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Der Schrecken verliert sich vor Ort

Roman

(22)

Als Lena auf den Zeugen aus Wien trifft, weiß sie, dass sie diesen Mann festhalten muss. Auf den ersten Blick haben Lena und Heiner nicht viel gemeinsam. Sie träumt von Ferien in der Südsee. Heiner verbringt die Nächte mit den Schrecken von
Auschwitz. Die beiden wagen diese Liebe. Lena fragt sich, ob sie die Welt, in der ihr Mann zuhause ist, je verstehen wird. Heiner fragt sich, wie er sein Trauma aus Bildern und Geräuschen möglichst vollständig in den Kopf seiner Frau
übertragen kann und ob es eine Grenze gibt, bis zu der man Erfahrungen weitergeben kann. Sollte er sie finden, wird er sie einreißen. Klug, berührend und mitreißend erzählt die Autorin und Journalistin Monika Held in ihrem großen Roman die
Geschichte einer Liebe in den Zeiten nach Auschwitz.

Rezension
"Ein Roman über die Überlebenden von Ausschwitz, dem ein erzählerischer Weg von den Gaskammern bis zur polnischen Gewerkschaftsbewegung gelingt. Wie nebenbei erzählt das Buch auch noch von der Liebe. Das alles in einem Roman unterzubringen, ist fast ein Wunder - und eine große Kunst." Andreas Heimann, Eßlinger Zeitung "Ein sehr eindringliches Buch, das die Routine im Gedanken an Ausschwitz aufbricht und den Leser mit frischer Erschütterung auf dieses monströse Kapitel deutscher Geschichte blicken lässt, das 1945 nicht zu Ende war." Wolfgang Schneider, Deutschlandradio "Aus diesen Grenzerfahrungen menschlichen Daseins hat Monika Heldt eine sprachliche und gedankliche Kostbarkeit geformt." Westfalenpost
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 271
Erscheinungsdatum 14.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8479-0529-5
Verlag Eichborn Verlag
Maße (L/B/H) 222/147/28 mm
Gewicht 448
Auflage 2. Auflage 2013
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„"Der Schrecken verliert sich vor Ort"“

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Heiner, ein Auschwitz-Überlebender lernt Lena kennen bei den Prozessen kennen. Die Beiden verlieben sich und werden ein Paar. Doch die Vergangenheit lässt Heiner nicht los. Erinnerungen, Aufarbeitung und vorallem das Weiterleben im Hier und Jetzt sind interessante Themen. Sprachlich einfach super! Wunderbar, berührend erzählt. Sehr Heiner, ein Auschwitz-Überlebender lernt Lena kennen bei den Prozessen kennen. Die Beiden verlieben sich und werden ein Paar. Doch die Vergangenheit lässt Heiner nicht los. Erinnerungen, Aufarbeitung und vorallem das Weiterleben im Hier und Jetzt sind interessante Themen. Sprachlich einfach super! Wunderbar, berührend erzählt. Sehr Empfehlenswert!

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Kundenbewertungen

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Ein Roman für den Sommer
von Karlheinz aus Frankfurt am 28.03.2017

