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Die Ausgesperrten

Roman

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"Die Ausgesperrten" erzählt von jungen Leuten, die aus dem Schatten der älteren Generation herauskommen mächten. Sie schließen sich (ein authentischer Fall) zu einer Bande zusammen, um im Schutz der Dunkelheit und ihres schülerhaft-harmlosen Aussehens Passanten zu überfallen, auszurauben und zu mißhandeln. Ihr geistiger Anführer ist Rainer, zugleich ihr größter Versager, ob es um ein Verbrechen oder um die Liebe geht.
Rezension
Es ist bemerkenswert, mit welchem Detailreichtum Elfriede Jelinek die Spielarten kleinbürgerlichen Verhaltens aufzeigt, präzise eingeschrieben in die Zeitgeschichte des österreichischen Wirtschaftswunders.
Portrait
Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, wuchs in Wien auf; mit vier Jahren Ballett- und Französischunterricht, in der Folgezeit umfassende musikalische Ausbildung; 1960 Klavier- und Kompositions-Studium am Wiener Konservatorium; 1964 Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien; 1967 Abbruch des Studiums, beginnt zu schreiben; Lyrik und Prosatexte erscheinen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Elfriede Jelinek erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis (1998). 2004 wurde ihr der Literatur-Nobelpreis verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 265
Erscheinungsdatum 01.04.1985
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-15519-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/114/17 mm
Gewicht 189
Auflage 16
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Buchhändler-Empfehlungen

„Sensationell!“

Elisabeth Ylva K., Thalia-Buchhandlung Wien

Zweckfreundschaft nennt sich das wohl, wenn Jugendliche aus so unterschiedlichem Hause miteinander befreundet sind.
Da wäre mal der einfältige Hans aus einer Arbeiterfamilie, Sophie aus dem guten Hause und zu guter Letzt die Zwillinge Rainer und Anna.
Sie haben nicht viel gemeinsam, abgesehen vom kollektiven Welthass und gemeinsamen
Zweckfreundschaft nennt sich das wohl, wenn Jugendliche aus so unterschiedlichem Hause miteinander befreundet sind.
Da wäre mal der einfältige Hans aus einer Arbeiterfamilie, Sophie aus dem guten Hause und zu guter Letzt die Zwillinge Rainer und Anna.
Sie haben nicht viel gemeinsam, abgesehen vom kollektiven Welthass und gemeinsamen Raubüberfällen. Unglücklich verliebt sind sie alle, abgesehen von Sophie. Die hat das nicht nötig.

Im Jahr 2004 hat Jelinek sogar einen Nobelpreis erhalten. Zu guter Recht, meiner Meinung nach. Ihr unverwechselbarer, harter Schreibstil ist nach wie vor erfrischend. Dieses Buch ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher.

„Eine leicht lesbare aber gewalttätige Milieustudie“

Manuela Tesak, Thalia-Buchhandlung Wien

Wiener Jugend im kleinbürgerlichen Milieu – grausam, eine Enge, Schwere stinkender alter vollgeräumter Kästen, die den Atem raubt – eisig, verlogene Moral, gewissenlos – lustlos – Jugendliche ersetzen Lust durch Zwang – Befriedigung durch Grausamkeit. Wie sie bloß Objekte der verloren Kriegseltern sind, machen sie alle andern zu Objekten: Wiener Jugend im kleinbürgerlichen Milieu – grausam, eine Enge, Schwere stinkender alter vollgeräumter Kästen, die den Atem raubt – eisig, verlogene Moral, gewissenlos – lustlos – Jugendliche ersetzen Lust durch Zwang – Befriedigung durch Grausamkeit. Wie sie bloß Objekte der verloren Kriegseltern sind, machen sie alle andern zu Objekten: der Begierde, der Mordlust – ja Objekte ihrer selbst.
Eine leicht lesbare aber gewalttätige Milieustudie, die Jelinek erbarmungslos Seite um Seite auskotzt ohne auch nur ein grausames Detail zu vergessen. Clockwork Orange auf österreichisch!

