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Das Osmanische Reich

1300-1924

Dieser Band bietet eine vollständige Darstellung des Osmanischen Reiches von seinen Anfängen im nachmongolischen Eurasien bis zu seiner Auflösung nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei wählt er einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt die osmanische Perspektive - was dieses Reich war, wie es entstand und wie es zerfiel. Douglas A. Howard hebt die entscheidende Rolle der Osmanensultane und ihres erweiterten Hausstandes hervor, erläutert die Entwicklung des reichsweiten Finanzsystems und analysiert besonders beliebte Werke der osmanischen Literatur. Besonders akzentuiert werden die Spiritualität, das Raum-und Zeitempfinden, Gefühlsgeschichte, Migration, Gewalt, Krankheit, Seuchen und Katastrophen. Das mit über 50 Abbildungen, Karten und Textkästen ausgestattete Sachbuch stellt dar, wie die Menschen in osmanischer Zeit ihren Tag verbrachten, sich zur Obrigkeit stellten, ihr Geld verdienten und ihren Sinn für Humor wie auch ihr Schönheitsgefühl bekundeten.

Rezension
»Endlich: ein Abriss der osmanischen Geschichte, der die mehr als 600 Jahre dieses Reiches umspannt, geschrieben von einem Experten, der die Quellen ebenso wie die Sekundärliteratur überblickt. In transparenter, oft farbenreicher Schreibweise behandelt Douglas Howard nicht nur die politische Geschichte des Osmanischen Reiches, sondern auch soziale, ökonomische, religiöse und geistige Entwicklungen, berücksichtigt Reichshauptstadt und Provinzen, Eliten und einfache Untertanen, analysiert leidenschaftslos und erzählt Anekdoten. Die Karten, Abbildungen, Herrscherlisten und eingeschobenen Kästen machen dieses Buch besonders benutzerfreundlich. Das ist eine Geschichte des Osmanischen Reichs, auf die viele von uns gewartet haben.« Jane Hathaway, Professorin für Geschichte, Ohio State University

»Ausgehend von den Ruinen als Metapher führt uns Douglas Howard auf eine faszinierende Reise durch die politische, spirituelle und literarische Welt der Osmanen. Diese packende Erzählung - reich bebildert mit Karten und Fotografien ... sollte zur Standardlektüre werden.« Virginia Aksan, Lehrstuhlinhaberin für Geschichte, McMaster University

»Douglas Howards solide und zugleich mitreißende Geschichte präsentiert das weitverzweigte Osmanische Reich in seiner ganzen Komplexität. Von besonderem Wert ist, wie er osmanische Dichter und Chronisten sprechen lässt, um die religiöse Rhetorik und spirituelle Empfänglichkeit vorzuführen, die die imperiale Vorstellungswelt der osmanischen Welt durchdrangen.« Palmira Brummett, emeritierte Professorin, Brown University

»Howards Geschichte des Ostmanischen Reichs bietet einen innovativen Zugang, der allgemein interessierte Leser ebenso ansprechen sollte wie ein akademisches Publikum. Der einmalige Aufbau des Buches, dessen Kapitel je ein Jahrhundert des islamischen Kalenders behandeln, streicht den wechselnden Zeitgeist heraus. Verflochten mit Politik, Wirtschaft und Kriegsgeschichte werden spirituelle Fragen, dichterische Empfänglichkeit und die Geschichten ausgefallener Individuen.« Leslie P. Peirce, Professor für Geschichte, nahöstliche und Islamstudien, New York University

»Dies ist ein wunderschönes Buch, nicht allein eine Geschichte des Osmanischen Reiches von Anfang bis Ende, sondern auch eine Geschichte der Osmanen selbst. Ohne die politische Chronologie, die Entwicklung der Institutionen oder sozioökonomische Vorgänge zu vernachlässigen, zeigt Howard die menschliche Seite der Osmanen, indem er Fragen der Kultur, Religion und Identität in den Vordergrund rückt. So verschafft er Studierenden und einem allgemein interessierten Publikum Zugang zu ihnen, gestützt auf längere Übersetzungen aus osmanischen Texten, Abbildungen, Karten und Verweise. Auf der Grundlage osmanischer Quellen und einer reichen Auswahl neuerer Forschungsliteratur tritt das Buch den Stereotypen vom schrecklichen Türken, von Harems, Zwangsbekehrung und Dekadenz entgegen und stellt eine Besetzung berühmter und weniger bekannter Personen samt Taten und Motiven vor.« Linda Darling, Professorin für Geschichte, University of Arizona