Allerdings nicht wegen der Handlung, sondern wegen des unglaublich intensiven Schreibstils von Monika Held. Zusammen mit dem dunkelsten Thema der deutschen Geschichte, der Nazizeit und hier im ganz speziellen Auschwitz, ist ihr ein wirklich bewegendes Buch gelungen. Für mich ein Buch das ich mir im Winter nur schwer vorstellen... Allerdings nicht wegen der Handlung, sondern wegen des unglaublich intensiven Schreibstils von Monika Held. Zusammen mit dem dunkelsten Thema der deutschen Geschichte, der Nazizeit und hier im ganz speziellen Auschwitz, ist ihr ein wirklich bewegendes Buch gelungen. Für mich ein Buch das ich mir im Winter nur schwer vorstellen könnte zu lesen, denn es ist schonungslos und wirkt einfach bedrückend. Es handelt von Heiner und Laura, die sich kennen und lieben lernen, aber immer auch mit Heiners Vergangenheit (Auschwitz) zu leben haben. So wird aus der Sicht Lenas geschildert wie das Leben mit Heiner ist. Die Autorin nimmt hier kein Blatt vor den Mund und schildert vieles was man gerne vergessen würde. Da sie dieses so eindringlich macht, sitzt man manchmal einen Moment einfach da und muss die Eindrücke verarbeiten. Manchmal fehlen einem die richtigen Worte zu einem Buch, da es einen zu sehr bewegt. Das ist hier bei mir der Fall, obwohl ich mich mit der deutschen Geschichte und auch der Nazizeit schon sehr detailliert auseinander gesetzt habe. Dennoch hat mich die Autorin ins Herz getroffen. Für mich ein Buch das absolut empfehlenswert ist, da es einem mitnimmt auf eine Reise, die man eigentlich gar nicht machen möchte. Zu einem Thema das man lieber verdrängen würde und dennoch durch den Schreibstil in den Bann gezogen wird. Fazit: Mit viel Fingerspitzengefühl schafft es Monika Held einen wirklich bewegenden Roman ins Leben zu rufen. Ein Buch vor allem das man immer wieder lesen kann und immer wieder neue Aspekte entdecken wird, so vielschichtig ist es.

Der Schrecken hält noch an...
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 05.06.2013

Ich habe mich in dieses Buch am letzten, total verregneten Wochenende vertieft und frage mich jetzt: Was habe ich gelesen ? Eine Liebesgeschichte zweier Menschen, die ungleicher nicht sein könnten und gerade deswegen zusammen finden und beisammen bleiben ? Eine psychologische Abhandlung zur posttraumatischen Belastungsstörung und andauernden Persönlichkeitsänderung nach... Ich habe mich in dieses Buch am letzten, total verregneten Wochenende vertieft und frage mich jetzt: Was habe ich gelesen ? Eine Liebesgeschichte zweier Menschen, die ungleicher nicht sein könnten und gerade deswegen zusammen finden und beisammen bleiben ? Eine psychologische Abhandlung zur posttraumatischen Belastungsstörung und andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung ? Oder "nur" ein historisches Dokument über die NS-Zeit ? Ich fühlte mich zurückversetzt in die 60er Jahre als ich "Die Ermittlung" von Peter Weiss im Radio hörte. Da waren sie wieder, die Gesänge von der Rampe, von der schwarzen Wand, vom Zyklon B. Keine Geschichtsstunde, kein Film und keine Führung durch ein KZ haben mich je so erreicht und berührt wie dieses Buch. Mahnend, jedoch nicht belehrend, führt es uns in schlichter Prosa die Schrecken unserer jüngsten Vergangenheit vor Augen. Ein "schreckliches" aber notwendiges Buch gegen kollektives Vergessen und Verdrängen.

Beeindruckend!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2013

Heiner, Überlebender von Auschwitz, soll in einem Prozess aussagen. Überwältigt von seinen Erinnerungen, bricht er zusammen und Lena fängt ihn auf, sowohl wörtlich wie auch im späteren Dasein bildlich. Obwohl scheinbar wenig sie verbindet, lassen sie sich auf eine gemeinsame Zukunft ein. Ein schwieriges Unterfangen, das viel Einfühlungsvermögen verlangt,... Heiner, Überlebender von Auschwitz, soll in einem Prozess aussagen. Überwältigt von seinen Erinnerungen, bricht er zusammen und Lena fängt ihn auf, sowohl wörtlich wie auch im späteren Dasein bildlich. Obwohl scheinbar wenig sie verbindet, lassen sie sich auf eine gemeinsame Zukunft ein. Ein schwieriges Unterfangen, das viel Einfühlungsvermögen verlangt, weil die Schrecken von Auschwitz immer präsent bleiben. Mich hat diese Geschichte sehr beeindruckt, weil sie einen neuen literarischen Zugang zum Thema eröffnet und trotz aller Schrecken und Dramatik nicht frei von Humor und Feingefühl ist. Monika Held benutzt eine wunderbare Sprache und wartet mit tiefgrüngigen Dialogen und nachhaltigen Bildern auf! Ein Buch, das lange nachwirkt und SEHR lesenswert ist!


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