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„Briefe ohne Unterschrift“

Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte

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Eine sensationelle, wahre Geschichte - Als Briefeschreiben noch gefährlich war
Sie schreiben Briefe und gehen ein hohes Risiko ein. Adressat: BBC London. 1949 startet die britische Rundfunksendung „Briefe ohne Unterschrift“. Anonyme Zuschriften von DDR-Bürgern werden darin verlesen, immer am Freitagabend, über 25 Jahre lang. Susanne Schädlich entdeckte diese einzigartigen Zeitdokumente und erzählt nun von den britischen Journalisten, die so lange der DDR die Stirn boten. Vor allem aber setzt sie den mutigen Absendern ein Denkmal, die der gnadenlosen Nachverfolgung durch die Stasi zum Opfer fielen – unter ihnen ein Junge aus Greifswald …
Rezension
»Das Buch von Susanne Schädlich liest sich gut und ist spannend.«
Portrait
Susanne Schädlich, geboren 1965 in Jena, ist Schriftstellerin und Übersetzerin. 2009 veröffentlichte sie den Bestseller »Immer wieder Dezember – Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich«. 2011 erschien ihr jüngstes Buch »Westwärts, so weit es nur geht«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.03.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783641199487
Verlag Albrecht Knaus Verlag
eBook
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Wenn Briefe an die BBC gravierende Folgen haben können
von einer Kundin/einem Kunden aus Dreieich am 31.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Für mich war das Thema, dass die britische BBC nach dem 2. Weltkrieg Programme in deutscher Sprache insbesondere für ostdeutsche Hörer sendete, neu und ich bin überrascht, davon erst ca. 30 Jahre nach der Wende zu erfahren. Die britischen Journalisten, die die wöchentliche Sendung "Briefe ohne Unterschrift" gestalteten, sind... Für mich war das Thema, dass die britische BBC nach dem 2. Weltkrieg Programme in deutscher Sprache insbesondere für ostdeutsche Hörer sendete, neu und ich bin überrascht, davon erst ca. 30 Jahre nach der Wende zu erfahren. Die britischen Journalisten, die die wöchentliche Sendung "Briefe ohne Unterschrift" gestalteten, sind mit einem Höchstmaß an Idealismus ausgestattet gewesen und verfügten darüber hinaus über gute Ortskenntnisse. Sie haben regelmäßig die DDR, i.d.R. von West-Berlin aus besucht, um sich einen Eindruck vom Land zu verschaffen. Auch haben sie sich bemüht, die Meinungsvielfalt, die in den Briefen zum Ausdruck kam, in den Sendungen widerzuspiegeln. Diese reichte von überzeugten DDR-Bürgern bis zu Systemkritikern. Wahrscheinlich ein Grund dafür, dass die Hörer und Schreiber in der DDR diese Sendung als demokratisch und als wahr empfanden, Kein Wunder, dass diese Sendung in den Focus der Stasi geraten ist, dass viele Briefe abgefangen wurden und dass die Stasi alle Hebel in Bewegung setzte, dieser Sendung ein Ende zu bereiten. Dies gelang Mitte der Siebziger Jahre, u.a. durch Abfangen von Briefen, durch harte Bestrafung von aufgeflogenen Briefeschreibern, durch bewusste Fehlinformationen der britischen Journalisten durch inoffizielle Mitarbeiter und wahrscheinlich - und da bleibt mir das Buch zu vage - durch Platzierung und Einschleusung von der Stasi-beeinflussten Leuten an die Schaltstellen der BBC. Auch wundere ich mich, dass die Journalisten scheinbar nicht gemerkt haben, dass ihre Vertrauenspersonen und Informanden in der DDR in Diensten des MfS standen. Vielleicht waren sie neben ihrem Idealismus auch noch zu gutgläubig ? Leider sind wichtige Zeitzeugen vor Erstellung des Buches verstorben, so dass Susanne Schädlich leider keine Gelegenheit mehr hatte, diese zu befragen. Sie hat ansonsten sehr gut recherchiert. Vielleicht gibt es ja eines Tages einen zweiten Band, der Antworten auf die für mich noch offenen Fragen hat. Das Thema bleibt spannend !

Trotzdem lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Syke am 21.05.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Trotz des etwas konfusen Schreibstils lesenswert, da es ein interessantes Thema behandelt. Für Historiker nicht mehr als ein Denkanstoß, für Interessierte eine gute Zusammenfassung. Leider lassen sich Fiktion und Fakten oft nur schwer von einander unterscheiden. Im letzten Kapitel wird plötzlich eine Schriftart die sonst für Stasiberichte genutzt... Trotz des etwas konfusen Schreibstils lesenswert, da es ein interessantes Thema behandelt. Für Historiker nicht mehr als ein Denkanstoß, für Interessierte eine gute Zusammenfassung. Leider lassen sich Fiktion und Fakten oft nur schwer von einander unterscheiden. Im letzten Kapitel wird plötzlich eine Schriftart die sonst für Stasiberichte genutzt wird, für Zitate der Hauptperson genutzt. Die manchmal etwas sprunghaften Erzählweise erfordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Ein spannendes reales Thema, über das ich jetzt gerne mehr erfahren möchte.