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Fontane, T: Poggenpuhls

Ungekürzter Text

Die Majorin von Poggenpuhl und ihre Kinder leben nach dem Tod des Familienvaters in bescheidenen Verhältnissen. Die Familie versucht, trotz der finanziellen Nöte eine als "standesgemäß" anerkannte Lebensführung aufrecht zu erhalten. Dies ist der Rahmen für den 1896 erstmals erschienenen Roman, der den gesellschaftlichen Konflikt der Familie Poggenpuhl thematisiert. Sie steht in ihrem Wunsch, den Erwartungen der Gesellschaft an eine adlige Familie zu genügen, zwischen dem Festhalten an überkommenen Traditionen und der Suche nach neuen Wegen, sich der durch den Tod des Vaters veränderten Situation anzupassen. Dieser Konflikt kommt in Gesprächen der Personen untereinander und in einem längeren Briefwechsel zum Ausdruck, die eine Romanhandlung im herkömmlichen Sinn ersetzen. Fontane erprobt somit in den "Poggenpuhls" eine neue Romanform, die er im "Stechlin" vervollkommnet.
Portrait
Theodor Fontane (1819-98) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 104
Erscheinungsdatum 2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87291-211-4
Verlag Hamburger Lesehefte
Maße (L/B/H) 20/12,6/2 cm
Gewicht 89 g
Auflage 1. Auflage
Unterrichtsfächer Deutsch
Schulbuch (Taschenbuch)
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Deutschland vor 1900
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der sehr kurze und relativ unbekannte Roman Fontanes, um 1880 verfasst, erzählt die Geschichte der alten Adelsfamilie der Poggenpuhls, die mittlerweile in beschei-denen - fast bürgerlichen - Verhältnissen lebt und sich in Berlin nur eine Mietswohnung leisten kann. Die verwitwete Majorin Poggenpuhl lebt dort mit ihren erwachsenen... Der sehr kurze und relativ unbekannte Roman Fontanes, um 1880 verfasst, erzählt die Geschichte der alten Adelsfamilie der Poggenpuhls, die mittlerweile in beschei-denen - fast bürgerlichen - Verhältnissen lebt und sich in Berlin nur eine Mietswohnung leisten kann. Die verwitwete Majorin Poggenpuhl lebt dort mit ihren erwachsenen Töchtern; von den beiden Söhnen ist der älteste verheiratet, der jüngere lebt ein amüsable Leben beim Militär. Der Roman hat wenig bis gar keine Dramatik - dies vorweg. Er brilliert auch weniger durch gelungene, amüsable und charakterlich bunte Dialoge wie in der "Jenny Treibel". Statt dessen handelt es sich um eine gelungene gesellschaftlich-soziale Bestandsaufnahme des mittlerweile erodierten deutschen Adels, der um 1880 nicht mehr dort steht, wo er 100 Jahre vorher noch stand. Man muss sich nun bei Familientreffen mit dem zu servierenden Essen zurücknehmen, die Töchter müssen sich ein Zimmer teilen, die Gäste müssen mit ungemütlichen, provisorischen Liegen vorlieb nehmen. Die Witwe Poggenpuhl träumt der vergangenen Zeit hinterher, denkt noch immer, dass wenigstens der Titel noch einen Wert habe. Die realen Verhältnisse sehen anders aus, denn die Gründerzeit und das aufstrebende Bürgertum haben die Gewichtungen verlagert: es zählt nunmehr weniger der gesellschaftliche Titel, als das Geld auf dem Konto, dass einen teilhaben lässt am gesellschaftlichen Leben, dass einem Wohlstand, eine angemessene Wohnung oder was halbwegs respektables auf den Tisch zaubern lässt. Einzig der leichtlebigere Sohn Leo scheint dies ernsthaft begriffen zu haben; der Rest der Familie träumt den alten Zeiten hinterher und scheint die aktuelle Situation irgendwie nicht wirklich verinnerlicht zu haben. Sprachlich gut zu lesen, als Sitten- und Charakterstudie des zerfallenden Adels knappe 20 Jahre vor der Jahrhundertwende eine interessante Lektüre. Qualitativ nicht an "Mathilde Möhring" oder an die fantastische "Jenny Treibel" heranreichend.