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Das warme Licht des Morgens

Roman

(7)
Nach ihrem Debüt „Die Nacht der Zugvögel“ legt die Berliner Autorin Franziska Fischer mit "Das warme Licht des Morgens" erneut einen berührenden und zutiefst poetischen Roman vor, in dem sie einfühlsam und mit viel psychologischem Feingefühl über das Leben nach einem schweren Schicksals-Schlag und über die heilende Kraft der Liebe schreibt.
Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht.
Portrait

Franziska Fischer wurde 1983 in Berlin geboren und wohnt dort nach einem Studium der Germanistik und Spanischen Philologie an der Universität Potsdam noch immer. Sie arbeitet als freiberufliche Autorin und Lektorin.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 384, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783426439708
Verlag Droemer eBook
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Warmherzige Geschichte die Hoffnung macht.
von Gisela Simak aus Landshut am 11.06.2017

ZUM INHALT Nachdem der Autor Levi sein Augenlicht verloren hat, sieht er keinen Sinn im Leben mehr. Er vegetiert in seiner kleinen Wohnung dahin. Einzig zu seiner Tochter Robin hat er regelmäßig Kontakt. Die 17 jährige führt ihm... ZUM INHALT Nachdem der Autor Levi sein Augenlicht verloren hat, sieht er keinen Sinn im Leben mehr. Er vegetiert in seiner kleinen Wohnung dahin. Einzig zu seiner Tochter Robin hat er regelmäßig Kontakt. Die 17 jährige führt ihm den Haushalt. Versucht wieder Ordnung in sein Leben zu bringen. Levi hat vor ein paar Jahren seine Frau verlassen. Er wollte sich in Ruhe seinen Ideen für Bücher widmen. Als er ein Mädchen aus einem brennenden Haus rettet, raubt ihm eine Explosion seine ganze Perspektive. Licht in seine Dunkelheit bringt Rea. Die neue Kellnerin in seinem Stamm-Cafe lehrt ihm, dass das Leben auch für einen Blinden Überraschungen bereit hält. Meine Meinung Levi ist genau das passiert, wovor wir alle Angst haben. Blind werden! Die Autorin hat sehr sensibel den Alltag von Levi beschrieben. Levi hat keinen Sinn mehr gesehen. Wozu Blindenschrift lernen? Wie sollte er jemals wieder ein Buch schreiben? Wie soll er seine Lieblingshemden erkennen? Die Einsamkeit von Levi spürt man zwischen den Zeilen. Die Hoffnungslosigkeit lässt einen frösteln. Ich habe mir oft vorgestellt wie es sein muss, sämtliche Geräusche einzuordnen, wenn es für einen nur noch Nacht ist. Immer dunkel. Kein Licht mehr. Man sieht nicht mal mehr, wie die eigenen Angehörigen älter werden. Robin finde ich sehr reif für ihr Alter. Obwohl sie kurz vor dem Examen steht, schenkt sie ihrem Vater sehr viel von ihrer wertvollen Zeit. Als ihr Vater Rea als Hilfe einstellt, ist sie sehr glücklich darüber. Rea ist eine sehr mitfühlende Frau, die selber ein tragisches Unglück verarbeiten muss. Mit ihr wird Levi wieder aktiv. Er lernt mit ihr die Brailleschrift. Zusammen kochen sie leckere, exotische Gerichte. Er beginnt wieder zu schreiben. Was mich sehr gewundert hat, dass in der Presse nichts von dem geretteten Mädchen berichtet wurde. Normalerweise hätte ich schon erwartet, dass die Eltern sich bei ihm bedanken würden. Rea bringt wieder Hoffnung in Levis Leben. Levi kann wieder lachen. Er genießt wieder gutes Essen. Er ist nicht mehr allein. Doch dann meldet sich Rea auf einmal nicht mehr. >>Die Stille kehrt wieder in die Wohnung zurück, nistet sich an den vertrauten Plätzen ein. Levi hätte sie kennen müssen, er müsste sie gewohnt sein. Er müsste dankbar sein, dass er sie endlich wieder für sich hat. Der Stille kann man alles erzählen. Doch jetzt, in diesem Augenblick, will Levi das gar nicht.>Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.<< Ob mir das Ende gefallen hat? Ich weiß nicht. Levi hat etwas erfahren, dass sein Leben abermals auf den Kopf gestellt hat. Unbedingt lesen! Danke Franziska Fischer.

