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Der Kirschgarten

Komödie in 4 Akten

Reclam Universal-Bibliothek 7690

(1)
Tschechow lässt in seinen Theaterstücken äußerlich wenig geschehen – och seine Figuren schaffen in den Dialogen mit ihren Andeutungen und Halbausgesprochenem eine Stimmung und innere Spannung, in der sich bis heute Zuschauer und Leser wiedererkennen. In Tschechows letztem Stück blicken die Bewohner und Gäste eines Landgutes dessen Verkauf und der Abholzung des herrlichen Kirschgartens ins Auge, und jeder stellt sich auf seine Weise zu diesem Untergang einer alten Welt.
Portrait
Anton Tschechow, geb. am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, studierte Medizin und machte sich schon während des Studiums mit humoristischen Geschichten einen Namen. 1890 unternahm der bereits lungenkranke Tschechow eine Reise auf die Sträflingsinsel Sachalin, um von den Bedingungen im Strafvollzug im Zarenreich zu berichten. Bereits während seines Arztpraktikums wurde sein Stück 'Onkel Wanja' uraufgeführt. 1892-99 lebte Tschechow als Landarzt und Schriftsteller auf seinem Landgut in Melicho bei Moskau. 1899 siedelte er wegen seiner Lungentuberkulose nach Jalta um. 1901 heiratete er Olga Knipper, eine Schauspielerin, die oft die Titelrollen in seinen Stücken auf der Bühne des Moskauer Künstlertheaters spielte. Tschechow starb am 15. Juli 1904 in Badenweiler.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 87
Erscheinungsdatum 1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-007690-3
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 14,9/9,8/0,7 cm
Gewicht 51 g
Übersetzer Hans W. Poll
Buch (Taschenbuch)
3,50
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Zum Fällen freigegeben
von Polar aus Aachen am 10.01.2008
Bewertet: gebundene Ausgabe

Was für ein Bild für den Untergang: Ein Kirschgarten muß abgeholzt werden, damit eine Familie ihren Lebensstandart halten kann. Und ausgerechnet Lopachin, der ehemalige Verwalter, nun zu Geld gekommen, kauft ihn, um ihn abzuholzen und so zu Geld zu machen. Was für eine Umwälzung. Was für eine Schmach... Was für ein Bild für den Untergang: Ein Kirschgarten muß abgeholzt werden, damit eine Familie ihren Lebensstandart halten kann. Und ausgerechnet Lopachin, der ehemalige Verwalter, nun zu Geld gekommen, kauft ihn, um ihn abzuholzen und so zu Geld zu machen. Was für eine Umwälzung. Was für eine Schmach für Russlands Oberschicht der damaligen Zeit. Was für ein Zeichen der Veränderung, das in jedes Jahrhundert paßt, sehr gut auch zu einem globalen Zeitalter. Daraus könnte ein gewaltiges Drama entstehen, doch Anton Chechov verwandelt das Schicksal der Ranevskaja, ihrer Tochter Anja und der Pflegetochter Varja in eine Komödie, bei der sich die bittere Erkenntnis, wie verblendet Menschen ihren eigenen Untergang inszenieren, dem Zuschauer, dem Zuhörer über den Tag hinaus bleiben. Eine Wahrheit läßt sich umso leichter ertragen, wenn sie mit einem Lächeln vorgetragen wird. Chechov kann das wie kein Zweiter. Seine Dramen werden oft das Etikett der russischen Seele angeheftet. Doch wäre ihre Wirkung nicht so durchschlagend, wenn sie nicht jenseits aller Grenzen, der Zeit weiterhin den Kern treffen. Seine Kunst läßt selbst den Nebenfiguren wie den alten Diener Firs, das Dienstmädchen Dunjasa oder selbst den Kontoristen Epichodov so viel Raum, das sie einem ans Herz wachsen. Chechovs Helden gehören nicht wie bei Shakespeare zu den Titanen auf dem Theater, sie verschreiben sich nicht dem Weltgeschehen, sie drücken sich in Nischen herum und wollen, das alles so bleibt, wie es ist. Wir kennen sie nur all zu gut, und in dem lakonischen Schmunzeln über sie entdecken wir uns selbst. Hörbar, lesbar, sehbar. Der Kirschgarten bleibt einzigartig.