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Das Auge

Roman. Deutsche Erstausgabe

(6)
Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?








Portrait
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-67703-6
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 188/119/32 mm
Gewicht 291
Originaltitel Alarms (AT)
Verkaufsrang 5.870
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Auf Stephen Kings Spur
von Krimisofa[dot]com am 14.11.2017

Hätten wir nicht alle gerne übersinnliche Kräfte? Durch die Zeit reisen zum Beispiel, oder fliegen wie Superman, oder allwissend sein. Oder lediglich sehen können was irgendwo auf der Welt gerade passiert – das ist durch das Internet und Webcams heute natürlich schon möglich, aber dazu müssen sowohl Sender als... Hätten wir nicht alle gerne übersinnliche Kräfte? Durch die Zeit reisen zum Beispiel, oder fliegen wie Superman, oder allwissend sein. Oder lediglich sehen können was irgendwo auf der Welt gerade passiert – das ist durch das Internet und Webcams heute natürlich schon möglich, aber dazu müssen sowohl Sender als auch Empfänger aktiv sein. Aber darum ging es Richard Laymon bei „Das Auge“ nicht, denn als dieser lebte, war das Internet für den Alltagsgebrauch höchstens in Kinderschuhen, denn die Originalausgabe von "Das Auge" erschien erstmals 1992; Laymon beschritt damals die Pfade Stephen Kings, denn in dem Buch geht es um Telepathie. Die Hauptperson in dieser Geschichte ist Melanie. Melanie studiert, was genau, erfährt man nicht, aber da sie in einem Orchester Violine spielt, liegt der Schluss nahe, dass sie etwas künstlerisches studiert, vielleicht sogar Musik. Auch weiß man nicht, wie alt Melanie ist, nur, dass sie wesentlich jünger als ihr Freund Bodie ist – aber selbst der dürfte maximal Ende 20 sein, denn er steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums. Was wir allerdings detailliert über die Violinistin erfahren, ist, wie ihre Brüste aussehen. Und spätestens, wenn wir das erfahren, wissen wir, dass es sich bei „Das Auge“ um einen Laymon handelt, denn solche Beschreibungen waren Laymon Steckenpferd. Was wir noch erfahren – und hier kommen wir zum Kern der Geschichte – ist, dass Melanie immer wieder mal Visionen hat. Und die aktuelle, die sich während eines Konzertes ihres Orchesters ereignete, macht ihr klar, dass irgendetwas schlimmes mit ihrem Vater passiert sein muss. Der Clou am Stil der Geschichte ist, dass Melanie zwar die Hauptperson ist, man ihre Sicht aber weder in der ersten, noch in der dritten Person erzählt bekommt, sondern über Bodie eher aus zweiter Hand. Dadurch ahnt man zwar, dass Melanie ein ziemlich bescheidenes Selbstvertrauen hat, weil sie ihrer Schwester Pen das Aussehen neidet und deshalb eine latente Fehde gegen sie führt, aber fix ist es nicht. Pen dürfte tatsächlich unfassbar gut aussehen, hat aber ihre ganz eigene Geschichte, die man nach und nach erfährt. Generell ist „Das Auge“ vermutlich eines von Laymons tiefgründigsten Geschichten, bei denen es ausnahmsweise nicht um random Teenagers geht, die irgendetwas gemeinsam unternehmen. Auch der sexuelle Aspekt ist eher zurückhaltend. Ich würde „Das Auge“ auch nicht als Horror bezeichnen, sondern eher als unterhaltsame Geschichte, in der mehrere Genres aufeinander treffen; unter anderem Drama, Mystik und Krimi, garniert mit einer Prise Erotik – jedenfalls aber ein Buch, das ich nur schwer weglegen konnte. Was wirklich gut und zeitweise witzig geschrieben ist, sind die inneren Dialoge der Charaktere. Wenn sie mit sich selbst diskutieren, als würde auf der linken Schulter ein Engelchen und auf der rechten ein Teufelchen sitzen. Das kenne ich so und in dieser Häufigkeit nur von Laymon und macht die Geschichte auch lebensnah, denn vermutlich haben wir alle schon solche Diskussionen in unserem Kopf geführt. Der Showdown ist ziemlich actionreich und hier blitzen dann auch Horror-Elemente durch – zumindest wäre es für mich der blanke Horror, wenn ich diese Szenen verfilmt sehen würde. Was mich verwirrt hat – und das ist tatsächlich der einzige Kritikpunkt – ist ein abrupter Szenenwechsel von Bodie zu Pen auf Seite 32. Wobei das vielleicht ein Fehler ist, der nur in den Rezensionsexemplaren ist. Viel verloren gegangen ist dabei jedenfalls nicht. Tl,dr: „Das Auge“ ist eines der tiefgründigsten Bücher von Richard Laymon, das ich bis jetzt gelesen habe und eines, das ich nur schwer weglegen konnte. Es ist kein reiner Horror, sondern ein Mix aus mehreren Genres, wobei die Erotik, für die Laymon bekannt war, hier eher im Hintergrund rückt, aber immer wieder aufblitzt.

