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Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen

Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen

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»Der Umgang mit Muslimen war bislang eher neurotisch denn normal. Islamkritik bedeutet aber mitnichten, Muslime anzugreifen, sondern Schutz vor seinen menschenverachtenden Auswüchsen, die sich gegen Frauen, Homosexuelle, eigenständig Denkende und sogenannte Ungläubige richten ? also auch gegen Millionen von Musliminnen und Muslimen.«
Samuel Schirmbeck
Radikale Islamkritik tut sich hierzulande schwer, wird sie doch des Rassismus und des Fremdenhasses verdächtigt. Der Autor findet diese Haltung unbegreiflich, ja skandalös. Dieses Buch ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Islam und eine scharfzüngige Abrechnung mit der Linken, die allzu oft jede Islamkritik des Rechtspopulismus verdächtigt. Zudem ist es eine offene und selbstkritische Auseinandersetzung eines renommierten Nordafrika-Korrespondenten mit dem Islam, dessen langjähriger Aufenthalt in arabischen Ländern ihn langsam zum Islamkritiker werden ließ.
»Die Islamisten haben die absolute Waffe gefunden: den Vorwurf der Islamophobie. Wenn wir uns dagegen nicht wehren … werden wir wie stumme Schafe, die man ins Schlachthaus führt. Deshalb sollte dieses Buch gelesen werden.«
Boualem Sansal (Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2011)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-280-05636-3
Verlag Orell Füssli
Maße (L/B/H) 21,8/14,9/3 cm
Gewicht 485 g
Buch (Kunststoff-Einband)
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"Alles fliegt in Stücke, nur der Islam bleibt heil"
von Dr. M. am 05.07.2018

