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Das wahre "Drama des begabten Kindes"

Die Tragödie Alice Millers

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Mit Büchern wie "Das Drama des begabten Kindes"(1979) oder "Die Revolte des Körpers" wurde Alice Miller als Kindheitsforscherin weltberühmt. Ihr Ansatz von der Macht des verdrängten Kindheitstraumas prägte Millionen. Verborgen blieb dabei, dass sie im Umgang mit den eigenen Kindern vollkommen versagte. In diesem Buch meldet sich nun Martin Miller zu Wort und erzählt erstmals die tragische Lebensgeschichte seiner Mutter, die dem Warschauer Ghetto entkam und nach dem Krieg in der Schweiz ein neues Leben begann, in dem der Sohn weder als Kind noch als Erwachsener Platz hatte. Es ist das spannende Zeugnis einer verzweifelt-zerrütteten Mutter-Sohn-Beziehung.

Portrait
Martin Miller, geboren 1950, Sohn der Kindheitsforscherin und Weltbestsellerautorin Alice Miller, arbeitet als Psychotherapeut und Coach in Uster bei Zürich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 09.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-451-06878-2
Verlag Herder
Maße (L/B/H) 19/12/1,5 cm
Gewicht 153 g
Abbildungen mit Schwarz-Weiß- Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 29.942
Buch (Taschenbuch)
13,40
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„Die Tragödie Alice Millers“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Gleich auf den ersten Seiten ist ein Brief von Alice Miller abgedruckt, der an ihren Sohn adressiert ist. Bevor noch ein Wort von Martin Miller zu lesen ist, gibt er uns bereits einen tiefen Einblick in das private Leben der Therapeutin und Kindheitsforscherin. Laut Martin Miller hat sie zeitlebens nur sehr wenig, fast gar nichts Privates nach außen dringen lassen. Dass so kurz nach ihrem Tod der Sohn ihre intimsten und persönlichsten Angelegenheiten öffentlich breitgetreten werden, hat mich doch ein wenig verwundert. Und auch wenn er schreibt, dass „das wahre Drama des begabten Kindes“ keine Abrechnung mit der Mutter ist, kann man das alleine beim Titel kaum glauben. Nach der Lektüre jenes Werkes noch viel weniger. Der Autor belügt sich in diesem Punkt wohl selbst. Meiner Meinung nach liegt das wahre Drama darin, dass Alice Miller eine Bewohnerin des Warschauer Konzentrationslagers war. Martin Miller, so kommt mir vor, ist ein ungeliebtes Kind, dass die Memoiren der Mutter schreibt. Manchmal vergisst man eben, dass auch Therapeuten nur Menschen sind. Trotz der Kritik eine gute durchwachsene Biographie aus der Sicht des Sohnes. Gleich auf den ersten Seiten ist ein Brief von Alice Miller abgedruckt, der an ihren Sohn adressiert ist. Bevor noch ein Wort von Martin Miller zu lesen ist, gibt er uns bereits einen tiefen Einblick in das private Leben der Therapeutin und Kindheitsforscherin. Laut Martin Miller hat sie zeitlebens nur sehr wenig, fast gar nichts Privates nach außen dringen lassen. Dass so kurz nach ihrem Tod der Sohn ihre intimsten und persönlichsten Angelegenheiten öffentlich breitgetreten werden, hat mich doch ein wenig verwundert. Und auch wenn er schreibt, dass „das wahre Drama des begabten Kindes“ keine Abrechnung mit der Mutter ist, kann man das alleine beim Titel kaum glauben. Nach der Lektüre jenes Werkes noch viel weniger. Der Autor belügt sich in diesem Punkt wohl selbst. Meiner Meinung nach liegt das wahre Drama darin, dass Alice Miller eine Bewohnerin des Warschauer Konzentrationslagers war. Martin Miller, so kommt mir vor, ist ein ungeliebtes Kind, dass die Memoiren der Mutter schreibt. Manchmal vergisst man eben, dass auch Therapeuten nur Menschen sind. Trotz der Kritik eine gute durchwachsene Biographie aus der Sicht des Sohnes.

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