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Der Tag, an dem ich fliegen lernte

Roman

KIWI 1483

(17)

Über die skurrilen Folgen einer Auswanderung
Luisa hat ihr Leben dem beherzten Einsatz des Engländers Fergus zu verdanken, der sie als Neugeborene rettet, als sie aus dem Fenster fliegt. Fergus zieht dann auch gleich mit Luisa in die WG ihres Vaters Paul, der nicht verstehen kann, dass Aza, Luisas Mutter, einfach so abgehauen ist. Ihr Name ist fortan in der WG tabu. Als sich jedoch die heranwachsende Luisa für die Geschichte ihrer verschwundenen Mutter zu interessieren beginnt und Paul merkt, dass er Azas Gründe verstehen muss, um mit ihr abschließen zu können, machen sich die beiden auf, um den Spuren Azas zu folgen. Die Reise führt zunächst nach Hinterdingen, einem kleinen bayerischen Dorf. Doch hier nimmt die Geschichte nur ihren Anfang, die Vater und Tochter bis nach Brasilien führen wird.

Stefanie Kremser erzählt in diesem warmherzigen Roman voller ungewöhnlicher Wendungen von den skurrilen Folgen einer Auswanderung. Ein Buch, das gute Laune macht und den Appetit auf Mango und Papaya weckt.

Portrait

Stefanie Kremser, geboren 1967, wuchs in einem deutsch-bolivianischen Elternhaus in São Paulo, Brasilien, auf. Im Alter von 20 Jahren zog sie nach Deutschland und studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Bisher hat sie zwei Romane veröffentlicht, »Postkarte aus Copacabana« sowie »Die toten Gassen von Barcelona«, und mehrere Drehbücher für den Münchner »Tatort« verfasst, die von der Kritik gefeiert wurden. Sie lebt in Barcelona und Frankfurt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 09.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04909-1
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 18,8/12,5/2 cm
Gewicht 228 g
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Ein großartiges, kraftvolles Buch über Familienbande, über Freundschaft und die Sehnsucht danach
von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2017

Luisa ist ein wahres Glückskind, denn als ihre Mutter Aza sie direkt nach der Geburt aus dem Fenster des Krankenhauses im fünften Stock wirft, fängt der gerade vorübergehende Rugbyspieler Fergus sie sicher in seinen Armen. Fergus, der Engländer, ist ja eigentlich nur der Liebe wegen nach München gekommen, findet... Luisa ist ein wahres Glückskind, denn als ihre Mutter Aza sie direkt nach der Geburt aus dem Fenster des Krankenhauses im fünften Stock wirft, fängt der gerade vorübergehende Rugbyspieler Fergus sie sicher in seinen Armen. Fergus, der Engländer, ist ja eigentlich nur der Liebe wegen nach München gekommen, findet auch bald Unterschlupf in der bewegten Wohngemeinschaft von Paul. Denn Paul ist Luisas Vater und überglücklich, dass diese wohlbehalten in dieser Welt angekommen ist, auch wenn ihm leider Aza, seine große Liebe, dabei abhanden gekommen ist, denn diese ist spurlos verschwunden. Pauls WG besteht außerdem aus Irene mit den turmhohen Rastalocken, die mit Hingabe in den Tag hinein träumt und köstliche Hanfkekse backt. Und Max, Kunststudent, ein begnadeter Comiczeichner und wahrer Chronist von Geschichten. Sie alle kümmern sich liebevoll um die Kleine. So wächst Luisa, genannt Lulu, das von allen geliebte Kind, behütet und völlig unbeschwert im Kreise einer durchaus eigenwilligen Ersatzfamilie auf. Nicht nur dort wird sie vergöttert, sondern auch Paul, ein durchaus strebsamer Biologiestudent, hat richtig gute Karten bei den Frauen, denn seine Kommilitoninnen sind ganz vernarrt in Luisa, die er als fürsorglicher Vater natürlich mit in die Vorlesungen nimmt. So ziehen die Jahre ins Land, und wie das Leben oft so spielt, bleibt nichts so, wie es ist, auch wenn alle es sich wünschen. So spielt auch Luisas Mutter Aza bei der Heranwachsenden plötzlich eine Rolle, denn Luisa, die jahrelang nichts über ihre Herkunft wissen wollte, ist neugierig geworden. Die Spur führt nach Brasilien, allerdings kommen beide nicht am bayerischen Hinterdingen vorbei, einem kleinen Dorf, in dem eigentlich die Geschichte 1893 ihren Anfang mit einer Auswanderungswelle nach Amerika nimmt. Eine lange Geschichte, die eine alte Frau den beiden in einer einzigen durchwachten Nacht berichtet, woraufhin die Suchenden wie geplant nach Sao Paulo aufbrechen. Ein wunderbares Buch, prall und voller Leben, herzerwärmend und mitreißend, liebenswert chaotisch und voller überraschender Wendungen. Ein großartiges, kraftvolles Buch über Familienbande, über Freundschaft, über Heimat und die Sehnsucht nach all dem.

von Wildner Laura aus Rastatt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Mutter, die ihr Kind im Stich lässt und eine verlassene Tochter, die die Geheimnisse ihrer Vergangenheit lüften möchte. Warmherzig und voller unerwarteter Wendungen!

Pozuzo in Brasilien
von La novelera am 21.09.2015
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Bevor ich anfing zu lesen, führte ich mir den "Beipackzettel" der Autorin zu Gemüte und war begeistert. Was aus der Leseprobe noch nicht hervorging, war die Hintergrundstory des Buches - es sollte um die Auswanderung der bayrischen Bauern nach Peru gehen, hier im Buch umgeleitet auf Brasilien. Ein wunderbares... Bevor ich anfing zu lesen, führte ich mir den "Beipackzettel" der Autorin zu Gemüte und war begeistert. Was aus der Leseprobe noch nicht hervorging, war die Hintergrundstory des Buches - es sollte um die Auswanderung der bayrischen Bauern nach Peru gehen, hier im Buch umgeleitet auf Brasilien. Ein wunderbares Thema, das noch keine Beachtung in einer Romanverarbeitung gefunden hat. Wir lernen also zu Beginn des Buches, in der Gegenwart, Luisa kennen, die kurz nach der Geburt aus dem Fenster geworfen, aber glücklicherweise von dem Engländer Fergus gerettet wird. Ihre Mutter verschwindet und wird nicht mehr gesehen. Luisas Vater Paul zieht das Kind allein als Student in seiner Münchner WG groß. Doch eines Tages lässt es Luisa trotz liebevoller Zuneigung durch die ihr nahestehenden Personen keine Ruhe mehr. Sie wird doch wohl auch eine Mutter haben? Wer ist sie, wo ist sie hin? Auf der Suche nach ihr stoßen Vater und Tochter auf die außergewöhnliche Geschichte der bayrischen Auswanderer im 19. Jahrhundert und erkennen, wie Aza, Luisas Mutter damit zusammenhängt. Die Tickets nach Brasilien sind gebucht... Ein wundervolles Buch! Besonders wenn man das Dorf im peruanischen Dschungel, das als Vorlage für "Atrás das coisas" in Brasilien dient kennt, eröffnet sich einem vor Augen das grüne Tal, und man meint den Pilgerstrom von damals noch sehen zu können. Ein großartiges Werk!