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Before Watchmen

Bd. 3: Comedian

(3)

"100 Bullets"-Maestro Brian Azzarello und Zeichnergenie J. G. Jones präsentieren eine weitere Vorgeschichte zu den Ereignissen des Kultcomics "Watchmen"! Neben Rorschach gehört Eddie Blake, der Comedian, sicher zu den fragwürdigsten "Helden" des Watchmen-Universums, und in dieser Ausgabe erkennen wir, wieso. Von der Ermordung JFKs über die Friedensdemos in San Francisco bis hin zum Einsatz im Vietnam-Krieg: Für den Comedian ist alles nur ein einziger großer Witz!

Die komplette Miniserie in einem Band!
Von den Superstars Brian Azzarello und J. G. Jones!
Das Prequel zum Comic-Klassiker "Watchmen"!

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 15.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86201-481-1
Verlag Panini
Maße (L/B/H) 25,9/16,9/1,5 cm
Gewicht 465 g
Originaltitel Before Watchmen: Comedian 1-6
Illustrator J.G. Jones
Buch (Taschenbuch)
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Blutige Tour de Force durch die 60er Jahre
von Michael Diers aus Oldenburg am 29.07.2013

Es gibt wohl kaum eine kompromisslosere Comicfigur als den Comedian. Stets unter dem Schutz der Politik stehend mordet sich der Mann an der Heimatfront durch die Unterwelt oder in Vietnam durch den Dschungel. Er ist der typische Mann fürs Grobe, der die unangenehmen Jobs für die Regierenden übernimmt. Doch... Es gibt wohl kaum eine kompromisslosere Comicfigur als den Comedian. Stets unter dem Schutz der Politik stehend mordet sich der Mann an der Heimatfront durch die Unterwelt oder in Vietnam durch den Dschungel. Er ist der typische Mann fürs Grobe, der die unangenehmen Jobs für die Regierenden übernimmt. Doch der Comedian ist auch ein psychopatischer Killer, eine tickende Zeitbombe, die schon bald zu explodieren droht. Und während eines Einsatzes gegen ein wehrloses Dorf scheint die Zeit gekommen zu sein. Die 60er Jahre: in Bezug auf die Vereinigten Staaten von Amerika fallen einem sicherlich als erstes die Begriffe wie Vietnamkrieg mit den Gräueltaten der US-Soldaten, Kennedyattentate, Marilyn Monroes Tod, Cassius Clays Aufstieg; Nixon und kalter Krieg ein. Gerne werden diese Fragmente einer in sich zerrissenen Nation als Elemente für Verschwörungstorys in Romanen, Filmen oder auch Comics genutzt. Auch Brian Azzarello hat dies in dieser Serie getan. Er hat sich allerdings nicht nur für eine Verschwörung oder ein Element entschieden, er hat gleich alle in den Plot geschmissen und mit der extrem unerträglichen Figur des Comedians von Alan Moore vermengt. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Politthriller, Kriegsdrama und Verschwörungsroman. Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an dieses Werk herangegangen bin, denn diese sechsteilige Miniserie mit Alan Moores Watchmen aus den 80er Jahren zu direkt miteinander zu vergleichen, halte ich persönlich für ungeeignet. Die Bedeutung der beiden Werke ist einfach zu unterschiedlich. Das liegt, wie ich finde, auch in der Natur der Sache, denn der Comedian war in Watchmen nun ein fieses, aber dennoch sehr wichtiges Mosaiksteinchen in einem großen Bild. Hier in dieser Geschichte hat die Figur ganz alleine die gesamte Handlung zu tragen. Abgesehen von der Hauptfigur Comedian hat diese Story daher auch nicht allzu viele Gemeinsamkeiten oder Überschneidungen mit Moores Werk. J.G. Jones Zeichnungen schwanken in der Qualität etwas, sind aber im Großen und Ganzen durchaus sehenswert. Sie bestechen vor allem durch die sehr gute Darstellung der realen Figuren wie Muhammad Ali oder Kennedy, jedoch auch wegen ihrer guten Farbanweisungen, die sich je nach Situation passend ändern. Azzarello hat in der Geschichte – wenn man es überhaupt so nennen kann – auf einen Anfang, eine Einleitung und ein abgeschlossenes Ende verzichtet, sondern nur einen Ausschnitt aus dem blutigen Handwerk des Comedian in den 60er Jahren zu Papier gebracht. Azzarello macht die Figur dabei zum brutalen Vollstrecker der politischen Machthaber und Strippenzieher dieser Zeit. Jeder Leser mag zu dem Werk stehen wie er will, einen gewissen Unterhaltungswert kann man diesem wegen seiner kompromisslosen Darstellung sicher nicht in Abrede stellen. Azzarello springt allerdings etwas zu sehr in den Zeiten und Sequenzen, so dass man ab und an den Faden verlieren kann. Ferner hatte ich auch das Gefühl, dass entweder die Übersetzung oder das Lektorat nicht immer ganz sauber gearbeitet hat. Fazit: Eine durchschnittliche Geschichte mit viel Gewalt und einer Hauptfigur, die man einfach nicht mögen will.

