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Das Atmen der Bestie

Thriller

(2)

Als der alte Seymour Willis zu mir ins Gesundheitsamt kam, hielt ich ihn für verrückt.
»Okay. Und Ihr Problem ist Lärm im Haus?«
»Nicht Lärm«, sagte er sanft. »Atmen.«
»Vielleicht strömt ja ein Luftzug durch Ihren Kamin? Manchmal bläst die Luft durch einen alten Schornstein herab und findet ihren Weg durch Risse in den Ziegelstei­nen der Feuerstelle.«
Er schüttelte den Kopf.
»Hören Sie Kratzen? Füßegetrampel? Irgend so etwas?«
Er schüttelte wieder den Kopf.
»Es atmet, das ist alles. Wie ein Hund an einem heißen Tag. Es keucht und keucht, die ganze Nacht lang - und manchmal keucht es sogar am Tag.«
Anmerkung des Autors: Den Dämon, dem Sie in diesem Buch begegnen werden, war (und ist) ein echter indianischer Dämon. Die Legenden, von denen Sie hören werden, sind in den Zelten der großen Medizinmänner schon vor langer Zeit erzählt worden.
Es ist selbstverständlich möglich, die übernatürlichen Kräfte des indianischen Volkes einfach als Aberglaube abzutun. Doch während ich über diese besonders bösartige Erscheinung schrieb, erlebte ich eine Pechsträhne voller eigenartiger Zufälle. Unvorhersehbare Ereig­nisse brachen über mich herein: Der Tod meines Stiefvaters, ein Verkehrsunfall bei 70 km/h, bei dem mein neuer Mustang gegen eine Mauer krachte, meine Frau wurde ebenfalls in einen Verkehrsunfall verwickelt, außerdem verlor ich zahllose persönliche Dinge, etwa Scheck­bücher und Andenken. Seltsam war auch, dass ich beim Schreiben immer wieder ins völlig Nebensächliche abirrte. Es war, als ob das Buch sich dagegen sträubte geschrieben zu werden.
Aber jetzt ist es fertig, endlich, und ich hoffe, dass Sie die unheimliche Vergangenheit Amerikas nun etwas besser verstehen wer­den und dass dieses Buch Ihnen auch für zukünftige Gedanken hilfreich sein wird.
Falls Sie es überhaupt wagen - denn dieser Dämon verzeiht nicht ...
Peter James: 'Masterton erzählt die einzigartigsten und schaurigsten Geschichten.'
L'Express Paris: 'Mastertons Romane sind faszinierend, gewagt und gespenstisch zugleich ... aber immer hervorragend recherchiert.'
San Francisco Chronicle: 'Der Hohepriester des Schreckens, der würdige Erbe von Edgar Allan Poe!'
Le Figaro­ 'Graham Masterton ist ein Großmeister der Angst!'

Portrait
Graham Masterton ist der Verfasser mehrerer hochgelobter Horrorromane. Er wurde für den "Bram Stoker Award" und den "World Fantasy Award" nominiert und erhielt einen "Special Edgar Award" der "Mystery Writers Of America".
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.01.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783865522726
Verlag Festa Verlag
Verkaufsrang 2.096
eBook
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Indianischer Horror
von NiWa aus Euratsfeld am 21.05.2018
Bewertet: Taschenbuch

