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Von dieser Welt

Roman

(18)

Ein Buch, das die Welt veränderte

John Grime ist ein schwarzer empfindsamer Junge aus Harlem, sexuell unschlüssig, seine einzige Waffe zur Selbstverteidigung ist sein Verstand. Aber was es nützt es, von den weißen Lehrern gefördert zu werden, wenn der eigene Vater einem tagtäglich predigt, man sei hässlich und wertlos, solange man sich nicht von der Kirche retten lässt. John sehnt sich danach, selbst über sein Schicksal zu entscheiden, kein Vater, den er trotz allem liebt, kein Gott, den er trotz allem sucht. Als am Tag von Johns vierzehntem Geburtstag sein Bruder Roy von Messerstichen schwer verletzt nach Hause kommt, wagt John einen mutigen Schritt, der nicht nur sein eigenes Leben verändern wird.

Rezension
»›Von dieser Welt‹ ist ein großartiges Buch, erzählt von einer eindringlichen Stimme, die bis in die Gegenwart widerhallt.«
Stefanie Rufle, booksection.de 28.02.2018
Portrait

James Baldwin (1924-1987) in New York geboren, war und ist vieles: ein verehrter, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und eine Ikone der Gleichberechtigung aller Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Herkunftsmilieus. Er war der erste schwarze Künstler auf einem Cover des ›Time Magazine‹. Baldwin starb 1987 in Südfrankreich.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.02.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783423434133
Verlag Dtv
Dateigröße 679 KB
Übersetzer Miriam Mandelkow
eBook
18,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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"...Liebe reißt Masken ab..."
von einer Kundin/einem Kunden am 12.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Die Liebe reißt die Masken ab, von denen wir fürchten, dass wir ohne sie nicht leben können, und von denen wir wissen, dass wir mit ihnen nicht leben können." Dies ist das zentrale Anliegen des Romans von James Baldwin. Es ist eine Geschichte von Armut und Rassismus , es ist die... "Die Liebe reißt die Masken ab, von denen wir fürchten, dass wir ohne sie nicht leben können, und von denen wir wissen, dass wir mit ihnen nicht leben können." Dies ist das zentrale Anliegen des Romans von James Baldwin. Es ist eine Geschichte von Armut und Rassismus , es ist die Geschichte des Autors, die er sich von der Seele geschrieben hat. In seinem autobiographischen Roman versucht Baldwin den Fanatismus seines religiös übereifrigen Vaters zu ergründen und kommt ihm so auf die Spur. Vor vielen Jahren, 1984, las ich diesen Roman in einer Ausgabe eines DDR-Verlages unter dem Titel "Eine andere Welt", gab das Buch später meiner Tochter weiter, die ebenso fasziniert war und es später nochmal in Englisch gelesen hat. Es ist beeindruckend, wie aktuell die Themen heute noch sind, denn Hass in einem Menschen verändert diesen und setzt sich über Generationen fort.Und so lassen sich Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft ziehen. Aber Baldwin macht uns auch Hoffnung, hat er doch seinen eigenen Schmerz überwunden... Er erzählt in einer sinnlichen, kraftvollen Sprache, die ihre Wurzeln genauso im Blues wie in der Bibel hat, und der man von der ersten Seite an ausgeliefert ist und lässt uns teilhaben am Leben im Harlem der 1960er Jahre. Mit großer Intensität und Offenheit beschreibt er die Probleme des Miteinanderlebens in einer rassistisch gespaltenen Gesellschaft, die von Vereinsamung und Gefühlsverlust und auch von Hoffnung auf Anerkennung und ein sinnerfülltes Leben gekennzeichnet ist. Klare Empfehlung!

"Ich möchte ein ehrlicher Mann und ein guter Schriftsteller sein!"
von einer Kundin/einem Kunden am 23.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

James Baldwin war nicht nur ein guter Schriftsteller, sondern einer der besten und wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Erstlingswerk "Go tell it on the mountain" liegt jetzt bei dtv in einer genialen Neuübersetzung vor, nach der Lektüre kann man nur hoffen, daß "Von dieser Welt" der Auftakt... James Baldwin war nicht nur ein guter Schriftsteller, sondern einer der besten und wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Erstlingswerk "Go tell it on the mountain" liegt jetzt bei dtv in einer genialen Neuübersetzung vor, nach der Lektüre kann man nur hoffen, daß "Von dieser Welt" der Auftakt zu einer deutschen Werkausgabe ist; die alten Übersetzungen aus den 60er und 70er Jahren wurden dem Autor einfach nicht gerecht... Das Buch läßt sich recht einfach zusammen fassen: Harlem in den 30er Jahren; John Grimes, ältester Sohn eines schwarzen Predigers, feiert seinen 14. Geburtstag. Wie schon so oft in den letzten Wochen plagen ihn unzüchtige Gedanken, er weiß nichts damit anzufangen, daß er sich nicht nur für Mädchen interessiert, sondern auch für junge Männer. Hilfe und Unterstützung bekommt er von seinem bigotten Vater nicht wirklich, und so wendet er sich in der kleinen Kirche seiner Gemeinde beim Gottesdienst direkt an "den Herrn", verbunden mit der Bitte um Erklärung und eventuelle göttliche Offenbarung. Die Stundes dieses Gottesdienstes werden zur Reflektion seiner Familiengeschichte, wo die Mutter herkommt, woher der Vater, in der Kirche trifft der "alte amerikanische Süden" auf die vermeintlich weltoffene Großstadt. Und John beginnt zu verstehen.... Dieser stark autobiographische Roman ist keine Protestliteratur, war von Baldwin auch nicht so geplant, er wollte einfach sein Mann-werden als Schwarzer in einer übermächtigen weißen Welt erzählen - und das ist einfach perfekt geschehen! Ein hinreißendes Buch! Und das farbige Gegenstück zu Salingers "Fänger im Roggen".

von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2018
Bewertet: anderes Format

Dem Rhythmus der Sprache ist nicht zu entgehen, Form und Inhalt sind eins, ekstatisch wie der Gottesdienst, in dem die Story eingebunden ist. Meisterhaft. Große Literatur.