Couchsurfing im Iran

Meine Reise hinter verschlossene Türen

(15)
Eine Bikiniparty in der Pilgerstadt Mashhad, eine Übernachtung neben dem Atomkraftwerk Bushehr, ein Sadomaso-Geheimtreffen in Teheran: Im Iran erlebt Stephan Orth Abenteuer, die kein Reiseveranstalter jemals in seinen Katalog schreiben würde. Als Couchsurfer tauscht er Hotel gegen Privatquartier und lernt das Land so von seiner ganz privaten Seite kennen. Denn hinter verschlossenen Türen fällt der Schleier und mit ihm die Angst vor den Sittenwächtern.
Ob beim Rotwein-Besäufnis mit einem persischen Prinzen oder bei einem Wohnzimmer-Date mit versammelter Großfamilie, im stinkenden Schmugglerbus oder im rasenden Kleinwagen: Jede neue Begegnung fügt sich als Puzzleteil ein in das Gesamtbild eines Landes, dessen Realität komplett anders ist, als die Klischees vermuten lassen. Und schließlich werden noch zwei der letzten Geheimnisse aufgedeckt: wie die Einheimischen es anstellen, in einer Apotheke Wodka zu kaufen – und warum sie die unsägliche Popgruppe Modern Talking so lieben.
Ein mitreißend erzähltes Buch über die kleinen Freiheiten und großen Sehnsüchte der Iraner.
Rezension
"Dem Leser geht es ähnlich wie dem Autor selbst: Die Herzlichkeit dieser Menschen und die Normalität ihres Alltags lässt zwischendurch vergessen, in welch autoritär regiertem Land er unterwegs ist. Das Bild des Iran ist nach der Lektüre ein anderes.", Abenteuer Wege
Portrait
Stephan Orth, Jahrgang 1979, studierte Anglistik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbstständig machte. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach mit dem Columbus-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor des Nr.1-Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. Bei Malik erschienen seine Bücher »Opas Eisberg« und »Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen«, das Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte und dort mehr als 70 Wochen lang vertreten war. Seit März 2017 ist der Nachfolger »Couchsurfing in Russland« erhältlich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89029-454-4
Verlag MALIK
Maße (L/B/H) 216/134/30 mm
Gewicht 450
Abbildungen mit 48 Farbfotos, 35 Schwarz-Weiß-Abbildungen und einer Karte
Verkaufsrang 23.513
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„Spannender Kontrast zwischen Realität und gesellschaftlichen Konventionen“

Nina Oberngruber, Thalia-Buchhandlung Linz

Rucksackreisen und Couchsurfing sind im Iran verboten, trotzdem wagt der Autor die Reise und darf einen seltenen Blick auf das private Leben junger Iraner werfen, die ihre eigenen Wege finden, sich mit den strengen gesellschaftlichen Regeln des Irans zu arrangieren. Spannend und unterhaltsam geschrieben! Rucksackreisen und Couchsurfing sind im Iran verboten, trotzdem wagt der Autor die Reise und darf einen seltenen Blick auf das private Leben junger Iraner werfen, die ihre eigenen Wege finden, sich mit den strengen gesellschaftlichen Regeln des Irans zu arrangieren. Spannend und unterhaltsam geschrieben!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Die unbekannte Seite des Irans
von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2016

Dieses außergewöhnliche Buch lässt uns einen Blick hinter die verschlossenen Türen der iranischen Republik erhaschen, an diesem Ort wo die Schleier fallen. Stephan Orth begibt sich auf eine zweimonatige Reise durch den „Schurkenstaat“, stellt dabei jegliche Klischees und Vorurteile in den Schatten und erlebt eine einzigartige Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Der... Dieses außergewöhnliche Buch lässt uns einen Blick hinter die verschlossenen Türen der iranischen Republik erhaschen, an diesem Ort wo die Schleier fallen. Stephan Orth begibt sich auf eine zweimonatige Reise durch den „Schurkenstaat“, stellt dabei jegliche Klischees und Vorurteile in den Schatten und erlebt eine einzigartige Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Der Iran ist ein Land in dem 60% der Bevölkerung jünger als 30 Jahre alt ist. Die demografische Wucht für Veränderung spürt man zwischen vielen Zeilen dieses Buches. Offiziell ist jeder Muslim und die Frauen sind verschleiert, doch viele von ihnen führen ein Doppelleben jenseits der Augen der Öffentlichkeit. Über das Netzwerk coachsurfing.org, in dem Mitglieder fremden Reisenden das heimische Sofa kostenlos zur Übernachtung anbieten, findet Stephan Orth seine Gastgeber. Obwohl Coachsurfing im Iran streng verboten ist (aus Angst vor Spionen) mangelt es nicht an Angeboten, insgesamt sind es 13‘000 iranische Mitglieder. Während seiner Reise auf der er lieber nicht erwähnt, dass er Journalist ist, schleicht er sich nachts heimlich zu den Türen seiner Gastgeber und auf den Strassen darf er sich nur mit gesenkter Stimme mit ihnen auf Englisch unterhalten. Auf seiner turbulenten Reise erlebt er so einiges. In der heiligen Stadt Mashhad geht er auf eine Bikiniparty, die hinter 4 Meter hohen Mauern stattfindet, er besucht ein Sadomasotreffen in Teheran und wird spontan auf eine Hochzeit eingeladen, auf der alle Frauen kurze Röcke tragen, dies ist aber „no problem“, denn die örtliche Polizei hat sich ein stattliches Bündel Geldscheine daran verdient. Im Westen des Irans trifft er Ehsan, der pro Jahr 600 Liter Wein produziert. Wenn er erwischt würde, müsste er pro Liter ein Jahr ins Gefängnis, das bedeutet für ihn 600 Jahre, aber abhalten lässt er sich davon noch lange nicht. Stephan Orth macht da Urlaub wo andere eine Diktatur führen. Sein Buch ist voller Humor mit einer Prise Ernst, es verzaubert aber macht einen gleichzeitig auch wütend auf diesen wohlhabenden Staat, der seinen Bürgern eine Staatsreligion aufzwingt. Mich, als persönliche Couchsurfingreisende, hat dieses Buch fasziniert, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es zeigt eine völlig andere, unbekannte Seite des Irans. Dies ist ein Buch für alle, die abenteuerliche Reisen lieben, aber auch für diejenigen, die sie lieber nur auf dem Sofa erleben.