Eine berührende Geschichte
von zauberblume am 07.05.2017

"Das warme Licht des Morgens" ist für mich der erste Roman, den ich von der Autorin Franziska Fischer gelesen habe. Und ihre Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Protagonist ist Levi Bärenreiter, der als Schriftsteller und Gedichteschreiber erfolgreich ist. Doch durch einen tragischen Unglückfall - Levi rettet bei einem Brand... "Das warme Licht des Morgens" ist für mich der erste Roman, den ich von der Autorin Franziska Fischer gelesen habe. Und ihre Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Protagonist ist Levi Bärenreiter, der als Schriftsteller und Gedichteschreiber erfolgreich ist. Doch durch einen tragischen Unglückfall - Levi rettet bei einem Brand ein Mädchen aus dem Feuer - verliert er für sein Augenlicht. Und was kann es für eine Schriftsteller schlimmeres geben, als seine Umgebung nicht mehr beobachten zu können. Die ganzen Eindrücke in sich aufzusaugen. Er fällt in ein tiefes schwarzes Loch. Der einzige Mensch zu dem er Kontakt hat, ist seine 16jähriges Tochter, die sich rührend um ihn kümmert. Doch dann lernt er in dem Cafe an der Ecke Rea kennen. Und durch Rea sieht er die Welt wieder mit anderen Augen. Und endlich beginnt er mit ihrer Hilfe wieder zu schreiben. Doch eines Tages zieht sich Rea wieder von ihm zurück, denn sie hütet ein Geheimnis, das sie nicht preisgeben will. Ein Wahnsinnsbuch, das zum Nachdenken anregt. Man kann sich schwer vorstellen sein Augenlicht zu verlieren und in vollkommene Dunkelheit einzutauchen. Ich kann Levi verstehen, wie soll man mit so einem Schicksal umgehen. Man schirmt sich von seiner Umgebung ab, will kein Mitleid. Und aus diesem schwarzen Loch wieder herauszukommen, braucht man die Hilfe von liebenswerten Menschen. Und diesen Mensch hat Levi in Rea gefunden. Man hat förmlich gespürt, wie er schön langsam wieder am Leben teilgenommen hat und aufgetaut ist. Alles in kleinen Schritten aber immerhin. Der Schreibstil der Autorin ist einfach beeindruckend. Man hat den ganzen Roman vor Augen. Sieht Levi im Kaffee sitzen und spürt seine Verzweiflung. An manchen Stellen hat ich aber auch richtiges Gänsehautfeeling. Und dann ist da Robin, die alles für ihren Vater tut. Ich bewundere dieses Mädchen für ihre unermüdlich Geduld. Besonders beeindruckend fand ich die Erzählungen in der Geschichte aus Robins Sicht. Hier bekommt man ja gleich nochmals einen anderen Blickwinkel zur Geschichte. Ich fand sie wirklich klasse. Ein ganz besonderer Roman für unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächstenRoman der Atuorin. Das stimmungsvolle Cover passt hervorragend zur Geschichte.

Das warme Licht des Morgens
von Sabine aus Aachen am 27.08.2017

Eine sehr berührende Geschichte, die ich hinter Cover und Klappentext gar nicht vermutet hätte - sie macht nachdenklich und traurig, spendet aber auch Hoffnung und macht Mut. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Levi - er hat bei der Rettung eines Kindes aus einem Feuer sein Augenlicht verloren; und... Eine sehr berührende Geschichte, die ich hinter Cover und Klappentext gar nicht vermutet hätte - sie macht nachdenklich und traurig, spendet aber auch Hoffnung und macht Mut. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Levi - er hat bei der Rettung eines Kindes aus einem Feuer sein Augenlicht verloren; und damit auch jeden Lebensmut. Er vergräbt sich in seiner Wohnung und lässt das Leben an sich vorüberziehen – nur Rea, eine neue Kellnerin in einem Café, das er zum Frühstücken nutzt, findet einen Weg zu Levi und zeigt ihm, dass das Leben auch ohne Augenlicht lebenswert und prächtig ist. Die Geschichte ist eine ruhige, dafür aber eine sehr emotionale und berührende. Von der ersten Seite an habe ich mit Levi gelitten und obwohl es schwer ist, sich in einen gerade Erblindeten hineinzuversetzen, habe ich doch seine Verzweiflung und Not gespürt. So ist die Stimmung im Buch gerade zu Beginn sehr traurig und melancholisch, damit aber wird die Geschichte auch sehr authentisch und glaubhaft. Erst im letzten Drittel wandelt sich die Atmosphäre, doch es ist ein langer und schwieriger Weg, den Levi durchmacht – es sind oft nur kleine Momente, die Hoffnung geben, doch nach und nach ändert sich die Stimmung im Buch; auch als Leser fasst man wieder Hoffnung und schöpft Mut aus dieser wirklich berührenden Geschichte. Es gibt nur wenige Charaktere, diese sind aber sehr gut gezeichnet. Gerade Levi mit seinen Gedanken und Gefühlen hat mir sehr gut gefallen – auch wenn ich mich nur schwer in ihn hineinversetzen konnte und ihn oft auch nicht verstanden habe. Trotzdem war er mir sehr nahe und ich habe wirklich mit ihm gelitten und gefühlt. Gerade auch Rea ist ein sehr interessanter Charakter – sie ist ein wenig geheimnisvoll, weil man nicht so recht versteht, warum sie sich um Levi kümmert. Dabei mochte ich ihre bedachte und ruhige Art und ihr Vermögen, Levi aus der Reserve zu locken. Dass sie dabei auch verletzlich ist und sich das eine oder andere Mal zurückzieht, macht sie nicht nur noch sympathischer, sondern ihre Figur auch sehr glaubhaft. Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und an vielen Stellen auch voller Poesie. Dabei ist er aber flüssig zu lesen, so dass die Seiten rasch dahinfliegen – mir hat vor allem die Stimmung gefallen, die die Autorin mit ihren Worten einfängt und schafft; und auch wenn sie oft traurig ist, habe ich das Buch am Ende doch mit einem wohligen Gefühl im Bauch zugeschlagen. Mir hat diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen, und ich werde mich nach weiteren Büchern der Autorin umschauen – diesem gebe ich gerne 4 von 5 Sternen. Mein Fazit Eine über lange Zeit eher melancholische Geschichte, die am Ende aber doch Mut macht und Hoffnung spendet – vor allem die Atmosphäre ist wunderbar eingefangen, so dass ich mich ihr kaum entziehen konnte. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und war von der Geschichte sehr berührt – der angenehme und poetische Schreibstil hat das Seine dazu beigetragen. Ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin umschauen und gebe diesem hier 4 von 5 Sternen.


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