»Professor Howard hat eine ausgesprochen tief schürfende Studie der Entwicklung und der Zerstörung des osmanischen Projekts vorgelegt. Sein Buch verbindet große Gelehrsamkeit mit bemerkenswerter Blickschärfe. Anders als so viele Beispiele akademischer Prosa ist es gut und klar geschrieben, und darüber hinaus verrät das Werk eine Demut gegenüber seinem Gegenstand, die nicht häufig ist. Das Buch ist Forschungsfortschritt und Synthese des bisher von Gelehrten Erreichten zu gleichen Teilen. Ich werde die Lektüre dieses Buches von meinen Studierenden erwarten – es ist das großartige Buch eines großartigen Gelehrten.« Rudi Lindner

»Ein fesselnd geschriebenes Buch mit großer erzählerischer Kraft und hohem analytischem Sachverstand, welches das Osmanische Reich gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Türkei in ein neues Licht rückt.« Spektrum der Wissenschaft
Portrait
Howard, Douglas
Douglas A. Howard ist Professor für Geschichte am Calvin College in Grand Rapids, Michigan, wo er seit 1988 lehrt. Der Autor von The History of Turkey (2. Aufl. 2016) hat Beiträge zur osmanischen Militär- und Literaturgeschichte in Zeitschriften wie den Acta Orientalia, dem Archivum Ottomanicum, Fides et Historia, dem Journal of Asian History und dem Journal of Turkish Studies veröffentlicht. Außerdem war er Mitherausgeber des The Turkish Studies Association Bulletin. Die Türkei und das Osmanische Reich sind seine zentralen Forschungsgebiete.

Fündling, Jörg
Jörg Fündling, geb. 1970, Dr. phil, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.
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    Einleitung 11
    1. Osmanische Genese, 1300–1397 20
    2. Eine gesegnete Dynastie, 1397–1494 57
    3. Eine Sicht auf die Welt, 1494–1591 113
    4. Unklarheiten und Gewissheiten, 1591–1688 171
    5. Globales und Lokales, 1688–1785 230
    6. Zusammenarbeit und Zusammenbruche, 1785–1882 288
    7. Auflosung, 1882–1924 352

    Anhang
    Glossar 412
    Anmerkungen 415
    Abbildungsnachweise 436
    Verzeichnis der Karten 437
    Literaturverzeichnis 438
    Register 465
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 01.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3703-0
Verlag Wbg Theiss
Maße (L/B/H) 23,5/16,9/4,1 cm
Gewicht 801 g
Originaltitel A History of the Ottoman Empire
Abbildungen 70 schwarz-weiße Abbildungen, 10 Karten
Übersetzer Jörg Fündling, Michael Reinhard Hess
Buch (gebundene Ausgabe)
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39,10
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Buchhändler-Empfehlungen

Aufstieg, Glanz und Niedergang eines Imperiums

Martin Berger, Thalia-Buchhandlung Wien

Aus einem turkmenischen Stamm im Gefolge der Mongolen entstand ein Reich, das sich über drei Kontinente erstreckte – Asien, Europa und Afrika. Ein Vielvölkerreich, in dem Kulturen und Religionen zusammentrafen und miteinander lebten, was nicht immer einfach und friedlich war. Douglas A. Howard erzählt die faszinierende Geschichte dieses Imperiums und seiner Dynastie, seiner Entwicklung zum Großreich und seiner langen blutigen Agonie in Folge des ersten Weltkriegs. Kleines Minus: Das Glossar am Ende des Buches hätte gerne ausführlicher sein können.(Siehe auch: Calic, Südosteuropa)

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 29.10.2018
Bewertet: anderes Format

Umfangreiche Übersicht der über 600-jährigen Geschichte des Vielvölkerstaates. Vom Militärwesen und Finanzsektor bis zur Literatur. Gewisse Vorkenntnisse sind hilfreich.

