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Der Stift und das Papier

Roman einer Passion

(4)
Nach dem Erscheinen seines zweiten Kindertagebuchs "Die Berlinreise“ wurde Hanns-Josef Ortheil häufig gefragt, wie er als Zwölfjähriger ein derart beeindruckendes Buch schreiben konnte. Dieser Frage ist er jetzt in dem Band "Der Sift und das Papier" nachgegangen. Schritt für Schritt wird erzählt, wie er, begleitet und angeleitet von Vater und Mutter, sich das Schreiben beibrachte. Er beschreibt, wie er übte und wie diese Übungen langsam übergingen in kleine Schreibprojekte, die er sich selber ausdachte und verfolgte. Es ist die bewegende Geschichte eines Jungen, der lange Zeit nicht sprach und der einen eigenen Weg zum Sprechen und Schreiben suchen musste. Und es ist bei allen Widerständen, die sich in den Weg stellten, die Geschichte eines Wunderkinds, das früh ein Gefühl für das Erzählen besaß und das über eine Gabe verfügte, die alle anderen überstrahlte: beobachten zu können und das Beobachtete traumwandlerisch in die richtigen Worte zu fassen.

Rezension
"Ortheil taucht für seinen Roman in das Archiv seiner frühesten Texte ein - und gleitet hinüber in die Sprache des Kindes, das er mal war."
Portrait
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meist gelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.11.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641163945
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Dateigröße 531 KB
eBook
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„Persönliche Geschichte zur Entwicklung eines Talents, dem Schreiben, von einem der größten deutschen Schriftsteller der letzten Jahrzehnte“

Max Hecher, Thalia-Buchhandlung Wien

'Der Stift und das Papier' ist ein autobiografischer Roman des deutschen Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil. Darin erzählt der Autor seine ganz persönliche Geschichte des Schreibens. Nachdem seine Mutter vier ihrer Söhne verloren hatte (zwei im Krieg, zwei direkt nach der Geburt), hörte sie für eine sehr lange Zeit auf zu sprechen und kommunizierte nur noch über beschriebene Zettel. Als der junge Ortheil drei Jahre alt war, machte er es ihr nach, er wurde ebenfalls stumm. Durch seine sprachliche Barriere tat er sich nicht nur in alltäglichen Situationen schwer, Mitmenschen zu verstehen und deren gesprochene Worte einzuordnen, sondern auch in der Schule. Mit acht Jahren musste er dann eines Herbstes zur Nachprüfung antreten, um in die nächsthöhere Volksschulklasse aufzusteigen. Im Sommer zuvor entwickelte sich daraus ein Unterricht der ganz besonderen Art zwischen Vater und Sohn. In der Jagdhütte des Vaters in der Nähe des elterlichen Ferienhauses im Nordrhein-westfälischen Westerwald lernte der junge Ortheil durch seinen Vater das Schreiben und entdeckte dabei dieses als seine ganz große Passion.

Hanns-Josef Ortheil, Autor unzähliger Romane, begibt sich in seinem neuesten Werk auf eine Reise weit zurück in die Vergangenheit zu den Ursprüngen seines Schreibtalents. In der ehemaligen Jagdhütte seines Vaters befindet sich bis heute eines der größten Archive seiner Kindheit. Zwei Jahre setzte sich Ortheil damit jetzt auseinander und verfasste daraus ein neues Meisterwerk. Angefangen mit einfachen Zeichenübungen über alltägliche Kurzgeschichten bis hin zu Reisetagebüchern (vgl.: 'Die Moselreise.' München 2010 & 'Die Berlinreise.' München 2014), schildert Ortheil, aus Sicht des kleinen Jungen, welcher er damals war. Obwohl als Erwachsener verfasst, ist das gesamte Buch ein im Präsens geschriebener innerer Monolog des jungen Ortheil. Seine Entwicklung vom stummen, introvertierten Außenseiter hin zum Beginn seiner ganz großen Schriftstellerkarriere. Auf eine wundervolle Art und Weise nimmt der Autor den Leser mit auf eine Reise in die Welt seines damaligen Ichs, wie dieses seine Umgebung wahrnimmt und gleichzeitig künstlerisch verarbeitet. 'Der Stift und das Papier' ist die Vorgeschichte aller bisherigen autobiografischen Werke Ortheils und könnte genauso 'Wie alles begann' heißen.

