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High Dive

Roman

Brighton, Südengland 1984: Moose, ein ehemaliger Spitzensportler, der seine besten Zeiten längst hinter sich hat und nun als Hotelmanager im hiesigen Grand Hotel arbeitet, kann sein Glück kaum fassen: Das Grand wurde ausgewählt, Regierungschefin Margaret Thatcher sowie ihr gesamtes Kabinett für ein paar Tage zu beherbergen. Alles soll reibungslos klappen bei Ankunft der eisernen Lady in 24 Tagen. Mooses Tochter Freya, die gerade die Pubertät hinter sich hat und an der Rezeption sitzt, wird bis dahin ihre Manieren entdeckt, der Portier seinen Bourbonkonsum im Griff, und der Koch ein paar französische Gerichte auf der Pfanne haben, die gerade so en vogue sind, hofft Moose. Was er nicht ahnt: Soeben hat ein Mann unter dem Namen Roy Walsh in Zimmer 629 eingecheckt und dort eine Bombe platziert, die genau in 24 Tagen detonieren soll ... Jonathan Lee verwebt Fakten und Fiktion, Komödie und Tragödie zu einem eindringlichen Roman um Gewalt, Gewissen und Loyalität – von großer Aktualität.

Portrait
Lee, Jonathan
Jonathan Lee, geboren 1981 in Surrey, studierte englische Literatur, lebte eine Zeitlang in Südamerika und arbeitete in einer Anwaltskanzlei in London City. 2007 wurde er nach Tokio versetzt. Zurück in England ließ er sich beurlauben und schrieb »Wer ist Mr Satoshi?«, der Leser und Presse gleichermaßen begeisterte. Inzwischen lebt Jonathan Lee in New York City. Seine Texte und Geschichten erscheinen unter anderem in A Public Space, Granta, Tin House & Narrative, im Guernica Magazine und The Paris Review Daily. Der Guardian nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 11.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75631-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 20,5/13,7/4 cm
Gewicht 546 g
Übersetzer Cornelia Holfelder-von der Tann
Buch (Paperback)
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16,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Das Leben in Bruchstücken

Lukas Bärwald, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Freitag, 12. Oktober 1984: Ein Mitglied der IRA lässt eine Bombe im Grand Hotel Brightons zünden. Das Ziel: Margaret Thatcher mitsamt ihres Kabinetts zu töten, die dort ihren Parteitag abhielten. Jonathan Lee hat aus diesen Geschehnissen einen Roman gestaltet, der historische Fakten, Möglichkeiten und reine Fiktion miteinander vermischt. Die drei ProtagonistInnen sind der stellvertretende Direktor des Hotels, seine erwachsen werdende Tochter und der irische Bombenleger. Die beiden jungen Hauptfiguren werden dabei wie Spiegel zueinander gestellt: Beide leben mit einem alleinerziehenden Elternteil, beide sind sich unsicher, an welchem Platz sie gerade im Leben stehen, wie ihre Umwelt sie wahrnimmt und vor allem, in welche Richtung sich ihr Leben sich als Erwachsene, unabhängig von ihren Bezugspersonen bewegen soll. So unterschiedlich wie ihre geografischen und sozialen Lebensumstände sind, so ähnlich sind sie sich in ihrem Blick auf ihr eigenes Leben. „High Dive“ ist eine stilistisch eine Mischung aus Vielem: Elemente aus Familien- und Adoleszenzroman vermischen sich mit dem Drama des zeitgeschichtlichen Hintergrunds und ergeben eine kurzweilige und abwechslungsreiche Lektüre, die zwischen spannungsreichen und humorvollen Momenten changiert. Das Ende kommt verhältnismäßig abrupt daher und hat seine drei Hauptfiguren an unterschiedlich geformte Scherbenhaufen ihres bisherigen Lebens geführt. Wem es am Ende tatsächlich gelungen ist, sich zu dem Menschen zu entwickeln, der man wirklich sein möchte, bleibt ein Stück weit auch dem eigenen Verständnis und Urteil beim Lesen überlassen.

