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Berge unter Sternen

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Anders als den strahlend blauen Taghimmel haben nur wenige die nächtliche Faszination der Bergwelt hautnah miterlebt. Die Autoren haben in mehr als 250 Nächten auf den Gipfeln der Alpen den fantastischen Sternenhimmel und das Farbspiel über der Bergwelt eingefangen – von der ruhigen Stimmung der goldenen Stunde, der Dämmerung mit ersten erkennbaren Sternbildern, der tiefen Nacht mit besonders hellen Sternen bis zur Morgendämmerung. Durch die lichtstarken Objektive der Fotografen und mit langen Belichtungszeiten eröffnet sich in teils unglaublichen Panoramen und Kugelansichten eine neue Welt von extremer Brillanz: Sternbilder, die wie Diamanten funkeln, das helle Band der Milchstraße, die Andromeda-Galaxie, beeindruckende Sternschnuppen, wunderbares Nachthimmelsleuchten über den mächtigen Bergen und erleuchteten Tälern oder der zum Greifen nahe Mond. Die mächtigen Berge bilden die untere, gezackte Begrenzungslinie und die natürliche Kulisse für das nächtliche Schauspiel. Wer eigene Nachtaufnahmen in den Bergen machen möchte, erhält in diesem Band dazu einige Tipps.
Portrait
Bernd Willinger, geboren in Tirol, ist gelernter Koch und arbeitete als Küchenchef und Gastronom lange Zeit im Gastgewerbe. Schon immer galt sein Interesse der Malerei, der Musik und dem Reisen. Seit seiner Kindheit begleitet ihn die Faszination Fotografie, ob analog oder digital, die er seit 2008 professionell betreibt. Er setzt sich intensiv mit den Spezialthemen Kugelpanorama und hyperbolisches Panorama (Little Planet) auseinander.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 16.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95728-033-6
Verlag Knesebeck
Maße (L/B/H) 28,4/25,4/2,2 cm
Gewicht 1259 g
Abbildungen 100 farbige Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
30,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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Magische Momente am Himmel in eiskalten Nächten hoch in den Alpen
von Dr. M. am 26.06.2018

Seit über sechs Jahren verbringen Bernd Willinger und Norbert Span hoch oben in den Alpen gelegentlich ihre Nächte mit dem Fotografieren des Sternenhimmels. Inzwischen sind die beiden Männer ein eingespieltes Team auch bei Temperaturen sehr weit unter Null Grad Celsius. Was vielleicht im ersten Moment wie irgendeine Verrücktheit aussieht,... Seit über sechs Jahren verbringen Bernd Willinger und Norbert Span hoch oben in den Alpen gelegentlich ihre Nächte mit dem Fotografieren des Sternenhimmels. Inzwischen sind die beiden Männer ein eingespieltes Team auch bei Temperaturen sehr weit unter Null Grad Celsius. Was vielleicht im ersten Moment wie irgendeine Verrücktheit aussieht, versteht man beim Anblick der Bilder in diesem Band sofort ganz anders. Man kann sich der Schönheit eines sternenklaren Nachthimmels ohne das störende Licht der Zivilisation einfach nicht entziehen. Vielleicht begreift der eine oder andere Betrachter auch sofort das Suchtpotential dieser aufwendigen nächtlichen Tätigkeit. Denn was man in diesem Band zu sehen bekommt, übertrifft den normalen Blick an einen Sternenhimmel bei Weitem. Die beiden Fotografen wenden spezielle Techniken an, mit denen sie Effekte sichtbar machen, die wir mit bloßem Auge nicht mehr erkennen können. Das farbliche Auftauchendes des Erdschattenbogen bei einem makellosen Sonnenuntergang habe ich zwar auch schon einmal bewundert, ohne allerdings wirklich zu wissen, was es damit auf sich hat. Noch nie gesehen habe ich hingegen das sogenannte Zodiakallicht am Nachthimmel, das von Staub- und Gasteilchen zwischen den Planeten erzeugt wird. Das Sonnenlicht wird durch sie gestreut und reflektiert. Dabei entsteht der Eindruck als ob jemand hinterm Horizont mit einem riesigen Scheinwerfer senkrecht in den Nachthimmel leuchtet. Ein anderer Effekt ist das sogenannte Airglow, ein grünes, gelbes, blaues oder rotes Leuchten am Nachthimmel, das man nur in mondlosen, aber sternenklaren Nächten sehen kann. Und das vielleicht auch nur auf einem Bild, wenn man es lange genug belichtet hat. Immer wieder fasziniert das Milchstraßenband auf den herrlichen Fotografien, das ich so eigentlich nur von Aufnahmen mit Teleskopen kenne. Das trifft übrigens auch auf das Sichtbarmachen von Kometen und Meteoren zu, das den Autoren mit ihrer Fototechnik in den nächtlichen Alpen gelungen ist. Teile dieser Techniken werden am Ende des Buches kurz erläutert. Neben dem ästhetischen Genuss bewirkt dieser sehr schöne Bild-Text-Band vielleicht auch, dass man sich für den astronomischen Hintergrund zu interessieren beginnt, den die Autoren zwar auch erläutern, aber eben nur recht kurz. Beispielsweise demonstrieren sie kurz, aber sehr schön die Wintersternbilder. Ein faszinierendes Buch, das aus einem wahrlich ungewöhnlichen Hobby heraus entstand.

