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Der Mordfall Franziska Spiegel

Kriminalinspektor Zöllner

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August 1948: Kriminalinspektor Zöllner schlägt eine alte Akte auf – den Fall der Jüdin Franziska Spiegel, der nie aufgeklärt wurde. Zwei SS-Männer sollen sie wenige Monate vor Kriegsende im Hücker­holz bei Spenge erschossen haben. Er will die Täter finden.
Während der Zeit des Nationalsozia­lismus musste Zöllner seinen Beruf als Polizist aufgeben. Nun trifft er überall auf alte Nazis, auch unter seinen neuen Kollegen. Aber Zöllner bleibt hartnäckig und ermittelt weiter. Als noch ein Mord geschieht, weiß Zöllner, dass er auf der richtigen Spur ist. Schließlich dringt er zu den Tätern vor, aber eine Mauer des Schweigens schützt sie.
Eindringlich und mit historischer Genauigkeit beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der national­sozialistischen Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit.
Portrait
Norbert Sahrhage wurde 1951 geboren. Nach einem Studium der Sozial-, Geschichts- und Sportwissenschaften unterrichtet er seit 1981 als Lehrer an einem Gymnasium in Bünde. Er promovierte 2004 und veröffentlichte diverse Bücher und Beiträge zur Regionalgeschichte. Sein Krimi-Debüt gab er 2010 mit »Der tote Hitlerjunge«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 31.10.2016
Serie Kriminalinspektor Zöllner
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86532-570-9
Verlag Pendragon
Maße (L/B/H) 190/116/20 mm
Gewicht 194
Buch (Taschenbuch)
13,40
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spannender aber auch berührender Krimi nach einer wahren Begebenheit in der Nazi-Zeit
von janaka aus Rendsburg am 06.08.2017

Dieser Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit. 1944 wurde die Jüdin Franziska Spiegel ermordet aufgefunden, die Täter konnten oder wollten nicht ermittelt werden. Die Ermittlungen sind dagegen Fiktion. *Inhalt* Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs soll die Jüdin Franziska Spiegel von zwei SS-Männer ermordet worden sein. An einer Aufklärung des Todes... Dieser Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit. 1944 wurde die Jüdin Franziska Spiegel ermordet aufgefunden, die Täter konnten oder wollten nicht ermittelt werden. Die Ermittlungen sind dagegen Fiktion. *Inhalt* Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs soll die Jüdin Franziska Spiegel von zwei SS-Männer ermordet worden sein. An einer Aufklärung des Todes war zu dieser Zeit keiner interessiert. 1948 bekommt Kriminalinspektor Zöllner zu seinem Dienstantritt diese Akte auf den Tisch. Zöllner durfte während des Krieges seinen Dienst als Polizist nicht ausüben, da er mit einer Jüdin verheiratet ist. Nun will er den Täter ermitteln und trifft überall auf alte Nazis, sogar bei sich auf der Dienststelle. Kann er nach 4 Jahren noch die Täter ermitteln? Dann geschieht ein weiterer Mord, Zöllner scheint die richtige Fährte aufgenommen zu haben… *Meine Meinung* "Machen Sie um die Sache nicht zu viel Aufheben, es handelt sich doch nur um eine Jüdin." (Seite 35) Dieses Zitat verdeutlicht die Haltung einiger Menschen zum Mordfall, echt erschreckend. "Das ist doch im Krieg geschehen, sagte er. Wir sollten das Kapitel abschließen." (Seite 166) Nur weil es im Krieg geschehen ist, darf man nicht vergessen, welches Leid einer unschuldigen Frau angetan wurde. Und ich finde es immer wieder erschreckend, dass Nazis nach dem Krieg wieder hohe Posten innehalten. Die Entnazifizierung hat es leider möglich gemacht, dass auch die extremen Nazis wieder in ihre Ursprungsberufe zurückkehren konnten. Wie kann einer von der Gestapo, der unschuldige Menschen nachweislich gequält hat, nun wieder bei der Polizei arbeiten? Für mich unverständlich. Norbert Sahrhage ist es gelungen, ein schwieriges Thema in einen Krimi zu integrieren. Er wendet einen nüchternen und sachlichen Schreibstil an, dabei löst er trotzdem extreme Reaktionen in mir aus, Wut, ganz große Trauer und ich werde zum Nachdenken angeregt. Dieses Nachdenken ist in unserer heutigen Zeit sehr wichtig, andersdenkende Menschen oder anders gläubige Menschen oder Menschen mit anderer Hautfarbe oder Herkunft dürfen nicht einfach vorverurteilt werden, wir müssen den Menschen dahinter sehen. Dieses Buch eignet sich bestimmt hervorragend als Schullektüre. *Fazit* Dieses Buch kann ich nur jedem ans Herz legen, es erzählt spannend aber nicht effekthaschend, eine wahre Geschichte gepaart mit einer fiktiven Ermittlung. 5 Sterne