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Sprachgewaltiger Roman vor der Kulisse des IRA-Bombenattentats 1984
von Lesendes Federvieh aus München am 16.08.2018

Brighton, Südengland 1984: Der ehemalige Spitzensportler Moose, der nun als Hotelmanager im hiesigen Grand Hotel arbeitet, kann sein Glück kaum fassen, als das Grand nach seinen Bemühungen tatsächlich ausgewählt wurde die Regierungschefin Margaret Thatcher mitsamt ihrem Kabinett für ein paar Tage zu beherbergen. Bis zur Ankunft ... Brighton, Südengland 1984: Der ehemalige Spitzensportler Moose, der nun als Hotelmanager im hiesigen Grand Hotel arbeitet, kann sein Glück kaum fassen, als das Grand nach seinen Bemühungen tatsächlich ausgewählt wurde die Regierungschefin Margaret Thatcher mitsamt ihrem Kabinett für ein paar Tage zu beherbergen. Bis zur Ankunft der eisernen Lady in 24 Tagen soll alles perfekt sein: Seine aufblühende Tochter Freya, die an der Rezeption arbeitet bis sie sich über ihre Zukunft endlich im Klaren ist, wird den Ausdruck von Langeweile durch Manieren ersetzt, der Portier seinen Bourbonkonsum in Griff bekommen und der Koch ein paar angesagte und nicht minder exquisite französische Gerichte auf die Speisekarte gesetzt haben. Das zumindest hofft Moose. Was er allerdings nicht ahnt: Soeben hat ein junger Mann unter dem Namen Roy Walsh in Zimmer 629 eingecheckt und als Andenken an seinen Besuch und seine Wertschätzung für die Lady eine Bombe platziert, die genau dann detonieren soll, wenn das gesamte Kabinett anwesend ist. "High Dive" ist mir aufgrund der düsteren, bedrückenden Ausstrahlung des relativ schlicht gehaltenen Covers sowie dem spannend klingenden Klappentext ins Auge gefallen, wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass diese Erzählung auf einer wahren Begebenheit beruht und Jonathan Lee die Fakten geschickt mit Fiktion verwoben hat. Zur Regierungszeit von Margaret Thatcher, der eisernen Lady, war ich noch gar nicht auf der Welt, weshalb mir die politischen Hintergründe zu Thatchers Nordirland-Politik sowie der Vorgehensweise der IRA ziemlich unbekannt waren. Das tat dem Lesegenuss allerdings kaum einen Abbruch, denn das Unabhängigkeitsstreben Nordirlands nach Thatchers grausamer Politik der Ungerechtigkeit und das IRA-Bombenattentat auf das Grand Hotel, das am 12. Oktober 1984 stattfand, bilden die gesellschaftspolitische Kulisse für die eigentliche Geschichte, die sich vielmehr mit dem Sinn des Lebens in der damaligen Zeit aus dem Blickwinkel dreier unterschiedlicher Menschen beschäftigt. Diese Charaktere sind mit außerordentlicher Präzision und Detailstärke geschaffen worden, sodass sie neben Jonathan Lees ungeheurer Sprachgewalt nicht zu leeren Silhouetten verblassen. Der spätere Bombenleger Dan alias Roy Walsh ist einer von ihnen, dessen Lebens- und Leidensweg man von seiner Initiation in der IRA bis hin zum Ausharren ob des erfolgreichen Anschlages miterlebt, nicht ohne dabei einen Blick unter die scheinbar so emotionslose Fassade zu werfen, unter der sich ein junger intelligenter Mann verbirgt, der seine ganze Existenz der Sache verschrieben hat und fernab der Gruppenzugehörigkeit kaum selbstwertschätzend leben kann. Nicht minder faszinierend zu beobachten ist die Figur des Moose, der wohl dem heutigen Bild eines Überlebenskünstlers entsprechen dürfte, denn nach dem Ende seiner vielversprechenden Sportlerkarriere übte er mehrere Berufe aus, um schließlich als Hotelmanager das Grand Hotel in Abwesenheit des altersbedingt kürzertretenden Direktors zu leiten. Aus niederen Verhältnissen stammend, strebte er stets nach etwas Größerem, bildete sich weiter und verfing sich nie im Netz der Frustration, an dessen Rand sich momentan seine Tochter Freya zu befinden scheint. Nach ihrem bravourösen Schulabschluss stehen ihr viele Wege offen, doch die junge Frau weiß noch nichts mit ihrer neu erlangten Freiheit anzufangen und widerstrebt sich den Drängen ihres Vaters, eine Universität zu besuchen, was ihm stets verweigert blieb. "High Dive" ist ein Roman immenser Sprachgewalt basierend auf den gesellschaftspolitischen Hintergründen zur strengen Regierungszeit Margaret Thatchers und der Unabhängigkeitsbewegung Nordirlands, in dessen Mittelpunkt die drei scharf gezeichneten Protagonisten stehen, die sich eindringlich ihren Ängsten und den Herausforderungen des Lebens zu stellen versuchen.

