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Accabadora

(23)
Eine Geschichte über Mutter und Tochter, wie sie noch nie erzählt worden ist. Ein Roman, in dem das archaische und das moderne Italien aufeinandertreffen.
Wie Mutter und Tochter leben Bonaria Urrai und die sechsjährige Maria zusammen. Die Bewohner des sardischen Dorfes sehen den beiden verwundert nach und tuscheln, wenn sie die Straße hinunterlaufen. Dabei ist alles ganz einfach: Die alte Schneiderin hat das Mädchen zu sich genommen und zieht es groß, dafür wird Maria sich später um sie kümmern.
Als vierte Tochter einer bitterarmen Witwe war Maria daran gewöhnt, »die Letzte« und eine zu viel zu sein. Nun hat sie ein eigenes Zimmer in dem großen reinlichen Haus Bonarias, wo alle Türen offen stehen und sie jeden Raum betreten darf. Doch ein Geheimnis umweht die stets schwarz gekleidete, wortkarge Frau, die mitunter nachts, wenn Maria schlafen soll, Besuch erhält und dann das Haus verlässt. Es scheint, als würde Bonaria in zwei Welten leben. Das Mädchen spürt, dass sie nicht danach fragen darf. Erst sehr spät entdeckt sie die ganze Wahrheit.
Michela Murgia erzählt in einer schnörkellosen, poetischen Sprache aus einer scheinbar fernen, doch kaum vergangenen Welt. Von zwei Generationen, zwei Frauenleben, von einem alten, lange verschwiegenen Beruf. Dieser Roman ist sinnlich, radikal und verblüffend gegenwärtig.
Portrait
Michela Murgia, geboren 1972 in Cabras (Oristano), studierte Theologie und unterrichtete Religion. 2006 arbeitete sie einige Zeit in einem Callcenter. Nach mehreren Jahren in Mailand lebt sie nun wieder in Sardinien. 2010 erhielt sie den Premio Campiello für ihren Roman Accabadora, der im gleichen Jahr bei Wagenbach auf Deutsch erschien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB 3 i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 176, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783803141682
Verlag Verlag Klaus Wagenbach
eBook
9,99
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„Accabadora“

Petra Brandl, Thalia-Buchhandlung Wien

Michaela Murgia beschäftigt sich mit einem Thema, das die Menschen auch dann bewegt, wenn sie nicht mit der Bibel aufgewachsen sind: der Frage der Schuld.
Die Theologin und Religionslehrerin wählt ihre Heimat Sardinien als Schauplatz für eine Geschichte voll Poesie und Tradition, Alltag und Brüchen desselben.

Die kleine Maria Listru
Michaela Murgia beschäftigt sich mit einem Thema, das die Menschen auch dann bewegt, wenn sie nicht mit der Bibel aufgewachsen sind: der Frage der Schuld.
Die Theologin und Religionslehrerin wählt ihre Heimat Sardinien als Schauplatz für eine Geschichte voll Poesie und Tradition, Alltag und Brüchen desselben.

Die kleine Maria Listru wird von Bonaria Urrai als „Kind des Herzens“ aufgenommen, da ihre Mutter bereits genügend hungrige Mäuler zu stopfen hat; diese in Sardinien lange gepflegte Praxis mutet seltsam an in einem Land mit konservativen Strukturen und einer dementsprechenden Bedeutung des Wertes „Familie“, war jedoch in der dörflichen Bevölkerung offensichtlich gut akzeptiert, da für alle Seiten hilfreich und von Nutzen.
Im Abtausch gegen Kartoffel des Urrai’schen Ackers lebt Maria Listru im Haus der Bonaria mit allen Rechten und Pflichten; dabei fühlt sie sich nicht unwohl, lernt sie doch einiges, erfährt keinen Mangel und darf ihre Familie bei Bedarf auch gerne besuchen.
In ihre Schranken verwiesen wird Maria in dem Moment, als sie den Grund für die zeitweiligen nächtlichen Ausflüge der Bonaria Urrai erfahren möchte, bald ist ihr klar, dass ihre Ziehmutter ein dunkles Geheimnis vor ihr hütet, das letztlich ihr Verhältnis zerstören wird.
Der Roman widmet sich ausgiebig der Dynamik dieser Beziehung, hat aber auch genügend Raum für Einblicke in sardische Traditionen und Lebenswelten, die dem Leser bisweilen wie Bilder aus vergangenen Jahrhunderten anmuten.
Das Ende des Buches ist wenig überraschend, hat man die Intentionen der Autorin richtig eingeschätzt, „Dinge die man tut und Dinge die man nicht gut“ zur Disposition zu stellen. Dies schmälert das Lesevergnügen jedoch keineswegs, hat man doch vieles zu erfahren, zu denken und zu verstehen bekommen.

