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Altes Land

Roman

(12)
Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Rezension
„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“
Portrait
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641152390
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 2.173
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
8
3
1
0
0

Altes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 16.05.2017

sehr gut geschrieben, super Buch. Hat mir sehr gut gefallen!

"Einsames Herz"
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 25.02.2016

-= Leseeindrücke =- Als Hildegard von Kamcke 1945 nach schier endloser Flucht , vertrieben aus ihrer geliebten Heimat Ostpreußen , vor der Tür von Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land steht , sind die ersten Worte die sie und ihre 5jährige Tochter Vera hören nicht einladend. “Von mi gift dat... -= Leseeindrücke =- Als Hildegard von Kamcke 1945 nach schier endloser Flucht , vertrieben aus ihrer geliebten Heimat Ostpreußen , vor der Tür von Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land steht , sind die ersten Worte die sie und ihre 5jährige Tochter Vera hören nicht einladend. “Von mi gift dat nix !“ “Woveel koomt denn noch vun jau Polacken ?” [S.8/9] Es kamen noch viele Flüchtlinge aus Ostpreußen nach Hamburg , Schleswig-Holstein usw. Geblieben sind nicht alle , nur die, die darum gekämpft haben , das sie bleiben durften. Den hat man eine neue Heimat , Arbeit und Lohn gegeben . Die meisten davon sind noch immer da, sind sesshaft geworden , wo sie einst auf ihrer Flucht gestrandet sind . So wie die Großeltern meines Mannes, die mit 3 kleinen Kindern die Flucht überlebt haben und in Schleswig-Holstein nochmal bei Null angefangen haben . Die alte Heimat im Herzen , nie vergessen und bis zum Schluss ein arbeitssames, erfülltes , langes Leben hatten . "Flüchtlingspack , Lüüs op'n Nack" [S. 194] So wie Hildegard von Kamcke, die sich bei Ida Eckhoff auf dem Hof unentbehrlich macht , solange bis Karl Eckhoff, Idas Sohn , verwundet an Seele und Körper aus dem Krieg zurückkehrt . Es dauert nicht lange bis sich Hildegard auch bei ihm unentbehrlich macht . Als Frau Eckhoff sehen ihre Zukunftsperspektiven gleich viel besser aus . Doch Hildegard hatte nie die Absicht Bäuerin zu bleiben und Ida Eckhoff wollte nie eine andere Frau in ihrer Küche am Herd stehen haben . “Dit is min Huus !” Karl und die kleine Vera verstehen sich gut . Er sprach nicht viel , er war einfach nur da , saß rauchend draußen auf der weißen Hochzeitsbank seiner Mutter und hörte zu , während sich die Welt um ihn herum veränderte . Tagein Tagaus , Jahr um Jahr ….. Bis zum Ende , mit Vera an seiner Seite . Hildegard verließ das Alte Land mit neuem wohlhabenden Mann und ließ ihre Tochter bei Karl zurück . Ida Eckhoff erlebte das gottseidank nicht mehr. Menschen kommen und gehen, ein Haus bleibt bestehen für viel Generationen. “Diet Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt , nenn’t ook noch sien” [ S.8 ] Karl war der Gefangene seines eigenen Krieg , der ihn jede Nacht einholte und nicht schlafen ließ. Vera und Karl überlebten und erlebten viele gemeinsame Jahre und stützten sich gegenseitig als Tochter und Vater , seelisch vereinsamt und verkümmert. Nach Karls Tod steht plötzlich Veras Nichte Anne aus Hamburg Ottensen mit ihrem Sohn Leon vor der Tür und bittet sie um Asyl . Anne hat sich getrennt von Leons Vater, der sie betrogen hat . Für Vera und Anne beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der immer wieder in der Vergangenheit anfängt und endet . Es