Ist die "Eiserne Lady" in Gefahr???
von einer Kundin/einem Kunden am 26.06.2018

Margaret Thatcher soll in Brighton in einem namhaften Hotel absteigen. Man fühlt sich geehrt, versucht alles auf Vordermann zu bringen damit Sie und ihr gesamtes Kabinett sich wohlfühlen. Auch die Schwächen der Angestellten muss man bis zu diesem Termin unbedingt in den Griff bekommen. Der Hotelmanager, ein ehemaliger Spitzenspo... Margaret Thatcher soll in Brighton in einem namhaften Hotel absteigen. Man fühlt sich geehrt, versucht alles auf Vordermann zu bringen damit Sie und ihr gesamtes Kabinett sich wohlfühlen. Auch die Schwächen der Angestellten muss man bis zu diesem Termin unbedingt in den Griff bekommen. Der Hotelmanager, ein ehemaliger Spitzensportler, steht vor großen Herausforderungen. Zumal auch seine pubertierende Tochter gerade große Probleme macht. Doch niemand hat so wirklich mitbekommen wer sich in einem der Zimmer eingecheckt hat. Ein irischer Terrorist hat dort eine Bombe platziert.... Jonathan Lee hat einen spannungsgeladenen vielschichtigen typisch britischen Roman geschrieben der uns die Thatcher-Ära der 1980er Jahre und den Terror der IRA noch einmal erleben lässt. Auch seine Figuren sind gut gezeichnet, liebenswert, authentisch und very british. Sehr kurzweilige Lektüre!

Spannend wie ein Krimi, und doch so viel mehr
von einer Kundin/einem Kunden am 18.06.2018

Ein historisches Ereignis als Rahmenhandlung zu wählen und darum herum ein Kaleidoskop an Geschichten und Charakteren aufzubauen, kann bei Romanen ein Erfolgsrezept sein. Jedenfalls wenn man es so geschickt und klug macht wie Jonathan Lee. Wir begegnen einem Hotelmanager, seiner pubertierenden Tochter und einem IRA- Terroristen... Ein historisches Ereignis als Rahmenhandlung zu wählen und darum herum ein Kaleidoskop an Geschichten und Charakteren aufzubauen, kann bei Romanen ein Erfolgsrezept sein. Jedenfalls wenn man es so geschickt und klug macht wie Jonathan Lee. Wir begegnen einem Hotelmanager, seiner pubertierenden Tochter und einem IRA- Terroristen, und die Art und Weise, wie Lee seinen Charakteren Leben einhaucht und gleichzeitig den Leser tief in dieses faszinierende Stück britischer Geschichte hineinzieht, ist große Erzählkunst und großes Lesevergnügen.