Alles Boulevard

Wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst

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Was einmal Kultur war, ist heute Spektakel, ein kunterbunter Amüsierbetrieb, leerer Lärm. Doch wie ist es dazu gekommen? Und was können wir dagegen tun? In seiner fulminanten Gegenwartsanalyse zeichnet Mario Vargas Llosa einige der tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte nach und findet Gegengift in überraschend vitalen Tugenden.

»Selten ist eine so entschlossene Philippika gegen den aktuellen Lärmbetrieb gehalten worden.« Der Spiegel
Rezension
"Brillant, kühn und extrem kontrovers."
El Mundo 17.12.2012
Portrait
Mario Vargas Llosa wurde am 28. März 1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Bolivien, Piura (Nordperu) und Lima. Im Alter von 18 Jahren heiratete er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebte. Diese Beziehung verarbeitete er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber . Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde ), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt Leoncio Prado in Lima beruht. Der Roman wurde in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Vargas Llosa war als Gastprofessor in Washington, Puerto Rico, London, New York und Cambridge tätig. 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Mario Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard (1992), Princeton (1993) und Oxford (2004). 2010 erhält er den Nobelpreis für Literatur "für seine Kartografie von Machtstrukturen und seine energischen Bilder des individuellen Widerstands, der Rebellion und Niederlage". Heute lebt Mario Vargas Llosa mit seiner Frau Patricia in Madrid und Lima.
Er gehört zu den bekannten lateinamerikanischen Autoren. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst neben Romanen auch Erzählungen, politische Betrachtungen, Theaterstücke und Essays. 1977 gewählt zum Präsidenten des Internationalen P.E.N.-Clubs. 1996 ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2008 mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. 2010 erhielt Mario Vargas Llosa den Nobelpreis für Literatur.
Thomas Brovot lebt als Übersetzer (u.a. Reinaldo Arenas, Juan Goytisolo, Federico Garcia Lorca) in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 226
Erscheinungsdatum 19.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46526-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/2,2 cm
Gewicht 244 g
Originaltitel La civilización del espectáculo
Auflage 1
Übersetzer Thomas Brovot
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Alles Boulevard
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Der 1936 geborene lateinamerikanische Schriftsteller und Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa zieht in diesem Werk die Bilanz seiner Begegnungen mit unserer heutigen Kultur. Es ist das Fazit eines Querdenkers, eines Weltbürgers und mit höchster Bildung ausgestatteten Menschen, der sich an all die Oberflächlichkeit, an die heute oft so übliche Reduzierung... Der 1936 geborene lateinamerikanische Schriftsteller und Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa zieht in diesem Werk die Bilanz seiner Begegnungen mit unserer heutigen Kultur. Es ist das Fazit eines Querdenkers, eines Weltbürgers und mit höchster Bildung ausgestatteten Menschen, der sich an all die Oberflächlichkeit, an die heute oft so übliche Reduzierung auf das Spaßhafte nicht gewöhnen kann und will. Vargas Llosa spricht von seinen Besuchen in Galerien, in Ausstellungen , er spricht von Literatur, von Fernsehen, von Werbung, von Politik. Er beklagt die Banalisierung der wesentlichen Dinge des menschlichen Lebens, die in der Art des "Boulevard" entwürdigt werden. Er beklagt das Verschwinden der Erotik und das öffentliche Ausstellen des Intimen, der Privatsphäre. Ein äußerst lesenswertes Buch!


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