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Das Seelenhaus

Roman. Nominiert für den Women's Prize for Fiction 2014

(36)
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."
Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.
Rezension
"Mord und Sühne im Island des 19. Jahrhunderts. Rau und ergreifend." Brigitte, 10.09.2014
Portrait
Hannah Kent, 1985 in Adelaide, Australien geboren, hat während eines Schüleraustausch in Island zum ersten Mal die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir gehört. Sie ist die Mitbegründerin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift Kill Your Darlings und studiert an der Flinders University. 2011 gewann sie den 'Writing Australia Unpublished Manuscript Award' für 'Das Seelenhaus'. Der Roman ist mittlerweile in 25 Länder verkauft. In ihrer Heimat Australien und in England stürmte ihr Erstling die Bestsellerlisten.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 21.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-19978-7
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 208/125/32 mm
Gewicht 471
Originaltitel Burial Rites
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Historischer Roman!“

Doris Oberauer, Thalia-Buchhandlung Grieskirchen

Dieser Roman spielt in Island 1828. Agnes ist eine Magd und wird am Mord von zwei Männern angeklagt. Sie soll hingerichtet werden. Bis zu dieser Hinrichtung kommt sie bei einem Beamten und deren Familie. Doch ist Agnes wirklich eine Mörderin? Ein sehr fesselnder und beeindruckender Roman. Das Cover könnte nicht passender sein. Dieser Roman spielt in Island 1828. Agnes ist eine Magd und wird am Mord von zwei Männern angeklagt. Sie soll hingerichtet werden. Bis zu dieser Hinrichtung kommt sie bei einem Beamten und deren Familie. Doch ist Agnes wirklich eine Mörderin? Ein sehr fesselnder und beeindruckender Roman. Das Cover könnte nicht passender sein.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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7
2
1
0

Die Geschichte einer Mörderin
von NiWa aus Euratsfeld am 06.08.2017

Island, 1828. Die verschlossene Magd Agnes wird zum Tode verurteilt, weil sie zwei Männer ermordet hat. Sie wird bis auf einem Hof untergebracht, wo sie auf ihre Hinrichtung wartet und ihre Geschichte erzählt. Bei diesem historischen Roman handelt es sich um ein Stück Geschichte. Denn Agnes Magnúsdóttir hat tatsächlich gelebt... Island, 1828. Die verschlossene Magd Agnes wird zum Tode verurteilt, weil sie zwei Männer ermordet hat. Sie wird bis auf einem Hof untergebracht, wo sie auf ihre Hinrichtung wartet und ihre Geschichte erzählt. Bei diesem historischen Roman handelt es sich um ein Stück Geschichte. Denn Agnes Magnúsdóttir hat tatsächlich gelebt und war der letzte Mensch, der auf Island hingerichtet wurde. Die Autorin Hannah Kent geht mit diesem Roman der Geschichte der berüchtigten Doppelmörderin auf den Grund. Allerdings darf man sich genauso wenig einen spannungsgeladenen Krimi wie müden Historienschinken erwarten. Es ist ein gut recherchierter historischer Roman, der aus einer angeblich bestialischen Mörderin einen Menschen macht. Agnes Magnúsdóttir hat zwei Männer ermordet und - angeblich um die Morde zu vertuschen - das Haus niedergebrannt. Diese Tat kannte kein Pardon und daher blüht ihr die Todesstrafe. Da Island zu dieser Zeit nicht über geeignete Gefängnisse verfügt, wird die berüchtigte Möderin kurzerhand auf dem Hof eines Beamten untergebracht, deren Bewohner natürlich nicht begeistert davon sind. Wer will schon eine Mörderin bei sich einquartieren? Pfarrer Thorvardur Jónsson wird der Mörderin als geistiger Beistand zur Seite gestellt und soll ihr den Teufel aus dem Leib predigen. Doch davon hält der junge Geistliche nicht viel und hört sich lieber Agnes’ Geschichte an. Als Leser erfährt man die Ereignisse aus mehreren Perspektiven. An erster Stelle steht Agnes selbst, die sich nicht nur dem Pfarrer anvertraut, sondern gleichzeitig in Erinnerungen schwelgt. Man erfährt, wie sie in diese missliche Lage kam, wie ihr Leben als vernachlässigtes Kind und Magd verlief, und warum sie zu guter Letzt getötet hat. Die Familie des Beamten spielt eine ebenso wichtige Rolle. Durch sie erfährt man, welche Gerüchte über die berüchtigte Mörderin kursieren, wie erschreckend es ist, gar keiner furchterregenden Hexe sondern nur einer normalen Frau gegenüberzustehen, und wie traurig es ist, dass niemand Agnes fragt, warum sie die Männer getötet hat. Dabei zeichnet die Autorin ein plastisches Bild von Island dieser Zeit. Häuser und Höfe sind feuchte Behausungen aus Torf, die Menschen leben eingezwängt in diesen Lehmhütten und sind von harter Arbeit getrieben, weil der nächste Winter bald kommen wird. Es ist nicht nur die Geschichte einer Mörderin, die wahrscheinlich eine Verzweiflungstat begangen hat, sondern lässt den Leser auf das vergangene Island blicken. Dabei war es ein faszinierender Rückblick und gleichzeitig ein interessanter Kulturschock für mich, weil sich Island doch etwas anders als ‚mein‘ Teil von Europa entwickelt hat. Zum Beispiel konnte um 1830 fast jeder Isländer lesen, weil es von der Kirche gefordert wurde, die Sitten waren hart, die Arbeit noch härter, und das Auskommen in diesem feucht-kaltem Part der Welt auch für die besser Gestellten eine körperliche Herausforderung. Die authentische Erzählung der Autorin beruht auf viel Archivmaterial, das sie für ihren Roman verarbeitet hat. Zwar betont Hannah Kent, dass sie sich bei Details großteils auf ihre Fantasie verlassen hat, dennoch fließen unzählige Dokumente ein, die der Autorin als Grundlage dienen. Der Schreibstil ist eher ruhig und die Erzählweise kommt ohne Dramatik aus. Am Beginn wird man mit der Ankunft der Mörderin konfrontiert und erfährt erst nach und nach, was geschehen ist. Dadurch wird ein gutes Quantum Spannung erzeugt, was einem das Buch kaum aus der Hand legen lässt. Zum Ende hin wird es einen Hauch emotionaler, was in Anbetracht der Umstände verständlich ist. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, weil ich mich für Island interessiere und mich die Geschichte von Agnes sehr berührt hat. Es war eine schwierige Zeit, als jede Untat einfach nur eine Sünde war, ohne hinter die Motivation dafür zu blicken. „Das Seelenhaus“ ist meiner Meinung nach für Island-Freunde und historisch Interessierte ein absolutes Lesemuss!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Vom Leben einer Todgeweihten
von einer Kundin/einem Kunden aus Phantasien am 21.01.2015

