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Herr Kato spielt Familie

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe
Endlich Zeit. Er könnte nun das alte Radio reparieren oder die Plattensammlung ordnen. Doch als er der jungen Mie begegnet, die ihm ein seltsames Angebot macht, beginnt er die Dinge anders zu sehen. Ein zarter Roman über einen späten Neuanfang und über das Glück.
Portrait
Milena Michiko FlaSar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt als Schriftstellerin in Wien und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache.
Für "Ich nannte ihn Krawatte" erhielt sie den Literaturpreis Alpha 2012.
Im österreichischen Residenz Verlag sind zwei Bücher von ihr erschienen: "Ich bin" (2008) und "Okaasan - Meine unbekannte Mutter" (2010).
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 176 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783803142320
Verlag Verlag Klaus Wagenbach
Dateigröße 699 KB
Verkaufsrang 9202
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Buchhändler-Empfehlungen

Das ein Schreibstil so "schön" sein kann

Milli, Thalia-Buchhandlung Wien

Herr Kato hat es endlich geschafft. Er ist im Ruhestand und könnte nun sein restliches Leben genießen. Dumm nur, dass er keinen Plan hat, was er mit sich anfangen könnte. Nicht einmal krank ist er! Doch dann lernt er Mie kennen, die ihm ein Jobangebot macht: Schauspielern! Um genauer zu sein: er soll einen Stand-In mimen. Dabei spielt er vor allem bei völlig fremden Leuten, jene Menschen, die diesen abhanden gekommen sind, sei es durch Tod oder Entfremdung. Dabei lernt Herr Kato nicht nur viele Menschen und deren Geschichte kennen, er lernt sich selber und seine eigene Familie besser kennen. Wieder einmal ist Frau Flasar ein Buch gelungen, das zum Nachdenken anregt, einen mitfühlen lässt und einen staunen lässt, wie schön doch die deutsche Sprache sein kann (zumindest habe ich so empfunden).

Die Rolle seines Lebens

Birgit Matthews, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Eigentlich könnte Hr. Kato sich nun, da er im Ruhestand ist, sich all dem widmen von dem er immer träumte. Sich einen Spitz zulegen. Doch das will seine Frau nicht. Die lang geplante Reise nach Paris unternehmen. Vielleicht später mal. Hr. Kato weiß nichts mit sich anzufangen. Zu Hause ist er nur im Weg. Und überhaupt ist ihm seine Frau sehr fremd. Die Stunden dehnen sich ins Unendliche. Bei einem seiner ausgedehnten Spaziergängen trifft er auf die junge Schauspielerin Mie. Sie kommen ins Gespräch und Mie schlägt Hrn. Kato einen ungewöhnlichen Zeitvertreib vor. Von nun an spielt Hr. Kato die Rolle seines Lebens. Eine sehr einfühlsame und nachdenkliche Geschichte über unerfüllte Träume, verpasste Möglichkeiten und das Vorgaukeln falscher Tatsachen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Was neues Gutes
von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Herr Katō hat altersbedingt seinen Arbeitsalltag hinter sich gelassen und lebt isoliert neben der Familie her. Die Tage ähneln sich, doch ihm bietet sich eine Chance aufzuleben, als Mie ihn für ihre „Happy Family“ Agentur engagiert. Dort schlüpft er in verschiedene Rollen und erlebt auch das eigene Dasein aus einer anderen Persp... Herr Katō hat altersbedingt seinen Arbeitsalltag hinter sich gelassen und lebt isoliert neben der Familie her. Die Tage ähneln sich, doch ihm bietet sich eine Chance aufzuleben, als Mie ihn für ihre „Happy Family“ Agentur engagiert. Dort schlüpft er in verschiedene Rollen und erlebt auch das eigene Dasein aus einer anderen Perspektive. Die Autorin bedankt sich bei allen, die geduldig mit ihr gewartet haben. Das lange Sitzen war schön… Mit diesem leisen, lebensklugen Roman lesend zu sitzen war mir ein allerschönster Zeitvertreib und reger Gedankenaustausch, von dem ich sehr profitierte.

von einer Kundin/einem Kunden am 01.08.2019
Bewertet: anderes Format

Der Autorin gelingt es meisterhaft, ohne großen Aufwand stimmungsvolle Bilder zu entwerfen. Herr Kato wächst einem ans Herz und man fühlt, was er fühlt. Ein leises Buch! Lesen!

Herr Kato weiß nicht, was er will
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 07.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach der Lektüre von "Herr Kato spielt Familie" bin ich zugegebenermaßen etwas zwiegespalten. Einerseits behandelt Milena Michiko Flasar in ihrem recht schmalen Werk ein sehr interessantes Thema, oder sogar mehrere. Auch der Sprachstil ist angenehm zu lesen. Aber: irgendwie konnte mich das Gelesene über weite Strecken nicht fess... Nach der Lektüre von "Herr Kato spielt Familie" bin ich zugegebenermaßen etwas zwiegespalten. Einerseits behandelt Milena Michiko Flasar in ihrem recht schmalen Werk ein sehr interessantes Thema, oder sogar mehrere. Auch der Sprachstil ist angenehm zu lesen. Aber: irgendwie konnte mich das Gelesene über weite Strecken nicht fesseln, konnte ich nicht feststellen, was ich persönlich aus der Geschichte mitnehmen kann. Unbestritten ist es ein Buch der sehr leisen Töne. Herr Kato lebt, wie es sein Name und das Cover bereits vermuten lassen, irgendwo in Japan und befindet sich schon seit einigen Monaten im wohlverdienten Ruhestand. Doch den kann er irgendwie nicht so richtig genießen. Denn er weiß nicht, was er mit der vielen freien Zeit anfangen soll. Von seiner Frau hat er sich nach jahrzehntelanger Berufstätigkeit längst entfremdet. Jetzt sind sie sich gegenseitig im Weg. Bis Kato (einen Vornamen erfahren wir nicht) plötzlich Mie kennenlernt, die sehr geheimnisvoll auftritt und ihm einen seltsamen Vorschlag macht. Von ihrer Agentur lässt er sich engagieren und schlüpft in verschiedene Rollen. Vom Opa zum Firmenchef zum Ehemann nimmt er verschiedene Aufträge an. Er spielt Familie. Doch was sucht er eigentlich? Gerade mit Herrn Kato bin ich leider so gar nicht warm geworden. Mag daran liegen, dass er eine ältere Generation verkörpert. Mich nervte aber besonders seine Selbstbezogenheit und noch schlimmer seine Antriebslosigkeit. Der bekommt einfach auch nichts auf die Reihe. Außer der Sache mit der Schauspielerei, da blüht er plötzlich auf. Nur ist mir hier bis zum Schluss nicht klargeworden, was uns die Autorin eigentlich damit sagen wollte. Ein paar emotionale Familiengeschichten, zum Ende hin hat es mir auch besser gefallen, aber irgendwie fand ich es nicht ganz rund. Generell mag ich die leisen Töne, hier blieb es mir aber insgesamt ein bisschen zu blass. Ein netter Roman über das Älterwerden und den Renteneintritt. Über das Leben nach der Berufstätigkeit. Auch über den Sinn des Lebens und was am Ende wirklich wichtig ist. Vielleicht war es für mich der falsche Zeitpunkt für dieses Buch, aber so richtig warm geworden bin ich damit leider nicht.