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Ungesühnt
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 06.03.2017

Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, eine Jüdin, lebt zurückgezogen mit Mann Gottfried und Sohn Rolf in Westfalen. Es ist der Familie bisher gelungen, die Mutter vor dem Zugriff der Nazis zu beschützen. Bis ein übereifriger Ortsgruppenleiter Franziska bei der SS denunziert und ihr Schicksal besiegelt. Am 4. November 1944 wird... Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, eine Jüdin, lebt zurückgezogen mit Mann Gottfried und Sohn Rolf in Westfalen. Es ist der Familie bisher gelungen, die Mutter vor dem Zugriff der Nazis zu beschützen. Bis ein übereifriger Ortsgruppenleiter Franziska bei der SS denunziert und ihr Schicksal besiegelt. Am 4. November 1944 wird sie von SS - Leuten in einem nahegelegenen Waldstück erschossen. Der Dorfpfarrer verweigert dem verzweifelten Witwer eine Beerdigung, mit Hilfe eines Bauern bekommt Franziska ein vorläufiges Grab am Waldrand. Nach Kriegsende versucht Gottfried Spiegel die Mörder zur Verantwortung zu ziehen, allein Kriminalpolizist Zöllner ist an einer echten Aufklärung interessiert, aber er stößt auf eine Mauer des Schweigens und Desinteresse. Zöllner selbst hatte unter dem Regime zu leiden und erst nach dem Krieg wieder als Polizist arbeiten können, er geht allen Spuren nach, auch wenn er von seinen Vorgesetzten ausgebremst wird. Zeugen schweigen, werden eingeschüchtert und verschwinden, die Verantwortlichen leben längst wieder in gesicherten Verhältnissen und haben schon kurz nach der Entnazifizierung ihren Einfluss wieder gewonnen. Man kann dieses Buch, das auf einer wahren, dokumentierten Begebenheit basiert nicht lesen ohne in einen Gefühlsstrudel gezogen zu werden. Entsetzen wechselt sich mit Wut ab. Wütend wurde ich auf die Gleichgültigkeit der amtlichen Stellen, bei denen schon längst wieder die alten Seilschaften der Nazis das Sagen haben. Kaum jemand ist bereit sich der Vergangenheit zu stellen, es wird abgewiegelt und gebremst. Die karge, emotionslose Sprache, die Norbert Sahrhage für diesen wichtigen Roman gewählt hat, macht die Ungeheuerlichkeit der Vorgänge noch schockierender. Die Form bringt mir die Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes und vor allem das willfährige Verhalten der Bevölkerung näher, als es eine trockene Dokumentation oder ein Geschichtsbuch könnte. Ich halte das Buch für eine Pflichtlektüre vor allem auch für jüngere Leser, die keine Gelegenheit mehr haben, mit Augenzeugen oder Betroffenen zu sprechen. Heute steht ein Gedenkstein an der Stelle, wo Franziska Spiegel ermordet wurde und die Gemeinde gedenkt ihr mit einem Straßennamen, eine kleine Geste der jetzigen Generation, wo die vorherige so bitter versagt hat.