Ich war ein Jahr lang in Berlin beruflich tätig. Mit einer deutschen Kollegin von damals pflege ich bis heute eine sehr enge Freundschaft. Bei unserem letzten Treffen schenkte sie mir das Buch 'Die Berlinreise' von Hanns-Josef Ortheil. Dies ist das Reisetagebuch des jungen Ortheils von damals, der als Zwölfjähriger 1964 das erste Mal mit seinem Vater in das geteilte Nachkriegsberlin fährt. Es ist eine Spurensuche oder besser gesagt, eine – wie Ortheil selbst schreibt – Reise in die Vergangenheit seiner Eltern. Diese heirateten nämlich 1939 und zogen dann nach Berlin. Nach Kriegsende sind sie nie wieder dorthin zurückgekehrt. Die Art und Weise wie Ortheil in diesem Werk all seine Eindrücke und Beobachtungen schildert, war für mich so beeindruckend und faszinierend, dass ich mich schon fragte, ob möglicherweise bald ein weiteres Buch aus Sicht des jungen Ortheils nachfolgen wird und siehe da, es kam eines: 'Der Stift und das Papier' – die Geschichte seines Schreibens.
'Der Stift und das Papier' ist ein autobiografischer Roman des deutschen Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil. Darin erzählt der Autor seine ganz persönliche Geschichte des Schreibens. Nachdem seine Mutter vier ihrer Söhne verloren hatte (zwei im Krieg, zwei direkt nach der Geburt), hörte sie für eine sehr lange Zeit auf zu sprechen und kommunizierte nur noch über beschriebene Zettel. Als der junge Ortheil drei Jahre alt war, machte er es ihr nach, er wurde ebenfalls stumm. Durch seine sprachliche Barriere tat er sich nicht nur in alltäglichen Situationen schwer, Mitmenschen zu verstehen und deren gesprochene Worte einzuordnen, sondern auch in der Schule. Mit acht Jahren musste er dann eines Herbstes zur Nachprüfung antreten, um in die nächsthöhere Volksschulklasse aufzusteigen. Im Sommer zuvor entwickelte sich daraus ein Unterricht der ganz besonderen Art zwischen Vater und Sohn. In der Jagdhütte des Vaters in der Nähe des elterlichen Ferienhauses im Nordrhein-westfälischen Westerwald lernte der junge Ortheil durch seinen Vater das Schreiben und entdeckte dabei dieses als seine ganz große Passion.

Hanns-Josef Ortheil, Autor unzähliger Romane, begibt sich in seinem neuesten Werk auf eine Reise weit zurück in die Vergangenheit zu den Ursprüngen seines Schreibtalents. In der ehemaligen Jagdhütte seines Vaters befindet sich bis heute eines der größten Archive seiner Kindheit. Zwei Jahre setzte sich Ortheil damit jetzt auseinander und verfasste daraus ein neues Meisterwerk. Angefangen mit einfachen Zeichenübungen über alltägliche Kurzgeschichten bis hin zu Reisetagebüchern (vgl.: 'Die Moselreise.' München 2010 & 'Die Berlinreise.' München 2014), schildert Ortheil, aus Sicht des kleinen Jungen, welcher er damals war. Obwohl als Erwachsener verfasst, ist das gesamte Buch ein im Präsens geschriebener innerer Monolog des jungen Ortheil. Seine Entwicklung vom stummen, introvertierten Außenseiter hin zum Beginn seiner ganz großen Schriftstellerkarriere. Auf eine wundervolle Art und Weise nimmt der Autor den Leser mit auf eine Reise in die Welt seines damaligen Ichs, wie dieses seine Umgebung wahrnimmt und gleichzeitig künstlerisch verarbeitet. 'Der Stift und das Papier' ist die Vorgeschichte aller bisherigen autobiografischen Werke Ortheils und könnte genauso 'Wie alles begann' heißen.

Ich war ein Jahr lang in Berlin beruflich tätig. Mit einer deutschen Kollegin von damals pflege ich bis heute eine sehr enge Freundschaft. Bei unserem letzten Treffen schenkte sie mir das Buch 'Die Berlinreise' von Hanns-Josef Ortheil. Dies ist das Reisetagebuch des jungen Ortheils von damals, der als Zwölfjähriger 1964 das erste Mal mit seinem Vater in das geteilte Nachkriegsberlin fährt. Es ist eine Spurensuche oder besser gesagt, eine – wie Ortheil selbst schreibt – Reise in die Vergangenheit seiner Eltern. Diese heirateten nämlich 1939 und zogen dann nach Berlin. Nach Kriegsende sind sie nie wieder dorthin zurückgekehrt. Die Art und Weise wie Ortheil in diesem Werk all seine Eindrücke und Beobachtungen schildert, war für mich so beeindruckend und faszinierend, dass ich mich schon fragte, ob möglicherweise bald ein weiteres Buch aus Sicht des jungen Ortheils nachfolgen wird und siehe da, es kam eines: 'Der Stift und das Papier' – die Geschichte seines Schreibens.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
2
2
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0

Ruhige Kraft
von einer Kundin/einem Kunden am 08.12.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Anknüpfend an "Die Erfindung des Lebens", diesen großartigen Roman, erzählt Ortheil hier, wie er zur Sprache und zum Schreiben kam - unter Anleitung des Vaters. Ruhig und schön.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Als Ich-Erzähler beschreibt Ortheil im zweiten Teil seines autobiographischen Bildungsromans ruhig, wie er Dank der Geduld seines Vaters das Wort und dessen Bedeutung gelernt hat.