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Alles was glänzt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis in der Kategorie Debüt 2018

Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.

Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.

Rezension
"Zu Recht gilt Gamillscheg als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur." Britta Schmeis / SPIEGEL ONLINE
Portrait
Gamillscheg, Marie
Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. Veröffentlichungen in zahlreichen literarischen Zeitschriften und Magazinen. Ihr Roman "Alles was glänzt" landete auf der ORF-Bestenliste, wurde für den aspekte Literaturpreis nominiert und mit dem Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt 2018 ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 19.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87561-3
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,1/2,5 cm
Gewicht 399 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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18,50
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein gelungenes Debüt

Anne K., Thalia-Buchhandlung Wien Westbahnhof

Marie Gamillscheg führt uns mit ihrem Debütroman in ein Dorf, das seine besten Zeiten hinter sich hat. Während die Jugend bereits weggezogen ist oder von einem Leben in der Stadt träumt, haben sich die älteren Einwohner arrangiert. Viele Häuser sind heruntergekommen und leerstehend... Nun taucht ein Regionalmanager auf, der dem Dorf mit allerlei zukunftsorientierten Ideen zu neuer Blüte verhelfen will. Doch finden diese Anklang? Mit "Alles was glänzt" ist der jungen Autorin ein lesenswerter Roman gelungen, welcher für das beste Debüt im Rahmen des Österreichischen Buchpreises nominiert wurde.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
6
12
12
9
2

Stroboskop-Bilder
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 15.06.2018

Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an. Stroboskopartig fokussiert die Autorin Marie Gamillscheg Begebenheiten zu den Menschen dieses Ortes. Um den Tod eines Bewohners gruppieren sich M... Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an. Stroboskopartig fokussiert die Autorin Marie Gamillscheg Begebenheiten zu den Menschen dieses Ortes. Um den Tod eines Bewohners gruppieren sich Menschen, Meinungen, Hoffnungen, berechtigt oder unberechtigt. Keines dieser Schicksale geht wirklich in die Tiefe, so dass ich als Leserin kaum einen Bezug zu ihnen erhielt. Jedes dieser Stroboskop-Bilder bleibt für sich, einen Zusammenhang konnte ich nicht herstellen. Die teilweise lapidare Satzbildung unterstützt dies noch. Dieser Schreibstil ist mir zu modern, ich kann damit leider nichts anfangen. Bis zum Ende des Buches habe ich mich bemüht, in dieser Geschichte einen Sinn zu finden, es wollte mir nicht wirklich gelingen. Dafür kann ich leider nur 2 Sterne vergeben. Möge es andere Leser geben, die mit dieser Geschichte besser klar kommen als ich.

Am Anfang war der Berg oder das Meer oder wie nun?
von einer Kundin/einem Kunden am 11.06.2018

