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Der Biograf von Brooklyn

Roman

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Eine herrliche Schelmengeschichte: Ein junger Journalist erfindet die Vergangenheit seiner jüdischen Familie neu

Den Journalisten Slava Gelman aus Manhattan und seine aus der Sowjetunion nach Brooklyn emigrierte, schrullige Familie trennen nur ein paar U-Bahn-Stationen – und doch Welten. Nun ist Slavas geliebte Großmutter Sofia gestorben, gleichzeitig trifft ein Brief der „Konferenz für jüdische Schadensersatzansprüche gegen Deutschland“ ein. Ob Sofia eine Vergangenheit zu erzählen hat, die eine Entschädigung rechtfertigt? Slavas Großvater wittert eine Gelegenheit. Auch wenn Sofias Schicksal nicht den strengen Anforderungen für eine solche Zahlung entspricht: Ist sein Enkel nicht Schriftsteller? Schriftsteller schreiben doch Geschichten. So wird Slava unfreiwillig und zögerlich zum Biografen seiner Familie. Wenig später kann er sich vor Aufträgen aus der Nachbarschaft kaum retten – bis die ganze Sache aufzufliegen droht ...

Der Biograf von Brooklyn ist ein berührender und komischer Debütroman, der auf Fragen nach Gerechtigkeit, Familie und Gedenken überraschende und nachhallende Antworten findet.

Rezension
"... ein lustiger, smarter, erschütternder Roman über russische Juden, die ihre Vergangenheit umschreiben." Verena Lugert, Neon
Portrait
Boris Fishman wurde 1979 in Minsk geboren und kam mit neun Jahren nach Amerika. Er lebt in New York und ist Redaktionsmitglied des New Yorker. Seine journalistische Arbeit erschien unter anderem in The New York Times Book Review, London Review of Books, The Wall Street Journal, The Guardian und The New Republic. Mit Wodka Kalaschnikow gab er bereits eine Kurzgeschichtensammlung heraus, Der Biograf von Brooklyn ist sein erster Roman, für den er mit dem VCU Cabell First Novelist Award und der American Library Association's Sophie Brody Medal ausgezeichnet wurde.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 02.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-551-4
Verlag Karl Blessing Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,2/3,8 cm
Gewicht 619 g
Originaltitel A Replacement Life
Übersetzer Friedrich Mader
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
inkl. gesetzl. MwSt.
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EIn bewegender wie komischer Roman über Familie, Ehre und Gerechtigkeit
von Silke Schröder aus Hannover am 17.12.2015

Mit “Der Biograf von Brooklyn” gelingt Boris Fishmann ein rührender Roman über das Leben im russisch geprägten Teil Brooklyns, dem bevölkerungsreichsten New Yorker Stadtteil. Kenntnisreich und stets mit einem Augenzwinkern zeigt der Autor, wie die Menschen dort so ticken und mit viel harter Arbeit, aber auch mal mit kleinen... Mit “Der Biograf von Brooklyn” gelingt Boris Fishmann ein rührender Roman über das Leben im russisch geprägten Teil Brooklyns, dem bevölkerungsreichsten New Yorker Stadtteil. Kenntnisreich und stets mit einem Augenzwinkern zeigt der Autor, wie die Menschen dort so ticken und mit viel harter Arbeit, aber auch mal mit kleinen Tricks über dir Runden kommen. Anhand des jungen Journalisten Slava, der dem traditionell geprägten Leben seiner Verwandten den Rücken gekehrt hat und ins schicke Manhatten gezogen ist, zeigt der Autor aber auch, wie schwierig es ist, seiner Vergangenheit zu entfliehen. Und nicht ohne Ironie beschreibt Fishman, wie viele Ukrainer, Weißrussen, Moldawier, Tadschiken, Georgier, Usbeken sich in Brooklyn angesiedelt haben und in kleinerer Version das weiterleben, was sie mit der früheren UDSSR hinter sich gelassen haben: eine osteuropäische Gemeinschaft, die nicht immer konfliktfrei, aber auch nicht ohne Gemeinsamkeiten zusammen lebt. So ist “A Replacement Life”, so der treffende englische Originaltitel, ein ebenso bewegender wie komischer Roman über Familie, Ehre und Gerechtigkeit.

