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Das Seelenhaus

Roman

(40)
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."
Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.
Portrait
Hannah Kent, geboren in Adelaide, Australien, hat zum ersten Mal während eines Schüleraustauschs in Island die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir gehört. Sie ist die Mitbegründerin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für 'Das Seelenhaus'. Der Roman ist mittlerweile in 20 Länder verkauft. In ihrer Heimat Australien und in England stürmte ihr Erstling die Bestsellerlisten.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 384, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783426425701
Verlag Droemer eBook
Übersetzer Leonie Reppert-Bismarck
eBook
9,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
28
9
2
1
0

Ein eindringlicher Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2015

Hörbuch, 11 Stunden, 57 Minuten gesprochen von Vera Teltz, Tobias Kluckert Ich würde das Buch unter Geschichtsroman einordnen, denn das Buch beruht auf Tatsachen und wurde unter geschichtlichen Aspekten recherchiert. Wie der Verlag auf „Krimi“ kommt, ist mir rätselhaft, denn niemand ermittelt hier und ein Thriller ist es auf keinen... Hörbuch, 11 Stunden, 57 Minuten gesprochen von Vera Teltz, Tobias Kluckert Ich würde das Buch unter Geschichtsroman einordnen, denn das Buch beruht auf Tatsachen und wurde unter geschichtlichen Aspekten recherchiert. Wie der Verlag auf „Krimi“ kommt, ist mir rätselhaft, denn niemand ermittelt hier und ein Thriller ist es auf keinen Fall. Das Buch beschreibt schlicht die Lebensgeschichte einer Magd auf Island, Bezugnehmend auf 1828. Die Magd Agnes Magnúsdóttir wurde wegen Mordes zum Tode verurteil, in Tateinheit mit einer weiteren Magd und einer männlichen Person, einen Bauern umgebracht zu haben. Sie wartet nun auf die Vollstreckung der Strafe. Dazu wird sie auf ein einsames Gehöft gebracht. Natürlich haben die Bewohner Angst vor der Mörderin. Agnes darf sich einen Geistlichen zum Beten aussuchen, der sie erläutert. Diesem jungen Vikar Thorvardur Jónson, genannt Tóti, zu dem sie Vertrauen fasst, erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Tóti ist fasziniert. Agnes betet weder mit ihm, noch lässt sie sich läutern, Agnes redet. Die Bauernhäuser damals waren kleine Torfhütten und das gesamte Leben fand in einem Raum statt, indem auch alle gemeinsam schliefen. Entweder war es eiskalt oder zu warm in den Häusern, in denen die Luft stand, es ständig feucht war, sich Schimmel an der Wand bildete und man oft von herunterfallenden Torfstückchen getroffen wurde. Dung und Torf diente im Winter als Heizmaterial, die mit beißendem Qualm den Raum füllten. In dieser Enge kommen die anderen nicht umhin, mitzuhören und Stück für Stück erfahren sie, dass die Agnes ein Mensch mit einer Geschichte ist, kein böses Monster. Agnes macht sich sehr nützlich auf dem Hof und wird nach einer Weile als vollwertiges Mitglied der Hofgemeinschaft angenommen. Je länger Agnes Geschichte wird, umso mehr Vertrauen erhält sie von den Hofmitgliedern. Von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen, schon auf Grund der schönen Sprache. Man fröstelt bei der Beschreibung der kargen Landschaft, der ärmlichen Hütten, dem kargen Essen. „Sie kochte schleimige Moossuppe.“ Die Beschreibung der Zeit, ihrer Sitten, ist exzellent. Geprägt von strengem Katechismus, Glaube, harter Arbeit wird dem Leser das damalige Island präsentiert. Kälte und Dunkelheit bestimmt einen Großteil des Lebens. Wir tauchen ein in die Seele von Agnes, die sich nicht beklagt. Ihre Mutter gebar zwei uneheliche Kinder (wahrscheinlich hatte der Bauer sie vergewaltigt, bei dem sie arbeitete) und ließ die Kleinen irgendwann im Stich, weil sie stellungslos wurde, sie war schwanger. Die Gemeinde gab Agnes zu Zieheltern, die gut zu ihr waren, der Bauer sie aber nach ein paar Jahren zurückgab, da die Frau im Kindbett verstorben war (bei Eis und Schnee konnte man keine Hilfe holen) und durch eine schlechte Ernte der Bauer den Hof aufgab. Von nun an fristet die intelligente Frau das Dasein einer Magd, ein Leben voller Pflichten, mit wenig Rechten. Eine Geschichte über Vertrauen, Verrat und Lügen, von Gewalt, von der Übermacht der Männer: „Männer durften tun und lassen, was sie wollten.“ Ein Leben in einer düsteren Zeit in einem kargen, düsteren Land, einer geteilten Moral. Die Pfarrer mussten beim Landrat damals über jede Person Zeugnis ablegen. Menschen wurden als gut oder schlecht bewertet, je nachdem, wie gut sie des Katechismus mächtig waren. Es herrscht eine hohe Moral und Mägde, die uneheliche Kinder bekommen, werden in Schande vom Hof verwiesen, auch wenn klar war, dass das Kind ein Produkt der ewigen Vergewaltigung des Hofherren war. Auch Alkohol ist ein großes Thema. Agnes war stolz und hatte einen eigenen Kopf, konnte lesen und schreiben: „Aber die Leute merkten, dass ich denken kann, und sie finden, dass man einer denkenden Frau nicht trauen kann.“ Agnes Geschichte ist traurig, aber auf keinen Fall ein Einzelfall. Wir erfahren aber, dass ein Leben als freier Bauer auch nicht wesentlich besser bestellt war, als das von Magd und Knecht. Der Leser taucht ein in die Gedanken von Agnes und die der Bewohner des Hofs, des Vikars, taucht ein in ein hartes entbehrungsreiches Leben, das von Düsternis und Tod gekennzeichnet ist. Die Toten des Winters werden im Stall gelagert, auf dem gefrorenen Fisch. Die Rechtssprechung der damaligen Gesellschaft wird in diesem Roman geschickt dargestellt. Ein Gesellschaftsroman, zum Anfang des 19. Jahrhunderts, der das Leben der Klassengesellschaft der Isländer wiederspiegelt. Hannah Kent wertet nicht, sie lässt ihre Figuren berichten, eindringlich und atmosphärisch. Die große Erzählkunst der Autorin lässt niemanden unberührt zurück. Das Buch war nominiert für den Women's Prize for Fiction 2014, mit Recht.