„Literarisch Sterbehilfe“

Hannes Schwaiger, Thalia-Buchhandlung Linz

Die alte, allein lebende Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die vierte Tochter einer sehr armen Familie zu sich, damit sich diese um sie kümmern kann, wenn sie alt wird. Maria stehen alle Türen offen, sie hat ein eigenes Zimmer und wird von der stets in schwarz gekleideten Frau wie eine Tochter behandelt.

Maria merkt schnell, dass die
Die alte, allein lebende Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die vierte Tochter einer sehr armen Familie zu sich, damit sich diese um sie kümmern kann, wenn sie alt wird. Maria stehen alle Türen offen, sie hat ein eigenes Zimmer und wird von der stets in schwarz gekleideten Frau wie eine Tochter behandelt.

Maria merkt schnell, dass die wortkarge Bonaria von einem dunklen Geheimnis umgeben ist. Sie verlässt oft in der Nacht das Haus und kommt erst spät in den Morgenstunden wieder heim. Dennoch erfährt Maria erst spät von diesem Geheimnis.

Das Thema , die aktive Sterbehilfe, wird in diesem Roman an einem Beispiel genau geschildert. Sehr literarisch, emotionell und nicht aufdringlich erzählt die Autorin das Leben der beiden Frauen, die ihre Erfahrungen im Leben bereits gemacht hat(Bonaria) bzw. erst erleben wird(Maria).

Am Ende der sehr realistisch gezeichneten Geschichte kommen beide trotz der Unterschiedlichkeit von Charakter und Persönlichkeit zu einem sehr gleichenden Schluß über das Leben.

„Michela Murgia, Accabadora“

Karin Streimelweger, Thalia-Buchhandlung Villach ATRIO

Als vierte Tochter einer armen Witwe wird Maria von der Schneiderin Bonaria Urrai aufgenommen. Sie entdeckt Geheimnisse, die kaum zu ertragen sind. Als vierte Tochter einer armen Witwe wird Maria von der Schneiderin Bonaria Urrai aufgenommen. Sie entdeckt Geheimnisse, die kaum zu ertragen sind.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
18
3
2
0
0

zutiefst berührend. Eine Geschichte der Barmherzigkeit
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2017

in einer ganz eigenen Sprache, die einen umhüllt wie ein goldenes, fein gewebtes Tuch, erzählt Michela Murgia diese Geschichte, die sich an einem scheinbar unerreichbar fernen Ort, in einer nie stattfindenden Zeit ereignet. Schuld und Nächstenliebe, die sich über Worte, und damit Urteil, erhebt, werden hier in einem bislang... in einer ganz eigenen Sprache, die einen umhüllt wie ein goldenes, fein gewebtes Tuch, erzählt Michela Murgia diese Geschichte, die sich an einem scheinbar unerreichbar fernen Ort, in einer nie stattfindenden Zeit ereignet. Schuld und Nächstenliebe, die sich über Worte, und damit Urteil, erhebt, werden hier in einem bislang unbekannnten Licht betrachtet.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ein kleines Juwel
von einer Kundin/einem Kunden am 08.06.2017
Bewertet: Taschenbuch

Eine sardische Familien- und Dorfgeschichte, basierend auf tatsächlichen Traditionen und archaisch anmutenden Bräuchen. Atmosphärisch dicht und farbig erzählt Murgia vom ländlichen Sardinien der 50er Jahre. Ein Muss für jeden Sardinien-Reisenden.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte aus der Mitte des 20. Jhd. in Sardinien, die sehr alt scheint und doch überaus modern ist. Ein absolutes Muss und eines meiner Lieblingsbücher!

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