ist ihre gemeinsame Famliengeschichte, die im eisigen Winter 1945 auf der Flucht von Ostpreußen anfängt und 2013 im “Alten Land” von beiden weitergeschrieben wird . -= Fazit =- Dörte Hansen hat mit “Altes Land” eine wunderschöne Famliengeschichte geschrieben , mit allen Facetten des Lebens von 1945 bis zum heutigen Tag. Schnörkellos und doch mit allem versehen , was eine großartige Geschichte haben muss ! Der wunderschöne Schreibstil hat mich sofort gefangen genommen und ließ mich von der ersten bis zur letzten Seite ein Teil der Geschichte sein . Erzählt wird die Geschichte von Vera und Anne , zwei Frauen vereinsamt und verlassen . Auf der Suche nach Wärme , Zuneigung , Geborgenheit , Liebe und einer Familie . Die teilweise sehr berührenden Ereignisse lassen den Leser manchmal die Tränen in die Augen steigen , um ihn dann ein paar Seiten weiter, lauthals lachen zu lassen , über den trockenen norddeutschen Humor. "Ich weiß nicht mit was Sie ihre Bäume bespritzen ", sagte sie mit ihrer kratzigen Stimme", aber Sie brauchen mich und vor allem meinen Sohn nicht damit vollzusprühen." Sie steckte die Hände in ihre Jackentaschen und machte den Rücken gerade . "Wenn Sie das nächste Mal Ihr Revier markieren müssen , pinkeln Sie doch einfach gegen mein Auto . Das kapier ich dann schon " [ S.121] Eine tolle wortgwaltige Erzählung trägt mich durch die dunklen Zeiten des Krieges , hin zu der heutigen Zeit , mit ihren Menschen im alten Land . Den Aussteiger aus der Großstadt und den Obstbauern , mit seinen Sorgen und Problemen ums Einkommen. Familien mit ihren Stärken und Schwächen , gestern wie heute. Fein skizzierte Protagonisten mit authentischen Charakteren und eine bildhafte Sprache , lassen den Roman zum Erlebnis werden , dem man sich nicht entziehen kann und will . Die gute Recherche bringt den Leser immer wieder an die schön gezeichneten Orte aus Veras Kindheit und der Vergangenheit eines so manch älteren Familienmitglied. So einige Mal habe ich gedacht , das hätte auch ein wenig unsere Geschichte sein können. Kopfkino vom Feinsten , so macht das Lesen Spaß und bringt mich ein Stück näher an unsere frühere Geschichte. Ein wenig Plattdeutsch als Lokalkolorit, macht das ganze noch authentischer und rundet die Geschichte gelungenen ab . Solche Bücher sollte es viel mehr geben . Ich hoffe Dörte Hansen schreibt noch viele solcher tollen Geschichten. Für diese wunderschöne authentische Geschichte vergebe ich sehr gute 5 Sterne ***** Eine Leseempfehlung an alle , die gerne Famliengeschichten mit norddeutschen Charme und authentischen, geschichtlichen Hintergrund lesen .

Licht und Schatten
von einer Kundin/einem Kunden aus Hainburg am 03.02.2016

Alles Positive zuerst: Toll geschrieben, sprachlich wunderbare Textpassagen, die mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht haben. Gerade heute, wo das Thema "Flüchtlinge" stark im Mittelpunkt steht. Phasenweise sehr schön zu lesen, aber eben nicht durchgehend. Den berühmten "roten Faden" vermisst man oder ich habe ihn nicht gefunden. Viele Wechsel... Alles Positive zuerst: Toll geschrieben, sprachlich wunderbare Textpassagen, die mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht haben. Gerade heute, wo das Thema "Flüchtlinge" stark im Mittelpunkt steht. Phasenweise sehr schön zu lesen, aber eben nicht durchgehend. Den berühmten "roten Faden" vermisst man oder ich habe ihn nicht gefunden. Viele Wechsel und Sprünge im Geschehen machen es schwierig für den Leser zu verstehen, wo befindet man sich gerade. Gegenwart? Rückblick in die Vergangenheit? Insofern, kein leichtes Buch, aber in jedem Fall lesenswert.