Diesen Satz findet man mehrmals in Schirmbecks Text. Was ist das für ein Mann, der diesen Ausspruch tiefer Verzweiflung prägt? Ein fast schon klassischer Linker, den seine Weltanschauung glücklicherweise die Wahrnehmungsfähigkeit nicht genommen hat. Schirmbeck, so erfährt man auf dem Buchumschlag, studierte bei Adorno und Horkheimer Soziologie und Philosophie,... Diesen Satz findet man mehrmals in Schirmbecks Text. Was ist das für ein Mann, der diesen Ausspruch tiefer Verzweiflung prägt? Ein fast schon klassischer Linker, den seine Weltanschauung glücklicherweise die Wahrnehmungsfähigkeit nicht genommen hat. Schirmbeck, so erfährt man auf dem Buchumschlag, studierte bei Adorno und Horkheimer Soziologie und Philosophie, um danach eine beeindruckende Karriere als Journalist hinzulegen. Er baute das ARD-Fernsehstudio in Algerien auf und kennt sich in Nordafrika bestens aus. Besonders geprägt hat ihn der islamische Terror in Algerien ab 1992, eine Art von makaberem Vorspiel der jetzigen globalen Ereignisse. Und gerade weil Schirmbeck in dieser Zeit in Algerien war, kann er die heutige Reaktion der europäischen Linken auf den islamischen Terror nicht verstehen: "Wie sehr muss eine Linke ihre aufklärerische Tradition aufgegeben haben, wenn sie ihr anti-imperialistisches Heil bei faschistoiden Theokraten sucht?", fragt sich Schirmbeck. Diese Frage (S. 221) zeigt das ganze Dilemma, in dem Schirmbeck steckt. Auf der einen Seite gehört er zu den Intellektuellen, deren linke Weltanschauung sie dennoch im Gegensatz zu den meisten europäischen Linken nicht blind gegenüber der Realität gemacht hat. Auf der anderen Seite hindert ihn diese Weltanschauung aber auch daran, die Situation aus einem größeren Blickwinkel zu sehen. Denn er blendet eine völlig naheliegende Antwort auf seine oben zitierte Frage völlig aus: Es kann doch auch sein, dass die Linke niemals eine wirkliche aufklärerische Tradition hatte, sondern sie nur vorspielte. Oder sich selbst im eigenen Fortschrittswahn einbildete? Diese viel wahrscheinlichere Antwort zieht sich nämlich durch das ganze Buch. Im siebten Kapitel geht es um die Verschleierung von muslimischen Frauen. Schirmbeck zitiert dort einen tunesischen Islamologen, der die Sache auf den wirklichen Punkt bringt, den der Autor dann so zusammenfasst: "Es ist das Bekenntnis, ob freiwillig oder erzwungen, dass der weibliche Körper nicht der Frau, sondern den Männern ihrer Gemeinschaft gehört." Mit dem Islam als Religion hat das kaum etwas zu tun, denn im Koran findet man solche Vorschriften in der restriktiven Form nicht. Dennoch verteidigen ausgerechnet Linke die Verschleierung als angeblichen Bestandteil des Islam, der durch die Religionsfreiheit in Deutschland geschützt wäre. Diese Schizophrenie lässt auch den Schluss zu, dass Leute, die so etwas tun, niemals wirklich für die Gleichberechtigung der Frau eingetreten sind, sondern sie nur vorschieben, wenn es um das Erreichen ganz anderer Interessen geht. An diesem Beispiel sieht man, woran Schirmbeck verzweifelt. Er glaubt tatsächlich an die vorgeblichen linken Ideale und kann überhaupt nicht begreifen, wie sie von denen, die sich für besonders links halten, ohne Not verraten werden. "Wann endlich begreifen Linke ... , dass Kritik am Islam Schutz für Muslime bedeutet, nicht Angriff auf sie? ... Warum ist ihnen der Islam stets sakrosankter als das Leben eines vom Islam verfolgten Menschen?" Auf diese ins Schwarze zielende Frage gab einst Henryk M. Broder eine sehr treffende Antwort: "Dass ein überzeugter Sozialist mit dem Islam liebäugelt, ist nur auf den ersten Blick inkohärent. Denn es geht nicht um Inhalte - Sozialismus und Islam sind inkompatibel wie die freie Liebe und der Katholizismus - es geht um die Attitüde. Salonrevoluzzer, Weltveränderer und Utopisten waren immer für autoritäre und totalitäre Versuchungen anfällig." Schirmbecks Verzweiflung ist auch deshalb so groß, weil er genau weiß, dass seine linken Freunde allen Reformversuchen muslimischer Intellektueller in den Rücken fallen. Das ist der eigentliche Inhalt dieses Buches. Der Autor zeigt nämlich kenntnisreich auf, welche Versuche es in dieser Richtung gibt und gegeben hat. All diese muslimischen Intellektuellen erkennen klar, dass es keinen sogenannten Islamismus außerhalb des Islam gibt. Die Krankheit steckt tief im Islam selbst und kann nur dort ausgerottet werden, wenn dies überhaupt möglich ist. "Die Islamisten haben die absolute Waffe gefunden: den Vorwurf der Islamophobie." Dieser Satz steht auf dem Cover des Buches und stammt von Boualem Sansal, einem algerischen Schriftsteller, der 2011 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt. Mit anderen Worten: Wer jedwede Islamkritik unterbindet, indem er mit solchen Begriffen aus der Psychiatrie hantiert, macht letztlich gemeinsame Sache mit den sogenannten Islamisten. Dieses Buch legt den Finger eine offene linke Wunde, denn es erklärt sehr detailliert, wo und wie die europäische Linke (und damit auch die ganze Einheitsfront der westeuropäischen Regierungsparteien) die Errungenschaften der europäischen Aufklärungen verraten. "Auf welches Niveau soll sich das europäische Bewusstsein wieder absenken, um dem Islam gerecht zu werden, um ihn nicht durch 'Hochmut' zu beleidigen", fragt sich Schirmbeck. Nach jetzigen Erkenntnissen ist die Antwort ganz einfach: auf die Zeit des Mittelalters. Dass bei dieser Niveauabsenkung die Linke an vorderster Front marschiert, zeigt nur, dass sie niemals fortschrittlich war. Leider setzt der Autor seine eigene Ratlosigkeit mit der angeblichen Ratlosigkeit des Westens gleich. Das westliche Establishment ist nicht wirklich ratlos, sondern spielt bewusst oder unbewusst ein Spiel mit dem Feuer, bei dem es offenbart, dass es niemals die Ideale der Aufklärung verinnerlicht hatte. Dieses Buch kann besonders für linke Zeitgenossen eine Offenbarung sein. Auf jeden Fall demonstriert es mit großer Eindringlichkeit, welche Prozesse tatsächlich in Europa ablaufen und was der Islam der Gegenwart in Wirklichkeit ist.

Der islamische Kreuzzug
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2017

Lesen Sie, informieren Sie sich! Samuel Schirmbeck baute in den neunziger Jahren in Algier ein ARD-Auslandsstudio auf und berichtete von dort viele Jahre über den algerischen Bürgerkrieg, über die Entwicklungen in der dortigen Region. Er nahm am Leben der Menschen dort Anteil, fand Freunde unter ihnen und erlebte extremes... Lesen Sie, informieren Sie sich! Samuel Schirmbeck baute in den neunziger Jahren in Algier ein ARD-Auslandsstudio auf und berichtete von dort viele Jahre über den algerischen Bürgerkrieg, über die Entwicklungen in der dortigen Region. Er nahm am Leben der Menschen dort Anteil, fand Freunde unter ihnen und erlebte extremes Unrecht und grausame Auswüchse im Namen des Islam. Kein „Rechter“, kein „Rassist“, der hier schreibt, sondern einer, der die Demokratie und Freiheit in Europa aus dieser Erfahrung heraus umso mehr schätzt und diese bewahren will.