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Der Komet

Roman

(12)
»I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.«
Der Erste Weltkrieg hat nicht stattgefunden, Amerika ist Kontinent der Hinterwäldler: In diesem Roman gibt es keine Anglizismen, keine amerikanischen Erfindungen und keinen Krieg. Dafür ein Europa voller Juden, den Mond als deutsche Kolonie und Wien als Zentrum der Welt.
»I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus« lautet der Schlüsselsatz dieses Buches – denn damit fällt in Hannes Steins Roman Der Komet der Erste Weltkrieg aus. Gesprochen wird der Satz vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo, wo gerade jemand versucht hat, eine Bombe auf Franz Ferdinand zu werfen.Das hat natürlich Folgen: denn ohne den Ersten Weltkrieg gibt es auch keinen Zweiten und keinen Kalten Krieg, keine Entkolonialisierung und keine Kollision mit dem Islam. Die europäischen Staaten versuchen ihre komplizierte Machtbalance zu erhalten – augusteischer Frieden herrscht auf der Welt.Amerika ist ein zurückgebliebener Kontinent voller Cowboys, Goldgräber und Hinterwäldler; Europa bleibt das vorherrschend von Monarchen regierte Maß aller Dinge.Vor allem: Das liebenswerte, etwas bräsige k.u.k.-Reich mit seiner Hauptstadt Wien ist und bleibt der Nabel der Welt.Hier, in der Hauptstadt des Vielvölkerreichs, dieser Stadt voller Juden, Psychoanalytiker und Wiener Schmäh, spielt Hannes Steins erster Roman. In dieser Szenerie lässt er seinen jungen und etwas tumben Protagonisten eine Liaison mit einer Gesellschaftsdame eingehen, deren Mann gerade auf dem Mond weilt (eine deutsche Kolonie, wo der Österreicher in seiner Eigenschaft als k.u.k.-Hofastronom aber arbeiten darf ). Die Nachrichten allerdings, die er von dort sendet, sind dramatisch. Ein Komet rast auf Kollisionskurs auf die Erde zu und soll in wenigen Monaten dort einschlagen.
Portrait
Hannes Stein, geboren 1965 in München, aber aufgewachsen und belehrt im österreichischen Salzburg. Seit Abschluss seines Studiums der Anglistik, Amerikanistik und Philosophie verdingt er sich als Publizist, zunächst für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beim Spiegel, dann für die Literarische Welt in Berlin. Hannes Stein ist im Sommer 2007 nach New York ausgewandert, wo er als Journalist und Autor lebt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783462306774
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1984 KB
eBook
8,99
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„Ein facettenreicher Roman, welcher Fakten und Fiktion geschickt miteinander kombiniert“

Anne K., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

„Der Komet“ ist kein Roman der geläufigen Art. Dies liegt nicht nur in den 30 Seiten Glossar begründet, sondern auch in der Vielzahl an Einschüben diverser Fachgebiete. So wird der Handlungsstrang immer wieder durch längere Absätze religiöser und psychoanalytischer Konzepte und Theorien unterbrochen. Die Idee, die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts umzuschreiben und dramaturgisch auf den Weltuntergang durch eine Kollision mit einem Kometen hinzuarbeiten, ist spannend und wird intelligent gelöst. Ein großes Lob an den Autor für seine detaillierte Recherchearbeit und Phantasie! „Der Komet“ ist kein Roman der geläufigen Art. Dies liegt nicht nur in den 30 Seiten Glossar begründet, sondern auch in der Vielzahl an Einschüben diverser Fachgebiete. So wird der Handlungsstrang immer wieder durch längere Absätze religiöser und psychoanalytischer Konzepte und Theorien unterbrochen. Die Idee, die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts umzuschreiben und dramaturgisch auf den Weltuntergang durch eine Kollision mit einem Kometen hinzuarbeiten, ist spannend und wird intelligent gelöst. Ein großes Lob an den Autor für seine detaillierte Recherchearbeit und Phantasie!

„Geschichte reloaded“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Franz Ferdinand wurde nicht ermordet, er fuhr zurück nach Wien. Es gab keinen ersten Weltkrieg, es gab daher auch keinen Zweiten. Es gab einen Ansichtskartenmaler namesn Hüttler, der Anschluss fand zwar statt, aber Deutschland schloss sich der Donaumonarchie an. Ach ja, jeden Dienstag trafen sich der Kardinal, der Psychoanalytiker und der Oberrabbiner zum Tarockieren im Cafe. Und dann, dann gab´s den Kometen... Franz Ferdinand wurde nicht ermordet, er fuhr zurück nach Wien. Es gab keinen ersten Weltkrieg, es gab daher auch keinen Zweiten. Es gab einen Ansichtskartenmaler namesn Hüttler, der Anschluss fand zwar statt, aber Deutschland schloss sich der Donaumonarchie an. Ach ja, jeden Dienstag trafen sich der Kardinal, der Psychoanalytiker und der Oberrabbiner zum Tarockieren im Cafe. Und dann, dann gab´s den Kometen...

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
3
9
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein wunderbar verspielter Roman, der sich in einem alternativen Wien spielt! Sprachlich wunderbar und herrlich schräg und ironisch geschrieben. Mal etwas anderes

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Die Österreicher waren schon immer ein merkwürdiges Völkchen. Dieser Roman beweist es sehr anschaulich. Völlig ohne Anglizismen ist die Sprache schon sehr skurril.

Eines der schönsten Bücher der letzten Jahre - definitiv!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.05.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zu beschreiben wie bezaubernd dieses Buch ist und wie reizvoll der Gedanke, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts hätte es nie gegeben, fehlen mir die Worte. Daher will ich es auch gar nicht versuchen. Gerade hat es angenehme 21 Grad, heute morgen hatte ich einen Kaffee und meine Haare benötigen... Zu beschreiben wie bezaubernd dieses Buch ist und wie reizvoll der Gedanke, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts hätte es nie gegeben, fehlen mir die Worte. Daher will ich es auch gar nicht versuchen. Gerade hat es angenehme 21 Grad, heute morgen hatte ich einen Kaffee und meine Haare benötigen dringend einen Schnitt. Allerdings muss ich bis 20 Uhr arbeiten und so muss der Friseurbesuch wohl noch ein wenig warten. Sie aber, geneigte Leserin, geneigter Leser, sollten auf keinen Fall mit dem Erwerb dieses unvergesslichen, dieses wunderbaren, dieses heiteren, dieses kontrafaktisch historischen und doch das unbegreifliche Jahrhundert begreiflich machenden Buches zaudern.