A REPLACEMENT LIFE - Das tragikomische Roman-Debüt eines talentierten jungen Autors
von j.h. aus Berlin am 17.11.2015

Gemeinsam mit seiner Familie ist der inzwischen 25-jährige Journalist Slava Gelman aus der Sowjetunion auf Umwegen emigriert und lebt nun seit 7 Jahren in New York - ohne in der Zeit besonders viel von der Stadt gesehen zu haben. Wichtig schien ihm allerdings die Trennung von seiner Familie: "Wenn... Gemeinsam mit seiner Familie ist der inzwischen 25-jährige Journalist Slava Gelman aus der Sowjetunion auf Umwegen emigriert und lebt nun seit 7 Jahren in New York - ohne in der Zeit besonders viel von der Stadt gesehen zu haben. Wichtig schien ihm allerdings die Trennung von seiner Familie: "Wenn Slava hingegen wünschte, ein Amerikaner zu werden und sein Schreiben von allen Einflüssen zu befreien, die nach jedem Besuch im sowjetischen Sumpf von Brooklyn sofort wieder eindrangen, wenn der Einwanderer und junge Barbar Slava Gelman im Angesicht der vor ihm liegenden Weggabelung anstrebte, für 'Century' zu schreiben, dann half nur die Trennung. Eine Dialyse wie bei Großmutters Nieren." (S. 21) Im Juli 2006 - während Slava verzweifelt versucht, als junges Talent bei der Zeitschrift "Century" entdeckt zu werden und ansonsten das Leben in Manhattan genießt - stirbt seine Großmutter Sofia. Am Rande der Beerdigung im Kreis der jüdischen Einwanderer gibt ihm der Großvater einen Brief, der eben für Sofia eintraf und für erzählte Schreckenserlebnisse aus der Vergangenheit während der faschistischen Besatzungszeit Schadenersatzansprüche in Aussicht stellt. Und die könnte der Großvater doch auch stellen. Wozu hat er schließlich einen angehenden Schriftsteller als Enkel, der die Vergangenheit den Erfordernissen gegebenenfalls anpassen kann? Mit Gewissensbissen und gleichzeitiger Freude am Fabulieren tut Slava dem Großvater den Gefallen - und der geschäftstüchtige Alte sorgt umgehend für Anschlussaufträge ... Boris Fishman (*1979) kam selbst mit 9 Jahren als jüdischer Emigrant aus der Sowjetunion nach Amerika. Für sein Romandebüt hat er spürbar auf eigene Erfahrungen zurückgegriffen und zahlreiche Personen aus dem familiären Umfeld sowie dem sowjetisch-jüdischen Emigrantenmilieu als prototypische Vorbilder genommen. Ihm gelang ein ebenso lebensnahes wie komisches Alltagsbild, das unaufdringlich auch einiges Wissen über den Alltag der jüdischen Emigranten vermittelt: "Vornehm schien die Sonne auf endlose Reihen von Floristen, Bäckereien und koscheren Fleischern, die von altem, handwerklich gestaltetem Beton umschlossen waren. Das Brooklyn, wo die sowjetischen Juden ansässig waren, war genauso hässlich, wie die Wohnklötze, die sie in der Sowjetunion zurückgelassen hatten. Vielleicht lebten sie deshalb hier." (S. 345) Tragisch wird es immer dann, wenn Slava Erinnerungsbriefe schreibt und sich dabei in den Alltag des Grauens im Ghetto förmlich hineinsteigert. Denn auch wenn seine Werke als "Replacement Life" die Vergangenheit gemäß den Entschädigungsanforderungen manipulieren - Furchtbares erlebt haben die Antragsteller alle. Hier erreicht Fishman eine Tragikomik, die mit Jurek Beckers JAKOB DER LÜGNER vergleichbar scheint. Der BLESSING Verlag hat mit A REPLACEMENT LIFE wieder einmal eine Perle entdeckt und veröffentlicht den Roman von 2014 unter dem Titel DER BIOGRAF VON BROOKLYN in hervorragender Übersetzung von Friedrich Mader. Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für anspruchsvolle Leser!


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