaftung des Kreditnehmers ein Zinsanspruch geltend gemacht wird, ergibt sich, dass selbst die verselbständigten Sphären der Finanzer mit ihren Verbriefungswesen etc. nicht von Geldanlagen aus Not heraus zeugen, son- dern von einer kapitallogischen Verlängerung aus dem Kreditbegriff: Geld wäre aus sich heraus vermehrbar.

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