Sehr gelungen!
von warmerSommerregen aus Essen am 27.08.2017

Für die Autoren Bernd Willinger und Norbert Span beginnt alles am 4. Januar 2011, als sie eine beeindruckende Aufnahme der partiellen Sonnenfinsternis über der Marchreisenspitze in den Kalkkögeln nahe Inssbruck machen können. Seitdem haben die beiden über 250 Nächte in ähnlich spektakulärer Umgebung verbracht und konnten so faszinierende (Sternen-)Himmel... Für die Autoren Bernd Willinger und Norbert Span beginnt alles am 4. Januar 2011, als sie eine beeindruckende Aufnahme der partiellen Sonnenfinsternis über der Marchreisenspitze in den Kalkkögeln nahe Inssbruck machen können. Seitdem haben die beiden über 250 Nächte in ähnlich spektakulärer Umgebung verbracht und konnten so faszinierende (Sternen-)Himmel über Bergen festhalten. Im Verlaufe des Buches wird man an verschiedene Orte entführt und kann so verschiedene Lichtphänomene bestaunen; so beispielsweise den Airglow (zu Deutsch Nachthimmellicht oder Nachthimmelsleuchten), welcher mich besonders beeindrucken konnte. Dieses Leuchten höherer Atmosphärenschichten erinnerte mich manchmal an Polarleuchten und wurde von in den Fotografien wunderbar eingefangen. Unter Anderem werden ebenso Zodikallicht, Lichtverschmutzung, Sternschnuppen, die blaue Stunde oder Startails abgelichtet. Am Ende des Buches folgen noch Tipps zu Fotografie und Ausrüstung für all jene, die sich von der Sternenhimmelfotografieliebe haben anstecken lassen. Das ist gar nicht einmal so unwahrscheinlich, da die Bilder stets von Erzählungen begleitet werden, die die Begeisterung der Autoren spürbar machen. Alles in allem ein sehr ansprechender Bildband, der in einem die Fasziniation für die schönen Landschaften und den Himmel weckt. Es ist beeindruckend welch vielfältige Spektakel sich über den Bergen auf den Abbildungen erkennen lassen. Ein Werk, das neugierig macht und aufruft, sich selbst auf die Suche nach dem perfekten und einzigartigen Motiv zu machen – auch wenn dies, wie man beim Durchstöbern der 144 Seiten feststellen muss – leichter gesagt als getan ist, jahrelange Übung und Perfektion benötigt und einem schon alleine auf die Temperaturen bezogen einiges abverlangt. So gesehen gibt es von mir für „Berge unter Sternen“ mit seinen 100 Abbildungen eine klare Schmöker-, Staun- und Leseempfehlung!