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Der ungarische Satz

Andrej Nikolaidis

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Beschreibung

Andrej Nikolaidis‘ neuer Roman besteht aus nur einem einzigen langen Satz — den Gedanken des Erzählers, der mit dem Zug von Budapest nach Wien unterwegs ist. Sein Freund Joe hat sich in Budapest das Leben genommen, doch zuvor hat er den Erzähler beauftragt, seine Fälschung des mysteriösen letzten Manuskripts von Walter Benjamin an einen Wiener Sammler zu verkaufen. Der Gedankenfluss führt den Leser ­­­­­­­mitten hinein in die bewegende Geschichte von Joe, der in den neunziger Jahren aus Bosnien nach Montenegro geflüchtet ist, verwebt sie mit dem Flüchtlingsschicksal des großen deutsch-jüdischen Philosophen Walter Benjamin, von dessen Werk und tragischem Ende Joe wie besessen ist, und nimmt Bezug auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge aus Syrien. Es geht Nikolaidis um universelle Themen: die Würde des Menschen, den Zynismus der Macht und die Ohnmacht der Bürger gegenüber einer anonymen EU-Bürokratie.

"... ein wahres Vergnügen und ein heftiger Denkanstoß."
Daniel Engel, Bücherherbst

"Ein schönes Spiel für hartgesottene, philologisch interessierte Leser."
Fabian May, WDR3

"'Der ungarische Satz' ist ein hochphilosophisches Werk, das universelle Fragen nach Menschlichkeit, Moral und (intellektueller) Heimatlosigkeit reflektiert, und das Requiem auf einen Freund. Ein Stück Zivilisations- und Gesellschaftskritik und eine Referenz an die Macht des geschriebenen Wortes."
Dagmar Kaindl, Buchkultur

"Dieses Buch ist ein melancholisches und weises Buch, Manifest und Komposition zugleich."
Anne Hahn, piqd

Andrej Nikolaidis wuchs als Kind einer montenegrinisch-griechischen Familie in Sarajevo auf und lebt in Montenegro. Er gilt als einer der einflussreichsten Intellektuellen der Region und ist bekannt für seine messerscharfen politischen Analysen und Kommentare. Nikolaidis veröffentlichte mehrere Romane, die u.a. ins Deutsche, Englische, Italienische, Türkische, Ungarische und Finnische übersetzt wurden. 2011 erhielt er den Literaturpreis der Europäischen Union, »Der ungarische Satz« wurde 2017 mit dem Meša-Selimovic-Preis, ausgezeichnet.

Margit Jugo wurde 1975 in Bühl (Baden) geboren. Sie schloss ihr Übersetzerstudium in Graz ab und arbeitete danach in Sarajevo. Seit 2007 übersetzt sie literarische Texte aus dem Bosnischen, Serbischen, Kroatischen und Montenegrinischen: »Die Ankunft« und »Der Sohn« von Andrej Nikolaidis (beide Voland & Quist), außerdem Werke von Mihajlo Pantić, Sanja Lovrenčić und Zoran Živković. Jugo ist Mitglied in der Webredaktion des europäischen Literatur-Netzwerks TRADUKI.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 15.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86391-195-9
Verlag Verlag Voland & Quist
Maße (L/B/H) 20,8/14,4/1,7 cm
Gewicht 261 g
Originaltitel Mađarska Rečenica
Übersetzer Margit Jugo

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