Kundenbewertungen


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Schonungslos & brutal - eine Abrechnung!
von Patrick Nagl aus Wien am 19.07.2010

Die Ausgesperrten sind eine Gruppe Maturanten die im Wien der späten 50er Jahre versuchen ihrer Geschichte zu entkommen. Geprägt von kleinbürgerlichen Idealen und verlogenen, kranken Elternhäusern beschliessen sie sich dem Existenzialismus zuzuwenden und begehen gleichzeitig grausame Verbrechen an unschuldigen Passanten die ihre Wege kreuzen. Jelinek liefert ein schonungsloses Bild... Die Ausgesperrten sind eine Gruppe Maturanten die im Wien der späten 50er Jahre versuchen ihrer Geschichte zu entkommen. Geprägt von kleinbürgerlichen Idealen und verlogenen, kranken Elternhäusern beschliessen sie sich dem Existenzialismus zuzuwenden und begehen gleichzeitig grausame Verbrechen an unschuldigen Passanten die ihre Wege kreuzen. Jelinek liefert ein schonungsloses Bild einer österreichischen Nachkriegsjugend die versucht irgendwie und um jeden Preis Ballast abzuwerfen.... Verfilmt wurde der Roman 1984, mit Paulus Manker in der Hauptrolle.

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Unverblümt
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 27.04.2010

Wien, Ende der 1950er-Jahre: Vier Jugendliche schließen sich zu einer Bande zusammen. Tagsüber geben sie sich als harmlose Jugendliche aus, nachts überfallen, berauben und verprügeln sie wehrlose Passanten. Rainer gerät in einen gefährlichen Teufelskreis aus Selbstzweifeln und Depression. Sein zunehmender Realiätsverlust und seine wahnhaften Gewaltexzesse enden schließlich in... Wien, Ende der 1950er-Jahre: Vier Jugendliche schließen sich zu einer Bande zusammen. Tagsüber geben sie sich als harmlose Jugendliche aus, nachts überfallen, berauben und verprügeln sie wehrlose Passanten. Rainer gerät in einen gefährlichen Teufelskreis aus Selbstzweifeln und Depression. Sein zunehmender Realiätsverlust und seine wahnhaften Gewaltexzesse enden schließlich in einer Katastrophe. Jelinek schildert die Brutalität der Jugendlichen mit sachlicher Präzision, frei von Rührung oder Mitgefühl. Gezeichnet werden Bilder von Familien, in denen Geborgenheit, Optimismus und „Normalität“ nicht existieren. Jelineks Roman wendet sich an Leser mit Vorliebe für eine expressive, unverblümte Sprache, die weder eine vulgäre Ausdrucksweise noch brutale Darstellung scheuen. Leichte Unterhaltung darf hier nicht erwartet werden.

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nackte echte wirklichkeit
von Bianca Dobler aus Wien am 23.11.2011

ich muss gestehen, ich mag "die jelinek" nicht ich bin in der schule gequält worden mit ihren texten und besonders die essays ich habe nicht verstanden wieso sie alles kleinschreiben darf, aber wenn ich das mache ist es ein fehler aber diese frau zeigt uns mit ihrem werk seit jahren,... ich muss gestehen, ich mag "die jelinek" nicht ich bin in der schule gequält worden mit ihren texten und besonders die essays ich habe nicht verstanden wieso sie alles kleinschreiben darf, aber wenn ich das mache ist es ein fehler aber diese frau zeigt uns mit ihrem werk seit jahren, was an unserer alltagssprache nicht korrekt ist und wodurch unsere kommunikation scheitert oder wenigstens besser scheitern würde ihre texte scheinen kalt und manchmal schwer verständlich aber leider: sie sind zu gut um nicht gelesen zu werden besonders in zeiten wie diesen wo absurde gestalten wie Würste und hotelerbinnen ungestraft durch die medien flirren und unsere weltanschauung verschmutzen

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