"Von nun an war das Glänzen im Inneren des Berges nicht mehr zu beruhigen, es leuchtete bis hinunter ins Tal. aus der Ferne sah es aus wie ein Glitzern, das im Tageslicht aufstaubte. Er funkelte ach nachts in Grün bin Dunkelblau, fast schwarz." Alles was glänzt von Marie Gemillscheg handelt von der Geschichte eines Berges, ei... "Von nun an war das Glänzen im Inneren des Berges nicht mehr zu beruhigen, es leuchtete bis hinunter ins Tal. aus der Ferne sah es aus wie ein Glitzern, das im Tageslicht aufstaubte. Er funkelte ach nachts in Grün bin Dunkelblau, fast schwarz." Alles was glänzt von Marie Gemillscheg handelt von der Geschichte eines Berges, eines Ortes mit samt seiner verbliebenen Bewohner im Umbruch. Einst wurden im Berg Erz abgebaut und Touristen überfluteten die Gegend. Doch nun scheint alles im Wandel zu sein und der Berg scheint bald einzustürzen. Es kann nicht mehr lange dauern, erste Risse auf Wiesen eröffnen sich und neulich erst ist Martin auf mit seinem Auto auf dem Berg umgekommen. "Es trifft uns mitten ins Herz" und dies beteuert nicht nur der Bürgermeister mehrere Male. Eine Geschichte übers Bleiben und Gehen, Beobachten und Hoffen... "Wer durch den Ort geht, der weiß: Hier ist was passiert. Noch immer kommt jeden Morgen der Schulbus, bleibt stehen, fährt weiter. Das Licht im Kiosk geht an, und die Glocke im Schichtturm schlägt. Aber jetzt schläft alles. Alles ist dunkel." Eigentlich weiß ich gar nicht so recht was ich von diesem Roman halten und über ihn schreiben soll. Er wirkt für mich nicht zu Ende gedacht, nicht gradlinig, emotionslos distanziert und für mich nicht passend. Vielleicht ist es auch nur mein aktueller Eindruck und irgendwann fände ich das gerade toll. Was zunächst noch als eine interessante Mischung aus vielschichtigen Gedanken und Ereignissen zusammengesetzt war, machte für mich das Lesen nach und nach schwieriger und ich verlor die Lust an der Geschichte. Mehrfache Wiederholungen und nicht abgeschlossene Gedanken und Gedankensprünge kamen hinzu. Dieser Roman hat ein total tolles, reduziertes Cover und ein paar tolle Zwischenkapitel, aber das waren dann leider auch schon meine einzigen Highlights an diesem Buch. Vielleicht hat mich auch einfach der Glanz nicht erreicht. Schade! "Normalerweise gehen jetzt Lichter an, und dann wird die Geschichte vom Blintelmann erzählt, wie er die Sonne über dem Ort fallen lässt, aber das ist kaputt gerade"

Ein Berg und seine Menschen
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 10.06.2018

Die bergige Natur spiegelt sich gleichermaßen im Auf und Ab der Menschen, die darin leben, lieben, hassen, zweifeln, wider. Zwar sanft doch zügig wird der Leser in die Handlung eingeführt. Gespannt und aufmerksam erklimmt er die Höhen, sieht in tiefe Schluchten. Wenn die Natur kollabiert, was geschieht dann mit den Menschen? Reu... Die bergige Natur spiegelt sich gleichermaßen im Auf und Ab der Menschen, die darin leben, lieben, hassen, zweifeln, wider. Zwar sanft doch zügig wird der Leser in die Handlung eingeführt. Gespannt und aufmerksam erklimmt er die Höhen, sieht in tiefe Schluchten. Wenn die Natur kollabiert, was geschieht dann mit den Menschen? Reue? Wie sensibel ist man als Leser? Wie tangiert einen das Leben anderer wirklich? Viele Nebenschauplätze, dramatische, heitere und nachdenklich stimmende Begebenheiten. Ein Wechselbad der Eindrücke. Mal fesselnd, mal interessant aber auch mitunter banal und langatmig. Man nimmt es gern in Kauf, will man selbst doch wissen, was eigentlich geschah und vor allem, was mit den Dorfbewohnern in Zukunft geschehen wird. Die gute alte Zeit. Vorbei. Doch wie mit der einschneidenden Veränderung umgehen? Gehen? Wohin? Bleiben? Wofür? Jeder Bewohner des kleinen Bergdorfes reflektiert sein Leben und das Miteinander. Charaktere und der Begriff Gemeinschaft werden so indirekt mit unter die Lupe genommen. Nach außen hin ist der Roman daher eher handlungsarm. Der Hauptteil spielt sich in den Köpfen der Menschen ab. Ebenso ergeht es dem Leser, der sich auf einiges ganz allein seinen Reim machen muss. Die Autorin überlässt ihn ebenso seinen Gedanken, wie sie es bei den Protagonisten tut. Dieser Umstand wird zu manch Enttäuschtem führen, da nicht immer eine eindeutige Handlungsrichtung vorgegeben wird, macht den Roman aber zugleich wiederum speziell, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Ein Roman, bei dem man nicht alles vorgebetet bekommt sondern der dazu anregt, mit- und vor allem weiter zu denken.