Der europäische Sündenfall
von S.A.W aus Salzburg am 31.05.2018

Greengrass gibt einen Überblick über die Rahmenbedingungen, die zur Entstehung der Reformation in Europa führten. Zu selben Zeit, als Spanier und Portugiesen die Seewege nach West- und Ostindien entdeckten, bildeten sich mit dem osmanischen, dem Mogul- und dem Mingreich große Wirtschaftsräume aus, die nun alle durch Handel verne... Greengrass gibt einen Überblick über die Rahmenbedingungen, die zur Entstehung der Reformation in Europa führten. Zu selben Zeit, als Spanier und Portugiesen die Seewege nach West- und Ostindien entdeckten, bildeten sich mit dem osmanischen, dem Mogul- und dem Mingreich große Wirtschaftsräume aus, die nun alle durch Handel vernetzt waren, was die Händler reich machte. Feldfrüchte aus der Neuen Welt führten zu mehr Nahrungsmittelsicherheit, die kleine Eiszeit führte wiederum zu Missernten und damit zum Aufbegehren gegen die Obrigkeit. Die Humanisten hinterfragten das scholastische Weltbild, das Gottesgnadentum der Herrscher wurde immer weniger akzeptiert. Die Habsburger verteidigten den Führungsanspruch des Papstes, die Fürsten und die Bauern wollten davon nichts mehr wissen, besonders der teure Finanzapparat der Kirche stieß den Leuten sauer auf. Der Autor beschreibt die frühe Neuzeit mit enzyklopädischer Genauigkeit bis ins letzte Detail und verliert den großen Bogen doch nicht aus den Augen: Das Ende des Mittelalters zeigte sich in vielen Brüchen: Die Adligen, die in manchen Gegenden 20% der Bevölkerung ausmachten, verarmten teils oder suchten ihre Stellung durch diebstahlartige Enteignungen zu sichern. So rafften englische Lords das meiste Land in Irland an sich und drückten die Iren auf den Status eines Kolonialvolks. In Brandenburg arbeiteten die Bauern freiwillig mit den Gutsherren zusammen, da diese ihnen einen gesicherten Absatz versprachen. Das Christentum wurde von den Wissenschaftlern herausgefordert. Die Erkenntnisse von Kopernikus, Giordano Bruno, Galilei und Kepler stürzten das geordnete Weltbild; Magier, Alchemisten und Humanisten bauten auf ein Denken, das ohne Gott auskam. Durch die Expansion nach Übersee fransten die Grenzen der Christenheit aus. Wie sollte man mit Indianern und Afrikanern umgehen? Die Spanier beuteten die Indios grausam aus, die Portusiesen rissen den Seehandel in Asien an sich. Das Silber von Potosi gab Europa einen Finanzschub und ermöglichte den Herrschern kriegerische Abenteuer. Die fortlaufenden Kriege zwischen Frankreich und Karl V. verwüsteten vor allem Italien und führten zu einer politischen Spaltung, in deren Windschatten sich der Protestantismus ausbreitete. Die Bedrohung durch die Osmanen führte nur zu kurzer Einheit, bald brachen die Konflikte zwischen den Königreichen wieder auf. Luthers Protest war eine Reaktion gegen die Verweltlichung des Papsttums, das unter Julius II. militärisch expandierte. Tetzels Ablasshandel beruhte auf einem Handel zwischen dem Papst und dem Fürsten von Brandenburg, die sich den Gewinn teilten. Der Bauernkrieg Thomas Münzers wurde von Luther verurteilt, da er sich die Gunst der Fürsten erhalten wollte. Die Gegenreformation berief sich auf Augustinus, der im Kampf gegen die Donatisten die Anwendung von Gewalt gegen Abtrünnige befürwortet hatte (so schaut also Heiligkeit aus!) Philipp II. schickte Herzog Alba, um den Aufstand der Niederlande niederzuschlagen, die Hugenotten wurde in der Bartholomäusnacht niedergemetzelt. Im Kampf der Konfessionen entstand in allen Ländern ein Nationalbewusstsein, das sich zunehmend säkularisierte. Philipp II. überzog seine finanziellen Kräfte und war bankrott, als ihm 1580 mit Portugal neue Mittel in die Hände fielen, die er aber im Kampf gegen die Niederlande und England wieder vergeudete. Bei seinem Tod bestand eine Pattsituation mit Frankreich und den mit Frankreich verbündeten Osmanen. Der Versuch Ferdinands II., Deutschland zu rekatholisieren führte zum Eingreifen von Schweden und Frankreich in den Dreißigjährigen Krieg, aus dem beide Länder als neue Mächte hervorgingen. Spanien zerbrach an den Kosten des Krieges und verlor Portugal. 1648 war die Einheit des Christentums endgültig zerbrochen und durch die Konkurrenz der europäischen Großmächte abgelöst. Es empfiehlt sich, das Buch in kleinen Stücken zu lesen, da sonst die Fülle der Information gar nicht perzipiert werden kann. Rüdiger Opelt, Autor von „Tantalus Welt. Die Überwindung nationaler Traumata“