Interessantes Prequel zu Watchmen
von breedstorm am 16.07.2013

Watchman, erdacht von Kultautor Alan Moore, war eines der kreativsten und einflußreichsten Superheldencomics aller Zeiten. Die Vorgeschichte des Comedians darf Brian Azzarello erzählen, dessen 100 Bullets unvergessen ist. Als Zeichner wurde J.G. Jones (Wanted, Final Crisis) verpflichtet. Von den Anfängen des jungen Comedian bei den Minuteman, dem ersten Heldenteam im... Watchman, erdacht von Kultautor Alan Moore, war eines der kreativsten und einflußreichsten Superheldencomics aller Zeiten. Die Vorgeschichte des Comedians darf Brian Azzarello erzählen, dessen 100 Bullets unvergessen ist. Als Zeichner wurde J.G. Jones (Wanted, Final Crisis) verpflichtet. Von den Anfängen des jungen Comedian bei den Minuteman, dem ersten Heldenteam im Watchmen-Universum, erzählt Before Watchmen: Minuteman von Darwyn Cooke. Die vorliegende Geschichte indes setzt Mitte der 60er Jahre an. Der Comedian ist härter geworden als in seinen Anfangsjahren, und wird derzeit von der Regierung als Identifikationsfigur beworben, um medienwirksam den Kampf gegen das Verbrechen darzustellen. Edward Blake, wie der Comedian im zivilen Leben heißt, ist sogar mit dem Präsidenten John F. Kennedy befreundet, und geht in dessen Haus ein und aus. Doch das Attentat von Dallas verändert eine ganze Nation, und auch den Comedian. Er wird noch zynischer und abgestumpfter als er es eh schon war. Doch diese Gefühle kann er gut gebrauchen, denn die USA ziehen in den Kampf gegen den Kommunismus – der Vietnamkrieg läuft an. Klar, daß man auch da Interesse an einer Identifikationsfigur, einem Helden an der Front hat. Und so setzt sich die Entwicklung von Edward Blake fort. Der Junge, der einst in einem bunten Clownskostüm gekämpft hatte, bekommt zu seinem neuen Kostüm, welches die amerikanische Flagge ziert, nun auch noch einen Kampfhelm. Schnell wird klar, daß Blake nicht nur zur Steigerung der Moral der Truppen da ist, sondern das das Töten und Zerstören ihm einen vollkommen neuen Kick gibt... Fazit: Brian Azzarello hat die Ideen, die Alan Moore für die Vorgeschichte des Comedian hatte, sinnvoll aufgenommen, und mit bekannten Ereignissen und Personen der 60er Jahre verknüpft. So trifft Edward Blake nicht nur auf die Kennedy-Brüder und Jackie Kennedy, sondern auch auf Muhamed Ali oder Marylin Monroe. Dabei geht Azzarello sehr behutsam mit den historischen Figuren und Ereignissen um, so daß das ganze nicht albern wirkt, sondern eher wie ein Politthriller. Sehr dankbar bin ich, daß der Autor nicht in die Falle getreten ist, den Comedian wie den Punisher zu schreiben. Parallelen wie der Dienst in Vietnam und die Freude am Töten sind ja nicht von der Hand zu weisen, doch sind Edward Blakes Motive völlig anders, wie man spätestens bei seiner Heimkehr in die USA erkennt. Und so sind die Veränderungen des Comedian sinnbildlich für die Veränderungen der USA in den 60er Jahren zu sehen. Die Zeichnungen von J.G. Jones passen zu der harten, realen Story vom Comedian sehr gut und er belegt eindrucksvoll, daß er nicht nur Actionszenen, sondern auch die ruhigen Gesprächsmomente darstellen kann. Eine gute Wahl, die hier getroffen wurde. Immer wieder hilfreich sind die redaktionellen Anmerkungen, hier von Christian Heiß, der die die Vorgeschichte aus Minuteman, die Inspiration Moores zur Figur des Comedian und die in der Geschichte vorkommenden Lieder erläutert. Schön wäre noch eine kleine Übersicht der historischen Figuren gewesen. Insgesamt eine lesenswerte, interessante Erweiterung zum Watchmen-Universum, die neue Facetten zur Figur des Comedian aufzeigt, ohne den die Ereignisse in Watchmen gar nicht erst ins Rollen gekommen wären.