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Die rote Frau

Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman

(17)
»Alex Beer, der neue spannende Stern am österreichischen Krimi-Himmel.« Kronen ZeitungWien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.
Portrait
Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach Der zweite Reiter, der von der Presse hochgelobt und mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet wurde, erscheint mit Die rote Frau jetzt der zweite Band der spannenden Reihe um Rayonsinspektor August Emmerich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 21.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8090-2676-1
Verlag Limes Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/4,3 cm
Gewicht 654 g
Verkaufsrang 180
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
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„Krimi, Wien 20iger Jahre“

Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden


Kommissar Emmerich, behindert durch eine Verletzung aus dem ersten Weltkrieg, ermittelt im wilden Nachtleben Wiens. Anfangs abgeschoben durch seine neuen Kollegen an einen Nebenschauplatz, findet er die Zusammenhänge langsam heraus und muss auch um sein Leben fürchten.
In Wien herrscht Not, Elend und Armut, aber auch Freunderlwirtschaft, Reichtum und Aufbruch. In den Ziegelwerken wird geschuftet und in Männerlogierhäusern gehaust, aber auch Filme werden gedreht. Der Zusammenbruch vom Österreich- Ungarn zum kleine Rest Österreich ist in diesen Jahren noch nicht in allen Köpfen angekommen. Sehr interessante, politische Geschichte.

Kommissar Emmerich, behindert durch eine Verletzung aus dem ersten Weltkrieg, ermittelt im wilden Nachtleben Wiens. Anfangs abgeschoben durch seine neuen Kollegen an einen Nebenschauplatz, findet er die Zusammenhänge langsam heraus und muss auch um sein Leben fürchten.
In Wien herrscht Not, Elend und Armut, aber auch Freunderlwirtschaft, Reichtum und Aufbruch. In den Ziegelwerken wird geschuftet und in Männerlogierhäusern gehaust, aber auch Filme werden gedreht. Der Zusammenbruch vom Österreich- Ungarn zum kleine Rest Österreich ist in diesen Jahren noch nicht in allen Köpfen angekommen. Sehr interessante, politische Geschichte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2018
Bewertet: anderes Format

Emmerichs zweiter Fall überzeugt wieder auf jeder Seite mit präzise gezeichneten Charakteren und einer Atmosphäre die die Zeit nach dem 1.Weltkrieg erlebbar macht.

Ein fesselnder Krimi aus dem Wien von 1920
von Gertie G. aus Wien am 14.07.2018

Man schreibt das Jahr 1920. Der Große Krieg ist verloren, Österreich-Ungarn Geschichte und Wiens Bevölkerung hungert. August Emmrich und sein Assistent Ferdinand Winter fristen ein ungnädig geduldetes Dasein in der Abteilung ?Leib und Leben? bei der Wiener Polizei. Von den Kollegen ?Krüppelbrigade? genannt, müssen sie allerlei Hilfsdienste wie Protokolle... Man schreibt das Jahr 1920. Der Große Krieg ist verloren, Österreich-Ungarn Geschichte und Wiens Bevölkerung hungert. August Emmrich und sein Assistent Ferdinand Winter fristen ein ungnädig geduldetes Dasein in der Abteilung ?Leib und Leben? bei der Wiener Polizei. Von den Kollegen ?Krüppelbrigade? genannt, müssen sie allerlei Hilfsdienste wie Protokolle tippen, leisten. Dann geschieht der Mord an Stadtrat Fürst. Doch anstatt hier zu ermitteln, müssen sich Emmerich und Winter auf Befehl ihres Chefs Gonka mit der Schauspielerin Rita Haidrich beschäftigen, die glaubt, ihr aktueller Film sei verflucht. Der Hilferuf seiner Kollegen aus dem Obdachlosenasyl in dem Emmerich wohnt, dem Peppi, zu helfen, lässt Emmerich aus seiner Lethargie erwachen. Die Polizei verdächtigt den Invaliden, Stadtrat Fürst ermordet zu haben. Doch warum sollte ausgerechnet der Peppi, der von Fürst zwei Prothesen und einen Job erhalten hat, seinen Wohltäter umbringen? Gemeinsam mit Ferdinand Winter beginn er auf eigene Faust zu recherchieren und kommt der Suche nach dem Motiv, dem wirklichen Täter gefährlich nahe und Fürst wird nicht der einzige Tote bleiben. Meine Meinung: Alex Beer ist es wieder meisterlich gelungen die triste Lage in Wien darzustellen. »Der Krieg hatte sich tief in das Stadtbild eingebrannt. Schrecklich zugerichtete Invaliden, Witwen in Trauerkleidung, rachitische und tuberkulöse Kinder.? (Seite 138 ) Während Kriegswaisen, Witwen und Invalide um ihr tägliches Überleben ringen, feiert die österreichische Filmindustrie sich selbst und ihre großen Erfolge. Wir begegnen hier der berühmten ?Sascha-Film? des Filmpioniers Graf Sascha Kolowrat-Krakowsky und erhalten Einblick in die Welt der Illusionen. Emmerich und Winter, die sich im ersten Band (?Der zweite Reiter?) zusammengerauft haben, setzen wieder auf bewährt unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Als es ein weiteres Mordopfer gibt, scheint es eine Verbindung zu geben, die Emmerich und Winter zutiefst schockiert. Interessant ist, dass es Bestrebungen gibt, den Gesundheitszustand der Bevölkerung anzuheben. Allerdings ist die Wahl der Mittel, eine höchst unterschiedliche. Die Autorin versteht es, historische Details geschickt in die Handlung einzubinden. Die Charaktere sind wieder wunderbar ausgearbeitet. Wir begegnen einer Vielzahl von gestrandeten Existenzen, die ihren Lebensunterhalt mit allerlei Gelegenheitsarbeiten oder kleiner Beschaffungskriminalität bestreiten. Herrlich ist die Zirkustruppe, die auf der Wiese im Böhmischen Prater ihr Zeit aufgeschlagen hat. Wir erlangen Einblick in August Emmerichs verwundete Seele, der nicht nur mit seinem an der italienischen Front verletzten Knie fertig werden muss, sondern auch mit dem plötzlichen Auftauchen des gefallen geglaubten Ehemanns seiner großen Liebe, Luise. Luise, streng katholisch, bleibt mit ihren Kindern bei ihrem Ehemann, der ? wie viel andere Männer ? durch den Krieg völlig aus der Bahn geworfen worden ist. Ich mag den Schreibstil der Autorin: Trockener Humor, Sarkasmus und die Einbindung des Wiener Dialekts sind für mich authentisch gelungen. Das offene Ende lässt auf einen dritten Band hoffen, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit August Emmerich, Ferdinand Winter und der guten Luise weitergeht. Fazit: Ein fesselnder historischer Krimi aus dem Wien nach dem Ersten Weltkrieg! Hier gebe ich leichten Herzens 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

von einer Kundin/einem Kunden am 30.06.2018
Bewertet: anderes Format

Auch der zweite Teil der Reihe um Emmerich kann, wie schon der erste Teil, durch seine Atmosphäre und auch durch die Authentizität Punkten. Toller zweiter Teil.