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Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

Erzählung

(45)
In seinem einzigartigen Stil erzählt Radek Knapp von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien. Seine Schulkarriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus – und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt in immer tiefere Schichten des Wiener Lebens vor. Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass „zuhause“ überall sein kann – wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden.
Rezension
„Eine Erzählung wider den tierischen Ernst, in einer Sprache geschrieben, die sich locker, süffisant und prall zeigt, gepaart mit Weisheit und Klugheit.“ Gallus Frei-Tomic, Literaturblatt, 19.07.17



"Ein Migrantenroman in humoristischem Gewand, eine ironische Entwicklungsgeschichte, in der der Protagonist nach einem dramatischen Entwurzelungserlebnis allmählich wieder zu sich selbst findet. … Eine Erzählung, die ein brisantes Thema – Migration – in ein beschwingtes Stück Entspannungsliteratur verwandelt. So etwas zustande zu bringen, ist eine ganz eigene Kunst." Günter Kaindlstorfer, Ö1 ex libris, 11.06.17



„Was mich an Radek Knapp immer so freut: Er hat einen unglaublich trockenen Witz. … Ein schmales, liebevolles Buch." Elke Heidenreich, SRF "Literaturclub", 24.05.17



„Ein weiteres, skurriles Wunderwerk dieses genialen Erzählers." Werner Krause, Kleine Zeitung, 26.03.17



„Radek Knapp ist ein Meister der Pointe und des bösen Humors." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 25.03.17



„Was dem Erzähler im Exil an Erfreulichem, an Widrigkeiten, an Verwunderlichem und auch an eher Unspektakulärem begegnet, schildert Knapp auf humoristische Weise. ... Im Tonfall erinnert Radeks Erzählung an den großen polnischen Satiriker Slawomir Mrozek." Thomas Rothschild, Die Presse, 11.03.17



„Radek Knapp erzählt Walerians Geschichte, wie wir es von ihm kennen: Ironisch, flott und witzig. Dennoch klingt hier ein tief melancholischer Grundton an. ... Eine Migrantenerzählung für Inländer erklärt.“ Kristina Pfoser, Ö1-Morgenjournal, 20.02.17



„Knapps Spezialität: Die migrantische Schelmengeschichte, liebevoll, gut gelaunt und lakonisch erzählt. ... Klischees entlarvt knapp stets treffsicher mit Ironie. ... Mit 'Der Mann, der Luft zum Frühstück aß' präsentiert sich Knapp einmal mehr als Fachmann für das, was im weitesten Sinn als 'Heimatangelegenheiten' bezeichnet werden kann – für Dagebliebene und Zugezogene. Eine erfrischende, augenzwinkernde Geschichte der Selbstermächtigung." Paula Pfoser, ORF.at, 17.02.17



„Knapp findet eine Sprache, die die zauberhafte Naivität der jungen Jahre und eine (früh-)reife Lakonie zusammenführt, sodass Mut und Humor zugleich sprechen." Friedrich Reip, Galore, Februar 2017



„Was fremd sein bedeutet, weiß Radek Knapp. Dass er mit so viel Humor und Wärme darüber schreiben kann, macht sein kleines Buch groß." Elke Heidenreich
Portrait
Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und in der Nähe von Warschau. Sein Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" ist ein Longseller. Außerdem erschienen von ihm u.a. die Erzählungssammlung "Papiertiger", eine "Gebrauchsanweisung für Polen", der mit dem aspekte-Preis ausgezeichnete Band "Franio" (Deuticke) und 2015 der Roman "Der Gipfeldieb". Im Frühjahr 2017 folgt bei Deuticke die Erzählung "Der Mann, der Luft zum Frühstück aß".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 20.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-06336-5
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 188/120/17 mm
Gewicht 205
Auflage 3
Verkaufsrang 3.314
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16,50
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„Kurzweilig“

Andrea Resch-Krenn

Eine Geschichte über den polnischen Emigranten Walerian, der sein Leben in Österreich selbst in die Hand nimmt.
Mit feinem Humor fesselt Radek Knapp seine LeserInnen! Er lässt uns an diversen Episoden seines Lebens teilhaben. Kurzweilig zu lesen!
Eine Geschichte über den polnischen Emigranten Walerian, der sein Leben in Österreich selbst in die Hand nimmt.
Mit feinem Humor fesselt Radek Knapp seine LeserInnen! Er lässt uns an diversen Episoden seines Lebens teilhaben. Kurzweilig zu lesen!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
45 Bewertungen
Übersicht
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Glück ist, was du draus machst
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 23.04.2017

„Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ – eine Geschichte, die die Rastlosigkeit und Unruhe eines Emigranten, der sich in einer fremden Kultur zurechtfinden und behaupten muss, mit viel Feinsinn und Humor erzählt. Eine junge polnische Frau benennt ihren Sohn nach dem Beruhigungsmittel, was sie die Geburt ertragen ließ,... „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ – eine Geschichte, die die Rastlosigkeit und Unruhe eines Emigranten, der sich in einer fremden Kultur zurechtfinden und behaupten muss, mit viel Feinsinn und Humor erzählt. Eine junge polnische Frau benennt ihren Sohn nach dem Beruhigungsmittel, was sie die Geburt ertragen ließ, verlässt ihn daraufhin und übergibt die Erziehung ihren Eltern, um sich die Jugend zurück zu holen, die sie augenscheinlich verpasst. Nach elf Jahren kehrt diese Frau zurück zu ihrem Sohn, um ihn abzuholen und Hals über Kopf nach Wien auszuwandern, um ein neues Leben zu beginnen. Der junge Walerian muss sich fortan behaupten, als Ausländer in einem ihm völlig fremden Land, inmitten einer fremden Kultur und eines Dialekts, die ihm anfänglich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Wenn auch diese Geschichte hart erscheinen mag, Radek Knapp weiß sie mit viel Humor zu erzählen, einem Humor, der vermutlich auch solche Situationen erleichtert. Denn der Protagonist weiß sich immer wieder Vorteile zu verschaffen, teils durch Humor, teils durch Wissen und Gewitztheit. Und so schmunzelt auch der Leser immer wieder ob der Schläue des jungen Polens Walerian, der so oft aus der Not eine Tugend zu machen weiß. Auch wenn die erzählte Geschichte in der Vergangenheit spielt, ihre Aktualität kann man vor allem in der heutigen Zeit nicht bestreiten. Und so folgt der Leser dem jungen Walerian durch seine Jugend und erfährt, wie er es trotz aller Widrigkeiten immer schafft, seine Situation zu verbessern und nie den Mut verliert, das Beste aus seinem ihm gegebenen Leben zu machen. Radek Knapp hat durch seinen unverwechselbaren Schreibstil eine Lektüre geschaffen, die den Leser fesselt, ohne ihn zu belasten – trotz der schwierigen Situation des Protagonisten. Trotzdem wird sich der Leser bewusst, was es bedeutet, in einem fremden Land noch einmal neu anfangen zu müssen und dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.

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Sehr luftig!
von Tintenherz aus Kronshagen am 16.04.2017

Das Cover ist eindrucksvoll mit der sehr großen Titelschrift gestaltet, so dass es sofort dem Betrachter ins Auge fällt. Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen. Walerian unternimmt mit 12 Jahren unfreiwillig mit seiner Mutter eine Emigration von Polen nach Wien. Die Episoden des Lebenskünstlers Walerian werden locker und... Das Cover ist eindrucksvoll mit der sehr großen Titelschrift gestaltet, so dass es sofort dem Betrachter ins Auge fällt. Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen. Walerian unternimmt mit 12 Jahren unfreiwillig mit seiner Mutter eine Emigration von Polen nach Wien. Die Episoden des Lebenskünstlers Walerian werden locker und eher humorvoll mit einer Prise Sarkasmus und Zynismus erzählt. Die Probleme auf dem Weg zu seinem eigentlichen Ziel werden knapp erläutert, da die Kürze dieses Buches keine ausschweifenden Erkenntnisse erlauben, was meinerseits aber sehr schade ist, da ich gern mehr über Walerian gelesen hätte. Fazit: Eine kurze Erzählung mit einer großen Aussage!

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von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.04.2017

Tatsächlich ist der Erzählstil auffallend kreativ. Die mitunter spezielle Wortwahl, die bildhaften Vergleiche und nicht vorhersagbaren Wendungen verleihen der Handlung Schwung, der durchweg anhält. Auf verschlungenen Wegen voran. Doch wohin eigentlich? Unser junger Held hat es nicht leicht und bleibt doch vorerst beneidenswert frei und vorurteilslos im Geiste, ist... Tatsächlich ist der Erzählstil auffallend kreativ. Die mitunter spezielle Wortwahl, die bildhaften Vergleiche und nicht vorhersagbaren Wendungen verleihen der Handlung Schwung, der durchweg anhält. Auf verschlungenen Wegen voran. Doch wohin eigentlich? Unser junger Held hat es nicht leicht und bleibt doch vorerst beneidenswert frei und vorurteilslos im Geiste, ist neugierig auf das Leben und die Menschen, die ihm begegnen. Doch so wird es nicht bleiben. So mancher fühlt sich berufen, ihn zu modellieren, obwohl er an sich genau richtig ist, wie er nun mal ist. Dies kommt einem Stutzen seiner Flügel gleich. Der Absturz ist lange nicht in Sicht, aber unvermeidlich. Jeder hat Pläne mit dem 14jährigen Walerian, vor allem seine Mutter. Doch er selbst versteht den Sinn nicht. Das zarte Flüggewerden wird so zu einer Art Stoß aus dem Nest. Wie wird er auf dem Boden des Lebens und der Tatsachen ankommen? Landesgrenzen überschreiten ist das eine, doch kommt man damit auch bei den dort lebenden Menschen an? Ist ein vermeintlich besseres Leben dort auch wirklich besser für einen selbst? Das Gehen wird zu einer Art Getriebenheit. Er selbst merkt erst sehr spät, dass er dabei auf der Strecke bleibt. Seine Welt wird dabei nicht größer, er selbst nicht freier. Grenzen überall, die erneut eigene Grenzen innehaben. Nicht jede sind allerdings zum Überschreiten da. Tragische Elemente wechseln sich mit komischen Situationen ab. So wird auch dem Leser gekonnt verschleiert, dass es in Wahrheit doch alles andere als gut ist, was andere mit gut gemeint so alles anrichten können, wenn es nicht das Eigene ist und nicht von einem selbst kommt. Walerian hat ein dickes Fell, doch was nützt dies, wenn es um ihn herum im übertragenen Sinne immer kälter wird? Die einzig beständige Komponente für sich ist er selbst. Doch er ist sich fremd geworden in der Fremde. Die Diskrepanz zwischen dem eigenen Wollen, den eigenen Lebensvorstellungen und der Tatsache, wie es eigentlich „läuft“, wie die anderen es zulassen, wird zusehends größer. Der eine schwimmt, um voran zu kommen, Walerian allerdings paddelt lange Zeit nur, um nicht unterzugehen. Vom Gehen in fremden Schuhen, dem Abwerfen und dem barfuß weitergehen, davon handelt diese diese Geschichte. Und sie hinterlässt Spuren beim Leser. Lehrstunden des Lebens.

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