Man mag fragen, wieso man zum Werk einer jungen Australierin greifen sollte, um in das Island des frühen 19. Jahrhunderts zu reisen. Hannah Kents zügig dahin gleitende Worte nehmen der Frage jegliche Wurzel, reißen den Leser mit sich, lassen ihn gedankenumwölbt und atemlos zurück und machen... Man mag fragen, wieso man zum Werk einer jungen Australierin greifen sollte, um in das Island des frühen 19. Jahrhunderts zu reisen. Hannah Kents zügig dahin gleitende Worte nehmen der Frage jegliche Wurzel, reißen den Leser mit sich, lassen ihn gedankenumwölbt und atemlos zurück und machen Agnes Magnúsdóttir, die Todgeweihte, so lebendig, dass man wider besseren Wissens gegen das unabwendbare Ende hofft. Während eines Schüleraustauschs hörte die Autorin zum ersten Mal von der Magd Agnes Magnúsdóttir, der letzten Person, an der in Island die Todesstrafe vollstreckt wurde. Betroffen und fasziniert meinte die Schülerin, in der Einsamkeit die die historische Figur umrankte, eine Ähnlichkeit zu ihrer eigenen Lage zu erkennen. Sie hielt die Geschichte nah am Herzen, wo sie Jahre später ungeahnte Form annehmen sollte. Mit einem nahenden Studiumabschluss kam die Frage nach der Form der Abschlussarbeit. Schnell war klar: Hannah Kent wollte Agnes Magnúsdóttir noch einmal zum Leben erwecken. In einer nahtlosen Mischung aus Fiktion und mühsam recherchierten Fakten breiten sich vor dem Leser die letzten Monate im Leben der Verurteilten aus. Des Urteils ausharrend muss Agnes den Rest ihrer Tage auf dem Hof eines Beamten im rauen Norden Islands verleben. Nach einem Leben im Dienste anderer kehrt Agnes in die Region ihrer Kindheit zurück. Natürlich beruht dieser Schritt auf einer amtlichen Verfügung, denn von Freude über Agnes' Einzug ist wenig zu spüren. Nur dem Vikar, den man ihr zur Errettung ihrer unsterblichen Seele zur Verfügung stellt, gelingt es, ihr so etwas wie Ruhe und Sicherheit zu geben. Ihm gegenüber öffnet sich die verschlossene Frau und bringt damit nach und nach die Weltanschauung der Zuhörer ins Wanken... Hannah Kent hat hier ein betörend düsteres Erstlingswerk von brachialer Schönheit geschaffen. Fast meint man, den kalten Wind Islands aus den Seiten steigen zu spüren und so blättert man Seite um Seite mit stetig tauber werdenden Fingerspitzen dem Ende entgegen. Ein außergewöhnliches Werk, dem ich so viele Leser wünsche, wie es nur kriegen kann.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
...die letzte Hinrichtung auf Island !
von einer Kundin/einem Kunden am 06.01.2015

1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung . Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie verbringen.... 1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung . Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie verbringen. Die Familie ist entsetzt und voller Misstrauen: eine verurteilte Mörderin in ihrer Mitte , - doch Agnes ist willig bei der Arbeit und fügt sich. Ihrem Seelenheil zur Seite steht ein junger Vikar , mit dem sie intensive Gespräche führt, die nicht zuletzt durch die häusliche Enge bedingt , jeder mithören kann ! So langsam gerät die offizielle Geschichte , die vor Gericht verhandelt wurde ins Wanken ,lässt einen regelrechten Hexenprozess erahnen und so etwas wie Sympathie für Agnes wächst ! Intensiv, düster und spannend ist dieser Roman, dessen Grundlage wahre Fakten, belegt mit vielen Dokumenten - hat ! Agnes kommt immer wieder selbst zu Wort und wir bekommen eine Ahnung ihres Innenlebens und der damaligen Situation der Frauen auf Island ! Lesenswert....

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