....die letzte Hinrichtung auf Island !
von einer Kundin/einem Kunden am 06.01.2015

1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung ! Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie... 1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung ! Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie verbringen. Die Familie ist entsetzt und voller Misstrauen: eine verurteilte Mörderin in ihrer Mitte , - doch Agnes ist willig bei der Arbeit und fügt sich. Ihrem Seelenheil zur Seite steht ein junger Vikar , mit dem sie intensive Gespräche führt, die nicht zuletzt durch die häusliche Enge bedingt , jeder mithören kann ! So langsam gerät die offizielle Geschichte , die vor Gericht verhandelt wurde ins Wanken ,lässt einen regelrechten Hexenprozess erahnen und so etwas wie Sympathie für Agnes wächst ! Intensiv, düster und spannend ist dieser Roman, dessen Grundlage wahre Fakten, belegt mit vielen Dokumenten - hat ! Agnes kommt immer wieder selbst zu Wort und wir bekommen eine Ahnung ihres Innenlebens und der damaligen Situation der Frauen auf Island ! Lesenswert....

Das Sellenhaus
von I. Schneider aus Mannheim am 21.08.2014

Island im Jahr 1828: Die Magd Agnes Magnusdottir wird zusammen mit ihren Mittätern Fridrik und Sigga wegen Mordes an ihrem Geliebten und Brotgeber Nathan und dessen Freund zum Tode verurteilt. Der zuständige Landrat Blöndal beschliesst Agnes auf das Gut des Dienstmannes Jon Jonsson und dessen Familie zu bringen, wo... Island im Jahr 1828: Die Magd Agnes Magnusdottir wird zusammen mit ihren Mittätern Fridrik und Sigga wegen Mordes an ihrem Geliebten und Brotgeber Nathan und dessen Freund zum Tode verurteilt. Der zuständige Landrat Blöndal beschliesst Agnes auf das Gut des Dienstmannes Jon Jonsson und dessen Familie zu bringen, wo sie bis zu ihrer Hinrichtung bleibt. Zur Seite gestellt bekommt sie den Vikar Toti, der sie zur Reue bringen soll. Sie findet auf dem Gut starke Ablehnung und Hass gegen ihre Person vor. Aber Agnes erzählt nach und nach ihre Geschichte, die Geschichte ihres Lebens und ihrer Liebe, nach der sie in den Augen der Familie Jonsson, ganz besonders der Mutter Margret, nicht mehr als Mörderin gesehen wird. Doch jede Hilfe und jeder Einsatz kommt zu spät. Ein packender Roman um die junge Agnes Magnusdottir, die als letzte Person in Island hingerichtet wurde.


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