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Gerechtigkeit siegt nicht immer
von Gertie Gold aus Wien am 03.03.2017

Dieser Krimi beruht auf einer wahren Geschichte, dem Mord an Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, (06.05.1905 - 04.11.1944). Eindringlich und mit penibel recherchiert beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Gernot Zöllner, ein Kriminalbeamter, der während des NS-Regimes Berufsverbot hatte, wird wieder in den Dienst gestellt.... Dieser Krimi beruht auf einer wahren Geschichte, dem Mord an Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, (06.05.1905 - 04.11.1944). Eindringlich und mit penibel recherchiert beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Gernot Zöllner, ein Kriminalbeamter, der während des NS-Regimes Berufsverbot hatte, wird wieder in den Dienst gestellt. Sein erster Fall ist der unaufgeklärte Mord an Franziska Spiegel. Gottfried Spiegel, der Witwer will endlich wissen, was damals im November 1944 wirklich passiert ist. Zöllner geht den kleinsten Hinweisen nach, er ermittelt akribisch und scheitert. Obwohl er herausfindet, wer an der Ermordung von Franziska Spiegel beteiligt war, gelingt es ihm nicht, die Täter zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Jedes Mal, wenn er glaubt, endlich am Ziel zu sein, entschlüpfen die Täter. Entweder, weil sie selbst ermordet werden oder außer Landes gebracht werden. Den Drahtzieher, einen ehemaligen SS-Mann, der nun als Arbeitgeber in der Region großes Ansehen genießt, kann er nur ohrfeigen. Zu seiner und Spiegels Enttäuschung wird der Fall 1949 endgültig ad acta gelegt. Gottfried Spiegel und sein Sohn verlieren verständlicherweise den Glauben an Deutschlands Justiz. Meine Meinung: Geschickt verknüpft der Autor einen echten Kriminalfall mit einem fiktiven Ermittler. Die Menschen und ihre Lebensumstände werden authentisch vermittelt. Der Schreibstil ist bewusst karg, ja man könnte ihn als emotionslos empfinden. Die Gefühle sind eher unter der Oberfläche angesiedelt. Ich habe sehr wohl Anteilnahme am Schicksal Franziskas zwischen den Zeilen und durch Handlungen erlebt, siehe das Verhalten von Heinrich Bentrup und Giesbert Ahrens. Allerdings auch Gleichgültigkeit (der Dorfpfarrer, der die Beisetzung verweigert) oder die diffuse Angst, die grundsätzlich herrschte, wenn man nicht gerade ein strammer Nazi war. Bei der Lektüre dieses Buches ist mir wieder die Wut hochgekommen. Es ist schier unglaublich, wie die alten Nazis nach einem, an eine Farce gemahnenden, Entnazifizierungsverfahren wieder in ihre ursprünglichen Berufe und Leben eintauchen können, ohne dass sie für die Gräueltaten belangt werden. Einige ausgewählte Zitate zeigen die Geisteshaltung der Menschen: „Machen Sie um die Sache nicht zu viel Aufhebens, es handelt sich doch nur um eine Jüdin.“ (S. 35) „Das ist doch im Krieg geschehen, sagte er. Wir sollten das Kapitel abschließen.“ (S. 166) "Rechtsstaat heißt nicht, dass immer und überall das Recht obsiegt." (S.223) Zöllners Vorgesetzter sieht die Ungerechtigkeit, ist aber nicht willens, um der Gerechtigkeit wegen, einen Verstoß gegen den Rechtsstaat zu dulden. Fazit: Ein anspruchsvoller Krimi jenseits des Mainstreams, der von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung erhält.

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