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Der Report der Magd

Roman

(70)
Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation und von Volker Schlöndorff unter dem Titel »Die Geschichte der Dienerin« verfilmt.
Rezension
»Packend, verstörend und mit absolutem Suchtpotenzial!«, annabelle (CH), 19.07.2017
Portrait
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783492970594
Verlag Piper ebooks
Dateigröße 1465 KB
Übersetzer Helga Pfetsch
Verkaufsrang 5.261
eBook
11,99
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„zu Recht ausgezeichnet - Leseempfehlung!“

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Margaret Atwood hat hier eine sehr spannende, fesselnde und auch realistische Geschichte der Zukunft geschrieben. Der totalitären Staat Gilead in der Frauen keine Rechte mehr haben. Die Dienerin Desfred erzählt ruhig und in einer angenehmen Sprache ihre Geschichte. Über Ängste, Liebe und vorallem über Hoffnung!!!
Margaret Atwood hat hier eine sehr spannende, fesselnde und auch realistische Geschichte der Zukunft geschrieben. Der totalitären Staat Gilead in der Frauen keine Rechte mehr haben. Die Dienerin Desfred erzählt ruhig und in einer angenehmen Sprache ihre Geschichte. Über Ängste, Liebe und vorallem über Hoffnung!!!

„Eine Dystopie der Wirklichkeit“

Katja Hartl

Atwood erzählt von einer amerikanischen Gesellschaft, in der Frauen als Gebärmaschinen benutzt werden um ein System zu erhalten, dass sich schleichend entwickelte um den Menschen alles wegzunehmen, wodurch sie sich „am Leben“ fühlten: ihre Familie und Freunde, ihre Arbeit, ihre Kleidung, ihr Geld und letztendlich auch ihren Namen. Es gibt keinen Ausweg außer schätzen zu lernen, was von einem noch übrigbleibt, wenn man nichts mehr hat.
Sprachgewaltig und faszinierend!
Atwood erzählt von einer amerikanischen Gesellschaft, in der Frauen als Gebärmaschinen benutzt werden um ein System zu erhalten, dass sich schleichend entwickelte um den Menschen alles wegzunehmen, wodurch sie sich „am Leben“ fühlten: ihre Familie und Freunde, ihre Arbeit, ihre Kleidung, ihr Geld und letztendlich auch ihren Namen. Es gibt keinen Ausweg außer schätzen zu lernen, was von einem noch übrigbleibt, wenn man nichts mehr hat.
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„Nordamerika vs. Nordkorea“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Desfred ist die neue Magd im Haushalt des Kommandanten. Sie ist nicht die einzige Frau in seinem Haushalt. Es gibt hier noch die Frau des Kommandanten, Serena Joy. Dann gibt es auch noch Martha, die für den Haushalt, das Putzen und Kochen zuständig ist. Desfred ist für das Einkaufen verantwortlich, alleine darf sie es nicht tun. Sie wird von einer anderen Magd, Desglen begleitet und von beiden wird erwartet ein Auge auf die jeweilig andere zu haben, damit sie nichts tun, was gegen die Regeln ist, in dem theokratisch geführten Republik Gilead. Allerdings ist das Einkaufen nur nebensächlich, denn eigentlich wird von ihr verlangt, dem Kommandanten und seiner Frau Serena Joy Kinder zu gebären.


Margaret Atwoods erschütternder Roman - Der Report der Magd - in dem Frauen versklavt, vergewaltigt und im Dienst der Männer als Gebärmaschinen missbraucht werden, wurde vor über 30 Jahren veröffentlicht, und hat nichts an Aktualität verloren. Das Erschreckende an diesem dystopischen Roman ist wohl seine Nähe zur Realität. Sie entlehnt den Ereignissen in diesem Roman reale Gegebenheiten und kombiniert sie zu einer eigenen, erschreckenden Geschichte. Als Beispiel kann ich gerade die Szenen des Einkaufengehens mit Desglen und dem Spitzeltum in der DDR nennen, ohne zuviel zu spoilern. Desfred kann Desglen nicht Vertrauen, eventuell könnte sie ein Spitzel der Republik sein, deswegen hält Desfred sich an die totalitären Gesetze. Schließlich will sie ja nicht wie die Katholiken und Homosexuellen enden, deren toten und offensichtlich gefolterten Körpern öffentlich zur Schau gestellt werden. Mitunter einer der Gründe, weshalb die Stasi in der DDR so erfolgreich war, war das sie nicht nur auf hauptamtliche Mitarbeiter gestützt war, sondern vielmehr auf willige und indoktrinierte Zuträger, mitten aus der Gesellschaft heraus, ihre Informationen erhielt. So wie auch Desfred, leben wir in einem patriarchalisch geprägten Gesellschaft, in derer Mitte es sich "recht" gut leben lässt, wenn man von der metoo Bewegung, den Vergewaltigungen der Frauen in Indien, aber auch hier in Europa und dem Modernen Sklavenhandel der Prostituierten absieht.


Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Desfred, anfänglich ist die Geschichte ein wenig desorientiert und springt zwischen der Vergangenheit und ihrer Gegenwart immer hin und her, die Erzählerin wirkt, als ob sie unter Drogen steht und mit der Zeit wird immer klarer, dass sie in einem innerlichen Konflikt, zwischen sich nicht erinnern wollen und können, gerät. Das hat zur Folge, dass nicht alles erzählt wird, eben nur bloß die Situationen und Erlebnisse die Desfred mit dem Leser teilt. Wer sich jetzt eine weltrettende Hauptprotagonistin erwartet wird wohl enttäuscht werden. Es gibt natürlich auch eine Freundin und Nebenprotagonistin in der Erzählung, die all das verkörpert, was Desglen oder Desfred eben nicht sind.


Die Schriftstellerin, die den Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2017 gewonnen hat, der seit über 50 Jahren jährlich vergeben wird, sprach in ihrer Rede von einem seltsamen historischen Augenblick. In Zeiten sozialer Ungerechtigkeit und der zunehmenden Bedrohung von Umwelt und der Natur, müssen sich die Bürger jedes Landes dieselbe Frage stellen: "In was für einer Welt will ich leben?"


Margaret Atwood gelingt mit dieser Erzählung, die übrigens 1987 den Arthur C. Clark Award gewonnen hat, im Jahr 1990 unter dem Titel - Die Geschichte einer Dienerin - verfilmt und 2017 in Form einer Fernsehserie - The Handmaid's Tale - auf den Markt gebracht wurde, den Finger in die Wunde unserer Gesellschaft zu legen und darin schmerzhaft zu bohren. Atwood hat ein unglaubliches Talent fürs Detail. Lange nach dem Lesen, blieb dieser Roman in meinen Gedanken haften. Das schaffen heutzutage nicht mehr viele Romane.
Desfred ist die neue Magd im Haushalt des Kommandanten. Sie ist nicht die einzige Frau in seinem Haushalt. Es gibt hier noch die Frau des Kommandanten, Serena Joy. Dann gibt es auch noch Martha, die für den Haushalt, das Putzen und Kochen zuständig ist. Desfred ist für das Einkaufen verantwortlich, alleine darf sie es nicht tun. Sie wird von einer anderen Magd, Desglen begleitet und von beiden wird erwartet ein Auge auf die jeweilig andere zu haben, damit sie nichts tun, was gegen die Regeln ist, in dem theokratisch geführten Republik Gilead. Allerdings ist das Einkaufen nur nebensächlich, denn eigentlich wird von ihr verlangt, dem Kommandanten und seiner Frau Serena Joy Kinder zu gebären.


Margaret Atwoods erschütternder Roman - Der Report der Magd - in dem Frauen versklavt, vergewaltigt und im Dienst der Männer als Gebärmaschinen missbraucht werden, wurde vor über 30 Jahren veröffentlicht, und hat nichts an Aktualität verloren. Das Erschreckende an diesem dystopischen Roman ist wohl seine Nähe zur Realität. Sie entlehnt den Ereignissen in diesem Roman reale Gegebenheiten und kombiniert sie zu einer eigenen, erschreckenden Geschichte. Als Beispiel kann ich gerade die Szenen des Einkaufengehens mit Desglen und dem Spitzeltum in der DDR nennen, ohne zuviel zu spoilern. Desfred kann Desglen nicht Vertrauen, eventuell könnte sie ein Spitzel der Republik sein, deswegen hält Desfred sich an die totalitären Gesetze. Schließlich will sie ja nicht wie die Katholiken und Homosexuellen enden, deren toten und offensichtlich gefolterten Körpern öffentlich zur Schau gestellt werden. Mitunter einer der Gründe, weshalb die Stasi in der DDR so erfolgreich war, war das sie nicht nur auf hauptamtliche Mitarbeiter gestützt war, sondern vielmehr auf willige und indoktrinierte Zuträger, mitten aus der Gesellschaft heraus, ihre Informationen erhielt. So wie auch Desfred, leben wir in einem patriarchalisch geprägten Gesellschaft, in derer Mitte es sich "recht" gut leben lässt, wenn man von der metoo Bewegung, den Vergewaltigungen der Frauen in Indien, aber auch hier in Europa und dem Modernen Sklavenhandel der Prostituierten absieht.


Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Desfred, anfänglich ist die Geschichte ein wenig desorientiert und springt zwischen der Vergangenheit und ihrer Gegenwart immer hin und her, die Erzählerin wirkt, als ob sie unter Drogen steht und mit der Zeit wird immer klarer, dass sie in einem innerlichen Konflikt, zwischen sich nicht erinnern wollen und können, gerät. Das hat zur Folge, dass nicht alles erzählt wird, eben nur bloß die Situationen und Erlebnisse die Desfred mit dem Leser teilt. Wer sich jetzt eine weltrettende Hauptprotagonistin erwartet wird wohl enttäuscht werden. Es gibt natürlich auch eine Freundin und Nebenprotagonistin in der Erzählung, die all das verkörpert, was Desglen oder Desfred eben nicht sind.


Die Schriftstellerin, die den Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2017 gewonnen hat, der seit über 50 Jahren jährlich vergeben wird, sprach in ihrer Rede von einem seltsamen historischen Augenblick. In Zeiten sozialer Ungerechtigkeit und der zunehmenden Bedrohung von Umwelt und der Natur, müssen sich die Bürger jedes Landes dieselbe Frage stellen: "In was für einer Welt will ich leben?"


Margaret Atwood gelingt mit dieser Erzählung, die übrigens 1987 den Arthur C. Clark Award gewonnen hat, im Jahr 1990 unter dem Titel - Die Geschichte einer Dienerin - verfilmt und 2017 in Form einer Fernsehserie - The Handmaid's Tale - auf den Markt gebracht wurde, den Finger in die Wunde unserer Gesellschaft zu legen und darin schmerzhaft zu bohren. Atwood hat ein unglaubliches Talent fürs Detail. Lange nach dem Lesen, blieb dieser Roman in meinen Gedanken haften. Das schaffen heutzutage nicht mehr viele Romane.

„In 2 Tagen ausgelesen“

Nicole Pieringer, Thalia-Buchhandlung Linz

Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle Rechte entzogen, doch Desfred gibt die Hoffnung nicht auf zu entkommen.

Eine erschreckend realistische Dystopie, angesiedelt im zukünftigen Amerika das durch einen religiösen Bürgerkrieg geteilt ist. Die Macht totalitärer Staaten und die Unterdrückung der Frauen und Kontrolle ihrer Fruchtbarkeit ist themenmäßig leider nach wie vor aktuell. Durch eine neue Fernsehserie basierend auf Atwoods Roman erfreut sich das Buch momentan wieder großer Beliebtheit und regt viele Zuseher und Leser zum Nachdenken an.

Der Einblick in Desfreds Gedankengänge und ihre natürliche Sehnsucht nach echter Liebe sowie ihre andauernde Hoffnung auf ein Entkommen sind essentielle Themen des Romans. Die realistische Schilderung und der Spannungsbogen der Geschichte haben mich wirklich gefesselt. Ich werde es sicher noch einmal lesen!
Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle Rechte entzogen, doch Desfred gibt die Hoffnung nicht auf zu entkommen.

Eine erschreckend realistische Dystopie, angesiedelt im zukünftigen Amerika das durch einen religiösen Bürgerkrieg geteilt ist. Die Macht totalitärer Staaten und die Unterdrückung der Frauen und Kontrolle ihrer Fruchtbarkeit ist themenmäßig leider nach wie vor aktuell. Durch eine neue Fernsehserie basierend auf Atwoods Roman erfreut sich das Buch momentan wieder großer Beliebtheit und regt viele Zuseher und Leser zum Nachdenken an.

Der Einblick in Desfreds Gedankengänge und ihre natürliche Sehnsucht nach echter Liebe sowie ihre andauernde Hoffnung auf ein Entkommen sind essentielle Themen des Romans. Die realistische Schilderung und der Spannungsbogen der Geschichte haben mich wirklich gefesselt. Ich werde es sicher noch einmal lesen!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
70 Bewertungen
Übersicht
55
14
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 31.05.2018
Bewertet: anderes Format

Dieser 1985 erschienene Roman der Friedensnobelpreisträgerin gehört schon fast zu den Klassikern der dystopischen Literatur. Absolut fesselnd, verstörend, glänzend geschrieben!

Der Report der Magd
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 18.05.2018

Ein großartiges, beklemmendes Werk. Der Roman beschreibt auf spannende Weise ein System der Unterdrückung und Frauenverachtung. Eine Dystopie, die Orwells "1984" um nichts nachsteht.

von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 16.05.2018
Bewertet: anderes Format

Ich war total überrascht von diesem Buch! Einfach toll, ich liebe den Schreibstil es hat mich gepackt und nicht wieder losgelassen!