Mein Leseeindruck
von Diana Jacoby aus Bretten am 18.10.2017

Bodie rutschte und zappelte auf dem Stuhl mit der steinharten Rückenlehne herum, um irgendwie eine bequeme Sitzposition zu finden. (1. Satz) Wie von seinen bisherigen Hardcore Romanen gewohnt, lässt RICHARD LAYMON den Leser auch dieses Mal nicht lange zappeln und konfrontiert ihn direkt mit dem Grauen. Dieses Mal in Form... Bodie rutschte und zappelte auf dem Stuhl mit der steinharten Rückenlehne herum, um irgendwie eine bequeme Sitzposition zu finden. (1. Satz) Wie von seinen bisherigen Hardcore Romanen gewohnt, lässt RICHARD LAYMON den Leser auch dieses Mal nicht lange zappeln und konfrontiert ihn direkt mit dem Grauen. Dieses Mal in Form von Visionen. Es ist Melanie. Bei ihrer letzten Vision ist ihre Mutter gestorben. Und nun ....? Schnell wird dem Leser klar, worauf alles abzielt. Enge familäre Bindung, Angst verlassen zu werden, Gewalt. Und ab und zu spritzt auch mal wieder Blut. Na ja, ein echter LAYMON eben. Die geringe Anzahl der Protagonisten sind charakterlich gut aufeinander abgestimmt, wenngleich ihre Handlungen auch nicht immer wirklich schlüssig erscheinen. Auch das Umfeld wird gut und ausreichend beschrieben. Auffällig ist, dass es in DAS AUGE eher etwas gesetzter zugeht. Die brutalen Szenen sind deutlich minimierter, als in anderen seiner Werke. Es ist eher ein etwas gemächlicher Thriller. Als Hardcore würde ich ihn auf keinen Fall beschreiben. Nicht so ganz schlüssig ist mir das Coverbild. Irgendwie kann ich keine Verbindung zur Story finden. Oder soll der Türspion nur ein Auge darstellen? Fazit Der Verlag bietet DAS AUGE als Roman an. Hier sollte man sich auf keinen Fall täuschen lassen. Denn "nur" ein Roman ist es auf keinen Fall. Als Hardcore würde ich ihn aber auch nicht beschreiben. Für mich ist es ein Thriller mit eignen deftigen Szenen. Ich bin gespannt, wie viele Bücher des Autors noch erscheinen werden.

Habe mehr erwartet
von Emma´s Bookhouse aus Berlin am 26.12.2017

Das Auge ? Richard Laymon Inhalt: Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen ? grausame Dinge ? Menschen, die sterben ? Blut ? Sie glaubt an ihre Visionen ? Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht ? vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig ?Wer weiß? Mein Fazit: Zum Cover: Schlicht... Das Auge ? Richard Laymon Inhalt: Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen ? grausame Dinge ? Menschen, die sterben ? Blut ? Sie glaubt an ihre Visionen ? Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht ? vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig ?Wer weiß? Mein Fazit: Zum Cover: Schlicht und einfach gehalten wie die meisten Bücher von Laymon. Zur Geschichte: Wer hier jetzt einen typischen Laymon erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Der Klappentext klang so vielversprechend und ich dachte, ja das ist was gutes doch leider nur am Anfang. Melanie hat eine Vision und denk ihrem Vater oder ihrer Schwester ist etwas furchtbares passiert. Daraufhin fährt sie mit ihrem Freund Bodie sofort nach Kalifornien um sich selbst zu überzeugen das alles in Ordnung ist. Währenddessen bekommen wir einen Einblick in Pen´s Leben, sie ist eine kleine unbekannte Krimiautorin. Eines Abends erhält sie obszöne Anrufe, sie dreht dann völlig durch und gerät in Panik. Ich habe hier gehofft wieder mal ein richtigen schönen Laymon zu lesen , aber für mich war es leider nur ein Familiendrama. Wir haben hier Sex was ja typisch für Laymon ist, aber mir fehlte der Horror. Ansonsten ist das Buch super geschrieben. Die Kapitellänge ist perfekt, nicht zu lang und auch nicht zu kurz. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell und einfach. Die Seitenzahl ist auch angenehm, so dass man mit dem Buch fertig ist ohne es zu merken. Ich habe mir auch hier wie schon zuvor bei ? Der Tür ? einfach mehr erhofft. Ich gebe hier 3 von 5 Sternen, weil es einfach kein Hardcore ist, eher Familiendrama


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