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Das Tomatenimperium

Ein Lieblingsprodukt erklärt den globalen Kapitalimus

Jeder isst sie, jeder liebt sie: Tomaten. Sie stecken in einer Dose Tomatenmark, in der Soße einer Fertigpizza, in Tomatensaft und Ketchup. Und dennoch wissen wir fast nichts über ihre Produktion. Wo, wie und von wem werden die industriell verarbeiteten Früchte angebaut und geernetet? Zwei Jahre lang ist Jean-Baptiste Malet diesen und anderen Fragen nachgegangen. Seine Suche hat ihn von den Grenzen Chinas über Peking, Kalifornien, Sizilien bis nach Ghana geführt. Er hat mit Bauern, Erntehelfern, Genwissenschaftlern und der italienische Mafia gesprochen. Herausgekommen ist eine faszinierende Reportage, die die komplexen Zusammenhänge und erschütternden Verwerfungen des globalisierten Kapitalismus besser erklärt als jeder Roman.
Rezension
"Eine faszinierende Reportage über die komplexen Zusammenhänge und erschütternden Verwertungen des globalisierten Kapitalismus. Eine großartige Recherche, die die verkannte Geschichte einer globalen Ware nachzeichnet." Bücherschau, 07/2018

"Die Geschichte des roten Goldes liest sich faszinierend und erklärt anschaulich, wie der globale Kapitalismus heute funktioniert." Westfälische Rundschau, 25/07/2018

"Ein hoch inspirierendes Buch, das nicht einfach Kapitalismus-Bashing betreibt, sondern alternative Wege aufzeigt - und unseren Blick weitet für die Zusammenhänge dieser Welt." Büchermagazin, 01/08/2018
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 29.03.2018
Sprache Deutsch, Französisch
EAN 9783732557400
Verlag Lübbe
Originaltitel L'Empire de L'or Rouge
Dateigröße 1392 KB
Übersetzer Norma Cassau
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Buchhändler-Empfehlungen

Das Geschäft mit der Tomate

Philipp Brandstötter, Thalia-Buchhandlung Linz

Die Tomate ist heute eine der am weitesten verbreiteten Gemüsesorten der Welt. Eigentlich auf jedem Kontinent, sogar in Afrika, kann man dieses doch sehr filigrane Gemüse anbauen. Grundvoraussetzung ist lediglich genug Sonne und ein schönes Dach über dem Kopf, welches das doch sehr zerbrechliche Tomantenpflänzchen vor Regen oder Hagel schützt. In ganz vielen Fertigprodukten werden Tomaten eingesetzt. Viele Menschen denken hier gleich etwa an eine Fertigpizza aus dem Tiefkühlregal. Doch auch in weniger bekannten Produkten, wie billigen Joghurts, kann man Spuren von Tomaten entdecken. Wie die dort reinkommen, ist mir leider auch nach diesem Buch noch nicht ganz klar. Es gibt Tomaten in ganz unterschiedlicher Form und Größe. Während hierzulande wieder eher der Trend dahin geht, auf alte Sorten zu setzen, werden etwa in den Vereinigten Staaten und einigen Ländern Asiens fast nur noch die großen und ergiebigen roten Tomaten angesetzt. Diese wachsen schneller und haben eine größere Fruchtfülle (Größe). Dadurch kann man schneller und mehr produzieren, das ist ja bekanntlich eine der Kernthesen des Kapitalismus. Ältere Sorten, die etwas gelblicher oder auch sogar schwarz sein können, verschwinden zusehends von diesen Märkten. Das Geschäft mit denTomaten hat noch einen weiteren negativen Trend ausgelöst. Sie benötigen sehr viel Wasser. Da dieses, abseits von Mitteleuropa, nicht überall ohne Einschränkung zur Verfügung steht, muss es über große Distanzen herangeschafft werden. Die Bewässerungsanlagen brauchen natürlich auch noch Strom, was einen weiteren negativen Einfluss auf die Umwelt und die Menschen, die dort leben hat. Daß die Verpackungen, die für den Weitertransport der Tomaten benötigt werden, oftmals auch über große Strecken transportiert werden müssen, tut ein Übriges zur Umweltbelastung. Die meisten werden in Dosen oder Tuben aus Weißblech oder ähnlichen Materialien hergestellt, welches auch nicht auf jedem Land der Erde vor Ort lagernd ist. Wie der gebildete Leser sicher weiß, gibt es nach wie vor Kinderarbeit in Ländern der Dritten Welt. Das heißt, diese Länder setzen Kinder und Jugendliche als billige Arbeiter, die oft über 15 Stunden (!) am Tag in Frabriken arbeiten müssen ein, um etwa die Reinigung oder die Verpackung der Tomate mit den eigenen Händen zu bewerkstelligen. Diese Kinder haben keine Gewerkschaft und sind daher den Launen der Fabrikbesitzer schutzlos ausgeliefert. Eigentlich ein Wahnsinn, daß es sowas im 21ten Jahrhundert noch immer gibt. Ich war eigentlich der Meinung, daß wir, auch global gesehen, diese Zeit hinter uns gelassen hätten. Offensichtlich ein Irrtum meinerseits. Das Buch von Jean-Baptiste Malet, einem französischen Journalisten, wird fast überall durch große Zahlen und Statistiken belegt. Ich denke, dass man diesen auch Glauben schenken kann. Leider ist es so, dass das über weite Strecken das Lesen doch sehr anstrengend macht. Die eigentliche Geschichte der Tomate rückt dabei weiter und weiter in den Hintergrund.

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