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Der Iran zwischen strenger Koranauslegung und westlicher Orientierung
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2017

Da auch mir der Iran lange nur durch das farbenprächtige persische Reich oder die aktuell doch meist negativen Schlagzeilen (Menschenrechtsverletzungen, fehlende Pressefreiheit, Atomraketentests) bekannt war, habe ich mich sehr auf diesen Reisebericht gefreut. Der junge Reisejournalist Stephan Orth reist als Couchsurfer kreuz und quer durch dieses immer noch... Da auch mir der Iran lange nur durch das farbenprächtige persische Reich oder die aktuell doch meist negativen Schlagzeilen (Menschenrechtsverletzungen, fehlende Pressefreiheit, Atomraketentests) bekannt war, habe ich mich sehr auf diesen Reisebericht gefreut. Der junge Reisejournalist Stephan Orth reist als Couchsurfer kreuz und quer durch dieses immer noch recht unbekannte Land und schildert detailliert seine vielen Eindrücke und Erlebnisse. Ich fand seinen Bericht sehr interessant und aufschlussreich, muss aber einwenden, dass vor allem das junge Iran zu Wort kommt. So erfahren wir von geheimen Partys, freizügigen Hochzeiten, Facebookbekanntschaften und nächtlichem Angeln. Aber auch ein kurzer geschichtlicher Exkurs zum Golfkrieg fehlt nicht, besucht er doch mit Einheimischen ein Freilicht-Kriegsmuseum.

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Für Reisen vom Sofa aus =)
von Vorzeigbar aus Köln am 23.11.2016

Stephan Orth hat eine verbotene Art des Reisens, nämlich das Couchsurfen, in einem Land genutzt, dass für uns mit vielen Vorurteilen behaftet ist – dem Iran. Dabei hat er die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, die aber alle ihre Herzlichkeit und westliche Zugewandtheit gemeinsam haben. Er beschreibt seine Erlebnisse sehr humorvoll... Stephan Orth hat eine verbotene Art des Reisens, nämlich das Couchsurfen, in einem Land genutzt, dass für uns mit vielen Vorurteilen behaftet ist – dem Iran. Dabei hat er die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, die aber alle ihre Herzlichkeit und westliche Zugewandtheit gemeinsam haben. Er beschreibt seine Erlebnisse sehr humorvoll und erlebt so manche Überraschung. Dabei gewinnt er ein völlig neues Bild, denn alle Menschen, die ihm begegnen sind westlich sehr zugewandte junge Iraner, die keine andere Wahl haben, als hinter verschlossenen Türen zu „rebellieren“. Sie haben Angst für uns ganz normale und selbstverständliche Dinge auf offener Straße zu tun, weil sie im Iran verboten sind. Sie sehnen sich nach Freiheit und viele träumen davon nach Europa auszuwandern. Daher mangelte es Stephan Orth auch nie an einem Schlafplatz. Ich fand es jedes Mal wieder lustig mit welch trockenem Humor er alles beschreibt. Trotzdem schaffte er es mich auch jedes Mal mitfiebern zu lassen, wenn er in eine brenzlige Situation geriet oder es um eine Visumsverlängerung ging. „Der Mann, der aussteigt, sieht aus wie die afghanische Version von Johnny Depp […]. Beim Casting für einen al-Qaida-Kinofilm würde man ihn vor allen anderen Kandidaten reinlassen, schon aus Angst, dass er sonst wütend werden könnte. Es rumpelt ein bisschen im hinteren Bereich des Busses, es riecht nach Benzin, ein Tankstopp also.“ Seite 76 Obwohl der Schreibstil eher einfach und ehrlich ist, konnte mich der Reisebericht sehr gut unterhalten und war ein kurzweiliger Ausflug in ein fremdes Land. Die sehr eindrücklichen und schönen Fotos haben die Erlebnisse wunderbar untermalt und es gefiel mir, die Menschen aus den Erzählungen dort wiederzufinden. Ich konnte viele interessante Einblicke in dieses Land, dass uns in vieler Hinsicht so fremd ist, gewinnen. Es steckt viel mehr dahinter, als man durch die Nachrichten erfährt. Der Iran ist ein spannendes und vielschichtiges Land und Stephan Orths Geschichte hat mir dieses viel näher gebracht und gleichzeitig auch meine Neugierde auf das Couchsurfing geweckt. Für all die, die gerne ihren Horizont erweitern möchte, für die, die sich selber auf die Reise begeben wollen und auch für die, die lieber vom heimischen Sofa in die Welt hinaus ziehen. vorzeig-bar.blogspot.de

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