Seymour Willis macht sich auf den Weg ins Gesundheitsamt, weil er sich nicht mehr zu helfen weiß. Dort hält man ihn für verrückt, weil sein Problem absolut unglaubwürdig klingt. Der alte Mann behauptet, dass sein Haus atmet. Zuerst schiebt es der Gesundheitsbeamte John Hyatt auf Senilität, denkt sich aber,... Seymour Willis macht sich auf den Weg ins Gesundheitsamt, weil er sich nicht mehr zu helfen weiß. Dort hält man ihn für verrückt, weil sein Problem absolut unglaubwürdig klingt. Der alte Mann behauptet, dass sein Haus atmet. Zuerst schiebt es der Gesundheitsbeamte John Hyatt auf Senilität, denkt sich aber, dass ein merkwürdiger Lärm im Haus durchaus gesundheitsschädliche Folgen haben kann. Er erbarmt sich des Mannes und begibt sich zum Lokalaugenschein. In dem Haus stellt John Hyatt fest, dass die Geräusche durchaus wie Atem klingen und der alte Seymour Willis doch nicht altersbedingter Senilität verfallen ist. Nun holt er sich einen weiteren Kollegen zu Rate, um den häuslichen Geräuschen auf den Grund zu gehen. Auf sie wartet Schauriges ... Protagonist John Hyatt erzählt in der Ich-Perspektive aus erster Hand. Daher weiß man zumindest schon, dass er das Spektakel einigermaßen unbeschadet überstehen wird. Er ist ein engagierter junger Mann, der seine Tätigkeit beim Gesundheitsamt ernst nimmt, ohne übertrieben motiviert zu wirken. Der Einstieg in den Roman ist spannend, sogartig und sehr faszinierend. Ich mag es besonders gern, wenn Horror-Romane mit alltäglichen Situationen beginnen und so eine wartet hier: Der alte Seymour Willis kommt ins Gesundheitsamt und erzählt von seinem Problem. John Hyatt bringt es nicht über's Herz den Senioren abzuweisen und nimmt sich seiner an. Darauf folgen etlichen gruselige Szenen, die an Horror-Filme aus den 1970er-Jahren denken lassen. Es wird ein Drink genommen und das Grauen baut sich langsam auf. Bis hierhin mochte ich es extrem gern und die ersten übernatürlichen Elemente und Begegnungen fand ich durchaus packend. Autor Graham Masterton baut richtig grausliche Szenen ein ohne allzu blutrünstig zu werden. Er spielt mit der Vorstellungskraft des Lesers und an manchen Stellen hatte ich ekelerregende Bilder im Kopf. Thematisch hat sich Graham Masterton stark an indianischen Mythen und Legenden orientiert. Im Vorwort geht er zudem auf die Hintergründe zu diesem Roman ein und betont, dass er ?echte? Indiander-Sagen verwendet hat. Der weitere Hergang der Handlung war dann weniger meins, weil alles sehr glatt gegangen ist. Die Horror-Elemente basieren eben auf indianischen Sagen und Legenden und daher ist ein indianischer Schamane nicht weit, der die nachfolgenden Ereignisse steuert. Weitere Figuren betreten die Bildfläche, die sich erstaunlicherweise ziemlich schnell vom übernatürlichen Charakter des Geschehens überzeugen lassen. Meiner Meinung nach ist dieses Verhalten nicht einleuchtend, weil man wahrscheinlich erst an letzter Stelle eine transzendente Erklärung glaubt. Hier hat mir mehr Widerstand gefehlt, weil die mysteriöse Bedrohung zu einfach hingenommen wird. Im späteren Verlauf summieren sich die Actionszenen, ein Inferno hebt San Francisco aus den Angeln und ein boshafter Dämon sorgt für Unheil. Das letzte Drittel hat Blockbuster-Niveau und liest sich dementsprechend eintönig. Die Gruselstimmung ist dahin, es geht um?s nackte Überleben und daher werden scharfe Geschütze aufgefahren, was mich auch nicht mehr beeindrucken konnte. Auf jeden Fall entspricht ?Das Atmen der Bestie? ganz den Horror-Romanen seiner Zeit aus den 1970er-Jahren und ist trotz meiner Kritikpunkte gut zu lesen. Man darf sich nur kein allzu schauriges Ambiente erwarten, sondern es ist eher ein Thriller auf Action-Niveau, der auf Horror-Elementen basiert.

Spannend, fesselnd - grandios!
von Book-addicted am 01.10.2017
Bewertet: Taschenbuch

?-> Story + Charaktere: John Hyatt ist ein gewöhnlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und es ist ein gewöhnlicher Tag - bis Seymour Willis zu ihm ins Büro kommt und um Hilfe bittet: denn sein Haus atmet. Zuerst nimmt John die Bitte des alten Herrn nicht ernst und glaubt an einen... ?-> Story + Charaktere: John Hyatt ist ein gewöhnlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und es ist ein gewöhnlicher Tag - bis Seymour Willis zu ihm ins Büro kommt und um Hilfe bittet: denn sein Haus atmet. Zuerst nimmt John die Bitte des alten Herrn nicht ernst und glaubt an einen Luftzug, der für merkwürdige Geräusche sorgt. Doch irgendwie will ihm Seymour Willis nicht aus dem Kopf gehen und so entschließt er sich, gemeinsam mit einem Kollegen bei dem Alten aufzukreuzen und der Sache auf den Grund zu gehen. Dort angekommen, stellen sie fest... das Haus atmet wirklich. Doch durch was wird das Atmen hervorgerufen? Das versuchen John und sein Kollege Dan schließlich herauszufinden, doch irgendetwas scheint sich gegen sie verschworen zu haben... John schart ein paar Leute um sich, die bereit sind, das Geheimnis um das Haus zu lüften und wir erleben nicht nur spannende, sondern auch gruselige Momente mit ihnen. Auch wenn Graham Masterton im Vergleich zu anderen Horror-Autoren mit seinen Grausamkeiten eher etwas hinter dem Berg hält, weiß er dennoch blutige Szenen zu beschreiben - aber in Maßen - und gibt so dem Horror-Roman den richtigen Touch. Auch der Grusel kommt nicht zu kurz und wer sich für indianische Mythologie, Dämonen, etc. interessiert, kommt auf alle Fälle auf seine Kosten. Die Charaktere gefielen mir ebenfalls richtig gut, denn auch wenn man sie nicht im Detail kennenlernt, so genügen die Informationen die man erhält doch auf jeden Fall, um mit den Charakteren mitzufühlen - und an deren Seite mitzufiebern! Besonders toll fand ich George Thousand Names, den indianischen Medizinmann, denn er lehrt uns nicht nur einiges über die Indianer, sondern strahlt auch eine Ruhe und eine sympathische Art aus, die mir unsagbar gut gefallen hat. -> Schreibstil: Mastertons Schreibstil ist fesselnd, sehr bildgewaltig und angenehm. Der Roman wurde aus Sicht des Protagonisten John Hyatt in Vergangenheitsform verfasst. ?-> Gesamt: Graham Masterton ist ein Meister, ein wahrer Meister des Horror! Auch "Das Atmen der Bestie" konnte mich wieder auf voller Linie erzeugen, denn neben einer wahnsinnig spannenden Story und interessanten Charakteren bietet uns der Autor auch einen guten Einblick in indianische Mythologie. Wertung: 5 von 5 Sterne!